Konflikt wohin man zieht - Familiengründung

    eigentlich sollte ich mit meinem Partner zusammenziehen in der Nähe meines Ortes...zur Zeit wohnen wir noch getrennt... nun sagt er mir, er kann in Rücksprache mit seiner Familie nicht zu mir ziehen, er will bei seiner Familie bleiben, so halten es auch seine Schwestern und wenn ich zu ihm ziehe, ist da eine viel bessere Betreeung gewährleistet etc.. Seine Familie wohnt in Bayern und ich im Norden. Er selbst hat eine Pendlerwohnung in der Mitte des Weges für seinen Beruf und ich dachte, wir bleiben in meiner Gegend oder siedeln zur Not dort..so hat er mir immer signalisiert.


    Seine Familie ist ziemlich streng katholisch und leben in einem Mehrgenerationenhaus... ich habe dorthin keinen Bezug, an diesen Ort, die Mentalität, alles. Seine Familie ist ok, aber dort mit allen unter einem Dach zu leben, kann ich mir nicht vorstellen - es gibt sehr reges Dorfleben, etc. alles traditionell eben und in meinen Augen zuwenig Privatsphäre. Nur leider ist mein Partner von dieser Idee mittlerweile ganz besessen und kann sich nicht vorstellen, woanders zu wohnen und auch unser Kind woaders großziehen zu lassen. Ich kann es mir aber ehrlich nicht vorstellen, zumal seine Schwestern mit den Eltern unter einem Dach leben und ich jetzt schon sehe, wie sie - die schon mehrere Kinder haben - sich einmischen in alles etc. und seine Mutter morgens bei uns im Bereich steht....


    am Anfang der Beziehung habe ich immer herbe Zugeständnisse gemacht was seine Familie anging, obwohl mir die gemeinsamen Urlaube etc. nicht behagten- jetzt bin ich schwanger und gefangen... was kann ich tun? er scheint dieses ganze Familiäre mehr zu brauchen als ich dachte

  • 21 Antworten

    konkret habe ich das GEfühl, es reicht ihm nicht, mit mir eine Familie nue zu gründen. Er hat schon so Sachen gesagt wie in seinem Dorf helfen die Älteren den Neuen Müttern immer mit den Säuglingen etc... mir ist das alles zuviel, mir würde es reichen, nur mit ihm alleine zu sein, aber selbst wenn wir im Ort eine eigene Wohnung hätten, befürchte ich, dass er sich ganz dort integriert...ich kann es mir aufgrund der Mentalitätsunterschiede halt nicht vorstellen und mit den Jobchancen nach 3 Jahren Kinderbetreeung zuhause, auf die wir uns geeinigt haben - sieht es dort auch eher mau aus...zumindest nicht in dem Bereich, wo ich studiert habe...

    Ich verstehe nicht ganz, warum ihr nicht darüber gesprochen habt, bevor du schwanger geworden bist? ":/ Oder war das nicht geplant? Wenn ihr noch nicht mal zusammenwohnt ist das natürlich schon gewagt... Hast du ihm deine Bedenken mal genau so geschildert wie hier? Was sagt er dazu?

    Zitat

    Nur leider ist mein Partner von dieser Idee mittlerweile ganz besessen und kann sich nicht vorstellen, woanders zu wohnen und auch unser Kind woaders großziehen zu lassen.

    Großziehen zu lassen?! :-o Also den Zahn würde ich ihm aber ganz schnell ziehen: Er ist der Vater, also sollte er die Aufgabe der Kindererziehung nicht einfach so an dich und seine Familie delegieren!!!!


    ansonsten wollte ich noch schreiben, dass du ihm eben klar machen sollst, dass es eben keine gemeinsames Kind geben wird, wenn er so gänzlich andere Vorstellungen hat. Da du schon schwanger bist, ist es dafür aber offensichtlich zu spät.

    Zitat

    und mit den Jobchancen nach 3 Jahren Kinderbetreeung zuhause, auf die wir uns geeinigt haben - sieht es dort auch eher mau aus...zumindest nicht in dem Bereich, wo ich studiert habe...

    Das würde ich auch nocheinmal hinterfragen, ob du wirklich 3 volle Jahre zuhause bleiben solltest. ":/ Was ist denn mit ihm? In welchem Umfang gedenkt er seine Vaterrolle wahrzunehmen? ":/ Ein präsenter Vater ist ja wohl wichtiger als präsente sonstige Verwandtschaft.


    In jedem Fall solltest du konsequent bleiben und ihm klar machen, dass du euer Kind MIT IHM erziehen willst, nicht mit seiner Verwandtschaft. Und dass du NICHT zu seiner Familie ziehen willst und wirst.

    Zitat

    Er selbst hat eine Pendlerwohnung in der Mitte des Weges für seinen Beruf und ich dachte, wir bleiben in meiner Gegend

    Verstehe ich das richtig? Er selber wohnt gar nicht im Elternhaus, weil er weiter nördlich arbeitet?


    So wie mir scheint, will er dich und sein Kind bei seiner Familie "gut aufgehoben" wissen. Vermutlich wird auch die werdende Oma ihren Einfluß auf ihren Sohn ausüben, denn ohne Schwangerschaft, war es ja anders geplant. Wie sehen deine Familie und deine Freunde diesen Vorschlag? Hättest du in deinem jetzigen Umfeld Unterstützung beim Baby? Ich finde nämlich schon, dass es in den ersten Monaten entlastend ist, wenn dir ab und zu mal jemand das Baby für eine oder ein paar Stunden abnehmen kann.


    Mach deinem Freund klar, dass gut gemeint, nicht gut getan bedeutet und dass du kein gutes Gefühl bei der Idee hast.


    An deiner Stelle würde ich auf gar keinen Fall weit weg von meiner jetzigen Arbeitsstelle ziehen, sonst wird der berufliche Einstieg für dich später schwer. Es ist für dich sehr wichtig, dass du jederzeit deinen Lebensunterhalt selber verdienen kannst. Verlass dich NIE, NIE, NIE auf einen Mann. Egal wie groß aktuell die Liebe ist.


    Alles Gute für euch @:) :)*

    Liebe fairsolutions,

    ich sage es mal so: da sitzt Du ja gerade ganz schön in der Schei**. :°_


    Direkt zu Beginn, damit es sich ja nicht untergeht:


    Zieh um Himmels Willen nicht nach Bayern zu der Großfamilie! Du stürzt Dich damit mit ziemlicher Sicherheit ins Unglück.


    Direkt an diesem Satz erkennt man, dass Dein Freund sich nie wirklich von seiner Familie abgenabelt hat:

    Zitat

    nun sagt er mir, er kann in Rücksprache mit seiner Familie nicht zu mir ziehen

    Soetwas entscheidet ein erwachsener Mann alleine!


    Würdest Du dort leben, wäre Schwiegermutters Wort Gesetz für Dich. Stellst Du Dich zwischen ihn und "la familia", dann ziehst Du immer den Kürzeren.


    Das Problem hier ist nichts die Familie, das Problem hier ist dein Freund. Dein Freund, der nicht wirklich zu dir steht sondern dem seine Herkunftsfamilie näher ist.

    Zitat

    eigentlich sollte ich mit meinem Partner zusammenziehen in der Nähe meines Ortes

    Bestehe auf diese Abmachung. Vor dem Hintergrund dieser Voraussetzungen bist Du schwanger geworden.


    Das kann er jetzt nicht einfach ändern, wie es ihm passt und Dich quasi zwingen in einen erzkonservativen katholischen Clan zu ziehen.

    Zitat

    Seine Familie ist ok, aber dort mit allen unter einem Dach zu leben, kann ich mir nicht vorstellen - es gibt sehr reges Dorfleben, etc. alles traditionell eben und in meinen Augen zuwenig Privatsphäre.

    Seine Familie ist "ok" bis Du dort einziehst, dann hast Du zu spuren.


    Vertau auf Deinen Instinkt! Da spürst, dass das nicht Deine Art zu leben ist!


    Es gibt hier bereits unzählige Fäden bei med1 von unglücklichen Schwiegertöchtern, die mit im Haus der herrischen Schwiegermutter, ohne Privatssphäre und unter ständiger Einmischung leben.

    Zitat

    Nur leider ist mein Partner von dieser Idee mittlerweile ganz besessen und kann sich nicht vorstellen, woanders zu wohnen und auch unser Kind woaders großziehen zu lassen.

    Du und er, ihr Beide zieht das Kind groß. ":/


    Bestehe auf den ursprünglichen Plan: Er soll zu Dir ziehen. Falls er dazu nicht mehr bereit ist - dies ist eine Lebensentscheidung und war so abgesprochen ! - weißt Du auch woran Du bist, und dass Du ihm weniger wichtig bist als seine Familie...


    Dann heißt es klare Kante zu zeigen. Wenn Du nachgibt und dorthin ziehst, rennst Du wirklich in Dein Unglück.

    Zitat

    am Anfang der Beziehung habe ich immer herbe Zugeständnisse gemacht was seine Familie anging, obwohl mir die gemeinsamen Urlaube etc. nicht behagten

    Merkst Du was? Warum hast Du das gemacht?


    Warum hast Du ihn nicht als Muttersöhnchen erkannt?


    Vielen so einem Mann schwanger zu werden ist, sagen wir mal, mutig oder aber recht dumm...sorry.

    Zitat

    jetzt bin ich schwanger und gefangen... was kann ich tun?

    Du bist überhaupt nicht gefangen! Du bist jung, gesund und hast studiert. Dir steht die Welt offen! Auch mit Kind!


    Bleib Dir treu! :)* :)* :)* :)*


    P.S.: Ich war vor 20 Jahren Alleinerziehende im Studium! Es geht alles wenn man will.

    Zitat

    am Anfang der Beziehung habe ich immer herbe Zugeständnisse gemacht was seine Familie anging, obwohl mir die gemeinsamen Urlaube etc. nicht behagten- jetzt bin ich schwanger und gefangen... was kann ich tun? er scheint dieses ganze Familiäre mehr zu brauchen als ich dachte

    Mal ehrlich - wenn Du immer Zugeständnisse gemacht hast, weshalb zum Teufel bist Du jetzt so überrascht? Hat sich vorher ganz klar abgezeichnet, und es war eine saumäßige Dummheit, da keine klaren Absprachen zu treffen, bevor Du auch nur im Traum dran gedacht hast, schwanger zu werden. In die Falle hast Du Dich wirklich mit Anlauf selbst reinmanövriert.
    Das sage ich nicht, um Dich zu ärgern, sondern weil Du jetzt gerade wieder in einer Situation steckst, in der Du Dich mit Schwammigkeit und Illusionen statt klarer Linie noch erheblich tiefer in die Scheiße reiten kannst. Wenn Du jetzt ihm zuliebe aufs Dorf ziehst, dann wirst Du da zwischen Dorfleuten feststecken, in seiner Familie, ohne berufliche Möglichkeiten. Es werden sich feste Strukturen etablieren, das Kind wird in diese Umgebung reinwachsen, wegzugehen wird Dir noch schwerer fallen, als jetzt gar nicht erst hinzugehen. Spiel Dein Leben mal in vielen Varianten durch, ohne Schönfärberei, und überleg Dir, worauf Deine möglichen Entscheidungen langfristig rauslaufen könnten und wie Du damit jeweils klarkämst. Sei das zukünftige Ich am Ende solcher Wege und rede mit deinem jetzigen Ich, das noch am Anfang steht und sehr wesentliche Entscheidungen trifft.


    Ist Dein Leben, und Du hast aller Voraussicht nach nur eins. Überleg nicht, was die optimalste Art ist, wie Du es führen willst, und wie alles sich noch in eine Regenbogenwelt verwandeln könnte, in der sich alle Probleme wundersam auflösen, sondern überleg, was Du angesichts der gegebenen Möglichkeiten am ehesten willst und was auf keinen Fall. Die Situation ist ziemlich kacke, und Du wirst Kompromisse eingehen müssen; Du musst Dich entscheiden, mit welchen Du mittel- und langfristig am besten leben kannst. Kompromisse haben die Tendenz, zum Alltag zu werden, sie sind selten so vorübergehend, dass sie eigentlich keine Rolle spielen. Wichtig ist dabei vor allem, dass Du nicht so tust, als seist Du "gefangen" - es bist immer noch Du, die entscheidet, was sie tut, welchen Weg sie von genau dieser Sekunde an einschlägt. Dafür kannst Du niemand anderen verantwortlich machen.

    Jetzt habe ich Deinen anderen Faden gelesen - ungeplant schwanger, und abtreiben kommt vermutlich für Dich nicht infrage, hm? Oh Mann, das ist wirklich eine ganz blöde Situation, es tut mir sehr leid. Du brauchst jetzt einen klaren Kopf, und ich denke, Du musst auch dem Vater des Kindes gegenüber so klar sein wie irgend möglich, nicht um der Harmonie willen irgendeine Richtung mitsegeln. Er hat, wie es aussieht, sehr klare Vorstellungen und womöglich auch wirklich keinen Schimmer, weshalb Du diese Vorstellung nicht auch super finden solltest, wenn sie doch so optimal für ihn erscheint. Und es wird ihm vermutlich furchtbar schwer fallen, von dieser für ihn so optimalen Lösung Abstand zu nehmen. Deshalb musst Du sehr klar Position beziehen, fürchte ich, auch wenn das ordentlich kracht, sonst findest Du Dich doch "erst mal" auf dem Dorf wieder.

    Nicht erstmal. Hier ein Einwurf zum aktuellen Trennungsrecht. Wenn ihr euch trennt und dein Kind ist das bis dahin aufgewachsen dann wird man im Sinne des erhaltenden Umfelds das Kind bei ihm belassen, solltest du jobtechnisch weiter wegziehen müssen. Und im Dorf bleiben in dem er so integriert ist und Familie hat und du nicht ist auch echt kein Spaß. :-| :-|


    Am Ende stehst du dann vor den selben Alternativen wie eine Freundin von mir gerade: gehen und das Kind zurück lassen oder hier bleiben und arbeitslos sein. Ihr Doktor nützt ihr hier nämlich nichts und sie muss für alles stundenlang pendeln, aber vollzeit geht da ja eh nicht weil hier ihr Kind ist. Das sie nicht mitnehmen kann weil hier ja nicht nur der Vater ist, sondern auch ihr ganzes anderes Umfeld und da wog vor Gericht die Oma die oft aufgepasst hat besonders schwer.

    Ich wohne in einem kleinen Ort in Bayern und weiß, wovon dein Freund redet. Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen:


    - es ist toll, wenn man in eine Gemeinschaft eingebunden ist


    - es ist toll, abends wegzugehen und alle Leute zu kennen, die man trifft


    - es ist toll, wenn man kurz Hilfe braucht irgendwo, einfach jemanden anrufen zu können


    - es ist toll, die Kinder unbeaufsichtigt durch die Gegend rennen zu lassen, sie sind bei Freunden, oder Freunde sind bei ihnen, die Leute im Ort kennen die Kinder und passen da schon auch mal auf, mischen sich ein (hat noch was mit Kindheit zu tun jenseits von Terminplänen)


    - die dörflichen Feste bedeuten oft auch Arbeit, aber man ist eingebunden


    - eine Familie um sich zu haben, kann ungeheure Erleichterung bedeuten, gerade wenn man kurz wohin möchte, oder auf einer Feier sitzt und gerade im Gespräch ist, dann ist die Oma, der Opa da.


    - man kann viel früher wieder ins Berufsleben einsteigen (falls möglich), weil eben Oma und Opa da sind


    ABER, man muss so etwas auch wollen und mögen. Man muss in der Gemeinschaft ankommen, bereit sein, sich zu integrieren, was manchmal vielleicht nicht so einfach ist. Man muss mit dem Dorfklatsch zurechtkommen, da auch ab und zu drüberstehen.


    Man muss auch mal akzeptieren können, dass Oma und Opa einen anderen Erziehungsstil pflegen, da braucht man viel Gelassenheit.


    Empfehlen würde ich in so einer Konstellation eine eigene Wohnung, ein eigenes Haus, die Kosten sind in Bayern meistens noch überschaubar, kommt auf die Gegend an.


    Das zum Positiven, ich finde, das solltest du durchaus in deine Überlegungen mit einbeziehen, dass dein Freund schon gute Gründe hat, weil er das Leben so einfach kennt.


    Die Gründe, die dagegen sprechen, kennst du selbst und sind hier auch schon aufgeschrieben worden, die spare ich mir.


    Ich wünsche euch eine gute Entscheidung, es wird sicher nicht einfach, ich weiß nur, wie gut es war, meine Mutter zu haben für die Kinder, auch wenn es teilweise Psychokrieg bedeutete.

    Ich wohn auch auf dem Dorf in Bayern und komme aus dem Norden. Ich komm vom Dorf, mit Trascht und bla habe ich keine Probleme, ABER ich komm hier einfach nicht rein. Ich bin zu fremd, zu unkatholisch und dann ist man hier verdammt einsam. Ich dachte die Leute in meinem Dorf wären hermetisch, aber die sind Weltbürger im Vergleich zu hier. %:|

    Man muss nicht unbedingt katholisch sein, aber es ist klar, man muss die katholischen Traditionen mitmachen, wenn man dabei sein will.


    Mein Mann war auch nicht katholisch, als er hier mit herzog, inzwischen ist er es.


    Einfach ist es bestimmt nicht, das behaupte ich auch nicht.


    Es kommt auch wirklich stark auf die Gegend an, wo man hinzieht.

    Vermutlich, aber ich finde die Mentalitätsunterschiede zwischen Nord- und Süddeutschland auch nicht zu unterschätzen. Und wenn man grundsätzlich nichts mit Religionen anfangen kann ist man hier einfach falsch. Meine Güte, in meiner Klasse waren damals mehr Leute nicht getauft als getauft und an Gott geglaubt hat genau eine einzige und die war katholisch. Der Rest hat das ganze eher als guten Anlass begriffen sich in Konfiunterricht zu betrinken. Nichtmal Weihnachten waren die meisten in der Kirche, Ausschlafen war den meisten wichtiger.


    Aber das ist nur eines. Ich kann mit dem Pessismismus nicht, dem Gegrantel, dem Mangel an Sarkasmus. Ich dachte erst es liegt an mir, aber dann war ich im Norden, auch an einem Ort an dem ich niemanden kannte, aber da war es viel einfacher.


    Und die Te war ja schon in dem Ort, so richtig zu Hause fühlt sie sich da nicht, so eng will sie nicht und dann sind das denkbar schlechte Bedingungen.

    Zitat
    Zitat

    eigentlich sollte ich mit meinem Partner zusammenziehen in der Nähe meines Ortes

    Bestehe auf diese Abmachung. Vor dem Hintergrund dieser Voraussetzungen bist Du schwanger geworden.

    Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.


    Schon der erste Satz würde mir als Betroffene die Hutschnur platzen lassen:

    Zitat

    nun sagt er mir, er kann in Rücksprache mit seiner Familie nicht zu mir ziehen

    Wie bitte? Er macht Familienrat, um zu entscheiden, wo ihr wohnen sollt? Das kann ja wohl nicht wahr sein. >:(


    Ich verstehe aber auch nicht, warum du darauf überhaupt eingehst, ohne ein Mitspracherecht zu haben.

    Zitat

    am Anfang der Beziehung habe ich immer herbe Zugeständnisse gemacht was seine Familie anging, obwohl mir die gemeinsamen Urlaube etc. nicht behagten- jetzt bin ich schwanger und gefangen... was kann ich tun? er scheint dieses ganze Familiäre mehr zu brauchen als ich dachte

    Dann hau auf den Tisch und erkläre ihm, dass du nicht seine Familie darüber entscheiden lassen willst, wo und wie ihr lebt, sondern dass das eine Sache ausschließlich zwischen euch beiden ist und zwischen euch beiden anders vereinbart war. Sag ihm, dass es dir einfach reicht, in seiner Familie gefangen zu sein und dass dir dieses Pflicht-Gemeinsam auf den Keks geht.


    Eine klammernde Familie - so nett und toll unsere Eltern auch sind - war schon immer meine Horrorvorstellung von mangelnder Freiheit, weswegen wir damals auch einen Mindestabstand von 20km gewählt haben, als wir zusammengezogen sind.

    Zitat

    Mal ehrlich - wenn Du immer Zugeständnisse gemacht hast, weshalb zum Teufel bist Du jetzt so überrascht? Hat sich vorher ganz klar abgezeichnet, und es war eine saumäßige Dummheit, da keine klaren Absprachen zu treffen, bevor Du auch nur im Traum dran gedacht hast, schwanger zu werden. In die Falle hast Du Dich wirklich mit Anlauf selbst reinmanövriert.

    Ich schließe mal hieran an.


    Abgesehen davon das sich das in deinem anderen aktuellen Thread überhaupt nicht schlimm anhört

    Zitat

    dass ich ungeplant schwanger bin, was aber nicht sooo schlimm ist, denn die Beziehung zum Vater des Kindes ist super, es gibt eine sehr große Familie und gute Betreeungsmölgihckeiten und allgemein ist es nicht der schlechteste Zeitpunkt.

    denke ich dass du nicht durchsetzungsstark und konsequent genug bist, um deine WÜnsche jetzt neuerdings standfest zu vertreten. Nach meiner Einschätzung wirst du jetzt nicht die alleinerziehende berufstätige Singlefrau im Norden werden, da wette ich drauf. Da du schwanger bist, bist du auch noch zusätzlich in einer schwachen Position. (Ich nehme mal an dass eine erneute Abtreibung für dich nicht in Frage kommt? ) Ich geb dir also Brief und Siegel drauf, dass du in diesem Dorf landen wirst, also spar dir lieber die Energie, die das Gezerre darum dich kosten würde. Versuch lieber, das positiv zu sehen, so wie zu Beginn deines anderen Threads und wie mirsanmir das dargestellt hat.


    Eine Freundin von mir hat sich in eine ähnliche Scheiße reinmanövriert, die saß dann nach vielen vielen Jahren als alleinerziehende Mutter von 3 Kindern in dem Kaff fest, in das ihr Mann sie "verschleppt" ;-) hatte, während ihr Mann dann später woanders wohnte. Sie hat sich da ohne Hilfe ihres Mannes (auch sehr "katholisch" und konservativ => "meine Frau muss nicht arbeiten") eine Firma aufgebaut, ist in dem Dorf aktiv usw. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, macht sie vielleicht nochmal was ganz anderes. Ich wäre neverever!! in diese Situation gekommen (war auch mal relativ nahe dran, hab aber rechtzeitig die Reißleine gezogen), aber sie ist glaub ich relativ zufrieden mit ihrem Leben mittlerweile.

    Für jemanden, der in einer solchen Sippe aufgewachsen ist, nichts vermisst und es nicht anders kennt, hört sich das alles sicher erstrebenswert an. Dummerweise fehlt in solchen Clans und Dorfgemeinschaften, völlig wurscht ob in Bayern oder sonstwo, dann aber oft das Verständnis dafür, wie man sowas nicht mögen und ein mehr "abgenabeltes" Lebn vorziehen kann, und wenn man da halt nicht reinpasst, läuft man Gefahr, ziemlich isoliert zu bleiben. Und das muss nicht mal mit fehlender Offenheit zu tun haben, da treffen einfach Menschen aufeinander, die unterschiedlich ticken.


    Natürlich will die Sippe des Vaters, dass ihr "im Schoß der Familie" wohnt und das Kind da groß wird. Dass er da aber "Rücksprache" gehalten hat und seine Entscheidung nach deren Wünschen fällt, finde ich völlig daneben. Wenn Du Dich jetzt schon erdrückt fühlst und das Gefühl hast, Du würdest ersticken, und jedesmal froh bist, wieder weg zu sein, dann wirst Du da auf Dauer nicht glücklich werden. Dieser "Familienrat" über Deinen Kopf hinweg ist da ja schon ein kleiner Vorgeschmack. Keine Zugeständnisse mehr, mach den Mund auf und sag, was DU willst.

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    gehen und das Kind zurück lassen oder hier bleiben und arbeitslos sein. Ihr Doktor nützt ihr hier nämlich nichts und sie muss für alles stundenlang pendeln, aber vollzeit geht da ja eh nicht weil hier ihr Kind ist. Das sie nicht mitnehmen kann weil hier ja nicht nur der Vater ist, sondern auch ihr ganzes anderes Umfeld und da wog vor Gericht die Oma die oft aufgepasst hat besonders schwer.

    es ist ja auch objektiv das Beste für das Kind, wenn es in dem von dir beschribenen Umfeld bleibt. Ich finde das eine im Sinne des Kindes richtige Entscheidung.