Lancis

    Zitat

    Ich weiß nicht, inwiefern dir diese Einschätzung von außen hilft, aber das ist mein Eindruck.

    Ich werde das aufnehmen. Das tue ich mich allen Eindrücken hier. Aufnehmen, Nachdenken, Verarbeiten. Es hilft mir, weil es etwas ist, was ich selbst manchmal denke. Und früher, ganz am Anfang, haben wir uns selbst so genannt - Symbiose. Das war damals etwas, was wir gut fanden. Aber umso... treffender? ist es, wenn du das Wort auch benutzt.


    Vagabundin


    In letzter Zeit nicht. Es ist so. Da ich selbst nicht weiß, was mit mir passiert (Übersättigung? Ernsthafte Probleme? Esel auf Eis? Augen geöffnet?), will ich ihn nicht verletzen. Es kann natürlich sein, dass er dasselbe fühlt und ebenfalls nichts sagt. Es kann aber sein, dass ich ihn vor den Kopf stoße und das ohne zu wissen, ob ich mich selbst ernst nehmen kann. Es ist irgendwo natürlich auch eine Angst vor Konsequenzen, vor dem ausgesprochenen Wort, aber nicht so sehr... Ich liebe ihn wirklich und ich will ihm nicht weh tun, nur weil bei mir irgendwo was juckt...

    @ Vagabundin

    Zitat

    Bei mir ist es eher so, dass mir eine sehr gut funktionierende Beziehung eine Art Zuhause, Bodenhaftung und Beständigkeit bietet. Ich habe mir kleine, stabilisierende Stützpfeiler/Bodenanker in mein Leben gebaut, die mich im Hier und Jetzt halten. Meistens erfüllen sie ihre ausgleichende, beruhigende Funktion recht gut – wenn der Wandertrieb jedoch wieder die Überhand gewinnt, empfinde ich diese Stützpfeiler allerdings als weitere Ballast, der mich am Ausbrechen und Aussteigen hindert – dabei bin ich es allein, die sich selbst daran hindert, sei es aus Planlosigkeit, Feigheit oder gesundem Menschenverstand ;-)

    Das würde ich jetzt einfach mal so unterschreiben.


    Ich schwanke leider oft – manchmal sehne ich mich geradezu nach Eintönigkeit, Routine und Gewohnheit, dann wieder könnte ich platzen und schiebe im Streit alle Schuld dafür auf meinen Partner, um dann hinterher wieder festzustellen, dass das Quatsch war und ich nur einen "Schuldigen" suchte (der nicht ich ist)… Hach ja. ":/ %:|

    striptease


    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. Entspanne Dich, denke nicht soviel nach und lasse Dich einfach treiben ;-)


    Mollienchen


    Ich denke, manchmal geht's einem einfach zu gut. Wenn in meinem Umfeld etwas Schlimmes passiert, jemand schwer erkrankt oder gar verstirbt, dann rüttelt mich das zumindest eine Zeit lang wach aber dieser Effekt hält leider nicht so wirklich lange an.


    Ich verabschiede mich jetzt auch und wünsche allen hier Lesenden und Schreibenden ein schönes Wochenende mit hoffentlich schönem Wetter. *:)

    Wir mussten jung heiraten (kennengelernt/heiraten/Kind bekommen mit 20) und das war damals, vor 40 Jahren ein "Problem". Wir haben vieles durchgemacht schönes und weniger schönes aber gemeinsam. Ich würde noch einmal heiraten und sogar die Gleiche aber mit Kindern noch etwas abwarten (nicht zu lange 2-3 Jahre) um gemeinsam noch etwas (Reisen oder so) zu erleben. Nun was ist alles zu einer so langen Beziehung (sogar treu) notwendig? Gründe gab es beidseits genug um "davonzulaufen". Ist es Bequemlichkeit, Selbstbetrug oder "Liebe"? Es war vieles von vielem aber wir haben zusammengepasst, respektiert und tolleriert (vor allem die Verwandschaft) und uns geliebt. Nun könnte man noch definieren was die Liebe bis in's Alter ist, wir haben vieles miteinander gemacht/erlebt Kinder/Krankheiten/Spitalaufenthalte etc, heute sprechen weniger miteinander aber spüren einander, auch der Sex ist nicht nur vor dem PC zu erleben. Eines möchte ich hier jedoch noch erwähnen: zum scheiden ist man nie zu alt!! Nur wegen der Kinder oder den Leuten sind wir nicht zusammengeblieben sondern weil wir uns Lieben und dahinter steckt Arbeit.

    Ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen, wenn es genau so schon geschreiben wurde, dann also nicht wundern.


    Ich denke, das "Problem" trifft nicht nur Langzeitpaare, die jung zusammen gekommen sind, sondern auch die Sorte, die die 1. Ehe "schon durch" haben ...


    Solange es immer wieder Höhen und Tiefen in einer Beziehung gibt, spürt man diese auch ... natürlich sind die Tiefen dann nicht so toll, aber bei den Höhen flattern dann auch wieder die Schmetterlinge.


    Das gemeinsame meistern der Kriesen bestärkt einen im Gefühl zusammen zu gehören ...


    Aber es gibt auch Phasen, wo es keine Kriesen zu meistern gibt, das Leben "läuft", man hat auch oft den Eindruck, dass es an einem "vorbei läuft" ... man spürt die "Höhe" auf der man sich gerade befindet gar nicht mehr als solche ... und es kommen Fragen ...


    War das alles?


    Wo ist mein Glückstgefühl?


    Ist es vielleicht doch nur Gewohnheit und keine Liebe mehr?


    Solche Phasen sind normal und es ist wohl auch normal dann die Beziehung in Frage zu stellen.


    Diese Fragen sind nur gar nicht so leicht zu beantworten, denn was für den einen (noch) Liebe ist, ist für den anderen (schon) Gewohnheit ... eine einfach Definition, die man da anwenden kann, gibt es nicht.


    In so einer Phase ist es (nach meiner persönlichen Ansicht) besonders wichtig, dass man mit dem Partner im Gespräch bleibt ... damit man sich ganz bewußt immer wieder für den Partner und für die Beziehung entscheiden kann ... und das hält letztlich die Beziehung jung (und weckt hin und wieder auch die Schmetterlinge wieder auf)

    Ja :-)


    Es ist sehr viel passiert und es hat mit dem Thema zu tun. Da ich das aber im Moment nicht hier schreiben möchte (meine neue Regel für med1 ist: konkrete Situationen erst besprechen, wenn sie vorbei sind und mich nicht mehr emotional berühren ;-D ), muss auch der Faden schlafen.


    :)*

    Ich nicht – aber eine Freundin. Sie ist 30, seit 12 Jahren mit ihrem Freund zusammen – und bald wird geheiratet. Sind ein tolles Paar. Wohl auch, weil sie sich viel Freiraum lassen bei ihren sehr unterschiedlichen Hobbies und Berufen. Sie kleben somit nicht ständig zusammen, unternehmen viel mit ihren jeweiligen Freunden (wobei die Freundeskreise auch sehr gut zusammenpassen). Und wirken dermaßen verliebt, da kann man nur staunen.


    Wenn ich die 3 Paare betrachte, die in den nächsten Wochen heiraten: Dann sind die beiden das einzige Paar, wo ich sage: Die lieben sich und komme super klar. Auch, weil sie sich streiten können etc. – aber diese Liebe schwingt immer mit. Bin da völlig fasziniert. Dabei haben sie schon einige Krisen hinter sich, auch Fast-Trennungen. Aber jedes Mal ist die Beziehung gereift daraus hervorgegangen. Beneidenswert.

    Zitat

    Sind ein tolles Paar. Wohl auch, weil sie sich viel Freiraum lassen

    Das denke ich, ist das entscheidende: Sich nicht gegenseitig einengen.

    Zitat

    bei ihren sehr unterschiedlichen Hobbies und Berufen. Sie kleben somit nicht ständig zusammen, unternehmen viel mit ihren jeweiligen Freunden

    Das ist nicht notwendig- eher nebensächlich bzw. abhängig von subjektiven Vorlieben.

    Zitat

    Und wirken dermaßen verliebt,

    Das halte ich wieder für elementar- die gegenseitige emotionale und geistige Anziehungskraft – oder einfach: die Liebe.

    ;-) ...in der REM-Schlaf-Phase dieses Fadens ein Zitat von Plato, aufgeschrieben von einem alten Haudegen, der niemals Langeweile im Leben hatte:


    "Der Tugendhafte begnügt sich, von dem zu träumen, was der Böse im Leben verwirklicht."

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    Sunflower

    Zitat

    Aber jedes Mal ist die Beziehung gereift daraus hervorgegangen. Beneidenswert.

    Ja, es ist auch etwas, das ich für wichtig halte. Dass Krisen eine Beziehung nicht immer schwächer machen, sondern umgekehrt. Sodass man sich quasi umblicken kann und sich irgendwie anerkennend auf die Schulter klopfen kann, ohne diesen "Erfolg" nur zu heucheln.


    Ich muss übrigens sagen, dass es in den letzten Wochen sehr viel besser geworden ist. An dem Wochenende, in das ich mich verabschiedet habe, gab es einen riesen Streit :)) und nachdem wir uns eine Woche nur angeschwiegen haben, ist er anders geworden. So wie vorher... Ich sehe den Unterschied jetzt auch viel deutlicher und mittlerweile sagt er auch selbst, dass es irgendwie eine negative Einstellung war, die er mit sich und nach außen trug und dass er es selbst nicht merkte, bis er darüber nachdenken musste.


    Ich muss natürlich kritisch beobachten, ob meine eigene positive Einstellung dazu nicht damit zusammen hängt, dass wir in dem "wir-sind-glücklich"-Wahn drei Reisen geplant haben ;-D, weil Reisen ja immer etwas aufkratzt. Jedenfalls erkenne ich aber mittlerweile wieder den Menschen, mit dem ich mal zusammen gekommen bin. In den letzten 1,5 Jahren hatte er sich heimlich davon gestohlen :-).


    Mal sehen... :=o