• Kurz vor einer Affäre mit dem verheirateten Kollegen

    ich arbeite seit 4 jahren mit einem sehr netten mann (33) zusammen. wir sitzen in unterschiedlichen stockwerken einer kleinen firma, sehen uns aber täglich im druckerraum, küche, flur etc. 3 jahre lang wusste ich nicht mal, dass er existiert. er war der gutaussehende verheiratete typ, der ein kleines kind hat. sehr nett, vorbildliches einwandfreies…
  • 421 Antworten

    @ little L.

    fragt lucas nicht nach seinem vater? und was sagst du ihm wenn die frage irgendwann doch kommt? wie erklärt man das einem kind, dass der vater keinen kontakt möchte ohne das das kind denkt es wäre daran schuld?

    @ blade

    Mann will, Mann ist bereits Vater aber nicht schnipp-schnipp, Mann will ohne Gummi, Frau hat Zyklus, tja dann gibt es halt ein klitzekleines Risiko, dass eine Schwangerschaft entsteht. Deshalb ist Verhütung nicht nur Frauensache.


    So lange nicht mechanisch klare Verhältnisse herrschen, kann immer etwas passieren. Hormone können ja bisweilen verrückt spielen.

    @ chiefolatu

    so war das nicht ganz. wir haben nur in den fruchtbaren tagen verhüttet ansonsten nicht, da ich aufgrund meiner diagnose eine minimale wahrscheinlichkeit hatte schwanger zu werden.es ist sogar einmal passiert, dass ich mich in den fruchtbaren tagen verrechnet habe und dann direkt zum arzt bin um sicherheitshalber eine pille danach zu nehmen. ihm hab ich es dann am nächsten tag erzählt und er wurde voll panisch. er hat sich einfach die ganze zeit auf das verlassen was ich ihm gesagt habe. und hat mir vertraut. und das konnte er auch. und ich habe mich auf die aussage meiner ärzte und auf meine berechnung verlassen. immerhin haben wir an dem tag an dem das kind gezeugt wurde an absolut NICHT fruchtbaren tagen miteinander geschlafen.

    Zitat

    was heißt die leistung zu vollbringen schwanger zu werden? es hat keiner damit gerechnet. aber wenn ich mich dagegen entschieden hätte (was ich beinahe tat) hätte ich mich höchstwahrscheinlich für ein leben ohne kinder entschieden. was wäre jetzt das richtige gewesen? wäre es richtig gewesen aus fairness auf das kind zu verzichten? ich frage nur, weil ich mir darüber immer noch den kopf zerbreche.

    Es ist eine Leistung schwanger zu werden, wenn überhaupt keine Basis für ein Kind besteht. Es war abzusehen, dass er die Verantwortung für eine Schwangerschaft und ein Kind nicht annehmen würde. Das hat er von Anfang an nicht, deswegen warst du ja nur eine Affäre. Aus seiner Sicht bist du nicht weniger egoistisch als er es ist, weil du ihm ein Kind aufdrückst, dass er einfach nicht haben möchte...auf seine Kosten und auf die Kosten des Kindes selber, weil es jetzt ohne (biologischen) Vater aufwachsen muss und Papa der ultimative Bösewicht in der Geschichte ist.

    Zitat

    er hat mir nie versprochen seine frau zu verlassen. ganz im gegenteil es war klar dass er es wegen den kindern nicht macht. und das war jetzt auch nicht einmal das thema. und erwartet hab ich es auch nicht. aber so eine abwertung unserer "beziehung" im nachhinein, so eine hass-stellung gegenüber mir und kind hab ich aber auch nicht erwartet.

    Was hast du erwartet? Dass er sich für dich oder über das Kind freut? Natürlich hasst er dich, weil du (aus seiner Sicht) sein Leben ruiniert hast. Dieses Kind ist eine Gefahr für seine Ehe, seine wirtschaftliche Situation und selbst für seine Arbeitsstelle oder denkst du, wenn herauskommt das er der Vater ist und sich nicht um das Kind kümmert, seine Arbeitskollegen ihn mit Lob überschütten?! Aber das soll nicht der Punkt sein, weil der Krug nunmal zerbrochen ist und daran hat er nunmal auch eine Mitschuld. Selbst wenn seine Schuld nur darin bestehen sollte, dass er dir vertraut hat, dass du im Zweifel das Richtige tust; also seine Version von "Richtig". Du kannst sogar noch weiter gehen, weil aus seiner Sicht hast du die Affäre durch die Schwangerschaft beendet und dich quasi gegen ihn entschieden. Und auch das ist ein massiver Vertrauensbruch für ihn. Hättest du abgetrieben, würde eure Affäre dann immer noch existieren?


    Aber auch das ist die falsche Betrachtung, weil der Blick in die Vergangenheit nicht weiter hilft. Stattdessen solltest du die goldene Möglichkeit ergreifen und jetzt einen Schlussstrich ziehen, auch und vorallem emotional. Weil nicht nur die Schwangerschaft ist "Mist den man zusammen gebaut hat", sondern auch die Affäre ist dies gewesen.

    Der Typ hat also jetzt ein ruiniertes Leben? Aha. Er muss sich jetzt ja auch 18 Jahre lang um das Kind kümmern :-X : es gebären, Nächte ohne Schlaf, erster Zahn, Tonnen von Windeln wechseln, Kinderkrankheiten mit durchleben, dafür sorgen, daß das Kind trotz der schlechten Ausgangslage glücklich aufwachsen kann.


    Carla wird es schwer genug haben und der Typ muss nur seinen Kindesunterhalt beitragen.


    Ich habe da eigentlich nur 2 Hoffnungen: Das Carla jetzt nicht auf den Unterhalt verzichten wird, weil der Kindsvater sie in Grund und Boden redet und das die Ehefrau auch mal rauskriegt, was dieser Typ hinter ihrem Rücken treibt. Und wenn die Ehefrau ihm dann einen Fußtritt verpaßt, dann kann man evtl. von einem ruinierten Leben sprechen. ;-)

    Zitat

    wenn ich mich dagegen entschieden hätte (was ich beinahe tat) hätte ich mich höchstwahrscheinlich für ein leben ohne kinder entschieden. was wäre jetzt das richtige gewesen? wäre es richtig gewesen aus fairness auf das kind zu verzichten? ich frage nur, weil ich mir darüber immer noch den kopf zerbreche.

    Nachdem deine Entscheidung das Kind zu bekommen jetzt unumstößlich ist, ist es sinnlos, wenn du dir darüber weiter den Kopf zerbrichst. Nun da das Kind kommt, solltest du nur noch positive Gedanken dazu finden, denn die negativen kannst du jetzt nicht mehr in die Tat umsetzen.

    Zitat

    so eine hass-stellung gegenüber mir und kind hab ich aber auch nicht erwartet.

    Ja ok, im Leben passieren immer wieder Dinge, die man "nicht erwartet", und? (Abgesehen davon dass ich seine Reaktion überhaupt nicht überraschend finde) Du kriegst jetzt ein Kind und musst für dieses da sein, und ihm einen Rahmen geben, in dem es aufwachsen kann.


    Was wirst du jetzt in Bezug auf die Vaterschaftsanerkennung und die Angabe von ihm als Vater machen?

    Zitat

    so war das nicht ganz. wir haben nur in den fruchtbaren tagen verhüttet ansonsten nicht, da ich aufgrund meiner diagnose eine minimale wahrscheinlichkeit hatte schwanger zu werden.es ist sogar einmal passiert, dass ich mich in den fruchtbaren tagen verrechnet habe und dann direkt zum arzt bin um sicherheitshalber eine pille danach zu nehmen. ihm hab ich es dann am nächsten tag erzählt und er wurde voll panisch. er hat sich einfach die ganze zeit auf das verlassen was ich ihm gesagt habe. und hat mir vertraut. und das konnte er auch. und ich habe mich auf die aussage meiner ärzte und auf meine berechnung verlassen. immerhin haben wir an dem tag an dem das kind gezeugt wurde an absolut NICHT fruchtbaren tagen miteinander geschlafen.

    Jetzt mal völlig wertungsfrei:


    Eine sichere Diagnose gibt es nicht. Meiner Meinung nach muss man immer verhüten, wenn man einigermaßen sicher sein will.


    Und selbst mit Verhütung ist ein Restrisiko da.


    Das sollte einem klar sein, wenn man eine Affäre hat.


    Vielleicht sollte man vorher drüber reden, was passiert, wenn's passiert.


    Vielleicht hättest Du dann gesagt, wenn ich schwanger werde, behalte ich es und er hätte dann die Affäre abbrechen können?


    Macht man natürlich nicht, weil das ja den ganzen Zauber kaputt macht.

    Zitat

    Vielleicht sollte man vorher drüber reden, was passiert, wenn's passiert.


    Vielleicht hättest Du dann gesagt, wenn ich schwanger werde, behalte ich es und er hätte dann die Affäre abbrechen können?

    Dieses ganze "Hätte" ist für die TE jetzt doch völlig bedeutungslos! Sie hat/ haben nun mal nicht und jetzt kommt ein Kind. DA muss sie jetzt ansetzen.

    Zitat

    Dieses ganze "Hätte" ist für die TE jetzt doch völlig bedeutungslos! Sie hat/ haben nun mal nicht und jetzt kommt ein Kind. DA muss sie jetzt ansetzen.

    Da hast Du natürlich Recht!


    Ich finde, vor allem er sollte sich das klar machen. Mich beschäftigt es einfach die ganze Zeit, warum er so naiv war.


    Und mein Beitrag ist eigentlich auch eine Reaktion auf die Antwort von blade19.


    Wenn er nicht verhütet, ist er voll und ganz mit dafür verantwortlich, wenn sie trotz aller Diagnosen und unfruchtbarer Tage schwanger wird. Das hat nichts mit Vertrauen zu tun. Niemand kann versprechen, dass es nicht passiert.


    Dass sie das Kind behält ist ihr gutes Recht. Denn es ist ihr Leben. Sie muss mit den Konsequenzen leben.


    Und er ist für das Kind mit verantwortlich. Das liegt alles klar auf der Hand.


    Dass er ihr nun noch die Verantwortung für sein Verhalten zuschieben will und sie damit noch zusätzlich so sehr verletzt, ist mehr als schäbig.

    Zitat

    Der Typ hat also jetzt ein ruiniertes Leben? Aha. Er muss sich jetzt ja auch 18 Jahre lang um das Kind kümmern :-X : es gebären, Nächte ohne Schlaf, erster Zahn, Tonnen von Windeln wechseln, Kinderkrankheiten mit durchleben, dafür sorgen, daß das Kind trotz der schlechten Ausgangslage glücklich aufwachsen kann.

    Carla hat sich aber für dieses Leben entschieden. Sie will sich jetzt 18 Jahre lang um das Kind kümmern, es gebären und die Nächte ohne Schlaf ertragen, die stinkenden Windeln wechseln, erste Zähne und Kinderkrankheiten durchleben und letztendlich auf für das materielle und seelische Wohl des Kindes.


    Diese Möglichkeit hatte er nicht, sondern Carla hat für ihn und auch gegen ihn entschieden. Es ist utopisch zu glauben, dass ER jemals ein Kind mit Carla haben wollte.


    Nichtsdestotrotz bewundere ich Carla, dass sie sich für dieses Kind entschieden hat und dadurch, wenn auch indirekt, das geschafft hat, was eigentlich das Ziel des Fadens war, nämlich von ihm loszukommen.

    Zitat

    Es ist utopisch zu glauben, dass ER jemals ein Kind mit Carla haben wollte.

    Dann hätte ER IMMER verhüten müssen. Egal ob die Ärzte eine Schwangerschaft für unwahrscheinlich halten.

    Zitat

    Ich finde, vor allem er sollte sich das klar machen. Mich beschäftigt es einfach die ganze Zeit, warum er so naiv war.

    Aber wir beraten hier doch nicht ihn ;-)

    Zitat

    Nichtsdestotrotz bewundere ich Carla, dass sie sich für dieses Kind entschieden hat und dadurch, wenn auch indirekt, das geschafft hat, was eigentlich das Ziel des Fadens war, nämlich von ihm loszukommen.

    Ich finde, das hat sie noch lange nicht geschafft. Und es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Affaire auch mit einer Abtreibung beendet gewesen wäre.

    Zitat

    Aber wir beraten hier doch nicht ihn ;-)

    Nein das tun wir nicht.


    Ich bin nur so wütend, dass er sich als Opfer sieht und ihr das noch einreden will.

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    Diese Möglichkeit hatte er nicht, sondern Carla hat für ihn und auch gegen ihn entschieden.

    Sehe ich auch so, mehr als ein zähneknirschendes sich Fügen kann man nicht erwarten, das ist genug.

    Zitat

    Ich bin nur so wütend, dass er sich als Opfer sieht und ihr das noch einreden will.

    Das Gefühl, ein Opfer der Umstände geworden zu sein, ist doch nicht selten und es passt ganz genau zu seinem vorherigen Verhalten. Dass er sich aus "Angst" auf sie eingelassen hat, wäre für mich der endgültige Grund, ihn mir komplett abzuschminken, denn das würde ich ihm sogar glauben. Was noch abstoßender ist als wenn es nur eine Ausrede wäre.

    Zitat

    Aber ich habe erwartet dass er verantwortung für sein handeln und die konsequenzen übernimmt.

    Wieso? Hast du ihn nicht gut genug gekannt, welches Verhalten hat dich diese Erwartung aufbauen lassen?

    Zitat

    ich war der meinung dass man immer zusammenhalten sollte wenn man zusammen mist gebaut hat. das sieht er aber nicht so. für ihn hab ich einen fehler gemacht. und ja das tut mir wahnsinnig weh.

    Für ihn ist das ein ganz gravierender Fehler. Versuche es zu verstehen, dann tut es vielleicht nicht mehr so weh. Er wollte das Kind nicht, du dagegen hast dich dafür entschieden. Er will es nach wie vor nicht. Dass er rechtlich nicht damit durchkommt, sich zu verleugnen ist ja klar, aber erwarte doch nicht, dass er dazu stehen WILL. Er wird es halt müssen.

    Zitat

    wäre es richtig gewesen aus fairness auf das kind zu verzichten? ich frage nur, weil ich mir darüber immer noch den kopf zerbreche.

    Klar, wäre das ihm gegenüber fairer gewesen. Aber ja ganz offensichtlich dir gegenüber nicht. Wer hat behauptet, dass das Leben fair ist? :-/ Du wirst es akzeptieren müssen, dass er sich von dir ganz mies behandelt fühlt, denn seine Sicht und seine Welt ist eine ganz andere als deine. Warum du damit so ein großes Problem hast, verstehe ich nicht so ganz.

    Carla33

    Zitat

    ach ja vaterschaft möchte er nicht anerkennen und auch nichts zahlen

    Pech für ihn. Spätestens nach dieser hochnotpeinlichen Vorstellungen vor ein paar Tagen, ist doch klar dass mit dieser Kröte kein Blumentopf zu gewinnen ist.