@peacefull:

    Die "anderen" Macken kann man akzeptieren, das ist nicht das Problem. Jeder hat seine Eigenarten, seine Art zu leben, die der andere akzeptieren muß und auch meistens kann.


    Geht es aber dahin, dass man Verantwortung für den anderen übernehmen muß für dessen Leben oder den Narzissmus des anderen austragen muß .... das sind keine Macken mehr sondern was ganz anderes....:-)


    Gib' mir mal Adresse, Telefonnummer und so von Dir, dann überprüfe ich mal wie es bei Dir so aussieht *frechgrins* (ist nur ein Scherz!!!!! Nur mal so prophylaktisch betont ;-) ).


    LG

    @wieauchimmer

    So, so...bin jetzt echt am Grübeln, ob die uns wie beim "doppelten Lottchen" nicht in unserer frühen Kindheit auseinandergerissen haben ;-D......ich sehe das genauso wie Du und stelle mir dieselben Fragen...


    LG

    mann o mann wir müssten dann mal ansprüche definieren...


    ....


    also wenn ansprüche mit -- verantwortung für sich selber übernehmen -- gleichzusetzen sind (habe ich das jetzt richtig verstanden) .. wären das für mich undiskutierbare mindest voraussetzungen und keine ansprüche .. mich mal am kopf kratz ???


    ....

    @ also isa du gehst aber ran ;-D

    Sydney

    Zitat

    Du durchdenkst bereits im Vorfeld ein komplettes Beziehungsgefüge auf alle Eventualitäten noch bevor es überhaupt stattgefunden hat

    Das glaube ich nicht. Mein letzter Ex hatte von Anfang an Eigenarten, die mich nach rationalen Überlegungen, bz.w. wenn ich ein festes Schema hätte, wie einer sein muss, hätten sofort abschrecken müssen. Ich habe ihn aber mit diesen Eigenarten akzeptieren können. Ich habe auch kein festes Bild, wie einer sein sollte. Irgenwann vermittelte er mir aber mehr und mehr das Gefühl, dass er nicht mehr hinter unserer Beziehung steht, gab das aber nicht zu, sondern begründete sein Verhalten anders. Was tut man, wenn sich der Freund besser mit Frauen als Freundschaften versteht, man aber dennoch das Gefühl hat, dass die Frauenfreundschaften, die er zunehmend pflegte, nicht so ganz koscher sind? Freundschaften kann und will ich niemandem verbieten und wenn er mein dummes Gefühl, was ich dabei habe, als "Gespenster sehen" abtut?

    Zitat

    Du verlangst Treue?

    Nein, ich habe an meiner eigenen Eifersucht gearbeitet, als er den Wunsch hatte, weil ich eben in nichts dogmatisch bin und dachte, wieso soll es nicht gehen und wenn es ihm so wichtig ist, muss doch nicht die ganze Beziehung daran scheitern. Umgekehrt hat er sich aber gar nicht damit auseinandergesetzt, sondern einfach nur auf sein "Ich brauche das" bestanden, mich damit unter Druck gesetzt und mir vor allem nicht das Gefühl gegeben, dass ihm meine Gefühle dabei wichtig sind. Anstatt mir die Vertrauensbasis zu geben, auf der das vielleicht funktioniert hätte, hat er mir stattdessen immer mehr Anlass zu Mißtrauen gegebn, dass ich ihm nicht mehr wichtig bin.

    Zitat

    Dir gegenüber ehrlich zu sein

    Ich behaupte, dass ich das bin. Aber er war es nicht. Vor mir hatte er eine 8 jährige Beziehung, von der er mal irgendwann zugab, dass er sie nur anfangs geliebt habe und es sich die restliche Zeit mit ihr gemütlich gemacht habe. Sie fand es ok, ihm zu sagen, was er zu tun und zu lassen hat. Ich war nur nicht realistisch, weil ich daran glaubte: "Bei mir ist er ganz anders, weil ICH anders bin, als seine Ex"

    Zitat

    Treue und Loyalität sind etwas, was sich auch durch jede Sekunde einer Beziehung zieht, was sich immer wieder neu erschafft.

    Es war bei uns Dauerthema. Er schien gar nicht zu begreifen, was ich mit Loyalität eigentlich meine. Der machte manchmal den Eindruck, als sei er vom fremden Planeten.

    Komme kaum mehr nach...

    Also hier geht´s ja ab, habt ihr alle nichts anderes zu tun???


    Man kann jede Beziehung durch ständiges Hinterfragen, Abwägen, ich geb dir das, und was gibst du, zerlöchern. Kann man sich selbst überhaupt objektive Antworten geben? Ist vieles nicht nur eine Frage der Interpretation, die je nach augenblicklicher Stimmung anders ausfallen kann?


    So, ich muss wieder...


    LG

    peacefull

    Zitat

    ich kann nicht pünktlich sein köntne man noch mit dem zusatz erweitern... aber das hast du ja von anfang an gewusst und ich habe mich ja nicht geändert und früher war es auch kein problem für dich.. oder ? ...


    und hier liegt nämlich der hase im pfeffer

    Ich habe doch seine Unpünktlichkeit akzeptiert, ahbe nur nicht eingesehen, dass ich auf ihn warten muss, also hab ich nicht auf ihn gewartet. Das führte dazu, dass er aber ab und zu auf mich warten mußte und das passte ihm nicht. Der streit darüber find ja erst an, als er dann öfters auf mich warten musste.


    Er kann doch nicht von anderen erwarten, dass sie seine Unpünktlichkeit und Unverläßlichkeit akzeptieren, aber umgekehrt sauer auf andere sein, wenn sie ebenfalls unpünktlich und unverläßlich sind. Zu was ich selber nicht bereit bin, kann ich nicht von anderen erwarten, oder?

    Männer, Alphatiere der besonderen Art

    ...wenn ein Mann einem versucht seine Spielregeln aufzudrücken, wie es "wieauchimmers" Ex mit seiner Unpünktlichkeit getan hat, dann ist eigentlich klar (wie ich auch schon geschrieben habe), dass eine gleichberechtigte Partnerschaft für ihn eher ein Fremdwort ist. Entweder ist ihr dieser Umstand lange Zeit nicht aufgefallen oder sie wolltete ihn nicht sehen.


    Aber es gibt auch noch eine andere Möglichkeit der Erklärung, nämlich die, dass uns bestimmte, aber eben nur _ganz bestimmte wenige_ männliche "Macho-Eigenschaften" sehr gut gefallen, auf die wir im Kennenlernen mit einem Mann geradezu anspringen.


    Nun kristallisiert sich aber mit der Zeit heraus, dass diesen tollen Eigenschaften nicht die einzigen sind, dass dieses Alpha-Tier auch andere, leider sehr unangenehme Eigenschaften besitzt, die zu diesem Typ des Mannes scheinbar zwangsläufig mit dazu gehören.


    Einerseits hätten wir also gerne einen Mann, der uns in brenzligen Situationen beschützt, männlich-markant auftritt und ggf. für uns kämpft, aber bitte schön, nur - wenn es uns Frauen moderat erscheint ...*lach*, aber wenn die Männlichkeit zu überhand nimmt, sprich: Mann versucht Frau durch sein dominantes Auftreten unterzuordnen, dann wirds für uns Frauen meist kritisch.


    Natürlich kann man jetzt sagen, es müßte doch eine gelungene Mischung geben, aber realitisch betrachtet, sind die Chancen dazu eher schlecht. Und wer genauer darüber nachdenkt, dem dämmert auch weshalb das so ist: Frauen haben fast kein Problem damit ihre Identität zu verlieren, auch nicht im Spagat zwischen femininen Weibchen und toughem Weib. Den meisten Männern fällt das allerdings ganz und gar nicht leicht.


    Ich weiß nicht, ob das _die_ Erklärung ist, aber es wäre eine Möglickeit, die viele Fragen beantwortet.

    Sydney

    Zitat

    ich mich ja frei bewegen und dies oder jenes machen kann.

    Nicht ganz: Es gibt Dinge, die man tut, wo es keinen sinn macht, dass man sie überhaupt anfängt, wenn man jederzeit damit rechnen muss, dass es an der tür schellt und man unterbrochen wird.

    Zitat

    nach einer halben Stunde gehen

    Das ging leider nicht, weil ich meinen Sohn nicht einfach alleine lassen konnte!

    Zitat

    Deine Zeit und ungeteilte Aufmersamkeit fordert, der kann einem nie wirklich gut tun. Und an dieser Verhaltensweise würde ich das Wesen dieses Mannes festmachen.

    Er hats ja dann sogar eingesehen und sich ein Buch mitgebracht für die Wartezeit, aber war trotzdem unterschwellig immer beleidigt.


    Zeitweise klappte es auch, dass er mich um die Uhrzeit, zu der er eigentlich da sein wollte, anrief, um mir konkret zu sagen wie lange es noch dauert. Das war für mich ok, denn ich wußte, wieviel Zeit mir noch bleibt und hing nicht in dieser "Es könnte jeden Moment schellen" -Warteschleife. Leider hat er das dann aber immer wieder schludern lassen und ich habe keine Lust dazu, wenn man einen erwachsenen Menschen ständig an etwas erinnern muss, was man mit ihm abgemacht hat.

    @ peace:

    Zitat

    mindest voraussetzungen und keine ansprüche.. mich mal am kopf kratz

    Genau das ist es ja! Es sind Voraussetzungen, nur mir (und scheinbar auch wieauchimmer) sind bisher nur solche Männer begegnet, die einem solch eine Voraussetzung vormachten und sie aber nicht lebten...sondern irgendwann als Anspruch oder gar Forderung sahen.....


    ...

    Zitat

    also isa du gehst aber ran

    Na, man muß ja sehen wo man bleibt 8-) ;-D ;-D

    @wieauchimmer:

    Zitat

    Er kann doch nicht von anderen erwarten, dass sie seine Unpünktlichkeit und Unverläßlichkeit akzeptieren, aber umgekehrt sauer auf andere sein, wenn sie ebenfalls unpünktlich und unverläßlich sind. Zu was ich selber nicht bereit bin, kann ich nicht von anderen erwarten, oder?

    Genau das ist es!


    Dinge die er "getan" hat, wurden mir selbst zum Vorwurf gemacht....super! Wie soll man denn da gegenangehen, zumal der andere nicht mit sich reden lässt?


    LG

    peacefull

    Zitat

    es gibt sie schon die zwischendurch

    Wo

    Zitat

    aber die haben denn halt andere macken

    Es kommt drauf an, welche, aber Macken sind grundsätzlich ok. Leute ohne Macken oder Spleens finde ich langweilig. Die Macken sind doch oft das Besondere an einem Menschen und auch das Liebenswerte, wenn es sich nicht um welche handelt, gegen die man eine Aversion hegt. Sagen wir: Die Macken müssen so zueinander passen, dass man sich mit seinen jeweiligen Macken nicht gegenseitig ins Gehege kommt. Mit vielen kann man sich im Zweifel aber auch aus dem Weg gehen und irgendwelche schrulligen Eigenarten finde ich meist eher niedlich.

    Isabell


    Darin liegt das Probelm, wir fordern nicht. Leider übersehen wir oft am Anfang einer Beziehung uns. Wir tun alles um nicht mehr allein zu sein. Und geben somit viel zu viel. Der Partner gewöhnt sich sehr schnell daran, und ist dann beleidigt, wenn er es nicht mehr bekommt.


    Ich habe gelernt, meine Ansprüche genauso wichtig zu nehmen. Es ist nicht immer leicht, wenn man verliebt ist, den Kopf mit einzubringen. Aber ich war mir ganz einfach bewusst, das es sein muss, denn ansonsten stehe ich wieder mit einem überanspruchsvollen Partner da und ich bleibe auf der Strecke. Auch meine Ehe lief in dem Schema ab, das ich für alles und jedes die Verantwortung übernehmen musste, bis ich daran zerbrochen bin.


    Vielleicht hatte ich bei meinem jetzigen Partner einfach auch eine ganze Menge Glück. Aber ich habe von Anfang an auch meine Wünsche mit eingebracht und sie werden genauso von ihm mitgetragen. Es war am Anfang für mich nicht immer leicht, am Ball zu bleiben, den Liebe macht bekanntlich blind.


    wieauchimmer


    Zur Pünktlichkeit. Ich bin da überaus genau, was ich auch von meinem Parnter und meinen Kindern erwarte. Mein Partner hatte damit auch so seine Probleme. Da bin auch ich einfach zu spät gekommen, da kriegt er Angst. Seither kann auch er pünktlich zu sein.


    Ich bin auch nicht dafür den Partner zu erziehen, denn das kann man sowieso nicht. Aber es ist möglich, dahingehend Einfluss zu nehmen, ob das geben und nehmen stimmt. Aber von Anfang an, und nicht erst nach einiger Zeit.


    Ich glaube doch, dass du eine sehr starke Persöhnlichkeit bist. Das musst du aber auch in der Partnerschaft bleiben, und zwar nicht für ihn sondern für dich. Leider ist es oft so, das besonders starke Frauen Männer anziehen, die nicht so stark sind, die sich gerne von einer Frau verwöhnen lassen, die die Verantwortung übernehmen. Sie suchen einen Mutterersatz. Und viele Frauen lassen sich am Anfang auch all zu gerne auf diese Rolle ein. Werden dabei aber auf eine Rolle reduziert, die nicht passend ist. Leider merken wir es erst, wenn wir schon lange diese Rolle übernommen haben. Und der Mann reagiert beleidigt oder irretiert, wenn wir diese Rolle nicht mehr wollen.


    LG