Mal gucken, ob ich es schaffe auf alles einzugehen.


    Ja, Lola, was ich tue und getan habe ist nicht richtig und man kann das auch verurteilen. Aber ich lasse mich nicht so honstellen, als ob ich immer eine schlechte Ehefrau war. Das ist einfach nicht wahr. Das Leben ist nun mal nicht nur schwarz weiß ubd ich länpfe gerade so sehr mit meinen inneren Konflikten. Wäre ich ein schlechter Mensch, eine schlechte Ehefrau wäre mir alles egal. Du nennst es unnötige Aufopferung, ich benne es eine Ehe, in der man zusammen hält und alles tut was nötigist. Ja ich habe mich dabei aus den Augen verloren, aber all das was ich bisher für meine Ege getan habe, bereue ich nicht.


    Ich kann meinen Job und meine Kinder, die ganze Verantwortung, mein Leben nicht wegzaubern, möchte ich auch nicht und dennoch sehne ich mich nach etwas mehr Anerkennung, Zuneigung meiner selbst Willen.

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    Was ist das Problem, ist der leidenschaftliche Sex vielleicht gar nicht so sehr das was fehlt, sondern da steckt noch mehr dahinter?

    Es ist der Sex, die Leidenschaft, aber am meisten ich selbst. Ich vermisse mich selbst irgendwie. Mich fallen lassen zu können, den Kopf auszuschalten, mal nicht für jemand anderen da sein müssen. Das klingt alles konfus, ich weiß. Es fehlt mir sehr schwer in Worte zu fassen was ich gerade alles fühle.

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    geschrieben. Okay ich gebe zu, Freiheit könnte auch das bedeuten, zumindest die offene Beziehung. Aber ich vermute, das ist nicht gemeint oder zumindest nicht nur das.

    Nein, gar nicht. Ich möchte keine offene Ehe. Das würden wir beide nicht aushalten. Mit Freiheit ist einfach das Leben an sich gemeint. Ich war mal sehr freiheitsliebend, war gern allein, war spontan und hätte einfach nur gern wieder Zeit, Dinge für mich zu unternehmen.


    MoniM, danke :)^


    Zum Sex, ja er war natürlich geschützt und seitdem lief noch nichts mit meinem Mann. Momentan arbeiten wir in Schichten, haben uns also kaum gesehen.

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    Hast du mit deinem Mann schon darüber gesprochen? Also weiß auch er, dass du zur Zeit mit eurer Beziehung nicht ganz glücklich bist?

    Wie gesagt, wir haben uns in den letzten 2 Wochen jaum gesehen und ich muss natürlich mit ihm darüber reden. Ich denke, er wird mir zustimmen.

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    Was hat dich und den anderen eigentlich zusammengeführt?

    Wir kennen uns schon 2 Jahre flüchtig, haben uns öfter unterhalten und haben uns da schon gut verstanden. Im Herbst haben wir ab und zu oberflächliche Nachrichten geschrieben, es wurde immer persönlicher, also die Themen. Dann haben wir uns mal zum Quatschen getroffen, dann begann erst das Flirten, was ich anfangs noch belächelt und nicht ernst genommen habe. Also relativ unspektakulär.

    Entschuldigt die vielen Fehler, ich habe mich beeilt um nichts zu vergessen und ich bin auch ein bißchen sauer wegen der Vorwürfe von Lola. Allerdings war mir natürlich klar, wenn ich so einen Faden eröffne, dass sowas kommen muss. Wie schon geschrieben, vor einiger Zeit hätte ich das wahrscheinlich ähnlich gesehen.

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    Zur Ehrlichkeit in jedem Fall würde ich nur raten, wenn du eigentlich mit dem Gedanken der Trennung spielen würdest und mit dem anderen eigentlich zusammen sein willst.

    Das sehe ich genau umgekehrt: Wenn sie sich trennt, fände ich auch ein Verschweigen halbwegs akzeptabel. Dann wäre die Beziehung ja ohnehin vorbei und das Vertrauensverhältnis zueinander wäre egal.


    Wenn sie aber mit ihm zusammenbleiben will, ist m.E. Ehrlichkeit zentral. Sonst basiert ja die ganze Beziehung auf einer Lüge und ist "nicht echt". Das wäre für mich keine akzeptable Basis für weitere gemeinsame Jahre und Jahrzehnte...

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    Wieso ändert sich deine Ansicht, nur weil du jetzt auf der anderen Seite bist?

    Tja. Vielleicht weil man Dinge manchmal anders sieht, wenn man mal selbst in den Schuhen steckt und mit ihnen läuft. Und ich finde Seitensprünge noch genauso doof wie vorher, nur weiß ich jetzt auch, wie man in so etwas hineingerät.

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    würde ich nur raten, wenn du eigentlich mit dem Gedanken der Trennung spielen würdest und mit dem anderen eigentlich zusammen sein willst.

    Ich bin definitiv nicht verliebt, er auch nicht. Wir mögen uns und verstehen uns gut, sind aber in vielen Dingen viel zu unterschiedlich, wiederum in anderen zu ähnlich. Das würde nie gut gehen. Nein, Liebe spüre ich nur meinem Mann gegenüber.

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    Ja, Lola, was ich tue und getan habe ist nicht richtig

    Ich sehe es so, dass letztlich niemand etwas tut, das er/sie nicht richtig findet. Du hast es getan, also findest du es sehr wohl richtig. Nur erfordert der Anstand dann meiner Meinung nach, dass man hinterher auch dazu steht! Erst das Lügen und Verschweigen macht die Untreue zum Betrug. Die Untreue kannst du nicht mehr rückgängig machen. Aber du hast es zumindest in der Hand, den Betrug jetzt nicht auch noch ewig fortzuzsetzen.

    Das mag für dich zutreffen. Wenn ich an mich selbst denke bzw daran, dass mein Mann fremdgegangen wäre, würde ich es auch nicht wissen wollen, wenn keine Gefühle im Spiel wären. So hat jeder seine Ansicht. Ich würde mich auch nicht trennen, sondern versuchen wieder zusammen zu finden. Wie er es sieht, weiß ich allerdings nicht.

    Ich bin grundsätzlich auch für Ehrlichkeit deinem Mann gegenüber. Aber nur du alleine kannst einschätzen, ob eure Beziehung deine Ehrlichkeit aushält. Und nur du kannst wissen, ob du mit dem Wissen deines Betruges leben kannst. Ich würde aber auf jeden Fall jeden Kontakt mit diesem anderen Mann abbrechen. Denn du willst die Beziehung zu deinem Mann weiterführen, weil du ihn liebst. Und ohne sein Wissen Kontakt mit dem Mann zu haben, mit dem du ihn betrogen hast, finde ich ihm gegenüber sehr demütigend, vielleicht sogar demütigender als den Betrug an sich.


    Und weil du geschrieben hast, dass ihr sehr vorsichtig wart und niemand etwas von eurer Affäre weiß: Ist dein Affärenmann auch so vorsichtig? Kannst du dir sicher sein, dass seine Frau nie dahinter kommen wird? Ich glaube nämlich, dass es viel schlimmer ist, wenn irgendwann mal, vielleicht in ein paar Monaten oder Jahren, die ganze Sache doch noch ans Licht kommen würde.

    Ich weiß nur, dass er auch alle Nachrichten löscht und es niemandem erzählt hat. Er hat ja auch Familie, die er nicht verlieren will, das wird er nicht riskieren, denke ich. Natürlich kann ich dafür nicht die Hand ins Feuer legen. Und ja, ohne ein Kontaktabbruch werden wir da nicht rauskommen, das ist mir klar.

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    Ich finde es wirklich unglaublich, welches Ausmaß an Egotrip und Verrat einige Menschen für akzeptabel halten. :-o :(v %:|

    Bei Dir klingt es in solchen Fällen immer vor lauter tobwütkreisch, als hätte der Betreffende gerade DICH betrogen. ;-D

    Ich frage mich tatsächlich warum dieses Thema hier aufgemacht wurde. Will man Absolution? Will man Beifall für den Betrug?


    Ich meine die Frage wirklich ernst, wem dient diese Diskussion? Was soll sie bewirken? Wenn ich merke dass ich grade Mist gebaut habe beende ich die Sache und gut. Wenn ich denke mein Verhalten wäre durch irgendwas zu entschuldigen, dann mach ich halt so weiter und riskiere meine Ehe.


    Irgendwie hab ich das Gefühl du willst noch Mitgefühl dafür dass du den Karren in den Dreck gefahren hast.


    Muss man das hier eigentlich vorher ankündigen wenn man PN's verschickt? ;-)

    @ LolaX

    @ Tatjana

    Ich stimme euch beiden zu.


    Wäre die TE ein Mann, dann würde man landläufig von "schwanzgesteuertheit" reden.

    @ TE

    Letztlich ist es ja nicht dein Mann, der dich zur Selbstaufgabe getrieben hat, sondern du selber. Man ist immer nur alleine für das eigene Handeln verantwortlich... Sicher gibt es begünstigende Faktoren (z.B. Prägung, Situation usw.) aber das ist keine Absolution. Oder andersrum: Stell dir vor, dein Mann hätte diesen Beitrag verfasst... wie wäre deine Reaktion?


    Ich kann das nicht besser in Worte fassen als "Ein starkes Gefühl haben, wo man hingehört". Das muss nicht absolut klassische Monogamie bedeuten, vielleicht zur besseren Erklärung: funktionierende offene Beziehungen basieren eben genau auf diesem Prinzip, dass man Geilheit und Verankerung trennen kann. In Ehrlichkeit.


    In deinem Fall sehe ich eben das Bröckeln der Verankerung. Und das ist - laut deiner Schilderung - nicht in erster Linie Verantwortung deines Mannes, sondern deine eigene. Weil du dich für Rollen und Sublimation von Bedürfnissen entschieden hast. Das ist Variante Tag des Lebensentwurfes. Und dann kommt eine Variante Nacht, die du gerade lebst, die für dich die erste Variante komplett in Frage stellt. Und da beginnt für mich der eigentliche Betrug.


    Sex - das ist nur ein Akt zwischen Körpern. Nicht mehr wissen, wo man hingehört, das ist ein Akt zwischen emotionalen Menschen.


    Du gehst gerade den wirklich bequemen Weg des Verrates, wo es eben nicht nur um Körperlichkeit, Hormone, Lust geht, sondern um das große Ganze deines Seins. Und wo du deinen Mann ausklammerst.

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    Muss man das hier eigentlich vorher ankündigen wenn man PN's verschickt?

    Eigentlich nicht, da dies in meinem Fall aber über einen anderen Namen läuft, hab ich es ihm angekündigt, damit er weiß, dass ich es bin und umgekehrt ist es ganz praktisch, damit ich nicht weiß, dass ich mich unter anderem Namen einloggen muss. ;-)

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    Letztlich ist es ja nicht dein Mann, der dich zur Selbstaufgabe getrieben hat, sondern du selber. Man ist immer nur alleine für das eigene Handeln verantwortlich...

    Das weiß ich. Und in keinem Fall möchte ich für irgendwas meinem Mann die Schuld geben. Das wäre nicht fair.


    Ich habe nur beschrieben, welche Umstände mich so unzufrieden gemacht haben, bzw. wie ich den Alltag die letzten Jahre erlebt habe. Das gehört für mich einfach gerade zum Prozess der Reflexion dazu. Ich überlege natürlich, was mich dazu getrieben hat und was ich in Zukunft tun muss, damit es mir besser geht.