Hallo Alias 721880

    Zitat

    Es ist einfach son komisches Gefühl, morgen wieder komplett allein in die Uni zu düsen, und da vielleicht erst Leute zu treffen, oder auch mal keinen. Ich komm mir dann immer etwas komisch vor, obwohl das albern ist. Habt ihr zu evtl. Studentenzeiten immer mit anderen zusammen gehangen, oder war es bei euch auch eher passend, wenn zufällig auch jemand hinwollte und mehr nicht?

    Du musst doch dabei kein komisches Gefühl haben. Ich bin damals auch öfter alleine in die Uni gedüst und hatte auch Vorlesungen, in denen ich "alleine" saß. Mich hat das weniger gestört.


    Im Laufe des Studiums haben sich die Kontakte öfter geändert - das lag auch an die unterschiedliche Belegung der Vorlesungen. In den ersten Semestern hatte ich immer die gleichen Leute in den Vorlesungen, dass hat sich dann irgendwann geändert. Die einen Bekannten waren eben nur flüchtig, die anderen enger.


    Heute habe ich sogar kaum noch Kontakt zu den Leuten, die ich an der Uni kennengelernt habe. Jeder ist eben andere Wege gegangen.


    Der Verlauf, den du erlebst, ist also nicht unnormal.


    Anstatt dich in deinem Selbstbewusstsein schlecht zu fühlen, würde ich einfach neuen Kontakt suchen und verstärken. Du musst keine Freunde fürs Leben finden - mach dir das bewusst - denn nach dem Studium verlaufen sich die Kontakte, weil wieder viele in andere Städte ziehen.


    Du schreibst, du hast Kontakt zu anderen. Intensiviere das und genieße die Studienzeit ;-)


    Mach dir keine Gedanken über die anderen beiden. Ich würde dabei deinen "Konflikt" auch eher für mich behalten - das geht die anderen nichts an.

    Zitat

    Dann gab es noch eine Situation, die ihre mögliche Abneigung gegen mich wohl verschärft haben könnte, sie hat mich nämlich gebeten, eine Hausarbeit, die sie noch nicht zu schreiben hat und die rund 30 Seiten umfasst, zu schicken. Sämtliche Hilfsangebote vorher hatte sie nicht angenommen, und weil meine Hausarbeit ja auch noch zur Bewertung aussteht und ja keiner sehen kann, wer da von wem übernommen hat, habe ich nein gesagt. Schätze, dass sie das zusätzlich ärgert. Dieser Konflikt wurde wie immer übergangen.

    Ich finde, du hast hier richtig gehandelt und was viele hier auch schreiben, sehe ich genauso. Diese "Freundin" will nur für sich Vorzüge aus der "Freundschaft" ziehen.


    Für mich wäre damit die Freundschaft von mir aus auch schon vorbei. Du machst dir die Arbeit und sie will daraus profitieren und sich zurücklehnen. Das als Grund für eine "Abneigung" zu nennen, finde ich von ihr absolut übertrieben. Sie drückt doch damit ganz bewusst dein Selbstwertgefühl.


    Freunde sind dafür da, einen zu Stärken, auch in schlechten Zeiten (z.B. zur Zeit des Todesfalles).


    Ich hatte während meines Studiums viel Kontakt zu den Leuten im Rahmen der Lerngruppen - hier hatte ich immer viel Spaß mit den Leuten. Wir haben uns in Cafes dafür getroffen oder abwechselnd zu Hause.


    Daneben war ich Arbeiten, da findet man auch viel Kontakt. Es gibt Jobs, die lassen sich nebenbei gut vereinbaren (Promotion, Messehostess, Klamottenläden...)


    Also: Hake die Mädels ab und rein ins ganz normale Studentenleben ;-)

    Hallo @:)


    Ich kenne das auch so von einer ehemaligen Freundin von mir. Immer habe ich das schlechte Gewissen gehabt und bin auf sie zugegangen. Sie zum Kaffee eingeladen, sie sagt zu. Und war dann längst nach Hause gegangen. Das könnte auch echt von mir kommen!


    Ich war damals sehr gekränkt über dieses Verhalten. Aber ich denke auch, dass die Zeichen da klar sind: Die Freundschaft läuft aus. Das Verhalten hat nichts mit einer Kränkung ihrerseits durch sie zu tun, denn die würde sie schon klären. Auch deine Arbeit hätte nichts mehr daran geändert, wenn du sie ihr zugeschickt hättest. Selbst wenn, wer Loyalitätsbeweise brauch, der ist kein echter Freund (mehr).


    :)_ Ich würde dir raten, einfach zu akzeptieren, dass die Freundschaft in die Brüche geht. Ich würde auch nur noch grüßen und sonst gar nicht mehr auf sie zugehen. Akzeptier die anfängliche Einsamkeit, auch wenn das eklig ist, das ist normal. Es wird auf jeden Fall besser und hinterher wirds dir wie Schuppen von den Augen fallen. @:)

    Zitat

    Ich weiß, dass mir das nicht gut tut, aber ich komme aus meiner Spirale gar nicht gut raus. Ich wüsste auch nicht, wie ich reagieren würde, sollte mir eine von beiden begegnen.

    was mich ein wenig erschreckt, ist, welche macht du den beiden über dein wohlbefinden einräumst. diese dynamik, die da gelaufen ist, ist in meinen augen ganz schönes kindergarten-niveau! das solltest du dir mal vor augen halten... und dich deswegen auch innerlich distanzieren.


    wirkliche freundschaft rechnet nicht auf, verschwurbelt sich nicht in kleinschmarrn, zickt nicht an kinderkram rum, spielt nicht gegeneinander aus.


    :)_ versuch mal, dass du neue menschen an dich ran lässt - nicht gleich mit dem anspruch, dass freundschaften fürs leben entstehen, sondern nette wegbegleitungen für die studienzeit. das entkrampft ungemein :)_

    Ich bin es mal wieder :-)


    Es geht mir immer besser, aber ich muss sagen, dass mich die ganze Chose schon noch ordentlich beschäftigt manchmal. Die Freundin mit der nix vorgefallen ist, hat mich die Tage nicht mehr gegrüßt, als wir uns zum 1. Mal zufällig begegnet sind. Dazu kommt, dass ich zwar die Verbindungen zu social media- Kanälen von beiden gekappt habe, aber jetzt über eine Freundin doch mal draufgeschaut habe- da dreht sich alles absolut übertrieben um die enge Freundschaft der beiden, und um die neue ach so tolle Mädelstruppe, schon hart. Ich finde es zwar peinlich und erbärmlich, aber kann noch nicht herzhaft drüber lachen. Und ich bin mir schon sicher, dass sie wissen, dass ich es manchmal sehen kann. Wozu sonst diese plötzliche extreme Zelebration der innigen und ewigen besten Freundschaft.,,


    Sonst bin ich zwar von meinen Selbstweifeln ein bisschen weg, aber noch nicht wirklich. ICh bin viel mit unterschiedlichen Leuten unterwegs, aber niemand davon ist derart mit mir auf einer Wellenlänge wie es die Mädels früher waren. Und jede hat so ihre beste Freundin, da ist kein Zwischenkommen bei vielen. Der Kreis um die Unileute ist zum Beispiel relativ groß und locker. Aber da gibt's eben eine gemeinsame Whatsappgruppe und so weiter und sofort. Habe das Gefühl, noch näher als zurzeit komme ich nicht unbedingt ran. Schreibe ich einzelne Leute an, denke ich immer, nicht, dass die anderen Mädels denken, ich will mich bei einer besonders anbiedern etc... also eigentlich albernes Zeug.


    Und ich habe eben Angst, dass ich die Grenze zwischen "auf Leute zugehen" und Leute bedrängen nicht wahren kann, deshalb bin ich lieber etwas verhaltener. Zudem kann ich mich, solang ich noch keinen absolut ungezwungenen freundschaftlichen Umgang mit ihnen habe auch noch nicht ganz genau wie ich bin geben.


    Insgesamt bin ich nun bei mehreren Freundeskreisen verschiedenster Art so ein bisschen, aber nicht so richtig drin & komme keinen Schritt weiter. Mir fehlt eine beste Freundin hier. Aber ich merke ja selbst, es ist auch nicht jeder auf meiner Wellenlänge. Selbst Gruppen gründen finde ich übrigens irgendwie anmaßend, v.A. wenn es Gruppen gibt, in die ich nur eingefügt werden müsste. Das zu fragen traue ich mich nicht so richtig - mich finden sicher alle ganz nett, aber ob die auch dafür wären, den Kontakt zu intensivieren?


    Ihr seht, ich bin noch immer ziemlich am Straucheln, aber es wird eigentlich besser -auch wenn e gerade nicht so klingt. :-D


    Würde mich super freuen, wenn ich hierauf noch Antworten bekäme :-)

    Oh wow, sag mal wie alt bist? Anfang 20? Fang an, an Deinem Selbstbewusstsein zu arbeiten! Du machst Dich total abhängig von anderen Menschen, von dem, was diese möglicherweise von Dir denken. Im Arbeitsleben wirst du noch oft genug alleine morgens zur Arbeit gehen und viele Kolleg*innen wollen abends nicht auch noch mit anderen Kolleg*innen etwas unternehmen.


    Du hast einen tollen Freund, das Studium läuft, Du hast Freundinnen außerhalb der Uni - was zum Henker willst Du mehr ???


    Diese beiden Mädels waren nicht Deine Freundinnen, weder die eine noch die andere, vergiss sie, schnüffel ihnen nicht nach (finde ich ganz schrecklich, egal aus welchem Grund und mutet in Deinem Fall auch ein wenig masochistisch an) und konzentrier Dich auf das, was Du hast!


    Irgendwie habe ich den Eindruck, dass es heute nur noch um den Schein geht, Hauptsache, man gehört irgendwie und irgendwo dazu, könnte ja sonst sein, dass mit einem was nicht stimmt - was ein Blödsinn!

    Zitat

    Die Leute kenne ich dabei unterschiedlich gut, aber mein Freund zum Beispiel findet, ich sollte damit absolut hinter dem Berg halten, um mich nicht schwach darzustellen sozusagen.

    Mal unabhängig von der restlichen Geschichte hat dir dein Freund da einen sehr guten Rat mitgegeben. Du bist einfach zu manipulieren weil du ein angeknackstes Selbstbewusstsein hast - warum auch immer - und damit ziehst du entsprechendes Klientel auf dich.

    Zitat

    Oh wow, sag mal wie alt bist? Anfang 20?

    Genau, das stimmt. :-) Ich selbst bin auch guter Hoffnung, dass mich diese Phase irgendwas lehrt und mich sozusagen "stärkt", damit ich später unter solchen Situationen nicht mehr derart leide, beziehungsweise gar nicht erst in solche Situationen komme.

    Zitat

    Fang an, an Deinem Selbstbewusstsein zu arbeiten! Du machst Dich total abhängig von anderen Menschen, von dem, was diese möglicherweise von Dir denken.

    Ja, teilweise absolut. Aber wie sieht es aus, an einem gesunden Selbstbewusstsein zu arbeiten? Wie schafft man es denn?


    Heute bin ich zum Beispiel den dritten Abend in Folge zuhause. Dann habe ich direkt das Gefühl, ich wär vielleicht keine gute Studentin :-p und langweilig, bzw. einsam. Sollte das nicht die aufregendste Zeit meines Lebens sein? Natürlich weiß ich, diese Pseudoerwartungen könnten mir den Buckel runterrutschen, wäre ich eben selbstbewusster.


    Hinzu kommt meine Angst vor Ablehnung und davor, mich aufzudrängen, wenn ich zweimal irgendwas vorschlage oder frage, aber dann keine positive Resonanz bekomme. Wo ist die Grenze zwischen selbstbewusst ohne Hintergedanken immer mal fragen, und eben aufdrängen?

    Zitat

    Heute bin ich zum Beispiel den dritten Abend in Folge zuhause. Dann habe ich direkt das Gefühl, ich wär vielleicht keine gute Studentin :-p und langweilig, bzw. einsam. Sollte das nicht die aufregendste Zeit meines Lebens sein?

    Stell Dir mal die Frage, ob DU wirklich der Meinung bist, langweilig zu sein. Was ist für DICH aufregend? Und willst DU wirklich jeden Tsg etwas aufregendes erleben? Wenn ja, was denn?


    Oder suggerieren möglicherweise die sozialen Medien, dass andere ein aufregenderes Leben führen als Du? Liegt es vielleicht daran, dass Du denkst, deins wäre langweilig?


    Was stellst DU Dir denn unter einem normalen Wochentag vor? Was möchtest Du?


    Denke darüber mal nach und sei ehrlich zu Dir selbst. Und wenn dann rauskommt, dass Du eben nach den Vorlesungen lieber zu Hause bei Deinem Freund sein möchtest - dann erlaube Dir das! Ist doch egal, was andere darüber denken! Mal abgesehen davon, dass das, was auf Facebook gepostet wird, nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen muss 😉

    Zitat

    Wo ist die Grenze zwischen selbstbewusst ohne Hintergedanken immer mal fragen, und eben aufdrängen?

    Wenn Du die gefunden hast, sag Bescheid, ich suche auch danach 😉


    Nicht falsch verstehen, ich kann Deine Probleme nachvollziehen, einige davonähneln meinen. Mir ist es nur mittlerweile völlig egal, was andere von mir denken und ich weiß halt auch, dass soziale Medien eine Fassade sind und selten dem wahren Leben entsprechen. Bin aber auch 10 Jahre älter 😉 Ich arbeite an meinen (unzähligen) Problemen mit meiner Therapeutin, vielleicht wäre das eine Möglichkeit für Dich. Muss ja nicht gleich auf ne lange Therapie hinauslaufen, manchmal helfen auch ein paar Stunden, sofern nichts "ernsteres" dahintersteckt.


    Ich erlaube mir bspw. ganz bewusst, am Wochenende rumzugammeln. Früher habe ich die gleichen Überlegungen angestellt wie Du, heute gibt es eben Tage, an denen ich nichts mache, mir den ganzen Tag meine Lieblingsserie angucke oder alle drei Teile von Herr der Ringe oder gar nicht erst aufstehe, sondern im Bett lese. Seitdem geht's mir damit super!

    Zitat

    Stell Dir mal die Frage, ob DU wirklich der Meinung bist, langweilig zu sein. Was ist für DICH aufregend? Und willst DU wirklich jeden Tsg etwas aufregendes erleben? Wenn ja, was denn?

    Langweilig bin ich sicher nicht, aber ich bin auch nicht besonders unterhaltsam. Und habe kein Hobby etc, nichts, das mich tatsächlich ausmachen würde.

    Zitat

    Was stellst DU Dir denn unter einem normalen Wochentag vor? Was möchtest Du?

    Ich möchte eine schöne Balance, zwei drei Tage pro Woche was mit netten Leuten unternehmen, entspannt ein Bier trinken, Grillen, im Park liegen - solche Dinge. Aber ohne, dass ich mich darum so wie jetzt bemühen muss. Ansonsten eben Uni, Nebenjob - vielleicht ein nettes Hobby, bei dem man Leute kennenlernen kann. Und dabei einfach mit mir zufrieden sein! :)z

    Zitat

    Ich erlaube mir bspw. ganz bewusst, am Wochenende rumzugammeln. Früher habe ich die gleichen Überlegungen angestellt wie Du, heute gibt es eben Tage, an denen ich nichts mache, mir den ganzen Tag meine Lieblingsserie angucke oder alle drei Teile von Herr der Ringe oder gar nicht erst aufstehe, sondern im Bett lese. Seitdem geht's mir damit super!

    Mir geht's mit sowas auch gut, aber erst dann, wenn ich sonst eine erfüllte Woche habe. Ich kann selbst gerade gar nicht so einschätzen, ob das nur von außen kommt, ich denke, davon ab bin ich auch ein Mensch, der die Akkus so zur Hälfte mit anderen Menschen, zur Hälfte durch gezielte Allein-Zeit auflädt. Ich brauche beides, um zufrieden zu sein.


    Gerade strample ich so mit meinen Selbstzweifeln und der fehlenden Gelassenheit, dass es richtige Zufriedenheit ja gar keine Chance hat. Aber ich komm nicht raus aus meinem Schleifchen

    Würde mich super freuen, wenn sich nochmal wer die Mühe machen würde.


    Kernthema für mich: Selbstbewusster werden, allein sein akzeptieren können, aus dem festgefahrenen Alltag irgendwie rauskommen und neue Leute treffen.


    Ich stecke da absolut fest.