Langzeitpaare (über 10 Jahre) und jung zusammengekommen hier?

    Hi,


    ich lass die Frage vorerst gern mal im Raum stehen:


    Gibt es hier eventuell Paar-Bestandteile ;-D , die seit über 10 Jahren zusammen sind (für alle anderen freue ich mich unglaublich, aber die Erfahrungen, die ich gern lesen bzw. besprechen möchte werden sich erst um diesen Zeitrahmen einstellen) und einigermaßen jung zusammengekommen sind (mit jung meine ich eigentlich nur, dass es nicht unbedingt das Paar ist, welches sich mit etwa 40+ gefunden hat, nachdem die erste Ehe durch und die Kinder aus dem Gröbsten raus sind)?


    Seid ihr glücklich?

  • 183 Antworten

    Ich melde mich mal zu Wort, auch wenn ich mit meinem Langzeitfreund nicht mehr zusammen bin ;-) Wir waren zusammen seit ich 16 war und dann für 8 Jahre. Irgendwann ging es nicht mehr. Ich fühlte mich zu jung um derart gebunden zu sein. Glücklich war ich auch nicht mehr so wirklich. Ansonsten war er ein toller Mann und wir haben auch heute noch ein sehr enge Freundschaft.


    Warum fragst du?

    Hallo,


    meinewenigkeit ist jetzt schon seit über 11 Jahren mit dem gleichen Mann verheiratet ;-D .


    Also wir sind seit 2001 verheiratet und haben drei Kinder zusammen. Wir waren beide 20 Jahre alt als wir uns kennenlernten. Wir hatten unsere höhen und tiefen, aber im großen und ganzen würde ich behaupten glücklich zu sein.

    Also, 10 Jahre sinds bei uns jetzt noch nicht, aber wir sind 8 Jahre zusammen und 7 davon verheiratet und haben 2 Kinder. Als wir zusammen kamen war ich 21 und er 24 und ich würde sagen, wir sind nach vielen Höhen und Tiefen glücklich. x:)

    Also alle glücklich ;-D In Beziehung oder in Trennung... Das freut mich.


    Ich schreibe, weil ich mich frage, was mit mir nicht stimmt.


    Wir haben... alles? Ich müsste glücklich sein. Ich liebe ihn. Ich würde alles tun, damit er glücklich ist. Er ist ein toller Mensch. Wir haben vieles durchgestanden, uns weh getan und uns verziehen. Wir haben Wohnung, Jobs, Katzen, Urlaubspläne, Kinoabende, Gespräche über den Tag und die Emotionen des anderen, guten Sex, gleichen Humor... Einwenig alltägliche Streitereien, damit es nicht zu perfekt wird... Ich lasse ihn gehen, er lässt mich gehen... Ich kann mich auf ihn verlassen, er sich auf mich. Wir verstehen uns. Seit 12 Jahren. Und trotzdem habe ich das Gefühl, es sei eine Sackgasse. Manchmal. Dieses Gefühl ist ganz unauffällig. Unsichtbar. Oft ist es nicht da, aber wenn es dann auftaucht, fühlt es sich echt an. Und verdrängt. Es fühlt sich an, wie eine WG mit meinem Zwillingsbruder, ohne den ich nicht leben kann und der ein guter Liebhaber ist ;-D .


    Ich weiß nicht. Ich predige selbst, dass mit der Zeit die Spannung geht und Vertrautheit kommt. Ich sehe mich um und frage mich, was das Geheimnis des Glücks ohne die Schmetterlinge ist. Denn bei mir stellen sie sich nicht mehr ein. Manchmal... wenn ich ein neues Kleid "präsentiere". Aber auch nur, weil ich es eigentlich mir selbst präsentiere und es selbst so toll finde... Und dann ist es wieder weg.


    Und ja... es ist toll nicht mehr darüber nachdenken zu müssen, was man sagt, was man tut, sich Patzer leisten zu können, den anderen zu kennen, gekannt zu werden... Aber irgendwie habe ich das Gefühl, Glück ist etwas anderes. Da ich es seit Jahren aber nicht anders weiß, kann ich noch nichtmal sagen, was Glück ist. Vielleicht ist es ja jetzt Glück und ich check das nicht.


    Ich meine, ich bin zufrieden. Ist das Glück?

    striptease


    Ich laufe jetzt auch nicht freudestrahlend durch die Gegend. Mein Ziel ist es tagtäglich mich nicht von meinen Kindern "überrennen zu lassen". Ich muß ehrlich sein, mein Glück in meiner Ehe beziehe ich größenteils aus meinen Kindern, wenn sie mich umarmen fühle ich Glück, das ist so ähnlich wie Schmetterlinge im Bauch.


    Wenn einer was bei uns präsentiert dann unsere Tochter.


    Das ist mein Glück. Mein Mann liebe ich sehr, aber meine Kinder sind mein Glück. Das klingt gemein, aber ihm geht es genauso. Obwohl manchmal freue ich mich auch wenn die "Monster" erwachsen sind und ausziehen, dann werde ich mich öfers bei ihnen "einladen" und die Bude durcheinander machen ]:D .


    Das heißt das ich mit meinem Mann wenig Zeit zusammen habe und die kurze Zeit muß ich ausnutzen.


    Glück aber definiert jeder anders...

    Gut, ich kann leider nicht sagen, wie es mit Kindern wird. Was ist aber jetzt? Ist es nicht Verrat an einem selbst, wenn man sich zufrieden gibt und nicht weiter zieht? Aus Angst oder aus Bequemlichkeit? Und andererseits... finde ich etwas anderes? Vielleicht findet man etwas für kurze Zeit und bemerkt dann, dass das, was man verlassen hat, gut war. Das war, was man in diesem Stadium einer Beziehung hätte haben können. Deshalb frage ich einfach... Ob es jemanden gibt, der nach so vielen Jahren noch beides hat.


    Das mit den Kindern hört sich schön an. Und traurig (entschuldige... ich weiß, dass du glücklich bist, ich glaube es dir, es würde mich nur in diesem Augenblick traurig machen, mit meinem Charakter...)

    Mathilda82


    Nun, ich sehe das so. Mir geht es gut damit. Findest du Kinder nicht wichtiger als einen Partner?


    Das liegt daran das du keine Kinder hast, denn egal wie unterschiedlich meine Freundinnen und ich sind da sind wir wenigstens mal einer meinung. Außerdem ist mein Partner nicht für mein Glück zuständig.


    Natürlich bin ich glücklich meinen Mann zu haben, aber sobals man Kinder hat ist dieser nicht mehr die Nr.1.

    Ich war 25, er 22-einhalb, als wir zusammenkamen. Wir sind jetzt 15 Jahre zusammen, davon 9 verheiratet. Wir sind miteinander glücklich. Unser Leben als solches könnte zwar besser sein (etwas mehr Geld/größere Wohnung/Haus wäre toll), aber das sind ja nur Äußerlichkeiten. Wir arbeiten dran. ;-)

    striptease


    Vielleicht hat das was du vermißt ja gar nichts mit deiner Partnerschaft zu tun als vielmehr mit dir selbst.


    Wolltest du schon immer was tun was du immer verschoben hast?


    Fehlt dir Action im alltag?

    Wir haben keine Kinder, aber die Vorstellung, dass irgendwer "vorrangig" vor dem anderen ist, finde ich befremdlich. Kinder haben natürlich eine andere Stellung im Leben als der Partner, aber dass da einer "wichtiger" ist als der andere… Kann ich mir grad nicht so vorstellen. ":/

    Ähm… Die Frage kann ich irgendwie gar nicht beantworten… Oder verstehe sie nicht… Meist machen wir zusammen was, aber wenn ich mit Freundinnen losziehe oder er mit Kumpels, ist keiner enttäuscht. Warum auch?