DieDosismachtdasGift


    Normalerweise finde ich Deine Beiträge immer völlig überzeugend und bin immer fasziniert, wie Du es schaffst, in (kluge) Worte zu fassen, was mir oft nur als Gefühl irgendwo rumschwirrt. Hier teile ich Deine Einschätzung jedoch nicht. okay, würde er jetzt ständig erzählen, wie sie ihn angemacht hat, könnte man das so sehen. aus meiner Sicht ist es für ihn aber eben nett, aber harmlos. Warum soll er seiner Partnerin das nicht erzählen? Nicht im Sinne von: schau her, wie begehrt ich bin, sondern eben einfach, weil man als Paar Erfahrungen und Erlebnisse miteinander teilt, und gerade in einer Fernbeziehung hat man ja meist viel Zeit zum reden, weil man Gemeinsamkeiten schlecht anders teilen kann, wenn man sich nicht sieht. Das war jedenfalls in meiner langen Fernbeziehung so: wir haben uns deutlich mehr über den alltag ausgetauscht, als wir noch nicht zusammen gelebt haben.

    Ich sehe es wie Solamie, ich denke auch, dass der Freund der TE hier einfach kein falsches Verhalten der Kollegin gesehen hat. So ist das halt mit der Interpretation. Die TE ist bei dem Verhalten der Kollegen misstrauisch geworden, ihr Freund empfand es als harmlos. Selbst hier im Faden gehen die Meinungen auseinander. Was Sache ist, wird wohl nur die Kollegin allein wissen. :=o

    Solamie


    Ich kann nicht immer gut und richtig liegen, tue ich auch nicht. Nicht in den Einschätzungen und auch nicht mit den daraus folgenden Sichtweisen.


    Ich habe es in diesem Fall so geschrieben, weil es die TE verletzt und ihr "Bauchschmerzen" bereit. Sie ihrem Partner jedoch weder einen Verhaltenskodex noch Verbote aussprechen will, auch um selbst autark zu bleiben. Was ich sehr gut verstehe und nachvollziehen kann.


    Und damit das so bleiben kann wäre es eben eine gute Geste, wenn ihr Freund egal wie harmlos und naiv er das selbst einschätzt, nicht so zum Thema werden lässt was in der Firma mit jener Frau passiert. Es geht auch nicht um eines totschweigen, aber schon in die Richtung, dass die Erzählungen nicht immer wieder den Anschein erwecken, dort wartet eine "Spinne auf ihre Beute".

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    Ich kann meinen Freund wirklich vertrauen und ich glaube ihm auch alles, aber ich weiß trotzdem nicht so recht, was ich davon halten soll. Zumal sie auch ein paar mal in der Woche miteinander schreiben. Das finde ich irgendwie nicht so super, da ich das Gefühl habe, sie nimmt damit an seinem Alltagsleben teil.

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    Trotzdem bin ich unruhig. Dass sie versucht, sich an ihn ranzumachen, zuviel Platz in seinem Leben bekommt etc. Stecke da in einem kleinen Gedankenkarussell.

    Das sind zwei von einigen Aussagen der TE, die verständlich sind, wenn das Thema Kollegin in verschiedenen Nuancen immer wieder auftauchen.

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    Den Kontakt verbieten würde ich ihm niemals! Andererseits steht sie auf ihn und das ist gerade das schwierige daran. Dieser Umstand schmeichelt ihm, und dadurch, dass er ihr Aufmerksamkeit schenkt, fühle ich mich verletzt.

    Als Partner hätte er schon die Möglichkeit, es in beide Richtung souverän zu gestalten, und dann wäre die Erwähnung daheim auch im Grunde nicht notwendig.

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    Aber ich hoffe, dass es sich wirklich als Strohfeuer herausstellt. Mir bleibt am Ende auch nichts anderes übrig, als zu vertrauen.

    Und gerade letzteres wird schwieriger, wenn es immer wieder neue "Nahrung" gibt, die den Hauch eines Zweifels nähern könnten.

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    Wir haben das Thema besprochen. Recht ausführlich aber doch nicht ganz so, dass ich komplett beruhigt bin.

    Das ist dieser emotinale Spannungsbogen, den ich ansprach der latent zwischen den beiden aufgebaut bleibt, wenn immer wieder Bemerkungen auftauchen, die daran erinnern, dass die Kollegin zumindest vom Verständnis her in Richtung Flirt gehen.


    Es würde sehr zu Beruhigung beitragen, wenn der Partner selbst es als so unwichtig empfindet und es dann nicht wie bisher thematisieren muss.

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    Könnte mir aber wirklich vorstellen, dass ich dann ein Problem bekomme, wenn er den Frauen gegenüber nicht eindeutig klar Position zu mir bezieht. Und das dann auch konsequent durchzieht.

    Solche Gedanken würden weit weniger auftauchen, wenn es nicht entsprechende Bemerkungen durch den Freund gibt.

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    Muss gar nichts eindeutig zweideutiges sein, sondern zb ein Gespräch über die Beziehung oder allgemein intime Dinge oder sie versucht dauernd zu flirten etc. Daher bin ich mir gar nicht so sicher, ob ich es wirklich wissen will.

    Daher die Einschätzung, der Freund spricht klare Kante ohne Hintertürchen oder dem Hang Schmeichelein zu provozieren. Somit gäbe es daheim nichts "besonderes" zu erwähnen und die TE hätte kein weiteres Gedankenkarussell. :)z

    Die TE (ver) traut ihrem Freund nicht. Wenn die Beziehung (auch: Fern-) intakt ist, dann dürfte die TE eigentlich gar nicht auf den Gedanken kommen, dass Flirtversuche einer Arbeitskollegin für Ihren Freund ein Problem darstellen könnten. Mein Gott, an jeder Ecke lauern doch Gefahren für die Beziehung.


    Ich selbst lebte mehrere Jahre in einer stabilen Fernbeziehung München - Hamburg. Ich kenne also dieses "Gefühl". Bei mir war es die Freundin, die aus beruflichen Gründen von München nach Hamburg ging. Die TE kann eh nur eins machen: blind vertrauen - ( wie ) in jeder Beziehung. TE: Mach dir das Leben nicht unnötig schwer - mehr Gelassenheit! :)*