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    Vielleicht sollte ich mir ein-zwei Kinder anschaffen, sieht so aus, als bringen die Glück und inneren Frieden ;-D

    ääähhh... auch, aber nicht vordergründig... und glaube mir, ich weiß von was ich rede! unsere sind jetzt schon 21, 22, 23 und 24... und glück und frieden verspüren mein liebster, wenn sie nach einem besuch wieder gegangen sind – mitsamt dem hinreißenden kind... und den hund könnten sie ruhig auch noch mitnehmen!


    ??auch hier hoffe ich, dass jetzt nicht dir glucken und gluckeriche aufjaulen, weil sie den spaß nicht verstehen!?? ]:D

    ich weiß nicht, ob es dir zu gut geht, wahrscheinlich schon :)z


    zumindest hat man mit ein paar Sorgen nicht soviel Zeit zu überlegen, was einem alles so fehlt.


    Aber so abgedroschen das auch klingt glaube ich nicht, dass irgendeine Veränderung von außen dich innerlich zufrieden, glücklich machen kann. Weder Auswandern noch ein Partnerwechsel oder Überraschungen im Leben

    Zitat

    straffes Programm ;-D

    ... welches ich aber nicht alleine abgeleistet habe ;-) mein mann und ich haben jeweils einen sohn jahrgang 90 und eine tochter jahrgang 88! und der hund ist auch bei uns hängen geblieben, weil ihn nach der trennung keiner haben wollte...

    striptease

    Zitat

    Die damals geschriebenen Fäden wurden von Tag zu Tag geschrieben.

    Nur kurz zur Klarstellung, ich meinte keinen von dir eröffneten Faden, inwiefern du dich da also geäußert hast, weiß ich nicht. Gefragt habe ich, weil ich wissen wollte, ob dieses Gefühl von Langeweile und Bedeutungslosigkeit neu ist, oder ob es bereits früher bestand oder sogar Thema war. Vielleicht hast du dich dazu ja schon geäußert und ich habe es bloß überlesen.

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    Was wäre heute, wenn ich gehen könnte? Ich weiß es nicht. Ich bin durchaus ehrlich. Ich kann nicht sagen, dass ich dann gehen würde, denn dann wäre es ja klar: geh!

    Jetzt zu sagen, dass du gehen würdest, bedeutet nicht, dann auch sofort gehen zu müssen. Es wäre deine aktuelle Gefühlslage, keine Entscheidung. Wenn du solche Angst vor einer schonungslosen Antwort dir selbst gegenüber hast, wirst du dich selbst einlullen. Das ist bequem, keine Frage, und vielleicht kannst du damit zufrieden sein. Für manche Leute heißt das Glück. Für manche Menschen aber eben nicht, und auch das ist eine legitime Entscheidung. Es wird immer Menschen geben, die behaupten, man würde zu viel wollen oder erwarten, man würde sein Glück nicht schätzen können, und so weiter und so fort. Hätte ich in meinem Leben auf diese Menschen gehört, wäre ich heute ein unglücklicher Mensch. Ich hätte meine eigenen Bedürfnisse gegen das getauscht, womit diese Menschen zufrieden sind. Mancher Schreiber hier kann nicht verstehen, warum du nicht glücklich bist. Ich wäre bereits gegangen. Die Frage ist jedoch, was deine Bedürfnisse sind. Du fragst, ob du dir zu viel wünschst, als wäre es eine Frage, die andere dir beantworten können. Sie können dir aber nur sagen, was sie an deiner Stelle tun würden. An meiner Stelle hätte sich vielleicht irgendjemand über die Shrimps im Flugzeug auf dem letzten Flug in die USA gefreut. Das macht sie mir aber auch nicht schmackhafter. Wenn hier alle sagen, dass du zu viel erwartest, was ändert es?

    @ Vagabundin

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    Nein, um Gottes Willen...


    Aber stimmst Du mir nicht zu, dass es noch viele Abstufungen zwischen Dumpfbacken und geistig sehr regen Menschen gibt?

    Klar.

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    Es gibt Menschen, die in sich ruhen und das genießen können, was sie haben. Und dann gibt es eben auch Menschen, die mitunter von einer gewissen Unruhe getrieben werden; ähnlich vielleicht, wie ein Zugvogel im beginnenden Herbst. Und diese Unruhe ist oft mit sehr viel Denkerei und Analysieren verbunden.


    Das meinte ich mit geistiger Regheit ;-)

    Alles klar. :-) (Aber wie Du siehst, bin ich nicht als einzige drüber gestolpert.)


    Das Gefühl der inneren Unruhe, weil ich mich frage "War's das jetzt schon??" treibt mich übrigens ständig um, allerdings (zur Zeit) nicht bezüglich der Partnerschaft, sondern aufs Leben als solches bezogen. Die Frage würde mich mir so oder so stellen, mit oder ohne Partner. Insofern gehöre ich auch nicht zwingend zu den "geistig Beständigeren", bei mir grübelt's halt nur auf einem anderen Gebiet.

    @ striptease

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    Wie wäre ich als Person? Ist das, was ich fühle, diese Sehnsucht, das eigentliche "ich" und die Angst, die mich daran hindert es auszuprobieren nur die Konsequenz dieser "Prägung"?


    Oder umgekehrt? Bin ich das alles... ängstlich, einwenig konservativ, zugeknöpft... und will nur hin und wieder anders sein, weil vom "wollen allein" nichts Schlimmes passieren kann?

    Ich weiß genau, was Du meinst. Mit 15 warst Du ja wirklich sehr jung. Ich mit meinen 25 war ja mehr oder weniger "ausgewachsen" (körperlich wenigstens… ;-)). Die Frage, wie ich wäre, wäre ich allein gewesen in derselben Zeit, stelle ich mir auch wiederholt, allerdings komme ich da

    meist zu einem eher abschreckenden gedanklichen Ergebnis. :-o %:|


    Ich hatte übrigens eine Kollegen, die war auch 15 oder 16, als sie mit ihrem ersten Mann zusammen kam, und hat sich mit 25 oder so wieder scheiden lassen. Jetzt ist sie mit dem zweiten verheiratet. Also allein stehst Du mit Deinen Zweifeln wohl nicht.


    Trotzdem denke ich – bevor man einen (evtl. dann bereuten) Schritt überlegt in Richtung Trennung, sollte man vielleicht erstmal versuchen, mit ihm zusammen etwas zu ändern. Vielleicht wirklich eine andere Umgebung, ein anderes Leben. Wenn es dann immer noch nicht hinhaut, kann man immer noch weiter überlegen.

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    Gefragt habe ich, weil ich wissen wollte, ob dieses Gefühl von Langeweile und Bedeutungslosigkeit neu ist, oder ob es bereits früher bestand oder sogar Thema war. Vielleicht hast du dich dazu ja schon geäußert und ich habe es bloß überlesen.

    Es war lange Thema. Und immer wieder. Seit ungefähr... rechne... 5 Jahren? Immer mal wieder. Damals haben wir dann all diese Dinge getan, die hier angeraten werden... Alltag aufpeppen, Überraschungen machen usw. Es hat damals funktioniert und seit dem achten wir darauf, dass es weiter betrieben wird ;-D . Nein... damals waren wir an einem Punkt, wo wir uns fast getrennt haben. Genau deshalb. Wegen der Zweifel, der Fragen, der Liebe, die eigentlich keine war. Jedenfalls haben wir uns noch nicht richtig getrennt, es war irgendwie alles in der Schwebe und dann lief alles irgendwie schief ;-D bei beiden... Und als der Verlust nicht nur theoretisch, sondern tatsächlich greifbar war, waren wir beide wie ausgewechselt. Was nicht heißt, dass wir uns nicht psychisch gemordet haben, aber getrennt haben wir uns nicht. Und ich erinnere mich heute an dieses Gefühl und ich weiß, dass es weh tat, dass ich aber glücklich war.


    Und... Ich lese dich ja oft hier. Es ist auch immer bei solchen Sachen die Frage, ist das ein Mensch, der mir "nah" ist. Ich mag deine Art, aber sie schreckt mich auch ab. Sie ist distanziert, unabhängig... Ich nehme an, einwenig so bist auch du. Wenn ich mich von meinem Forum-Verhalten analysiere, stelle ich fest, ich brauche "meine Menschen". Ich brauche diese Verbundenheit, die sich nicht in jedem Thema wiederfinden muss, aber selbst hier im Forum bin ich jemand, der eine "Beziehung" braucht.

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    Die Frage ist jedoch, was deine Bedürfnisse sind.

    Wenn ich das wüsste. Es ist eine jämmerliche Litanei. Das ist mir klar "oh mir gehts nicht gut, oh ich jammer, oh ich tu aber trotzdem nix, oh ich jammer"... Zumindest denke ich heute darüber nach in einigen Monaten eine Entscheidung zu treffen, die mir vor einigen Monaten nicht in den Sinn gekommen wäre.

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    Vielleicht wirklich eine andere Umgebung, ein anderes Leben. Wenn es dann immer noch nicht hinhaut, kann man immer noch weiter überlegen.

    Das ist auch faktisch gesehen primär mein Denken. Die Sache ist nur, dass dieses "mit ihm" schwer ist. Wie gesagt, er hat andere Prioritäten. Es ist nicht so, dass die Beziehung nicht wichtig ist oder er abblockt. Aber es ist im Moment eher "ja, vielleicht gehen wir ja weg. Ich muss erst... warte doch ab... in ein paar Jahren vielleicht..."


    Und wenn ich sage, dass davon die Beziehung auf Dauer abhängt, wird er es nicht tun. Er ist zu stolz für sowas. Was gut ist. Er wird mir nicht hinterlaufen und betteln und sein Leben für mich ändern, wenn er es im Moment mag. Jedenfalls glaube ich das.

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    Und... Ich lese dich ja oft hier. Es ist auch immer bei solchen Sachen die Frage, ist das ein Mensch, der mir "nah" ist. Ich mag deine Art, aber sie schreckt mich auch ab. Sie ist distanziert, unabhängig... Ich nehme an, einwenig so bist auch du. Wenn ich mich von meinem Forum-Verhalten analysiere, stelle ich fest, ich brauche "meine Menschen". Ich brauche diese Verbundenheit, die sich nicht in jedem Thema wiederfinden muss, aber selbst hier im Forum bin ich jemand, der eine "Beziehung" braucht.

    Ich bin mir nicht sicher, was du mir damit sagen willst. Ist es dein Wunsch, dass ich mich in diesem Faden nicht mehr äußere?

    Nein :-)


    Gott, nein!!!


    Ich will nur sagen, dass ich deine Einstellung "bewundere", wenn ich das mal so primitiv sagen darf. Andererseits spüre ich hinter deinen Beiträgen einen Menschen, der stärker ist als ich, unabhängiger. Deshalb ruft es bei mir Vorsicht hervor, denn wenn ich dich lese:

    Zitat

    Es wird immer Menschen geben, die behaupten, man würde zu viel wollen oder erwarten, man würde sein Glück nicht schätzen können, und so weiter und so fort. Hätte ich in meinem Leben auf diese Menschen gehört, wäre ich heute ein unglücklicher Mensch. Ich hätte meine eigenen Bedürfnisse gegen das getauscht, womit diese Menschen zufrieden sind. Mancher Schreiber hier kann nicht verstehen, warum du nicht glücklich bist. Ich wäre bereits gegangen.

    denke ich, es ist mutig und es ist das, was ich mir wünsche, vorstelle... einfach springen.


    Und dann denke ich daran, wie du rüber kommst und muss mir eingestehen, dass ich das nicht bin. Ich bin als Person weder besonders unabhängig, noch genüge ich mir auf Dauer selbst. Diesen Eindruck habe ich aber bei dir. Deshalb bewundere ich deine Einstellung zwar, weiß aber, dass ich selbst nach dem Sprung mich nicht frei fühlen würde, sondern panisch wäre...

    Dann melde ich mich auch mal.


    Wir sind seit ich 17 bin zusammen, jetzt bin ich 27, sind also genau 10 jahre.


    Mit 16 hätten wir aber auch schon zusammen sein können, wollte er aber nicht da er zu dem zeitpunkt ja schon 23 gewesen ist und er angst hatte was die leute denken. %-|


    Eine tochter haben wir bereits und zwillinge sind unterwegs. ;-D

    striptease


    Verstehe. Ich würde der Einschätzung zustimmen, dass wir sehr unterschiedliche Charaktere sind. Etwas, was meiner Ansicht nach auch Einfluss darauf hat, wie ihr euch gemeinsam entwickelt habt. Auf mich wirkst du (korrigiere mich, wenn ich falsch liege), wie jemand, der von Anfang an eine eher symbiotische Beziehung angestrebt hat. Vermutlich ist es auch das, was du brauchst, aber es hat den Nebeneffekt, dass ein früher Beziehungsbeginn zu einer sehr starken gegenseitigen Prägung führt. Zwei Bäume, die nebeneinander wachsen, beeinflussen sich zwar, aber sie sind nicht miteinander verwachsen. Ein Baum und eine Kletterpflanze wachsen zusammen und selbst wenn die Kletterpflanze dieser Verbindung überdrüssig werden sollte, so braucht sie diesen Baum und kann sich nicht einfach von ihm lösen. Diesen Eindruck habe ich nach deinen Schilderungen von eurer Beziehung: Zwei Menschen, die nicht mehr ganz freiwillig zusammen sind, bei denen eine Trennung jedoch schwer wäre, weil sie auf allen möglichen Ebenen miteinander verwachsen sind. Etwas, was als innig empfunden werden kann, solange diese Beziehung glücklich ist, was aber erstickend wird, wenn sie es nicht mehr ist.


    Ich weiß nicht, inwiefern dir diese Einschätzung von außen hilft, aber das ist mein Eindruck.

    Weißbuche


    Ja, natürlich kann man sich auch mit einer Familie in gewissem Rahmen entfalten; allerdings sind die Möglichkeiten stark begrenzt, allein schon durch die Verantwortung und der Vorbildfunktion den Kindern gegenüber. Auch wenn man nebenbei noch Mensch und Frau ist, man ist in erster Linie erstmal Mutter, sehr stark gebunden (in erster Linie und vor allem auch emotional) und muss funktionieren.


    Mollienchen


    Ich habe mich in der ersten Version wirklich ausgesprochen dämlich ausgedrückt; hoffe aber, dass es beim zweiten Versuch verständlicher war ;-) Einigen wir uns auf "die Beständigen" und die "Unruhigen" ;-) Diese geistige Hyperaktivität kann einen wirklich mitunter an den Rande des Wahnsinns bringen.


    Es erscheint ja oft so, dass die unsteten Kopfreisenden recht verächtlich auf die am klebrigen Boden Daheimgebliebenen herabschauen (bei mir klingt das leider auch oft durch) aber so ist es ja eigentlich gar nicht. Also ich persönlich möchte nicht in grüner Idylle nebst Gatten, diversen Kindern und Teilzeitjob (oder als Nur-Hausfrau) leben – das ist mein ganz persönlicher Horror, da ich dieses Modell schon gelebt und als für mich untauglich befunden habe (unabhängig vom Partner). Dennoch beneide ich die Menschen, die in diesem (oder irgendeinem anderen..) Modell ihren inneren Frieden gefunden haben und sich einfach nur zu Hause und angekommen fühlen.


    Dieses Gefühl des Wandertriebes befällt einen sowohl in Beziehungen als auch als Single und ich leide manchmal schon sehr darunter, da ich mich eben nirgends so richtig zu Hause fühle.


    Ja, da man risikoscheu ist, reist man per Kopf – die Risikofreudigen fahren einfach los und lassen alles hinter sich – mehr oder weniger organisiert...


    Vielleicht sind die Kopfreisen ja auch nur eine Flucht vor sich selbst, kleine Auszeiten, in denen man sich nicht mit sich selbst auseinander setzen muss? Ich weiß es nicht.


    Bei mir ist es eher so, dass mir eine sehr gut funktionierende Beziehung eine Art Zuhause, Bodenhaftung und Beständigkeit bietet. Ich habe mir kleine, stabilisierende Stützpfeiler/Bodenanker in mein Leben gebaut, die mich im Hier und Jetzt halten. Meistens erfüllen sie ihre ausgleichende, beruhigende Funktion recht gut – wenn der Wandertrieb jedoch wieder die Überhand gewinnt, empfinde ich diese Stützpfeiler allerdings als weitere Ballast, der mich am Ausbrechen und Aussteigen hindert – dabei bin ich es allein, die sich selbst daran hindert, sei es aus Planlosigkeit, Feigheit oder gesundem Menschenverstand ;-)


    Striptease, natürlich hat Dich Deine Beziehung mitgeformt – eine andere Beziehung hätte es aber auch getan oder auch längere Singlezeiten. Es ist müßig, darüber nachzudenken, was wäre, wenn... Ja, man kann ausbrechen, das kann wunderbar befreiend wirken und vielleicht passieren dann auch viele, große Dinge aber möglicherweise trudelt man auch halt- und ziellos umher und evtl. verfällt man auch in eine passive Starre.


    striptease


    Evtl. habe ich es überlesen aber hast Du das Deinem Partner schon einmal so ausführlich mitgeteilt? Kann er damit etwas anfangen?