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    keine, die BESSER PASST

    Wieso besser? Deine jetzige passt ja anscheinend garnicht. Ihr harmoniert in wesentlichen Bereichen eures Lebens nicht: Sex, Persönlichkeit, Alltags- und Freizeitgestaltung, Urlaubspläne, Zukunftsplanung. Inwiefern könnte es wenn noch schlechter passen?

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    Das ist leider sehr exemplarisch. Der "Hass auf Reiche" ist leider weit verbreitet. Ich habe doch keinem was getan. Meine Güte, ich will doch nur, daß meine Freundin/Frau/Partnerin, das weibliche Wesen an meiner Seite, mich auch mal mit Hingabe und Leidenschaftm küßt, streichelt, knuddelt und nicht nur den Quickie will. Daß man auch mal zusammen was unternimmt. Will ich denn so viel zu viel?

    Also ich hab bestimmt keinen Hass auf Reiche, ich denke sogar, dass es dir tatsächlich helfen wird, eine neue Freundin zu finden. Ich meinte das oben nicht ironisch, als ich geschrieben habe, du hast damit bessere Chancen. Fakt ist doch: Frauen verlieben sich in allerlei Männer, auch Bad Boys, Männer ohne Geld, Männer mit belastender Vergangenheit (anstrengende Ex, viele Kinder...)


    Aber für eine langfristige Beziehung/Ehe kommt eben für viele Frauen nur ein Mann in Frage, der ihnen in Sachen Bildung und Einkommen mindestens ebenbürtig ist und ihnen ein angenehmes Leben bieten kann.


    Jetzt werden die Emanzen hier auf mich eindreschen, aber guckt euch die Statistiken an, bezüglich Einkommensgefälle und Bildungsgefälle in Beziehungen. Daran erkennt man, was die MEISTEN Frauen suchen. Ich finde daran nichts oberflächliches oder verwerfliches, man kann es sogar evolutionär begründen.


    Das kann sogar deine sozialen Schwächen wie Schüchternheit zu einem gewissen Grad ausgleichen.

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    Aber die kommt ja nicht einfach so hereingeschneit. Zumindest bis jetzt nicht.

    Warum sollte sie auch? Du bist ein vergebener Mann in einer langfristigen Beziehung und du liebst deine Freundin ja auch irgendwie. D.h. dein Herz ist garnicht frei für eine andere Frau, die besser zu dir passen könnte. Du hast nur dann eine echte Chance, eine andere Frau kennenzulernen, wenn du frei bist - innerlich wie äußerlich. Denn jetzt in deiner Beziehung abzuwarten in der Hoffnung, dass irgendwann die perfekte Frau vorbei kommt und dich rettet, ist weder realistisch noch fair.

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    Ich selbst habe möglicherweise tatsächlich auch im Punkt Beziehungsanbahnung soziale Defizite - oder bin da eben einfach nur unerfahren, da ich halt selbst noch nicht so viele Beziehungen hatte. Meine Partnerin und ich haben uns schon mal über andere Leute unterhalten, die häufiger ihre Partner wechseln oder fremdgehen. Wir haben uns beide gefragt: "Wie machen die das? Wo kriegen die immer die neuen Männer/Frauen her?"

    Ich selbst bin jemand die schon viele Beziehungen hatte, auch kürzere. Die Partner traf ich an der Uni, auf der Arbeit, im Krankenhaus, im Sportverein, bei einem Autounfall, im Park mit dem Hund, im Freundeskreis, auf einer Hochzeit. Man muss nur offen sein und auf die Menschen zugehen, sich für sie interessieren. Das ergibt sich.


    Wenn man natürlich seit 30 Jahren im selben Haus wohnt, in der selben Firma arbeitet, keine Freunde und keinen Hund hat, keinen Sport macht, nirgendwo hin geht und sonst niemanden kennt, passiert da tatsächlich nicht viel. ;-)

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    Du lebst in Luxus und hast Luxus Probleme, wirklich mal.

    Man soll Leid nicht mit Leid vergleichen. In Afrika verhungern Kinder. Heißt aber nicht, das man hier in Europa keine anderen Probleme haben darf.

    Die Frau erinnert mich anhand der Schilderungen von der Persönlichkeitsstruktur her ein wenig ans Aspergersyndrom. Für mich wäre diese Gefühlskälte nichts. Aber Mitleid habe ich keines, denn niemand zwingt einen zur Beziehungsführung mit einer unpassenden Person. Man sollte nur tunlichst vermeiden, jahrelang dahin zu hoffen, der/die andere möge sich plötzlich wie von Zauberhand in die gewünschte Richtung ändern.

    Lebensform

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    Meine Güte, ich will doch nur, daß meine Freundin/Frau/Partnerin, das weibliche Wesen an meiner Seite, mich auch mal mit Hingabe und Leidenschaftm küßt, streichelt, knuddelt und nicht nur den Quickie will. Daß man auch mal zusammen was unternimmt.

    Das sind doch alles völlig normale und völlig legitime Wünsche, die man an eine Partnerin haben kann.


    Ich hatte auch mal so eine, allerdings wollte die überhaupt nicht täglich bumm-bumm, also eher zu selten im Ggs. dazu, und ich kann dir nur eines prophezeien : du wirst nicht glücklich damit werden, wenn du dauerhaft alle anderen deiner Sehnsüchte hinten anzustellen und darauf zu verzichten hast, weil sie dir von ihr verweigert werden.


    Im Grunde schwelt da auch ein unausgesprochener Konflikt zwischen euch und du hältst, um des lieben Frieden willen die Klappe, auch aus Angst vor den Konsequenzen.


    Bei uns hat sich das so gelöst : da gab's aus relativ nichtigem Anlass im Telefonat einen großen Knall und die Sache war nach wenigen Sätzen vorbei und ich habe mich hinterher regelrecht befreit gefühlt. Vielleicht geht es dir auch mal so und du wachst dann auch auf.

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    Will ich denn so viel zu viel?

    Nein, wie gesagt, das sind alles normale Wünsche und Erwartungen, die man haben darf.


    Dass sie nicht erfüllt werden sollte dir zeigen, dass hier ein ganz grundlegendes Problem bei euch herrscht.


    Was mir auch noch eingefallen ist in deiner Beschreibung : sag mal, die tägliche Bumserei, auf Kommando sozusagen, kommst du dir mittlerweile nicht vor wie eine Art von "fucking-machine" ? Sowas gibts ja auch rein mechanisch und ist käuflich zu erwerben...

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    Was mir auch noch eingefallen ist in deiner Beschreibung : sag mal, die tägliche Bumserei, auf Kommando sozusagen, kommst du dir mittlerweile nicht vor wie eine Art von "fucking-machine" ? Sowas gibts ja auch rein mechanisch und ist käuflich zu erwerben...

    Es wundert mich sogar, dass diese Art von Sex überhaupt noch stattfindet, wo der TE ja anscheinend nicht drauf steht. Man sollte meinen das da auch irgendwann der Körper einfach sagt: "Nö, auf sowas hab ich keinen Bock mehr." Wenn seine Seele anscheinend was ganz anderes will als tägliches, gefühlloses Bumm Bumm.


    Wobei es hier eben auch wieder sehr individuell ist: Es gibt Menschen, die trennen sich, weil sie seit 10 Minuten unzufrieden sind, was ihr Sexleben in der Beziehung betrifft. Und es gibt Paare, die haben seit 10 Jahren keinen Sex mehr und denken trotzdem nicht im Traum dran, sich zu trennen.

    Sommerkind44

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    Man sollte meinen das da auch irgendwann der Körper einfach sagt: "Nö, auf sowas hab ich keinen Bock mehr." Wenn seine Seele anscheinend was ganz anderes will als tägliches, gefühlloses Bumm Bumm.

    Da gebe ich dir Recht, könnte man meinen. Also bei mir wäre das schon längst so gewesen, das steht fest. Die Bumserei ist ja zugegeben schön und gut, aber eben nicht alles und auf Kommando, wie bei einem Zuchtbullen sozusagen, schon gleich mal gar nicht. Dazunoch, wenn alles andere im dermaßen Argen liegt wie hier.


    Wenn der TE Pech hat und das ganze noch Jahre so weiterläuft, dann kann es gut sein, dass er von seiner Angebeteten von jetzt auf nachher in die Wüste geschickt wird und dumm dasteht. Entweder ein jüngerer Hengst ist dann dran oder es wird ihr auch irgendwann zu eintönig und hat keine Lust mehr. Was bleibt dann noch ?

    Eine perfekte Barbie o.ä. erwarte ich nicht, nur eben eine Frau, die nicht wie ein Mann rumläuft ...


    Meine Partnerin ist sicherlich keine Barbie und im Fall eines Neukontaktes müßte auch die neue Freundin keine Barbie sein.


    Zum Verständnis: Ich lebe in einer Stadt mit knapp 100.000 Einwohnern und drumherum ist nur plattes Land. Viele Frauen heiraten mit Ende 20/Anfang 30 und bekommen ruck-zuck ihre 1-2 Kinder, meist halten die Ehen. Da sind natürlich auch viele hübsche oder normal aussehende dabei. Gibt nur leider eben auch einen gewissen, hier gar nicht mal so kleinen Teil, der mit hinten schräg hoch abrasierten Schädeln (Männerstyle), komplett unaufgemacht und mit sackförmigen Klamotten rumläuft. Da habe ich halt keine Lust drauf. Wenn das oberflächlich ist - ok, dann bin ich eben oberflächlich 8-)

    @ Sommerkind:

    hab mich von dir auch nicht angegriffen gefühlt.


    Wegen der täglichen Sexualität ist mir die von der Häufigkeit her ja durchaus sehr lieb, ich habe auch eine starke Libido und lege sonst alle 1-2 Tage selbst Hand an (z.B. auf Reisen oder in früheren Single-Zeiten). Ich hätte nur gerne "mehr" als nur das. Das ist fast wie Fast-Food. Es geht schnell, man wird satt, es schmeckt auch irgendwie. Aber wirklich genießen kann man es nicht, und anstatt schönem Ambiente o.ä. hat man entweder piepende Maschinen und ne Plastiktischplatte als Kulisse... Vielleicht versteht ihr, wie ich das meine. Ich möchte eben das ganze auf andere Art und Weise und vor allem mit viel mehr anderen schönen Sachen drumherum, eben nicht nur "bumm bumm". Dass sie ein Asperger-Syndrom haben könnte finde ich einen interessanten Ansatz. Sie mag es ja auch nicht, berührt zu werden oder zu berühren (außer während des Aktes). Sie fand es anfangs, als wir uns damals kennengelernt haben so toll, dass ich sie nicht dauernd "antatsche". Das war von meiner Seite aus Respekt (ich wußte ja beim Kennenlernen noch nicht, ob sie "mehr" will) und eben soziale Unsicherheit, "ob das schon ok ist". Sie hat das aber wohl komplett falsch verstanden und irrigerweise angenommen, daß ich auch Körperkontakt nicht mag.


    Von meiner Seite aus wäre ich ja - ausdrücklich als Übergangslösung - durchaus einverstanden, wenn es von ihrer Seite als Freundschaft plus definiert würde. Man ist befreundet, mag sich, hilft sich - und hat eben Sex miteinander. Gerade eine solche klare Definition lehnt sie aber ab, besteht ja drauf, eine feste Beziehung mit mir zu führen. Ich finde auch den Ansatz, daß im Falle des Kennenlernen eine möglicherweise an mir interessierte andere Frau so gar keine Chance sieht durchaus zutreffend, ich habe das so noch nie betrachtet, aber das stimmt wohl. Habe bisher immer mal wieder einen warmen Wechsel in betracht gezogen, um ehrlich zu sein. War dann immer wieder hin und hergerissen, zwischen "ich liebe sie doch, ich will sie nicht verlieren" und "so will ich nicht die nächsten 30 Jahre verbringen, das ist nicht das, was ich mir wünsche oder vorstelle".


    Meine sozialen Kontaktpunkte, um ggf. jemand neuen kennenzulernen, sind halt auch nicht so viele. Wohne seit 9 Jahren im gleichen Haus, arbeite ja nur noch sporadisch und komme da dann auch fast nur mit Männern in Kontakt. Haustiere habe ich bewußt nicht. Hatte als Kind einen Hund, aber will mir bis auf weiteres keine Haustiere mehr zulegen, da ich mich dadurch bzgl. Reisen und Verpflichtungen wie Gassi gehen doch recht angebunden und unfrei fühle. Aus meiner Jugend weiß ich aber noch, daß man beim Gassigehen eher von Frauen ab 60 angesprochen wird, die den Hund mal streicheln wollen... :-(

    Ich finde, ein warmer Wechsel ist echt eine feige Nummer. Und die nächste Beziehung wäre womöglich von Vornherein gefährdet, wenn vorher kein sauberer Abschluss inkl. Verarbeitung stattgefunden hat.


    Sag mal ganz spontan (ohne groß nachzudenken): was ist Deine Vision für das Jahr 2022 (z.B.)? Welche Vorstellung lässt Deine Augen leuchten und erzeugt ein breites Lächeln?

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    Eine perfekte Barbie o.ä. erwarte ich nicht, nur eben eine Frau, die nicht wie ein Mann rumläuft ...


    Meine Partnerin ist sicherlich keine Barbie und im Fall eines Neukontaktes müßte auch die neue Freundin keine Barbie sein.


    Zum Verständnis: Ich lebe in einer Stadt mit knapp 100.000 Einwohnern und drumherum ist nur plattes Land. Viele Frauen heiraten mit Ende 20/Anfang 30 und bekommen ruck-zuck ihre 1-2 Kinder, meist halten die Ehen. Da sind natürlich auch viele hübsche oder normal aussehende dabei. Gibt nur leider eben auch einen gewissen, hier gar nicht mal so kleinen Teil, der mit hinten schräg hoch abrasierten Schädeln (Männerstyle), komplett unaufgemacht und mit sackförmigen Klamotten rumläuft. Da habe ich halt keine Lust drauf. Wenn das oberflächlich ist - ok, dann bin ich eben oberflächlich 8-)

    Ich finde das nicht oberflächlich. Nur seltsam, dass du auf diesem einen Frauentypus so herumreitest. Klar gibt es diese Frauen, die wenig Wert auf ihr Äußeres legen oder sich sehr männlich kleiden und geben. Aber das heißt doch nicht, dass du dir so eine suchen musst?!


    Es gibt natürlich auch Frauen die eher dein Typ sind, äußerlich wie innerlich. Und um so eine Frau zu finden musst du natürlich in deinem Alter etwas tun. Ich meine damit nicht, das du alt bist (ich bin älter als du!), sondern dass der Single-Markt mit Ende 30 natürlich etwas dünner ist als mit Anfang 20, wo noch ne Menge Dynamik in der Sache ist.


    Ich selbst halte nichts von Internet-Partnersuche, aber viele schwören darauf, weil man da tatsächlich nur Leute kennenlernt, die auf der suche nach einem Partner sind.


    Ansonsten solltest du deine Antennen schärfen im Alltag (beim Einkaufen, Spazieren gehen, auf Reisen...), und dir, wo du ohnehin so viel Zeit hast, ein neues Hobbie zulegen, das dir tatsächlich Spaß machen könnte. Tennis? Golf? Bogenschießen? Schach? Chor? Tritt einem Verein bei, geh auf die Weihnachtsfeiern, du lernst du mit einem Schlag 100 neue Leute kennen.

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    Von meiner Seite aus wäre ich ja - ausdrücklich als Übergangslösung - durchaus einverstanden, wenn es von ihrer Seite als Freundschaft plus definiert würde. Man ist befreundet, mag sich, hilft sich - und hat eben Sex miteinander.

    Was nützt es dir, es so zu nennen? Weil du dann das Recht hättest, auch mit anderen Frauen zu schlafen? Oder würde es dir weniger weh tun, nicht das zu bekommen, was du in einer Beziehung brauchst, wenn es keine "richtige" Beziehung ist?


    Mir wäre es egal wie es heißt - wichtig ist, was es dir gibt.

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    Ich finde auch den Ansatz, daß im Falle des Kennenlernen eine möglicherweise an mir interessierte andere Frau so gar keine Chance sieht durchaus zutreffend, ich habe das so noch nie betrachtet, aber das stimmt wohl. Habe bisher immer mal wieder einen warmen Wechsel in betracht gezogen, um ehrlich zu sein.

    Ich will dich dafür nicht verteufeln, denn es gibt genügend Leute, die es genau so machen. Leider zeigt die Erfahrung, dass solche warmen Wechsel oft schiefgehen, weil man im Herzen nicht wirklich frei ist.


    Sind wir mal realistisch: Wenn du dich jetzt nach 9 Jahren von deiner Freundin trennst, wird das weh tun. Du wirst eine Weile Liebeskummer haben, es wird dir mies gehen.


    Wenn du nun eine neue Frau kennenlernst, während du noch in deiner Beziehung bist, dann kann es sein, dass du dich in sie verliebst, und sie sich in dich - leider erspart dir das nicht die Trauerarbeit um die aktuelle Beziehung. Du wärst also zeitgleich verliebt in die andere Frau und würdest Trauern um deine aktuelle Beziehung - ob die neue Frau das mitmacht, ist fraglich.

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    Meine sozialen Kontaktpunkte, um ggf. jemand neuen kennenzulernen, sind halt auch nicht so viele. Wohne seit 9 Jahren im gleichen Haus, arbeite ja nur noch sporadisch und komme da dann auch fast nur mit Männern in Kontakt. Haustiere habe ich bewußt nicht. Hatte als Kind einen Hund, aber will mir bis auf weiteres keine Haustiere mehr zulegen, da ich mich dadurch bzgl. Reisen und Verpflichtungen wie Gassi gehen doch recht angebunden und unfrei fühle. Aus meiner Jugend weiß ich aber noch, daß man beim Gassigehen eher von Frauen ab 60 angesprochen wird, die den Hund mal streicheln wollen... :-(

    Siehe oben. Vereine sind eine super Möglichkeit, schnell viele neue Leute kennenzulernen. Ebenso, wenn man es mag, Internet-Datingagenturen. Du könntest eine Kontaktanzeige in einer großen Zeitung schalten, das hat Niveau, wie ich finde. Es gibt Speeddating, Single-Reisen, usw.


    Ich selbst habe mich immer lieber von der Liebe "finden lassen", mich dann zufällig verliebt, wenn die Zeit reif war, habe nie aktiv gesucht. Aber das ist sicher nicht für jeden der richtige Weg, und du musst herausfinden, was für dich richtig ist.


    Und ja: Das Leben ist IMMER ein Risiko. Du weißt nie, ob du in 30 Jahren bereuen wirst, dass du sie jetzt NICHT verlassen hast, oder das du sie verlassen hast. Das kann dir niemand voraussagen.


    Meine Erfahrung hat gezeigt, dass ich Entscheidungen immer nur kurz bereut habe, nie für lange. Es öffnen sich immer wieder neue Türen im Leben, es geht immer weiter. Und für Entscheidungen, die ich mit dem Herzen und nicht mit dem Kopf getroffen habe, habe ich zwar oftmals schmerzlich bezahlt, aber auf lange Sicht nie bereut.


    Man lebt nur einmal. Es kann morgen vorbei sein dein leben, oder in 10 Jahren oder in 50 Jahren. Was möchtest du noch von diesem Leben, was ist dir wichtig? Was möchtest du zurücklassen und wem möchtest du in Erinnerung bleiben?

    Lebensform

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    Von meiner Seite aus wäre ich ja - ausdrücklich als Übergangslösung - durchaus einverstanden, wenn es von ihrer Seite als Freundschaft plus definiert würde. Man ist befreundet, mag sich, hilft sich - und hat eben Sex miteinander. Gerade eine solche klare Definition lehnt sie aber ab, besteht ja drauf, eine feste Beziehung mit mir zu führen.

    Das halte ich für eine ziemlich egoistische Einstellung von ihr und wenn du das anders siehst, dann seht ihr beiden das total und diametral entgegengesetzt anders. Mit dieser Einstellung von ihr, wenn du sie dann akzeptierst, dann meint sie dich sicher im Sack zu haben und du ihr nicht fremdgehen darfst. Moralisch verwerflich undso.


    Was in einer Freundschaft+ ja viel lockerer betrachtet werden kann als in einer Beziehung.


    Wobei, nach deiner Beschreibung mit den ganzen Defiziten sehe und vergleiche ich das ja eher als reine Vögelbeziehung und in Richtung Freundschaft+.

    Also ich finde, dass emotional ziemlich viel stimmen muss, wenn man auch nach neun Jahren noch ständig Lust auf Sex miteinander hat. ":/


    Das müsste doch eigentlich eine gute gemeinsame Basis sein.


    Wer weiß, vielleicht wäre der TE dem Typ Frau, den er glaubt zu wollen, viel zu spröde und diese Frauen würden sich nie zu ihm hingezogen fühlen? ":/


    Und wie hoch ist denn überhaupt der Anteil an Frauen mit einer dauerhaft(!) so hohen Libido wie der seiner Partnerin?


    Natürlich könnte er eine anschmiegsamere Frau mit Kinder- und Heiratswunsch finden. Aber rein statistisch ist bei den meisten Frauen realistischerweise mit deutlich weniger Sex zu rechnen. Ob ihn das dann wirklich glücklicher macht?


    Je nachdem wie wichtig ihm Sex ist, sind die Chancen auf dauerhaftes Glück womöglich doch bei der aktuellen Partnerin am größten.


    Zu möglichen Veränderungsansätzen wurde ja schon viel Schlaues geschrieben...

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    Also ich finde, dass emotional ziemlich viel stimmen muss, wenn man auch nach neun Jahren noch ständig Lust auf Sex miteinander hat. ":/

    Nicht zwangsweise. Selbstbefriedigung wird ja auch nicht langweilig - es fehlt nur einfach etwas dabei.

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    Das ist fast wie Fast-Food. Es geht schnell, man wird satt, es schmeckt auch irgendwie. Aber wirklich genießen kann man es nicht, und anstatt schönem Ambiente o.ä. hat man entweder piepende Maschinen und ne Plastiktischplatte als Kulisse... Vielleicht versteht ihr, wie ich das meine.

    Ein irgendwie geschmackloser ;-) Vergleich, finde ich. Und einer, der deine eigene Selbstverachtung ausdrückt. Du - das Fast Food, das schnell verzehrt wird. Wie ein Fisch, der täglich aufs neue von einem größeren Fisch gefressen wird.


    Beim Sex hingegen kann das "Fast Food" mitreden! Es kann selbst agieren. Es kann sich den Mund aussuchen. Es kann den Gaumeln kitzeln, denk da mal drüber nach, ehe du dich da in eine so passive Rolle drücken lassen willst.


    Übrigens toller Film dazu, der euren ersten gemeinsamen Fi(lm-Gu)ck-Abend :=o o:) einleiten kann: "Shoppen". Und dann die Stelle mit dem "Gin Tonic". http://www.shoppenfilm.de/


    Auch da kann das "Gin Tonic" plötzlich mitreden, wer es wie und wann trinkt.


    Lohnt sich, gibt's auf DVD. Vielleicht kurbelt der eure Gespräche und Gedanken etwas an. Vielleicht schaffen romantische, aber nicht zu triefige Filme eine Stimmung von Verbundenheit, eine, wo sie oder du abends mal bleibt und ihr zumindest nach 9 Jahren mal eine Nacht zusammen miteinander wirklich nebeneinander oder miteinander schlaft. Deine Schilderungen in deine Bemühungen zum Beziehungserhalt kamen mir für 9 Jahre noch etwas spärlich vor - nur so ein "schon alles versucht". Auf die Vorschläge bist du auch nicht wirklich eingegangen, außer "schon versucht, hat nix gebracht". Aber vielleicht kann ich mir auch einfach keine Frau vorstellen, die so gefühlskalt sein soll, wie du sie hier teilweise schilderst.


    Ihr mit Asperger irgendwelche psychischen Auffälligkeiten zu unterstellen finde ich ne gefährliche Kiste - so eine Vermutung verselbstständigt sich schnell nach 3x Symptome googeln und schafft eine Spekulationswelt, die an sich auch jeder Grundlage entbehren kann. Wenn so eine Diagnose vorliegen würden, wäre es vielleicht ein Weg zum Verständnis, aber vorher solltest du mal weniger in ihrem Verhalten herumdenken als in deinem eigenen.


    Ich kann mir da auch eher irgendwie ein Kommunikationsdefizit eurer gegenseitigen Wünsche und Bedürfnisse vorstellen, die ja eigentlich eine gewisse Ausgeglichenheit erreichen sollten. Ihr seit zwar kalendermäßig 9 Jahre in einer wie auch immer gearteten Beziehung, aber durch die Begrenzung auf wenige Minuten/Stunden am Tag (sie mit viel Arbeit, sie zu dir in deine Wohnung, oder du dann zu ihr nach Hause, den Pflicht-Quickie des Tages gern beiderseits ableisten, Abendbrot, ciao, "ich hau ab, ich muss noch arbeiten" oder eben "du kannst gehen, ich muss noch arbeiten" von ihrer Seite), aber eigentlich ja gar nicht so vertraut wie ein 9-Jahre-zusammen-Paar.


    Mein Eindruck ist eher: sie ist ne starke, selbstbestimmte Persönlichkeit mit einer recht präzisen, klaren Art der Kommunikation und der Äußerung ihrer Wünsche. Und du unterwirfst dich dem - vielleicht sogar gerne, hey, es bringt immerhin Dopamin. Und ab und an kommt dann aber doch wieder deine Selbstbestimmung, deine Gegenwünsche, deine eigentlichen Bedürfnisse, aber die Angst vor dem Verlassenwerden hindert dich, diese deutlicher zu machen. Und nach 9 Jahren hat sich das verfestigt. Mit anderen Worten: ihr seid eher Antidepressiva füreinander geworden, was euch in Funktionen drückt, aber von beiden Seiten den Mensch dahinter vergessen lässt. Die vermeintliche Liebe ist dann eher eine Art Abhängigkeit. Nur den Unterschied kann sie bei der ersten Beziehung ihres Lebens gar nicht ausmachen. Und du nach 9 Jahren vielleicht auch nicht mehr.

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    Sag mal ganz spontan (ohne groß nachzudenken): was ist Deine Vision für das Jahr 2022 (z.B.)? Welche Vorstellung lässt Deine Augen leuchten und erzeugt ein breites Lächeln?

    Haus im Grünen, Frau nimmt mich in den Arm und drückt sich an mich, gemeinsame Reise nach Australien, wo man Spaß hat und viele schöne Erinnerungen mit nach Hause nimmt... so in etwa, wenn es um das Private geht. Die Identität der Frau lasse ich mal bewußt offen.

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    Ich finde das nicht oberflächlich. Nur seltsam, dass du auf diesem einen Frauentypus so herumreitest. Klar gibt es diese Frauen, die wenig Wert auf ihr Äußeres legen oder sich sehr männlich kleiden und geben. Aber das heißt doch nicht, dass du dir so eine suchen musst?!

    Ich wollte da keinesfalls irgendwie beleidigend wirken oder auf Leuten herumreiten! Es war nur eine Erläuterung, was ich zuvor als für mich nicht interessanten Typ Frau angedeutet hatte. Diese nähere Erläuterung wurde m.E. notwendig, da mir ja eine gewisse Oberflächlichkeit und der konkrete Wunsch nach Barbie-ähnlichen Model-Typen angedichtet wurde. Hier in meiner Region kommen Frauen dieses Erscheinungsbildes allerdings recht häufig vor, ich schätze mal etwa jede dritte. Daher ist das für mich ein sehr lebendiges und alltägliches Beispiel.


    Internetpartnersuche, Zeitungsanzeigen und Co. habe ich schon in Erwägung gezogen. Wäre für mich dann aber Schritt 3. Schritt 1 wäre die Trennung, Schritt 2 die Verarbeitung und Schritt 3 dann eben das Anbahnen einer neuen Beziehung. Eine Sanierung der bestehenden Beziehung hat für mich aber grundsätzlich Vorrang, weshalb ich diesen Weg bislang nicht beschritten habe. Ehrlicherweise muß ich aber zugeben, da eben passiv offener geworden zu sein, falls ich per Zufall jemand anderen kennenlernen würde. Dann käme für mich eben der warme Wechsel in betracht. Dass das menschlich bedenklich und moralisch durchaus nicht unkompliziert ist, ist mir klar. Ich bin ja eigentlich ein recht treuer und zuverlässiger Kerl, bin auch noch nie fremdgegangen. Aber es ist eben so "kalt", dass ich manchmal das Gefühl habe, emotional zu erfrieren. Ich weiss nicht, ob das so gut zu verstehen ist, wie ich fühle.


    Liebe vs. gegenseitiges Antidepressiva - nun ja, sagen wir mal so: Sie hat mir schon ein paar mal über die Jahre verteilt gesagt, daß ich ihr Traummann bin und das auch konkret begründet, meine Charaktereigenschaften, optisches Erscheinungsbild, Wert- und Moralvorstellungen sagen ihr sehr, sehr zu. Sie ist ja auch rundherum glücklich in unserer Beziehung. Nur mir reicht da eben einiges nicht. Diese Schieflage, diese unterschiedlichen Bedürfnisse sind es ja gerade, was auf meiner Seite einen gewissen Leidensdruck erzeugt. Ansonsten gehen bei mir ehrliche Gefühle für sie Hand in Hand mit der verstandesmäßigen Einsicht, daß ich in der Beziehung nicht wirklich glücklich bin und eigentlich etwas ganz anderes will. Ich hoff(t)e ja eben, dass sich manches positiv entwickeln kann. Wir haben auch anfangs sehr viel verschiedenes ausprobiert. Aber bei ihr entwickelte sich das immer mehr in die aktuelle Richtung, die sich entsprechend verfestigt. Böse meint sie das nicht. Wir haben aber total andere Wünsche und Vorstellungen von einem Beziehungsleben. Und da sie ihren Standpunkt als die geringere Schnittmenge problemlos durchsetzen kann, ist sie glücklich, während mir einige Dinge fehlen.

    @ LolaX5:

    Ja. JA. und nochmals JA!!! :)^


    Genau diese gedanklichen Schritte und Erkenntnisse sind es ja, die mich bei meiner derzeitigen Partnerin halten. Du hast es komplett verstanden, wie ich denke, fühle und warum ich wie entscheide.

    Problem gelöst, oder? Tauscht doch mal eure Telefonnummern aus ;-)


    Nein im Ernst, ich schreibe später nochmal mehr. Guten Morgen erstmal allerseits! *:)