• Kontaktabbruch – Abbrecher oder Verlassener

    Vor fast genau 7 Jahren verliebte ich (45) mich in eine ehemalige Kollegin (9 Jahre jünger), dich mich auf allen emotionalen und körperlichen Ebenen ansprach und die meine Sympathie teilte, obwohl wir beide jeweils schon in langjährigen festen Beziehungen (also vergeben) waren. Persönliches Vertrauen und emotionale Nähe wuchsen sehr schnell, doch…
  • 64 Antworten

    @ Hudipfupf

    Wie teilt man nach über 2 Jahren die Absicht, den Kontaktabbruch weiter beizubehalten, deutlicher mit als durch konsequentes fortgesetztes Nichtmelden?


    Glaube mir, wenn er auch nur einen Pieps macht, dröhnt sie ihn erst recht mit allem möglichen Kram zu, und genau das ist nicht in seinem Sinne, will er sich eben im Eigeninteresse vom Leib halten.

    ja, das mit dem schlüssel-schloss-prinzip ist nicht nur eine metapher, sondern fasst es sehr gut zusammen.


    klar hat es auch etwas mit meiner persönlichkeitsstruktur zu tun, "ihr" den boden dafür bereitet zu haben, vielleicht war ich ein emotionales pendant dazu.


    empathie, helfersyndrom – da will ich nichts ausschließen.


    richtig ist aber auch der hinweis auf den gesunden egoismus. ich arbeite daran – und eine (möglich) mail von mir, die ihr den kontaktabbruch ganz kurz und neutral mitteilt, die ist ja immer noch möglich. das ist für mich noch offen.


    weil, und das habe ich ja nun begriffen, es geht nicht mehr um "sie" und ihr "befinden" – sondern nur noch darum, dass ich so abschließen kann, dass ein normales weiterleben möglich ist. zwar mit narben und erfahrungen, aber mit dem ende dessen, was offenbar immer noch schmerzt.

    Ich kenne den Link und finde ihn inhaltlich gut.


    Allerdings ist es nicht zielführend, sich nach Beziehungsende noch über die Maßen mit diesen ganzen Borderline-Abgründen zu befassen, sich da entsprechend aufwühlen zu lassen usw.


    Das haben wir nun ohnehin auch in diesem Faden bereits sehr intensiv getan....


    Gib dem allen innerlich nicht zuviel Raum, sondern sei zutiefst froh und dankbar darum, dass Du davon FREI bist und es in der Hand hast, in der Gegenwart und Zukunft Dein Leben glücklicher zu gestalten.

    Zitat

    Deine Geschichte klingt sehr vertraut. In meinem Fall war es nicht ganz so extrem, es gab nie gemeinsame Pläne und die ganze Sache dauerte auch nur ein paar Monate. Aber auch hier unzählige extrem positive Aussagen ihrerseits, verbunden mit der Feststellung, was für eine einzigartige Freundschaft und Verbindung wir hätten. Auch ich empfand das damals so (später habe ich erkannt, dass ich viele Alarmzeichen übersehen hatte bzw. nicht sehen wollte). Während ich aber noch dabei war, diese Freundschaft aufzubauen, löste sie sich wieder, verbunden mit heftigen Angriffen und Kritik an allem, was ich tat, meinen Meinungen, Einstellungen etc. Heftige Stimmungswechsel ihrerseits im Abstand von teilweise nur Minuten. Widersprüchliche Aussagen und Verhalten. Ich habe wohl noch nie so viele krasse Dinge erlebt wie in dieser Zeit. Aber immer zwischendurch noch diese sehr positiven Aussagen (nach denen ich so sehr gesucht hatte, und mit denen sie mich an sich gebunden hat). Irgendwann war ich so am Boden, dass ich mir therapeutische Hilfe suchte und schließlich den Kontakt von heute auf morgen abbrach.


    Was folgte: vorerst nichts. Kein Versuch ihrerseits, auch nur zu fragen, warum ich mich nicht melde. Wir sind allerdings Kollegen und arbeiteten auch weiterhin zusammen. Sie ließ sich nichts anmerken, während ich aus jeden Meeting nur heulend hätte rauslaufen können. Nach ein paar Monaten dann die ersten Versuche ihrerseits, in Projektmails Smalltalk zu starten. Dabei wieder sehr positive Formulierungen, sie lobte mich erneut über den grünen Klee. Bis dahin war ich aber vorsichtig genug geworden, um zwar aus Freundlichkeit zu antworten, aber nicht auf ihren Kontakt einzugehen. Vor etwa einem Monat (etwa ein halbes Jahr nach Kontaktabbruch) versuchte sie dann in einer recht offenen Mail, den Kontakt wiederherzustellen. Verstrickte sich dabei aber wiederum so in Widersprüche und offenbahrte ihre ganze verdrehte Weltsicht. Inzwischen habe ich genug gelernt über sie und ihre Krankheit, dass ich ihre Aussagen einschätzen kann. Was sie von sich gibt ist extrem verdreht und logisch nicht nachvollziehbar. Es dauerte damals sehr lange, das zu erkennen und mir einzugestehen, dass der gesamte Kontakt auf ihren manipulativen Taktiken basierte. Auch heute noch bin ich verunsichert, welche ihrer Aussagen damals ehrlich waren und ob es überhaupt ehrliche Aussagen gab. Wenn ich heute auf dem Flur an ihr vorbeilaufe und wir uns kurz grüßen, fange ich immer noch an zu zittern. Ich kann sie nicht um mich herum haben. Die ganze Geschichte hat mich mich so nachhaltig verletzt, dass mein Körper noch heute mit Panik reagiert, sobald sie in der Nähe ist. Das ist mir inzwischen eine Warnung.


    Okay, ich hab etwas weit ausgeholt, aber was ich sagen will ist, dass ich dir den Tipp geben möchte, den Kontakt auf keinen Fall wieder aufzunehmen. Sie wird sich nicht geändert haben, auch wenn sie dir jetzt die liebsten Worte schreibt. Wenn du dich nicht erneut auf diese emotionale Achterbahnfahrt einlassen möchtest, bist du gut beraten, den Kontakt zu unterbinden. Selbst wenn du ihr damit vor den Kopf stoßen musst. Auch wenn es dir jetzt weh tut, wenn sie schreibt, und du aus Reflex antworten willst, tu es nicht! Es ist Zeit, an dich selber zu denken. Auch ich bin durch diese Hölle gegangen, auch wenn sie anscheinend nicht so extrem war wie deine, da unsere Verbundenheit lange nicht so stark war. Aber auch ich musste mich zwingen, mich zu "entlieben", wenn ich das so sagen darf. Und das ist eine verdammt harte Sache. Du gelangst mit dieser Frau durch diese manipulativen (Macht-)Spielchen in eine emotionale Abhängigkeit. Ja, genau das ist es, eine Abhängigkeit, aus der du wieder herauskommen musst. Das ist in gewissen Sinne tatsächlich wie Entzug. Ich wünsche dir, dass du stark bleibst und dich lösen kannst, denn diese Verbindung tut dir nicht gut.

    Diese Zeile hätten zu 100 % von mir stammen können, unglaublich. Zeigt aber auch, das man mit seinem Leiden nie alleine ist *:)


    Ich habe vor einiger Zeit ähnliches mit einer Kollegin erlebt.


    Erst jetzt durch das lesen hier im Forum und speziell in diesem Faden wird mir klar, das die Frau eindeutig Borderline Syndrome an sich hat und damit einiges erklärt.


    Noch nie hat mir eine Frau den Boden unter den Füssen so weggerissen wie sie und das mit 30+. Ich will jetzt nicht die ganze Storie hier nieder schreiben, denn das wäre zu lang und sie ähnelt sich auch mit euren (makalu und takkor) Erlebnissen sehr stark.

    @ makalu

    letztendlich ist der Kontakabbruch das einzig richtige was du tun konntest. Was hättest du auch anders machen sollen ?! Auch meine Erfahrung hat gezeigt, das nach Neuaufnahme die Frau sofort wieder in alte Muster verfällt und das Spielchen beginnt von vorne und damit auch deine "Leidenstour".


    Ich kenne diese Situation und habe lange verflucht, diese Frau überhaupt kennen gelernt zu haben, denn auf diese extreme Gefühlsduselei hätte ich auch gerne verzichten können.


    Zu meinem Glück hat sie sich dann irgendwann in eine andere Firma beworben. Das hat schon mal etwas geholfen. Irgendwan hab ich durch eine alte gemeinsame Kollegin erfahren, das sie jetzt in einer anderen Stadt leben würde, erst da konnte ich mit der Angelegenheit wirklich abschliessen, da ich ihr hier auf Festlichkeiten oder beim Ausgehen nicht mehr über den Weg laufen konnte (ähnliche Gefühlslage wie bei dir, ich kann mir sehr gut vorstellen wie du dich im Auto beim "Wiedersehnen" gestern gefühlt haben musst).


    Was natürlich bleibt sind Fragen.


    Unbeantwortete Fragen die dir im Kopf rumschwirren. Aber glaub mir, besser sie bleiben unbeantwortet als das die Spielchen wieder von vorne losgehen. Ich bin mittlerweile wieder in einer neuen Beziehung, es hat allerdings 1,5 Jahre gedauert, bis andere Frauen für mich wieder interessant waren.


    Letzendlich kannst du froh sein, nicht der Vater des Kindes zu sein und diese Frau nicht an deiner Seite hast, auch wenn du es dir sooooo gewünscht hast, du weißt schon was ich meine :)*

    Was Euch vielleicht noch zusätzlich zum Thema Kontaktabbruch ermutigt: Ihr helft damit auch Eurer/m Ex!


    Borderline-Persönlichkeiten erleben diese krassen Aussetzer vorwiegend in intimen Beziehungen (weshalb Außenstehende meist nie im Leben glauben können, wozu diese liebenswürdige Person in der Lage ist) und sind außerhalb davon unter Umständen relativ symptomfrei (abgesehen von irgendwelchen Krisen im stillen Kämmerlein, Gefühl von Leere etc.).


    Gerade indem man als Partner auf alles Rücksicht nimmt, dem Borderline-Betroffenen "helfen" will, ihn auffängt, alles versteht usw. usf. – gerade dadurch hält man ihn erst recht in seiner Störung und "füttert" diese noch.


    Wie auch immer: es geht darum, von diesen Erfahrungen zu gesunden – also freut Euch um die neu gewonnenene Freiheit und seid gespannt auf alles, was die Zukunft Schönes bereithält. @:)

    Hier ist ja einiges los, war nur mal einen Tag raus und hab gerade all die neuen Beiträge durchgelesen. :-)

    Makalu

    Zitat

    erneut muss ich feststellen, dass du offenbar nicht nur "mal was" über borderline gelesen hast, sondern offenbar über wirklich tiefere kenntnisse über diese störung und ihre auswirkungen in beziehungen verfügst.

    Naja, ich habe mich auch über ein halbes Jahr lang intensiv damit auseinandergesetzt. Ich wollte einfach verstehen, was da vor sich gegangen ist, es ließ mir einfach keine Ruhe.

    fiamma

    Zitat

    Sowas "funktioniert" bei einem Borderliner nicht. Denn allein so eine Ansage IST bereits eine Kontaktaufnahme. Der Inhalt ist dann sekundär.

    Das denke ich auch. Ich vermeide daher jeglichen Kontakt meinerseits. In meinem Falle habe ich eine derartige Ansage als Antwort auf eine Kontaktaufnahme ihrerseits formuliert. Als sie vor einiger Zeit das erste Mal offen eine Kontakt-Wiederaufnahme vorgeschlagen hat, hab ich ihr mitgeteilt, dass ich gerne weiterhin Abstand haben möchte. Habe das Ganze sehr vorsichtig formuliert und mich ehrlich gesagt ziemlich klein gemacht dabei, um sie nicht zu provozieren. Zuerst hat sie's akzeptiert, am nächsten Tag hat sie mir dann in einer weiteren Mail doch noch mal die Keule übergezogen.

    Zitat

    Innerlich immun gegen die Kontaktversuche der Frau zu sein, bedeutet auch, dahin zu kommen, dass einen irgendwelche SMS etc. gar nicht mehr berühren.

    Das ist das Ziel. Du musst verstehen, dass ihre Aussagen, egal ob sie positiv-schmeichlerisch oder aggressiv-stichelnd sind, keine logische und nachvollziehbare Grundlage haben. Und damit sind sie genau genommen inhaltsleer und brauchen dich auch nicht zu treffen. Du bist nicht gemeint! So krass es klingt, aber ihre gesamte Kommunikation mit dir in all den Jahren entstammt ihrer gestörten Wahrnehmung und hat damit keine reale Grundlage. Das zu verstehen und zu verarbeiten ist allerdings sehr hart. Aber auf diesem Wege kannst du dich distanzieren und ihre Kontaktversuche ins Leere laufen lassen und nicht mehr das Verlangen verspüren, aus Freundlichkeit zu antworten oder um dich zu verteidigen.

    Zitat

    Es gibt Gründe dafür, warum Du auf diese Persönlichkeitsstruktur "anspringst".

    Du nennst viele Beispiele dafür und hast Recht. In meinem Fall war es beispielsweise (evtl. unter anderem, habe nur diesem Aspekt bisher erkannt) ein geringes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Ich brauchte positives Feedback von außen, weil ich es nicht in mir selbst hatte, und das hat sie mir in großem Maß gegeben. Und so verrückt es klingt, aber aufgrund dieses Feedbacks von ihr und dem danach folgenden Abwenden von mir war ich erst in der Lage zu lernen, nicht auf das Feedback von außen angewiesen zu sein. Sie war da ein Katalysator für mich. Damit hat sie heute aber auch quasi ihre Existenzberechtigung in meinem Leben verloren und es ist einfacher für mich, mich von ihr zu trennen, denn ich brauche das nicht mehr, was sie mir damals gegeben hat. Nicht dass ich jetzt Mr. Selbstbewusst in Person wäre, das keinesfalls, aber ich habe den ersten Schritt gemacht. :)z

    Zitat

    im Gegensatz zum Borderliner, der in der Regel selbst unter therapeutischer Unterstützung in seinen destruktiven Mustern gefangen bleibt

    Das ist das Traurige an dieser Erkrankung, sie lässt sich kaum therapieren bzw. lassen sich die Betroffenen auch gar nicht drauf ein. "Meine" Borderlinerin erzählte mir stolz, dass sie damals ihren Therapeuten zum Teufel gejagt hat, weil er ihr angeblich nichts neues erzählen konnte und sie alles schon lange und vor allem besser wusste als er. Keine ungewöhnliche Situation, wie ich las. Übrigens ging es in ihrer Therapie wohl nicht speziell um Borderline. Ich weiß bis heute nicht, ob sie sich ihrer Krankheit überhaupt bewusst ist. Ironischerweise hörte ich den Begriff Borderline aber überhaupt zum ersten Mal von ihr, weil sie sich über einen Kollegen ausließ, der ihrer Meinung nach Borderliner wäre.

    Zitat

    Glaube mir, wenn er auch nur einen Pieps macht, dröhnt sie ihn erst recht mit allem möglichen Kram zu, und genau das ist nicht in seinem Sinne, will er sich eben im Eigeninteresse vom Leib halten.

    So war es ja auch, als Makalu den Kontaktabbruch zum ersten Mal unterbrach und ihr schrieb. Er hat ja weiter oben genau beschrieben, was dann passierte.

    Zitat

    Borderline-Persönlichkeiten erleben diese krassen Aussetzer vorwiegend in intimen Beziehungen (weshalb Außenstehende meist nie im Leben glauben können, wozu diese liebenswürdige Person in der Lage ist) und sind außerhalb davon unter Umständen relativ symptomfrei (abgesehen von irgendwelchen Krisen im stillen Kämmerlein, Gefühl von Leere etc.).

    Von meiner Kollegin weiß ich, dass sie sich auf der Arbeit mit etlichen Kollegen angelegt hat und generell sehr viele zwischenmenschliche Konflikte hat. Das basiert dort aber sicherlich weniger auf dem Gefühlschaos, wie es durch eine Enge Bindung auftritt, sondern eher auf ihrer verdrehten Realitätssicht. Und da sie sich immer im Recht sieht und andere Meinungen niemals akzeptiert, fliegen halt oft die Fetzen. :|N

    Party-boy

    Zitat

    Diese Zeile hätten zu 100 % von mir stammen können, unglaublich. Zeigt aber auch, das man mit seinem Leiden nie alleine ist

    Und ich finde es ebenfalls sehr spannend und vor allem erleichtern, von ähnlichen Geschichten zu hören. Der Austausch und das Wissen, dass man nicht alleine ist, hilft wirklich sehr! Ich danke euch allen dafür!

    ja, dem kann ich mich nur anschließen.


    es war eine (für mich) sehr wertvolle diskussion mit wirklich guten beiträgen.


    dank euch dafür.

    Lieber Makalu,


    ich bin der Schlussmacher und Abbrecher seit 5 Jahren.Deine Geschichte zeigt mir schmerzliche Parralelen auf. Diese Weihnachten hat sich mein Freund wieder so benommen, dass ich mich zurückzog.....der Grund sich um seine Ex zu kümmern, die sehr krank ist...psychisch und physisch...und die nächsten Kranken wären ICH und DU.


    Ich kann es irgendwie nicht glauben....dass ich manipuliert in diese Abbrecherposition gebracht werde....aber es ist wohl so.Ich mache seit 1 Jahr eine Gesprächstherapie, meine Freude ist weg und mein Vertrauen.


    Er meldet sich einfach nicht....seit 28.12.2011ich habe eine Mauer um mein Herz gebaut...mein Verstand schreit, lass es...und auch ich kam bis jetzt 5 Jahre nicht raus...selbst eine Neuseelandreise 5 Wochen hat mir nicht die Ruhe gebracht. Ich denke, offen zu sagen, wie Du behandelt werden möchtest, sagen, dass Du immer wieder zurückgestossen wurdest, zum Abbrecher gezwungen wurdest.....das habe ich gemacht.Sage, was Du von ihr wolltest....SIE hat die Schuld am Scheitern und nicht Du. Ich habe auch jahrelang noch die Verantwortung für das Gelingen übernommen....und wurde nach kurzer Zeit wieder in die Ecke gedrängt. Das macht KRANK. Ich glaube, nur wenn solche "PARTNER" selbst mal zum Psychologen gehen gibt es eine Lösung, sonst geht man selbst mir drauf.


    Es tröstet mich, dass ich damit nicht alleine bin.....bitte lerne, eine andere Liebe zu wollen....ich kanns leider auch noch nicht.


    Ganz liebe Grüße von Silberstreifen


    ...ich dachte, nur Frauen fallen auf dieses Psychospiel rein....das Tragische ist, es geht um unser Leben und unsere Freude..lassen wir sie nicht durch solche Rücksichtslosigkeiten kaputtmachen!Ich muss täglich darum kämpfen....Ich muss lernen um mich selbst zu kämpfen und nicht um eine andere Person!

    NUN SIND WEITERE 1/12 Jahre vergangen,


    Mehr als 4 Jahre nach dem letzten Telefonat mit "ihr" – dem letzten, von mir zugelassenen Kontakt ...


    ... schreibt sie mir (wieder) per E-Mail, dass sie mich sehen wolle, ..., ob es nach den Jahren der Distanz nicht doch möglich wäre, sich "auf einen Kaffee" zu treffen. Mit "lieben Grüßen" und so weiter.


    Wer meinen thread und die vielen Antworten dazu gelesen hat, den kann ich ja jetzt fragen:


    was habe ich wohl getan – wie habe wie wohl reagiert ?


    Diesen "Nachtrag" wollte ich – auch nach der langen Zeit – doch noch machen.

    Ich habe mich grade durch mehr oder weniger alle posts gelesen und hoffe sehr für Dich, dass Du stark geblieben bist und NICHT reagiert hast, keine Absage, keine Antwort und bitte auch keine Zusage.


    Allerdings hast Du offensichtlich nicht ihre email-adresse in den Filter eingetragen?


    Mein Tip: Du hast es richtig gemacht und ziehst die Kontaktsperre weiterhin durch. Hatte den Eindruck, Du schaffst das.

    Ich hab nicht alles gelesen, aber ich fürchte, dass du ihr geantwortet hast. Keine Ahnung warum ich das denke, hoffe aber für dich, dass du es nicht getan hast und auch nie mehr tun wirst. Leider kenne ich auch solche Menschen, wie deine Ex.

    Was tat ich nach ihrem erneuten Kontaktversuch – über 4 Jahre, nachdem ich den letzten Kontakt zugelassen hatte ?


    Meine erste Reaktion war natürlich wieder emotional.


    Liebe und Hass, Sehnsucht und Verachtung, Verletzung und Wut – sind nach wie vor starke Gefühle, die einen aufwühlen – auch nach der langen Zeit.


    Ich kann mich auch nicht davon freisprechen, doch eine gewisse Art von "Genugtuung" empfunden zu haben.


    Aber bereits kurz nach diesen Erstempfingungen wurde mir klar, dass "Sie" ja gar nicht mich meint. Ich glaube, neben der Borderline-Problematik, die hier schon sehr ausführlich beschrieben wurde, scheint es aus meiner Sicht nur zwei Motive zu geben, die "sie" veranlassen, mich wieder zu kontaktieren.


    1.) Feststellen, ob und wieweit "sie" immer noch auf mich wirkt, ob ich vielleicht immer noch an hier hänge, emotional verfallen sei, wie stark ich vielleicht noch von ihr abhängig wäre, welchen "Einfluss" und welche "Manipulation" sie noch ausüben könne usw. und


    2.) ihr schlechtes Gewissen beruhigen, dass der, den "sie" von 4 Jahren quasi aus dem fahrenden Zug warf und verbluten ließ, ihr vielleicht verziehen hat, .. alles nicht so schlimm, hab dich wieder lieb ... etc.


    Ich denke, beide Aspekte haben nur mit "ihr" zu tun – und nichts mit mir als Person.


    Es reizte mich, etwas zu schreiben. Das tat ich auch – allerdings nur für mich, um meine Gedanken und Reaktionen zu ordnen.


    NEIN: Ich habe nicht geschrieben, ich habe nicht geantwortet. Auch wenn sie mich in der Mail darum bat, ihr zu antworten, egal wie ich mich entscheiden würde, – ich habe nicht reagiert. Denn jede Antwort wäre wieder "Kontakt" gewesen, ein sich Begeben in die emotionalen Fänge einer borderlinegestörten Persönlichkeit.


    Wie hätte auch ein Treffen aussehen sollen ? Ich wäre mit Magenschmerzen in ein Café getreten, sie hätte mich begrüßt (vielleicht sogar noch mit ihrer Tochter) und dann vielleicht so getan, als ob dies vor Jahren nicht geschehen wäre. Was wäre, wenn sich wieder "Emotionales" angebahnt hätte – "Affaire die 3. ". Ich hätte ja sterben müssen – und wüsste, dass jede "Beziehung" zu ihr für mich zerstörerisch wäre – während sie, vielleicht nach 3 Wochen, vielleicht nach 6 Wochen, keine Gefühle mehr hätte, keine Lust und wieder abserviert .... Nein, mein Ego, mein Stolz, aber auch mein Gefühl haben mich gewarnt und erkannt, dass niemand in den Käfig einer Giftschlange greifen darf und glauben, er werde nicht gebissen.


    Nein: und ich habe ihr auch nicht geantwortet, dass ich mich nicht mit ihr treffen werde.


    Kein Kontakt = keine Gefahr.


    Es wühlt mich zwar innerlich auf – aber nur der Kontaktabbruch (Seit 4 Jahren) ist WENIGER schlimm, als jeglicher Kontakt zu ihr.


    Ich schrieb meine Gedanken vielmehr, wie folgt, auf:


    Die Frau, die ich einst von Herzen geliebt habe und mit der ich mein weiteres Leben verbringen wollte, ist am 26.06.2009 gestorben. Zuvor aber warf sie mich aus dem fahrenden Zug und ließ mich einfach liegen. Es war ihr vollkommen gleichgültig, was mit mir geschehen könnte. Sie zog das Ende vor den Abschied und mit den vollendeten Tatsachen gab sie mir keine Chance zu irgendeiner Verarbeitung, Lösung oder Trennung. Damit fiel sie vollkommen aus meinem Leben. Nach ihrem Tod zeigte sich, dass alles, was sie gesagt und getan hatte, eine einzige Lüge war.


    Und so wie jeder, der einen schmerzlichen Verlust ertragen muss und gezwungen ist, ohne diesen Menschen überleben zu müssen, so musste ich dies ebenfalls – in einem Prozess, in dem nur die Zeit und die Jahre helfen.


    Mit einer solchen Frau werde ich mich ganz sicher nicht auf einen Kaffee in der


    Stadt treffen, da sie von alledem nichts begriffen hat. Sie wird keine Gelegenheit mehr bekommen, ihren Missbrauch an mir jemals zu wiederholen und ihre Krankheit an mir ausleben zu können, der sie sich selbst nicht gestellt hat.


    Schreibe mir nicht mehr, sondern lasse mich gehen, wie auch ich lernen musste, Dich gehen lassen zu müssen.


    Diese Zeilen habe ich nur für mich geschrieben – "sie" wird sie niemals zu lesen bekommen.


    Ich hoffe, dass ich "richtig" gehandelt habe – und würde mich über ein paar Reaktionen von Euch freuen.


    Danke, wenn ihr Euch nochmal ein wenig Zeit dafür nehmt.

    Na sowas...so ein alter Faden...und dann seh' ich auch noch, dass ich damals mitgeschrieben habe. |-o


    Also erst einmal ein großes Lob an deine Standhaftigkeit! :)= :)z :)^ Nehm' bloß nicht wieder Kontakt mit ihr auf...und setze ihre Email-Adresse endlich auf die Sperrliste...


    Ich habe gerade noch einmal Wikipedia befragt und es hat mir geantwortet:

    Zitat

    Partnerschaften verlaufen individuell sehr unterschiedlich, sie können – je nach Ausprägung bzw. Schweregrad der Störung – auch funktionieren. Jedoch wirken die borderlinetypischen negativen Impulse oft verheerend. Nach gelegentlich stürmischen Annäherungen können die ambivalenten Verhaltensweisen des Betroffenen einen extrem wechselhaften und zunehmend widersprüchlichen bis chaotischen Verlauf der Beziehung verursachen, die manchmal abrupt und unvorhersehbar wieder beendet wird. Dabei lässt sich nicht selten ein unsicheres Schwanken zwischen übermäßigem oder auch ängstlichem Klammern und unvermitteltem Wegstoßen (auch indirekt mittels auffällig ausweichenden oder konfrontativen Verhaltens) beobachten. In manchen Fällen werden die Beziehungspartner dadurch so stark belastet, dass sie nach einiger Zeit selber psychologische Unterstützung benötigen, z. B. aufgrund von Traumatisierungen durch traumatische Übertragungen bzw. durch die Entwicklung einer Belastungsstörung oder Anpassungsstörung.

    Ich frage mich ehrlich gesagt, was du an dieser Frau jemals geliebt hast!? War es wirklich ihr Charakter oder vielmehr die emotionale Achtenbahn, deren Gefühlsrausch dich hat süchtig werden lassen?


    *:)

    Kann Dein Leiden absolut nachvollziehen. Mache gerade ähnliches durch. Habe eine Therapie begonnen, die ich mir kaum leisten kann. Borderline oder auch alle "Nebenkriegsschauplätze" sind mega - brutal und grausam. Die eine Seite ist die absolute Nähe, Zärtlichkeit und die starke sexuelle Bindung und die andere Seite ist Kälte, Zurückweisung und Gleichgültigkeit. Auch ich weiß nicht, wie ich hier wieder herauskommen soll. Bin selbstständig und muss dringend arbeiten um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Doch hieran ist absolut nicht zu denken. Esse kaum noch etwas, trinke nur Kaffee und rauche ohne Ende. In mir das absolute Gefühlschaos und Traurigkeit. Auch ich liebe "mein" Mädchen so sehr doch es zerfetzt mir mein Herz. Habe seit der Trennung Depressionen. Durch die Beziehung bin ich zwischenzeitlich ohne eigene Wohnung. Eigentlich wollten wir zusammenziehen. Hätte ich meinen Betrieb nicht, in welchem ich schlafen, essen und duschen kann, stände ich jetzt auf der Straße. Werde nun auch den Versuch unternehmen loszulassen und den Kontakt komplett abzubrechen. Spüre nur noch wahnsinnige Schmerzen...