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    versuch, alle positiven gefühle aus deiner affäre auf deinen alltag zu übertragen. nimm den schwung, die gute laune und die lust auf sex mit in deine ehe, dann profitiert auch dein mann davon.

    na so kann man sich das ganze auch schön reden bzw. sich selbstbetrügend und dann noch sagen: so hat dein Mann auch was davon :-o :-o :-o


    Ist er ein unmündiger Mensch, dass die TE entscheiden soll: ich tue dir was gutes, indem ich ihn betrüge...wie absurd das ist wird wohl klar, wenn man sich vorstellt, wie er reagieren würde, wenn sie das zu ihm offen sagen würde ...nur heimlich denken, wäre ja auch schon wieder Betrug.

    Also so wie Du Dich und Deine Gefühle und Dein Verhalten innerhalb der Ehe beschreibst, gibt es da doch eh keine Zukunft. Du tust ihm auch nicht wirklich einen Gefallen damit. Will man Deinem Gatten zumuten, mit einer chronisch unzufriedenen, schnippischen, nachtragenden, untreuen und notgedrungen lügenden Ehefrau den Rest des Lebens verbringen?


    Da gibts wieder nur den guten alten Satz "lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende":


    Ja, es wird für ihn hart und ihm weh tun und ihm das Herz brechen, etc.. aber es gibt da leider offensichtlich keine Alternative zu.


    So rein moralisch gesehen ist es auch schon fast eine Pflicht, seine Unzufriedenheit zu äussern und sich ggf auch zu trennen. Denn der andere sollte wissen woran er ist, damit er seinerseits seine Gefühle und seine Zukunft nicht auf einer Lüge, Illusion, Unwissenheit aufbaut, sondern eine faire Chance bekommt, jemand anderen zu finden, der besser passt.


    und den letzten Absatz finde ich wirklich wichtig.

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    Ich wünsche es dir von Herzen. Hoffentlich kannst du schlafen.

    Danke :)_


    Die letzte Nacht war besser. Das lag allerdings an dem anderen. Er hat mich gestern sehr aufgebaut, nachdem es mit meinem Mann wieder nur Streit gab.


    Ich fürchte, ich muss mich meinem Problem endlich stellen und mit meinem Mann reden. Es ist so lieblos zwischen uns. Das kann doch auch er nicht wollen.


    Meine ganz große Trauer gilt dem Gedanken, gnadenlos gescheitert zu sein. Alles erreicht und trotzdem alles verloren. Das ist so schwer zu akzeptieren.


    CoteS. : Du magst Recht haben, aber ich wüsste nicht wie. Mal eben eine Wohnung mit 3 Kindern und Hunden suchen und schon wieder umziehen? Meinen Mann 'rauswerfen", obwohl er das Haus finanziert? Er hat mal gesagt, im Falle einer Trennung würde er uns das Haus überlassen. Aber wo soll er dann hin? Es ist wirklich so schwierig.

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    So rein moralisch gesehen ist es auch schon fast eine Pflicht, seine Unzufriedenheit zu äussern und sich ggf auch zu trennen. Denn der andere sollte wissen woran er ist, damit er seinerseits seine Gefühle und seine Zukunft nicht auf einer Lüge, Illusion, Unwissenheit aufbaut, sondern eine faire Chance bekommt, jemand anderen zu finden, der besser passt.


    **und den letzten Absatz finde ich wirklich wichtig.

    Sehe ich auch so. Ich finde mein Verhalten auch gerade sehr unfair und feige. Das hat er nicht verdient. Und vielleicht würde er mir die Entscheidung sogar abnehmen und sich sofort tennen, wenn er wüsste, wie es um meine Gefühle steht. Wer will schon eine Frau, die in einen anderen verliebt ist.


    Odie, Seelenverwandtschaft ist übertrieben. Ich meine einfach ganz grundlegende Einstellungen decken sich bei uns. Und mir ist durchaus klar, dass es dafür vielleicht andere Reibungspunkte geben könnte.

    @ Alias

    Zitat

    Die letzte Nacht war besser. Das lag allerdings an dem anderen. Er hat mich gestern sehr aufgebaut, nachdem es mit meinem Mann wieder nur Streit gab.

    Das mit dem Streit wundert niemanden. Denn da passt ja nichts mehr zwischen euch. Ich nenne deinen Mann jetzt A und deinen Geliebten nenne ich B.


    A spürt, dass alles nicht passt, aber er weiß nichts von B und er weiß nicht wogegen oder wofür er kämpfen soll. Wüsste er es, so hätte er auch die Chance, FÜR etwas zu kämpfen, nämlich für eure Beziehung. So ist er machtlos und er kämpft dann halt gegen dich. Und du gegen ihn. Das schafft neue Fakten und die Beziehugn verschlechtert sich rapide. Und dann ist es nicht mehr so verwunderlich, dass plötzlich das Wort "Trennung" im Raum steht.


    B hat es leicht dich zu trösten und aufzubauen. Trotzdem ist es gut, wenn er das tut.

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    Ich fürchte, ich muss mich meinem Problem endlich stellen und mit meinem Mann reden. Es ist so lieblos zwischen uns. Das kann doch auch er nicht wollen.

    Nein, vermutlich nicht. Aber DU hast durch deine Affäre den Ausstieg gemacht. Ich rede nicht von Schuld, aber von Ursachen. Ich finde daher, dass DU nun auch den Anfang machen musst, wenn über Trennung gesprochen wird. Du hast Fakten geschaffen, die A nicht kennt, und du weißt, dass das unfair ist. Versuche so bald wie möglich fair zu sein. Es ist auch für dich besser.

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    Meine ganz große Trauer gilt dem Gedanken, gnadenlos gescheitert zu sein. Alles erreicht und trotzdem alles verloren. Das ist so schwer zu akzeptieren.

    Das sehe ich anders. Beziehungen "scheitern" nicht, sie sind meist irgendwann beendet. Liebe kann verschwinden und einfach nicht mehr vorhanden sein. Dann ist der Beziehung die Grundlage entzogen. Und anders als vor 50 oder 100 Jahren gibt es keinen Grund mehr, daran auf Biegen und Brechen festzuhalten. Aber es gibt Gründe, sich das nicht zu leicht zu machen. Vor allem die Kinder. Aber auch die existentielle Seite, die nicht auf Kosten eines einzigen ausgetragen werden sollte.


    Was also "scheitert", ist lediglich der Vorsatz, die Absicht, das Ideal. Und es kann durchaus sein, dass dieses Ideal nicht realistisch war. Rede also nicht vom Scheitern, sondern rede davon, wie die Trennung – wenn sie notwendig ist – so vollzogen werden kann, dass möglichst wenige darunter leiden.

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    " Denn der andere sollte wissen woran er ist, damit er seinerseits seine Gefühle und seine Zukunft nicht auf einer Lüge, Illusion, Unwissenheit aufbaut…."


    Sehe ich auch so. Ich finde mein Verhalten auch gerade sehr unfair und feige. Das hat er nicht verdient. Und vielleicht würde er mir die Entscheidung sogar abnehmen und sich sofort tennen, wenn er wüsste, wie es um meine Gefühle steht. Wer will schon eine Frau, die in einen anderen verliebt ist.

    Das kann sein, aber es ist nicht vorhersehbar, wie er auf die Trennungsankündigung reagiert. Unfair ist es trotzdem, ihn in der Illusion zu lassen. Und das weißt du. Und wenn du es weißt, muss es bald Konsequenzen haben. Vielleicht ergibt sich schon heute oder morgen eine Gelegenheit. Wenn nicht, bleibe aufmerksam dafür und bereite dich so gut wie möglich vor.

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    Seelenverwandtschaft ist übertrieben. Ich meine einfach ganz grundlegende Einstellungen decken sich bei uns. Und mir ist durchaus klar, dass es dafür vielleicht andere Reibungspunkte geben könnte.

    Gut, sie werden euch begegnen und wenn ihr es reif und klug anstellt, lassen sich die meisten dieser Punkte bewältigen. Allerdings scheinst du gern zu streiten. Kann B damit umgehen, weiß er das? wenn du also die Reibung brauchst, um dich lebendig zu fühlen und B die Harmonie, dann stehen große Aufgaben vor euch. Das ist bisher nicht sichtbar, weil es keine Normalität gibt.


    Ich hoffe, du suchst jetzt einen Weg, nicht dauerhaft unfair und unehrlich bleiben zu müssen. Ich weiß noch, dass ich das ganz schrecklich fand und ich erst wieder richtig zu leben beginnen konnte, als alle Unwahrheit aus der Welt war. Und so geht es den meisten.

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    Du magst Recht haben, aber ich wüsste nicht wie. Mal eben eine Wohnung mit 3 Kindern und Hunden suchen und schon wieder umziehen? Meinen Mann 'rauswerfen", obwohl er das Haus finanziert? Er hat mal gesagt, im Falle einer Trennung würde er uns das Haus überlassen. Aber wo soll er dann hin? Es ist wirklich so schwierig.

    Ich hab ja geschrieben, dass du nichts überstürzen sollst.


    Wenn du wirklich nicht weißt, wie du dich von deinem Mann trennen sollst, dann ist die einzige Alternative: "Dann bleib mit ihm zusammen". Dann musst du eben das als Ausgangspunkt nehmen und dir weiter überlegen, ob du nebenher eine Affaire führen willst oder mit deinem Geliebten Schluss machst. Eine weitere Alternative sehe ich dann nicht.


    Allerdings ist in solchen Fällen meist nicht das WIE das Problem, sondern das OB. Wenn man sich ernsthaft entschieden hat, sich zu trennen, geht es immer irgendWIE. Aber so weit bist du halt noch nicht, das kann ich auch verstehen. Hängt halt irgendwie dein ganzes Leben dran. Und natürlich solltest du dich auch nicht trennen in der Hoffnung, mit einem anderen Mann dann was Neues aufzubauen.

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    Allerdings scheinst du gern zu streiten.

    Nein, gar nicht. Im Gegenteil. Ich bin ein total harmonischer Mensch. Deshalb belastet mich meine Ehe auch so. Er ist jemand, der alles sofort ausdiskutieren muss, der nicht nachdenkt bevor er spricht und mich damit schon oft sehr verletzt hat und der sehr cholerisch sein kann. Ich bin eigentlich eher ruhig, überlege wie ich mich ausdrücke und habe immer Angst jemanden zu verletzen. Das meinte ich mit den Unterschieden. Der andere Mann ist da eher wie ich und unsere Konservation gestaltet sich viel leichter, weil wir die Gedankengänge besser verstehen.

    Wir reden heute. Ich halte es nicht mehr aus und habe ihm gesagt, dass ich darüber nachdenke mich zu trennen. Ich habe wirklich Angst vor dem Gespräch und heule jetzt schon fast. Ich hoffe so sehr, dass er mich irgendwie versteht und genauso an einer friedlichen Lösung interessiert ist. Einerseits habe ich richtig Angst vor seiner Reaktion, andererseits finde ich den Gedanken total befreiend. Das fühlt sich komisch an.

    Okay, dann sind die Würfel ja schon sehr schnell gefallen. Ich dachte, du wolltest dich noch länger und intensiver darauf vorbereiten, auch was eine Alternative bei der Wohnsituation angeht.


    Wenn du harmoniebedürftig bist und er gern streitet, dann wirst du dich vermutlich damit abfinden müssen, dass er eskalierend und provozierend sein könnte. Er tut das dann "für sich" und nicht "gegen dich". Wenn du das weißt und dich darauf einstellst, überrascht es dich nicht. Du musst nicht auf jedes seiner Argumente eingehen, sondern bist gut beraten, wenn du "ganz bei dir bleiben kannst", also bei deinen Gefühlen, deiner Ratlosigkeit und deinem Wunsch nach Ruhe und Harmonie.


    Sollte er eine Paarberatung wünschen, so spricht vieles dafür, auf diesen Wunsch einzugehen, denn die kann gut bei einer Trennung helfen. Allerdings sind die Wartezeiten lang.


    Nach diesem Gespräch wird vieles anders sein bei euch, darauf kann man sich aber einstellen. Und dann müssen vielleicht auch schon bald Lösungen für die Wohnsituation gesucht werden. Viele machen das vor einem solchen Gespräch, um danach relativ bald Distanz wahren zu können.


    Ich denke an dich heute Abend. Es ist gut, wenn nun bald Klarheit kommt.

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    Einerseits habe ich richtig Angst vor seiner Reaktion, andererseits finde ich den Gedanken total befreiend. Das fühlt sich komisch an.

    Das kenne ich. Beides hat lange angedauert (die Angst vor seinen Reaktionen und das befreiende Gefühl), aber das befreiende Gefühl war von Anfang an stärker.