ALso das mit dem Narzissmus habe ich schon verfolgt. ICh bin auch seit 2 Jahren in Therapie und es geht eigentlich immer um meine Mutter. Man tippt darauf dass meine Mutter eine borderline Störung hat.


    Klar meine Eltern waren sehr jung. MJa in Vater wollte gar kein Kind. Für meine Müttern war es die einzige Möglichkeit aus ihrer alkoholkranken Familie rauszukommen. ALso hat Sie bewusst beim verhüten beschissen, wurde schwanger und damals war es einfach üblich dann zu heiraten.


    Wirklich glücklich hab ich die ehe meiner Eltern nicht im Kopf. Gab eigentlich immer Streit, Beleidigungen usw.


    Irgendwann hat mein Vater die Familie verlassen. Da war ich dann ständig für meine Mama da. SIe meinte irgendwann wenn ich nicht wäre würde sie sich umbringen. Mein Vater kam irgendwann zurück und sie nahm ihn wieder auf.


    Ich bekam wegen Blödsinn Hausarrest und durfte nie irgendwas. Als ich mit 19 auszog haben sie 2 Monaten nicht mit mir gesprochen weil sie beleidigt waren.


    Als meine damalige Beziehung in die Brüche ging bin ich wieder für 1,5 Jahre nach Hause gezogen. Da war ich 21. ich durfte meine Zimmertür nicht schließen, durfte nicht ohne zu fragen das Haus verlassen oder Besuch einladen. Obwohl ich mein eigenes Geld verdient habe und alles für mich selbst gezahlt habe. Naja dann hab ich meinen Mann kennengelernt und bin ausgezogen. Auch da waren sie wieder beleidigt weil ich nicht erst alleine wohnen wollte sondern wieder gleich mit jemandem zusammen gezogen bin.


    Allein heute durfte ich mich anhören wie schade es sei dass ich damals nicht studiert habe nach dem Abitur sondern Altenpflege gelernt habe. Sonst wäre ich jetzt fertig so wie meine Freundin. DIe hat nämlich gepostet in Facebook dass sie ihren Bachelor geschafft hat und meine Mutter hat das gesehen. Eigentlich ist alles was ich mache falsch und enttäuschend. AUch dass ich jetzt eine Weiterbildung mache, da kam nur die Frage: danach musst du hoffentlich aber keine ärsche mehr abwischen oder??


    Als wäre Altenpflege nur ärscheputzen -.-


    Ich weiß nicht warum ich mich immer wieder auf Sie einlasse. Wenn ich mal zu ihr durchdringe und Sie mal was einsieht hält es maximal 2 Wochen, danach fängt sie wieder an wie früher. Diese Frau ist einfach so unglaublich anstrengend. Aber diese Verpflichtung gegenüber der Familie ist einfach angelernt. KAnn das so schlecht ablegen.


    Dabei merke ich jedes Mal wenn wir länger keinen Kontakt haben wie viel besser es mir geht und wie schnell meine Laune sinkt wenn wir nur ganz kurz schreiben oder telefonieren.

    @ danae87

    Manche haben dafür einfach einen guten Riecher und erkennen solche manipulativen Muster ziemlich schnell. Habe schon mal einen faden aufgemacht wegen meinen Hochzeit und der Reaktion meiner Eltern. Wahnsinn wie viele da richtig hingeguckt haben obwohl ich gar nichts dazu geschrieben hab. Und sie hat ja recht in dem was sie gesagt hat.

    Also ich sehe meine Mutter jeden Tag. Das liegt aber daran, dass sie mein Kind nach dem Kiga betreut bis ich von der Arbeit komme und wir auch nur gut 500m auseinander wohnen. Es ist mitunter sehr anstrengend und nicht immer einfach, und wenn die Betreuungssituation nicht wäre, würden wir uns vielleicht 1x pro Woche sehen.


    Allerdings liegt deiner Geschichte ja eine andere Ausgangssituation zugrunde und von daher würde ich nicht unbedingt Schlüsse daraus ziehen, wie viel Kontakt andere Leute zu ihren Eltern pflegen. Wenn dir der Kontakt nicht gut tut, dann reduziere ihn auf ein Maß mit dem du dich wohl fühlst. Wenn deine Mutter in anderen Situationen keine Rücksicht auf dich nimmt, sondern nur versucht ihre Position ins rechte Licht zu rücken, würde ich an dieser Stelle versuchen, für mein Seelenheil zu sorgen, nicht für ihres. Denn dafür ist sie selber verantwortlich. Sie kann dir nicht die Schuld dafür geben, wenn ihre Fassade ihren Schwestern gegenüber nicht hält.

    Ich bin mit 3 Geschwistern aufgewachsen und wir hatten immer alle ein super Verhältnis, totale Familienbande usw


    Aber: schon seit ich jung bin, dachte ich mir immer schon: irgendwann hab ich mein eigenes Leben.


    Mache was ich will, leb in meiner eigenen Wohnung, kapsel mich ab. Das war immer schon so in meinem Kopf und genau so ist es auch gekommen.


    Ich hab zwar immer noch ein gutes Verhältnis zu allen, aber ich lebe lieber mein eigenes Leben. Kontakt schon regelmäßig..aber wenn es zu oft ist, nervt es mich ab und zu auch sehr!! Täglichen Kontakt halte ich für sehr übertrieben (meine Familie anscheinend nicht), mir wäre es auch egal, 3 Wochen nichts zu hören? Ich bin doch erwachsen und hab mein eigenes Leben.


    Ich mag meine Familie, aber ich fühle mich super wohl alleine in der Stadt, Wohnung, Job, hie und da ein Mann :-Dich genieße es total und trauere der Kindheit nicht wirklich nach.


    Meine Mutter meldet sich auch sehr oft, ich finde das übertrieben.


    1x pro Woche finde ich ganz ok...


    Aber das wär schon ein Ausnahmezustand . Nach spätestens 2-3 Tagen ohne Kontakt fragt sie wie es mir geht usw


    Ich brauche nicht so viel Kontakt ...

    Hm.... irgendwie beruhigend dass auch in Familien in denen alles normal abgelaufen ist auch Leute dabei sind die einfach nicht so viel Kontakt brauchen.


    Am aller liebsten würde ich ja 500km weiter weg ziehen, dann glaube würde ich mich freuen fühlen. Aber ich bin mit meinem Mann hier sehr glücklich.


    Aber auch da dürften wir uns Vorwürfe anhören dass Wien doch extra soooooooo weit weggezogen sind um weniger Kontakt zu haben. 25km.......

    du denkst, du brauchst die 500km um dich freier zu fühlen... aber solang du auf diese "pflicht-" und schuldgefühl- masche anspringst, nutzen kilometer nicht wirklich was. es hindert dich niemand- nur du selbst- daran, deine freiheit zu leben und zwar an jedem ort, an dem du willst.

    Guter Einwand @lonalao deswegen frag ich nach der Norm. Mein Mann sagt ich hab genug Kontakt, und wenn es mir zu viel ist, ist es ok zu reduzieren. Aber meine Eltern und Familie sagen wieder es ist viel zu wenig. Meine Tanten haben ja auch viel mehr Kontakt zu ihren Kindern.... weiß selber nicht was richtig ist.

    Ich denke auch, es kommt nicht auf die Häufigkeit/Dauer des Kontakts an, sondern auf die Qualität. Vielleicht wäre das auch mal ein Gesprächsthema für dich und deine Mutter. Denn wie viel ist denn der Kontakt deiner Tanten zu ihren Kindern wert, wenn damit nur ein Schein gewahrt wird. Ist es nicht besser, wenn man sich vielleicht nur 1mal im Monat sieht, weil man wirklich interessiert ist wie es dem anderen geht und sich deshalb gerne besucht? Anstatt 3 mal die Woche zum Kaffee trinken aufzutauchen, nur weil das halt in der Familie so üblich ist?


    Bei einer Freundschaft kommt es doch auch nicht auf die Häufigkeit an, sondern auf die Art der Verbundenheit. Und die misst man (finde ich) in Qualität und nicht in Quantität.

    Zitat

    Wie oft ist Eltern besuchen zu wenig oder zu viel? Hat meine Mutter recht? Oder gibt's da keine eigentliche Norm?

    Es gibt keine Norm. Meine Tochter und ich, wir rufen jeden Tag miteinander an, aber besuchen tun wir uns zum Geburtstag, Ostern und Weihnachten, wir haben alle keine Zeit, wir gehen alle auf Arbeit oder sie kommen spontan zu uns in den Garten zum Grillen. Zur Schwiegermutter gehe ich gar nicht, mein Mann geht nur zum Arbeiten hin und zum Geburtstag.

    Wie oft haben denn die Eltern oder speziell die Mutter den Kontakt zu den eigenen Eltern gepflegt? Saß also Muttern dauernd bei Omma auf der Couch? Jeden Sonntag oder wie wurde das gehandhabt? Woher kommt dieses Anspruchsdenken, Kind muß dauernd mal auf Besuch kommen?


    Ich würde schon mal einen Bogen um Eltern machen, die meinen Partner nicht abkönnen. Das zeugt doch von mangelndem Respekt mir gegenüber, ganz zu schweigen davon, wie es bei ihm ankommt.


    Ich selbst habe meine Eltern früher höchsten 3 - 4 x im Jahr besucht. Ich hatte mein eigenes Leben, was gelebt werden mußte und ich bin nicht der Pausenfüller für die Eltern gewesen, warum auch?


    Erst im Alter wurden Besuche öfter, mein Vater ist jetzt über 90, da muß man mal nach dem Rechten schauen.