Also ich würde ihn konkret ansprechen und nach seinen aktuellen Vorstellungen befragen. Es ga hier kürzlich erst einen Faden, wo die Ehe jetzt den Bach runtergeht weil er sie jahrelang hingehalten hat und sich immer noch nicht für ein Kind entscheiden kann.


    Wenn Dir das alles wichtig ist, dann kläre es und zieh notfalls die Konsequenzen.

    Hallo Sensibelman,


    eine Zweierbeziehung ist immer ein Verlust der Freiheit. Man konzentriert sich im Wesentlichen auf eine


    Person. Und man hat eine Verantwortung und wird gebraucht. Wer gebraucht wird, ist nicht frei.


    Niemals. Ich war z. B. viele Jahre Sportfliegerin und habe dabei recht riskante Dinge getan.


    Das hätte ich mit einem festen Partner niemals tun können. Denn das Gefühl, dass sich ein Mensch,


    den man liebt , Sorgen macht, verdirbt die Lust am Abenteuer. Ich für mich habe die Jahre des


    Ungebundenseins gebraucht.

    Mach dich locker.


    Wahrscheinlich hat er einfach etwas stoffelig reagiert und gar nicht bemerkt, wie sehr er deine Gefühle verletzt.


    Lass ein wenig Grass über die Sache wachsen und sprich ihn in ein paar Wochen in Ruhe auf das Thema an. Hier kannst du auch auf das letzte Cespräch verweisen und sagen, dass es dich sehr irritiert hat.

    Zitat

    Ja das mit der Zukunftsmusik war ja auch seine Aussage - komischerweise war die noch vor ein paar Jahren SEHR viel lauter und konkreter.

    Vor ein paar Jahren, war das aber noch Jahre hin und dadurch viel leichter für ihn so Pläne zu machen, da ja noch in weiter Ferne. Wahrscheinlich dachte er sich "Mit Ende 20 ist man richtig erwachsen und wenn man dann mit jemandem 5 Jahre zusammen ist, dann hat man bestimmt Lust auf Familie gründen."


    Nun ist er 27, alles ist nicht mehr so fern, aber erwachsener fühlt er sich sicher nicht. Immerhin ist er im Studium und sicher noch finanziell von Eltern oder vom Staat abhängig. Dann möchte man ja vielleicht doch nochmal einiges ausprobieren, Reisen, im Ausland leben, erstmal richtig Arbeiten. Ich denke, das ist ganz normal.


    Meine Schwester hat früher auch immer große Töne gespickt, sie möchte doch mindestens 3 Kinder und alle vor 30. Jetzt wird sie in 4 Monaten 30 und hat noch kein Kind und ist nicht verheiratet. Sie liebt ihren Freund, mit dem sie seit 8 Jahren zusammen ist trotzdem nicht weniger. Aber die beiden wollten erstmal auch eine erwachsene Paarbeziehung zu zweit genießen und sich beruflich bisschen entwickeln.


    Die Frage ist doch auch: Warum beschäftigt dich das so, wenn du Kinder und Heiraten auch noch nicht in naher Zukunft siehst? Dann lehne dich doch jetzt zurück, genieße deine Beziehung und suche nicht die Nadel im Heuhaufen.

    Ich empfinde eine Beziehung nicht als Verlust der Freiheit - im Gegenteil. Ich verhalte mich im Grunde nicht anders als ohne Beziehung. Meinem Freund geht es laut seiner Aussage nicht anders.


    Wegen der Komunikation: Ja vielleicht hat er stoffelig reagiert, das kann sein. Allerdings beobachte ich das jetzt schon seit einer Weile, das war jetzt noch der letzte Tropfen im Fass.


    Wie gesagt wir werden ständig darauf angespochen und er verhält sich da sehr bedeckt. Auch als sein Bruder fragte, ob wir vorhaben irgendwann mal zu heiraten hat er im Grunde nichts geantwortet.


    Und bezüglich Kinderwunsch: ER war es ja, der meinte man müsse unbedingt vor 30 Kinder bekommen weil man ansonsten zu alt ist. Er ist nun 27 und ich dachte eigentlich schon, dass es dann nicht mehr sooo die Zukunftmusik ist.


    Wir haben uns sonst ganz ungewzungen über das Thema unterhalten - deshalb bin ich nun ja so irritiert.


    Ich kenne ihn, Würde er Zweifel an unserer Beziehung haben und "Angst vor der zeit" haben, würde er es mir nie sagen und versuchen selbst damit irgendwie klar zu kommen. Er liebt mich, das weiß ich ja.


    Würde ich ihn darauf ansprechen würde er sagen ich würde mir über Dinge Gedanken machen die noch in weiter Ferne sind und wir nicht mal wissen ob wir in 3 Jahren noch leben %-| (das sagt er immer gerne) "Alles zu seiner Zeit"

    So Aussagen wie "Wenn ich mal EINE heirate..." würden bei mir auch nicht gut ankommen.


    Und es hilft meiner Meinung nach nicht, das "Problem" zu verdrängen, wenn es ihr so wichtig ist. Da hilft nur ein ernsthaftes Gespräch, was ja nicht bedeutet, dass es in naher Zukunft "losgeht". Aber sie sollte schon klären, ob sie grundsätzlich noch in dieselbe Richtung laufen.

    Zitat

    Die Frage ist doch auch: Warum beschäftigt dich das so, wenn du Kinder und Heiraten auch noch nicht in naher Zukunft siehst? Dann lehne dich doch jetzt zurück, genieße deine Beziehung und suche nicht die Nadel im Heuhaufen.

    Ich will nur nicht als Frau mit Kinderwunsch enden, die am Ende ohne Kinder dasteht und einen Freund hat der Zweifel hat. Ich bin mir durchaus über meine biologischen Uhr im klaren.

    Zitat

    Dann möchte man ja vielleicht doch nochmal einiges ausprobieren, Reisen, im Ausland leben, erstmal richtig Arbeiten. Ich denke, das ist ganz normal.

    Ja aber dann kann man doch trotzdem sagen, dass man durchaus denjenigen heiraten will bzw. Kinder - aber eben noch nicht jetzt....

    Nurer weiß, was er sich vorstellt. Möglich, dass er sich von früheren Plänen distanziert. Möglich ist auch, dass er sich doch mehr Zeit lassen möchte.


    Mein jetzt Mann hätte am liebsten schon ganz früh geheiratet, wir sind ja zusammen seit wir 16 sind. Der hätte nicht lang gefackelt damals, aber das ging für mich gar nicht (war immer schon ein Vernunftsmensch). Alternativ haben wir uns formlos verlobt und hatten jeder einen Ring am Finger.


    Dann war lane lange Ruhe und ich bin davon ausgegangen, dass sich das Thema heiraten erledigt hat. Als ich 26 war hat er mir den Antrag gemacht.


    Mit ca. 25 hatte ich ganz dezent und ohne Druck nach einrm Kind gefragt (Rahmen passte damals). Ging für ihn zu diesem Zeitpunkt gar nicht. Mit 29 war es auf einmal ein Thema. Mit 30 Pille abgesetzt mit 32 Kind da.


    Aber sowohl Heirat als auch Kind waren mir nie soooo wichtig. Wenn es einem der Partner nun mal wichtig ist, dann muss man es thematisieren.

    Zitat

    Ich kenne ihn, Würde er Zweifel an unserer Beziehung haben und "Angst vor der zeit" haben, würde er es mir nie sagen und versuchen selbst damit irgendwie klar zu kommen. Er liebt mich, das weiß ich ja.

    Hmm, das finde ich ungünstig, wenn er sich nicht traut, dir seine Zweifel anzuvertrauen und mit dir darüber zu reden. :-/


    Kann es sein, dass du hohe Erwartungen hast und jeden Zweifel gleich persönlich nehmen würdest? Das würde erklären, warum er nicht offen mit dir redet.

    Zitat

    Würde ich ihn darauf ansprechen würde er sagen ich würde mir über Dinge Gedanken machen die noch in weiter Ferne sind und wir nicht mal wissen ob wir in 3 Jahren noch leben %-| (das sagt er immer gerne)

    Er ist sich also der Unsicherheiten im Leben sehr bewusst. Dazu passt es sehr gut, dass er die Ehe eher skeptisch sieht.

    Du bist 25 Jahre alt und Deine biologische Uhr tickt noch seeehr leise. Du hast wirklich noch viel Zeit,


    Kinder zu bekommen. Vielleicht solltest Du Deinen Freund für längere Zeit gar nicht mehr darauf


    ansprechen. Denn wenn er sich bedrängt fühlt, wird er sich vielleicht noch mehr innerlich gegen eine


    Heirat sträuben. Du weisst, was ich meine. Lass ihn mal in Ruhe. Mach Dir keine Sorgen. Geniesst einfach


    eure Jugend.

    Zitat

    eine Zweierbeziehung ist immer ein Verlust der Freiheit. Man konzentriert sich im Wesentlichen auf eine


    Person. Und man hat eine Verantwortung und wird gebraucht. Wer gebraucht wird, ist nicht frei.

    Ich "konzentriere" mich doch nicht nur auf eine geliebte Person, weil sie es sich wünscht, sondern weil es mir ein Wohlgefühl bereitet. Und gebraucht werde ich genaugenommen nicht. Die Beziehung zu meiner Frau habe ich nicht, weil ich "gebraucht" werde. Meine Frau käme auch ohne mich klar- nur ist es gemeinsam schlichtweg schöner. Im Alltag vereinfacht sich Vieles, weil Aufgaben geteilt werden können und man eben nicht Alles alleine erledigen muss. Zudem kann eine Beziehung auch im Alltag unwahrscheinlich vereinfachend sein. Für mich ist das eine Erweiterung meiner Freiheiten denn eine Einschränkung. Wichtig ist, denke ich, dass die Interessenlagen sehr ähnlich sind. Unterhaltungen und Sex sind deutlich unkomplizierter, als mit anderen Personen, weil Vertrauen und Offenheit wesentlich höher angesetzt werden können.


    Ich denke, dass sollten wesentlich bedeutsamere Kriterien für eine Beziehung sein als eine Hochzeit, die ich eher für nostalgischen Pipifax halte.


    Ansonsten- Dinge die man tun möchte, tut man, da muss man nicht massenweise drüber schwafeln nach dem Motto: "Ich würde, wenn ich wüsste, dass ich könnte" ..., das trifft auch auf das Kinderkriegen zu.

    Zitat

    Ich will nur nicht als Frau mit Kinderwunsch enden, die am Ende ohne Kinder dasteht und einen Freund hat der Zweifel hat. Ich bin mir durchaus über meine biologischen Uhr im klaren.

    Das ist ein Risiko, das immer da ist. Selbst wenn er immer noch ganz euphorisch darüber wäre dich zu heiraten und Kinder mit dir zu bekommen, könnte er Tod umfallen, sich in eine andere Verlieben, sich als schwul outen, du könntest unfruchtbar sein... etc etc


    Klar, die gemeinsame Richtung, ob man was von der Ehe und Kindern hält, sollte stimmen, aber ich würde mich nicht an festen Vorgaben festhalten. Ist natürlich doofe, dass er diese gemacht hat, aber wie gesagt: Sichtweisen ändern sich.


    Also solltet ihr ein Gespräch darüber führen wobei du ihn auch direkt fragst, wieso er sich so ausdrückt, und wie du dich durch diese Worte fühlst

    Zitat

    Ja aber dann kann man doch trotzdem sagen, dass man durchaus denjenigen heiraten will bzw. Kinder - aber eben noch nicht jetzt....

    Dazu hast du dir schon selbst die Antwort gegeben

    Zitat

    Ich kenne ihn, Würde er Zweifel an unserer Beziehung haben und "Angst vor der zeit" haben, würde er es mir nie sagen und versuchen selbst damit irgendwie klar zu kommen. Er liebt mich, das weiß ich ja.