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    Wegen Ihr haben wir mal ein Konzertbesuch verpasst , weil Sie pertu nicht gehen wollte und wir erst runde 2 Stunden später als geplant losfahren konnten

    Und da kommt man nicht mal auf die Idee, deutlich zu sagen, dass man los muss? ???


    Es gibt ein paar Leute, da freu ich mich über spotanen, unangemeldeten Besuch. Bei denen ist es auch egal wie ich oder die Wohnung aussehen. Bei denen weiß ich auch, dass ich sagen kann "Nee, passt nicht" und sie drehen sich winkend um und gehen.


    Was ich persönlich nicht leiden kann, ist wenn einer, der unseren Schlüssel hat (sind drei "Parteien"), mit dem Schlüssel reinkommt, obwohl sie weiß, dass wir Zuhause sind. Wurd ein paar Mal gemacht, bis ich sehr deutlich wurde.


    Wenn wir da sind, soll geklingelt werden. Hatte nach solchen Überraschungserscheinungen in der Wohnung ständig das gruselige Gefühl, dass gleich wieder jemand in der Wohnung steht.

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    Was ich persönlich nicht leiden kann, ist wenn einer, der unseren Schlüssel hat

    Wieso hat überhaupt jemand EUREN Schlüssel? ":/


    Wenn man jemand den Schlüssel gibt, solang man auf Reisen ist, damit nach dem Rechten geschaut werden kann - ok - aber wenn man wieder da ist, hat man doch auch den Schlüssel wieder her zu geben??? -


    Ich musste einmal bei Nachbarn die Blumen gießen, als sie verreist waren. - Mir wäre es NIEMALS eingefallen, den Schlüssel nach deren Heimkommen nicht wieder abzugeben....... :|N :|N :|N

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    Wenn wir da sind, soll geklingelt werden. Hatte nach solchen Überraschungserscheinungen in der Wohnung ständig das gruselige Gefühl, dass gleich wieder jemand in der Wohnung steht.

    Ganz ehrlich gesagt, das verstehe ich nicht. :-/ ":/ - Wenn wir daheim sind, hat niemand unseren Schlüssel außer wir SELBST. :-/ ":/

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    Wieso hat überhaupt jemand EUREN Schlüssel? ":/

    Alles engste Familie/engster Freundeskreis.


    Hunde, die ausgeführt werden (bei aller Erziehung und Hundeschule beherrschen sie es leider immer noch nicht, vertrauenswürdigen Leuten die Tür zu öffnen, Schande über das Frauchen).


    Wäsche, die eben vorbei gebracht wird, wenn wir nicht da sind.


    Notfall-Schlüssel, wenn einer von uns Schusseln sich ausgesperrt hat.


    Ich glaub nicht, dass ich mich rechtfertigen muss ;-) Die Schlüssel sind aus gutem Grund bei diesen Menschen und das ist absolut ok so. Ich mag nur nicht, dass sie genutzt werden, wenn derjenige weiß, dass wir in der Wohnung sind.

    Bei mir sind auch zwei Schlüsselbunde im Umlauf. Einfach für den Fall der Fälle - ist immer gut, wenn man ein back up hat und zum Blumengießen, wenn man verreist ist.


    Was bin ich froh, das die Menschen meines Vertrauens niemals auf die Idee kommen, ungefragt den Schlüssel zu benutzen. Das ist wirklich sehr unschön und man fühlt sich nicht mehr so sicher in der eigenen Wohnung. Vorher wird kurz telefoniert, kurz vorher nochmal geklingelt und dann ist alles ok.


    Zum eigentlichen Thema: unangemeldeter Besuch hat nur in Ausnahmefällen eine Chance. Da muss schon ordentlich etwas passiert sein, dass so etwas nötig ist. Abgesehen vom eigenen Zeitplan ist das auch einfach sehr egoistisch gedacht, weil man Lust grad hat mal jemanden mit einem Besuch zu überfallen. Es gibt Telefone, um einen Besuch vorab zu besprechen.

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    Wieso hat überhaupt jemand EUREN Schlüssel?

    Bei mir hat meine Mutter einen Schlüssel. Ist für den Notfall, falls ich mich ausgesperrt habe oder es mir mal so schlecht geht, dass ich die Türe nicht öffnen kann.


    Aber sie würde das nicht ausnutzen und daher ist das okay. Sie mag selbst auch keine Überraschungsbesuche und würde das daher auch bei mir nicht machen.


    Jemand anderem würde ich meinen Schlüssel aber nicht geben.

    Wir haben Ersatzschlüssel bei meinen Eltern und bei Nachbarn deponiert (das sind aber zufällig Bekannte meiner Eltern, die sie seit über 50 Jahren kennen). Meine Tochter vergisst so oft mal den Schlüssel, da ist das schon praktisch, wenn sie einfach bei den Nachbarn klingeln kann.


    Selbst meine Eltern kommen nicht einfach mit Schlüssel rein, wenn wir da sind. Und ich wüsste nicht, was meine Nachbarn hier wollten, da habe ich auch 100%iges Vertrauen. Ich habe auch deren Schlüssel. :-D

    Ach ihr Deutschen sind doch ein wunderliches Völkchen ;-D Ich bin Schweizerin und mir wäre das aus dem Bekanntenkreis oder sonst woher noch nie zu Ohren gekommen, dass sich Leute selber einladen oder man solche Freunde resp. Bekannte hat ;-D

    Als Kinder haben wir das schon gemacht, einfach schauen ob die Spielkameraden mitspielen wollen. Da waren wir mit den Gepflogenheiten des Telefonierens noch nicht so vertraut.


    Allerdings wussten wir, dass es sich nur um eine Frage handelt ("kann xy mit uns spielen), die auch negativ beantwortet werden kann.

    Aber im Ernst: Ich fühlte mich schon mal regelrecht emotioal erpresst von der Ankündigung: "Ich MUSS bei euch vorbei kommen, weil mir das und das passiert ist und ich Ansprache brauche, und ich würde praktisch auf der Durchreise einfach ein paar Tage bei euch wohnen ..."


    Wie kann man so etwas abwehren?!

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    Wie kann man so etwas abwehren?!

    Wie wäre es mit Argumenten ;-D


    Es passt aus diesen und jenen Gründen nicht, wir haben diese und jene Termine etc.


    Auf ein Telefonat verweisen, wenn es dringlich ist und Dinge zu klären sind.


    Verständnis zeigen und seine eigenen Bedürfnisse im Blick behalten ist hilfreich.

    Hatte ich alles gemacht, jede Menge an Argumenten aufgeführt, warum es nicht passt. Aber die Person ließ nicht locker. Es kam schließlich zu einem Treffen außerhalb und einer kurzen Einladung nachhause. Danach war endlich Ruhe.


    Aber ich fand die Haertnäckigkeit schon penetrant.

    Unter Kindern ist das üblich. Da ruft keiner an, da geht man eben rüber zum Nachbarn. Ist xy da zum spielen?


    Ich finde es schön, dass man unter erwachsenen Freunden sich diese Spontanität erhalten kann. Zu Studentenzeiten war das normal, dass immer mal jemand einfach so vorbei kam. Wenn es gar nicht ging, hat man den Besuch halt mit freundlichen Worten nach 5min wieder rauskomplimentiert. War nie ein Problem. (Mich haben mal 2 Freunde spontan zu meinem Geburtstag besucht, einen Tag vor einer wichtigen Klausur. Fand ich unheimlich nett, aber nach 10min war Ende. Gefeiert wurde an einem anderen Tag.)


    Nun ist das so, dass man als Erwachsener doch ziemlich viel um die Ohren hat, wenn man erstmal Job und Kinder hat. Da passt es öfter mal nicht und um nicht ständig abgewiesen zu werden ruft man lieber an. Ich freue mich trotzdem immer noch, wenn mal jemand spontan vorbei kommt. Macht nur keiner, weil das Risiko dass keiner da ist zu groß ist.


    Wenn man sich dann allerdings meldet, ob per Anruf oder per WhattsApp, dann fände ich es angebracht höflich, zu fragen, statt sich einfach nur anzukündigen. "Ich komm kurz vorbei, passt Dir das?" Eine Selbsteinladung verbunden mit der höflichen Frage - kein Thema. Sie lässt einem die Chance, "nein" zu sagen.


    Es ist allerdings eine Frage wer da kommt und wie oft. In meiner Verwandschaft ist jemand, der wohnt auf dem Land und da kommen quasi täglich Freunde einfach so vorbei. Privatsphäre, Zeit für die Familie, Zeit zu zweit? Fehlanzeige. Bin ich da als angekündigter, geplanter Familienbesuch, kommt da unter Garantie immer noch jemand dazu. Das nervt. Bei mir zu Hause wäre mir das zu viel, da würde ich ziemlich fix einen Riegel vorschieben.

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    Wenn es gar nicht ging, hat man den Besuch halt mit freundlichen Worten nach 5min wieder rauskomplimentiert.

    Und wenn es gar kein Freund, sondern ein Verwandter ist, den man 20 Jahre nicht gesehen hat? Wenn der immer wieder ansagt, dass er gern die schöne Gegend, wo ich wohne, erkunden möchte und mit dieser Absicht "vorbeikommt" und auch gern 1, 2 bis 5 Nächte bei uns schlafen würde?


    Hallo? Muss man sich aus "Gastfreundschaft", die man für denjenigen nicht empfindet, als kostenfreies Hotel zur Verfügung stellen, weil man zufällig miteinander verwandt ist? Seh ich nicht ein.