• Kurz vor einer Affäre mit dem verheirateten Kollegen

    ich arbeite seit 4 jahren mit einem sehr netten mann (33) zusammen. wir sitzen in unterschiedlichen stockwerken einer kleinen firma, sehen uns aber täglich im druckerraum, küche, flur etc. 3 jahre lang wusste ich nicht mal, dass er existiert. er war der gutaussehende verheiratete typ, der ein kleines kind hat. sehr nett, vorbildliches einwandfreies…
  • 414 Antworten

    Der Typ hat also jetzt ein ruiniertes Leben? Aha. Er muss sich jetzt ja auch 18 Jahre lang um das Kind kümmern :-X : es gebären, Nächte ohne Schlaf, erster Zahn, Tonnen von Windeln wechseln, Kinderkrankheiten mit durchleben, dafür sorgen, daß das Kind trotz der schlechten Ausgangslage glücklich aufwachsen kann.


    Carla wird es schwer genug haben und der Typ muss nur seinen Kindesunterhalt beitragen.


    Ich habe da eigentlich nur 2 Hoffnungen: Das Carla jetzt nicht auf den Unterhalt verzichten wird, weil der Kindsvater sie in Grund und Boden redet und das die Ehefrau auch mal rauskriegt, was dieser Typ hinter ihrem Rücken treibt. Und wenn die Ehefrau ihm dann einen Fußtritt verpaßt, dann kann man evtl. von einem ruinierten Leben sprechen. ;-)

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    wenn ich mich dagegen entschieden hätte (was ich beinahe tat) hätte ich mich höchstwahrscheinlich für ein leben ohne kinder entschieden. was wäre jetzt das richtige gewesen? wäre es richtig gewesen aus fairness auf das kind zu verzichten? ich frage nur, weil ich mir darüber immer noch den kopf zerbreche.

    Nachdem deine Entscheidung das Kind zu bekommen jetzt unumstößlich ist, ist es sinnlos, wenn du dir darüber weiter den Kopf zerbrichst. Nun da das Kind kommt, solltest du nur noch positive Gedanken dazu finden, denn die negativen kannst du jetzt nicht mehr in die Tat umsetzen.

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    so eine hass-stellung gegenüber mir und kind hab ich aber auch nicht erwartet.

    Ja ok, im Leben passieren immer wieder Dinge, die man "nicht erwartet", und? (Abgesehen davon dass ich seine Reaktion überhaupt nicht überraschend finde) Du kriegst jetzt ein Kind und musst für dieses da sein, und ihm einen Rahmen geben, in dem es aufwachsen kann.


    Was wirst du jetzt in Bezug auf die Vaterschaftsanerkennung und die Angabe von ihm als Vater machen?

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    so war das nicht ganz. wir haben nur in den fruchtbaren tagen verhüttet ansonsten nicht, da ich aufgrund meiner diagnose eine minimale wahrscheinlichkeit hatte schwanger zu werden.es ist sogar einmal passiert, dass ich mich in den fruchtbaren tagen verrechnet habe und dann direkt zum arzt bin um sicherheitshalber eine pille danach zu nehmen. ihm hab ich es dann am nächsten tag erzählt und er wurde voll panisch. er hat sich einfach die ganze zeit auf das verlassen was ich ihm gesagt habe. und hat mir vertraut. und das konnte er auch. und ich habe mich auf die aussage meiner ärzte und auf meine berechnung verlassen. immerhin haben wir an dem tag an dem das kind gezeugt wurde an absolut NICHT fruchtbaren tagen miteinander geschlafen.

    Jetzt mal völlig wertungsfrei:


    Eine sichere Diagnose gibt es nicht. Meiner Meinung nach muss man immer verhüten, wenn man einigermaßen sicher sein will.


    Und selbst mit Verhütung ist ein Restrisiko da.


    Das sollte einem klar sein, wenn man eine Affäre hat.


    Vielleicht sollte man vorher drüber reden, was passiert, wenn's passiert.


    Vielleicht hättest Du dann gesagt, wenn ich schwanger werde, behalte ich es und er hätte dann die Affäre abbrechen können?


    Macht man natürlich nicht, weil das ja den ganzen Zauber kaputt macht.

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    Vielleicht sollte man vorher drüber reden, was passiert, wenn's passiert.


    Vielleicht hättest Du dann gesagt, wenn ich schwanger werde, behalte ich es und er hätte dann die Affäre abbrechen können?

    Dieses ganze "Hätte" ist für die TE jetzt doch völlig bedeutungslos! Sie hat/ haben nun mal nicht und jetzt kommt ein Kind. DA muss sie jetzt ansetzen.

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    Dieses ganze "Hätte" ist für die TE jetzt doch völlig bedeutungslos! Sie hat/ haben nun mal nicht und jetzt kommt ein Kind. DA muss sie jetzt ansetzen.

    Da hast Du natürlich Recht!


    Ich finde, vor allem er sollte sich das klar machen. Mich beschäftigt es einfach die ganze Zeit, warum er so naiv war.


    Und mein Beitrag ist eigentlich auch eine Reaktion auf die Antwort von blade19.


    Wenn er nicht verhütet, ist er voll und ganz mit dafür verantwortlich, wenn sie trotz aller Diagnosen und unfruchtbarer Tage schwanger wird. Das hat nichts mit Vertrauen zu tun. Niemand kann versprechen, dass es nicht passiert.


    Dass sie das Kind behält ist ihr gutes Recht. Denn es ist ihr Leben. Sie muss mit den Konsequenzen leben.


    Und er ist für das Kind mit verantwortlich. Das liegt alles klar auf der Hand.


    Dass er ihr nun noch die Verantwortung für sein Verhalten zuschieben will und sie damit noch zusätzlich so sehr verletzt, ist mehr als schäbig.

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    Der Typ hat also jetzt ein ruiniertes Leben? Aha. Er muss sich jetzt ja auch 18 Jahre lang um das Kind kümmern :-X : es gebären, Nächte ohne Schlaf, erster Zahn, Tonnen von Windeln wechseln, Kinderkrankheiten mit durchleben, dafür sorgen, daß das Kind trotz der schlechten Ausgangslage glücklich aufwachsen kann.

    Carla hat sich aber für dieses Leben entschieden. Sie will sich jetzt 18 Jahre lang um das Kind kümmern, es gebären und die Nächte ohne Schlaf ertragen, die stinkenden Windeln wechseln, erste Zähne und Kinderkrankheiten durchleben und letztendlich auf für das materielle und seelische Wohl des Kindes.


    Diese Möglichkeit hatte er nicht, sondern Carla hat für ihn und auch gegen ihn entschieden. Es ist utopisch zu glauben, dass ER jemals ein Kind mit Carla haben wollte.


    Nichtsdestotrotz bewundere ich Carla, dass sie sich für dieses Kind entschieden hat und dadurch, wenn auch indirekt, das geschafft hat, was eigentlich das Ziel des Fadens war, nämlich von ihm loszukommen.

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    Es ist utopisch zu glauben, dass ER jemals ein Kind mit Carla haben wollte.

    Dann hätte ER IMMER verhüten müssen. Egal ob die Ärzte eine Schwangerschaft für unwahrscheinlich halten.

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    Ich finde, vor allem er sollte sich das klar machen. Mich beschäftigt es einfach die ganze Zeit, warum er so naiv war.

    Aber wir beraten hier doch nicht ihn ;-)

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    Nichtsdestotrotz bewundere ich Carla, dass sie sich für dieses Kind entschieden hat und dadurch, wenn auch indirekt, das geschafft hat, was eigentlich das Ziel des Fadens war, nämlich von ihm loszukommen.

    Ich finde, das hat sie noch lange nicht geschafft. Und es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Affaire auch mit einer Abtreibung beendet gewesen wäre.

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    Aber wir beraten hier doch nicht ihn ;-)

    Nein das tun wir nicht.


    Ich bin nur so wütend, dass er sich als Opfer sieht und ihr das noch einreden will.

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    Diese Möglichkeit hatte er nicht, sondern Carla hat für ihn und auch gegen ihn entschieden.

    Sehe ich auch so, mehr als ein zähneknirschendes sich Fügen kann man nicht erwarten, das ist genug.

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    Ich bin nur so wütend, dass er sich als Opfer sieht und ihr das noch einreden will.

    Das Gefühl, ein Opfer der Umstände geworden zu sein, ist doch nicht selten und es passt ganz genau zu seinem vorherigen Verhalten. Dass er sich aus "Angst" auf sie eingelassen hat, wäre für mich der endgültige Grund, ihn mir komplett abzuschminken, denn das würde ich ihm sogar glauben. Was noch abstoßender ist als wenn es nur eine Ausrede wäre.

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    Aber ich habe erwartet dass er verantwortung für sein handeln und die konsequenzen übernimmt.

    Wieso? Hast du ihn nicht gut genug gekannt, welches Verhalten hat dich diese Erwartung aufbauen lassen?

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    ich war der meinung dass man immer zusammenhalten sollte wenn man zusammen mist gebaut hat. das sieht er aber nicht so. für ihn hab ich einen fehler gemacht. und ja das tut mir wahnsinnig weh.

    Für ihn ist das ein ganz gravierender Fehler. Versuche es zu verstehen, dann tut es vielleicht nicht mehr so weh. Er wollte das Kind nicht, du dagegen hast dich dafür entschieden. Er will es nach wie vor nicht. Dass er rechtlich nicht damit durchkommt, sich zu verleugnen ist ja klar, aber erwarte doch nicht, dass er dazu stehen WILL. Er wird es halt müssen.

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    wäre es richtig gewesen aus fairness auf das kind zu verzichten? ich frage nur, weil ich mir darüber immer noch den kopf zerbreche.

    Klar, wäre das ihm gegenüber fairer gewesen. Aber ja ganz offensichtlich dir gegenüber nicht. Wer hat behauptet, dass das Leben fair ist? :-/ Du wirst es akzeptieren müssen, dass er sich von dir ganz mies behandelt fühlt, denn seine Sicht und seine Welt ist eine ganz andere als deine. Warum du damit so ein großes Problem hast, verstehe ich nicht so ganz.

    Carla33

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    ach ja vaterschaft möchte er nicht anerkennen und auch nichts zahlen

    Pech für ihn. Spätestens nach dieser hochnotpeinlichen Vorstellungen vor ein paar Tagen, ist doch klar dass mit dieser Kröte kein Blumentopf zu gewinnen ist.

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    Diese Möglichkeit hatte er nicht, sondern Carla hat für ihn und auch gegen ihn entschieden.

    Sehe ich auch so, mehr als ein zähneknirschendes sich Fügen kann man nicht erwarten, das ist genug.

    Das sehe ich nicht so, weil er nicht AKTIV verhütet hat.

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    Das sehe ich nicht so, weil er nicht AKTIV verhütet hat.

    Das ist ja klar, aber nur weil man nicht verhütet hat, muss man doch nicht automatisch das Kind auch wollen.. Mit der Logik komme ich jetzt gar nicht klar. Sie haben beide nicht ausreichend verhütet, sie hatte dann die Wahl, er nicht. So ist das eben, völlig klar.

    Ich sehe es wie hatsichstetsbemüht:


    Verantwortung fängt im Augenblick der Verhütung für den Mann an. Danach ist in meinen Augen nicht mehr relevant. Ich kenne Männer die bei jedem einzelnen GV mit Kondom verhütet haben um ja niemals in diese Lage zu kommen. Das gehört sich auch so wenn man kein Kind möchte und eine aussereheliche Affäre hat. Da gibt es nichts mit Vertrauen hin oder her. Der Mann verhütet entweder - oder er ist für mich zu 100% verantwortlich. Schließlich kann man doch nicht von einer Frau verlangen das sie abtreibt, wo kommen wir denn da hin.


    Er hatte seine Entscheidung. An dem Tag wo er NICHT verhütet hat. Punkt.