• Lieblose Freundin

    Hallo, hab mich extra hier registriert auf den Rat einer guten Freundin, da ich momentan eiinfach nicht weiterweiss und sehr verzweifelt bin. und zwar: Ich (23) bin mit meiner Freundin (25) 7 Monate zusammen. Alles schön und gut eigentlich sind wir sehr glücklich. Wenn da nnicht die paar Punkte wären a). GRENZENLOSER GEIZ Es ist so: sie wohnt in einer…
  • 96 Antworten

    Wieso nimmt man nicht einfach die Informationen, die dort stehen, wie sie da stehen und denkt sich einfach nichts aus oder fragt nach, wenn einen etwas interessiert? Anders ist Hilfe eine unnötig komplizierte Sache.

    Ich habe nicht gelesen das der TE nicht arbeitet, er schrieb doch sie verdiene halt dreimal mehr, daher meine Annahme das er auch verdient, nur weniger.


    Und studieren ist nunmal nicht billig, zudem das er Miete, Nebenkosten und all das was man zum Leben benötigt wohl selber zahlt.


    Die Freundin des TE hat die Wohnung überschrieben bekommen und zahlt nach Aussage des TE nur die Nebenkosten, das tut aber nichts zur Sache.


    Ich finde es auch quark wegen 200 Euro, die einmalig erfragt worden sind, so einen Aufriss zu machen und beleidigend zu werden.


    Zudem wollte er sie nicht geschenkt haben, sondern geliehen.


    Ich hab schon öfter höhere Beträge verliehen an Menschen die mir nicht so Nah stehen wie mein Partner.


    Nicht an Menschen die über ihre Verhältnisse leben, sondern an welche die im falschen Augenblick knapp bei Kasse waren und z.B eine hohe Tierarztrechnung nicht zahlen konnten oder auch schon für andere Dinge.


    Hier wird sich viel zu sehr auf die 200 Euro versteift. Es geht doch vielmehr um das miteinander.


    Wie gehen sie miteinander um?


    Wenn die TE ihren Freund von oben herab behandelt und er kuscht wird es nicht besser, dann hat sie ihren Fußabtreter für Tage an dem es ihr nicht gut geht.


    Zudem hab ich gelesen das es ihr wohl auf der Arbeit nicht zusagt ":/ .


    Vielleicht ist sie mit sich unzufrieden?

    Zitat

    Wieso nimmt man nicht einfach die Informationen, die dort stehen, wie sie da stehen und denkt sich einfach nichts aus oder fragt nach, wenn einen etwas interessiert? Anders ist Hilfe eine unnötig komplizierte Sache.


    Dumal

    Meinst du mich?

    :)^ Sehe ich genauso.


    Ich persönlich lebe nicht über meine Verhältnisse und für einen Urlaub so viel Geld rauszuhauen, dass ich mir dabei dann nichtmal mehr was leisten kann, geht einfach nicht (für mich). Und nein, ich habe noch nie einen Kredit aufgenommen und ja, tatsächlich finde ich, dass auch ein Immobilienkauf, den man auf Kredit macht, etwas davon hat, über seinen eigentlichen Verhältnissen zu leben. Das ist eine Grundeinstellung, die von der des TEs offensichtlich abweicht. Was man sich selbst erarbeitet hat, kann man ausgeben, wie man möchte, was man nicht hat, kann nicht ausgegeben werden.

    Zitat

    Die Anspruchshaltung des TE habe ich noch nicht gefunden.

    Dann hast du nicht richtig gelesen. Er hat seinen Anspruch, wie es in einer Beziehung laufen soll, doch recht deutlich beschrieben. Ansprüche zu haben, ist allerdings nicht per se schlecht oder negativ. Da liegt vielleicht das Missverständnis.

    Zitat

    Nicht an Menschen die über ihre Verhältnisse leben, sondern an welche die im falschen Augenblick knapp bei Kasse waren und z.B eine hohe Tierarztrechnung nicht zahlen konnten oder auch schon für andere Dinge.

    Und genau das ist doch der Unterschied. Er ist nicht knapp bei Kasse, weil er eine unerwartete Rechnung hatte, sondern weil er sehenden Auges einen Urlaub mit ihr zusammen gebucht hat und (jedenfalls stellt es sich so dar), DANACH seine Freundin um Geld gebeten hat, weil es seine Verhältnisse übersteigt. Warum hat er das nicht vorher berücksichtigt? Warum bucht er einen Urlaub, den er sich gerade so leisten kann, darüber hinaus aber nichts mehr (oder zumindest nicht viel)? Weil sie ja genug Geld hat? Das ist aber nicht seines. Und wenn nicht klar war, dass sie es ihm leihen möchte/ würde, kann er damit einfach nicht rechnen.

    Zitat

    Hier mal meine persönliche Meinung: Ein Mann hat NIEMALS damit zu rechnen, dass eine Frau für ihn zahlt, selbst wenn sie finanziell besser gestellt ist als er. Wenn Dir das Geld, das Du hast, zu wenig ist, dann such Dir einen Nebenjob, anstatt zu erwarten, dass Deine Freundin Dich aushält. Etwas Stolz täte Dir gut.

    Das sehe ich genauso. Mein spontaner Gedanke war, warum der TE sich aushalten lassen will?


    Dass sie ihren Freunden - die sich anscheinend auf Augenhöhe befinden - ab und zu mal eine Runde spendiert und ihm nicht zeigt mir persönlich, dass sie ihn als Partner anders "bewertet" als ihre Kumpels, die sie ihrerseits wohl auch ab und zu mal einladen. Ich fände es auch peinlich, wenn ich einen Freund hätte, er von mir erwartet, dass ich Geld in ihn stecke. Mit etwas Pech kommt man sich dann fast noch billig vor, nämlich dass man sich einen Freund hält wie einen Gigolo.


    Ich kann gut verstehen, dass sie ihren Freund nicht aushalten will. Die Art, ihm das zu sagen, ist vielleicht nicht elegant, aber wir waren nicht dabei und wissen nicht, wie lange das schon so geht, wie es am Anfang war und was sie schon alles für ihren Freund bezahlt hat. Wer hat denn eigentlich den Urlaub bezahlt? Flug, Hotel? Ich finde es schon ziemlich daneben, dann auch noch Taschengeld zu wollen wie ein kleiner Junge. Sie ist nicht Deine Mutter! Ich verstehe auch gar nicht, warum Du nicht mal auf die Idee kommst, dass es auch für einen jungen Mann viel besser aussieht, wenn er nichts will, was er nicht bezahlen kann und um etwas bezahlen zu können, lieber kellnern zu gehen als seine Freundin anzuschnorren.

    Zitat

    Dann hast du nicht richtig gelesen. Er hat seinen Anspruch, wie es in einer Beziehung laufen soll, doch recht deutlich beschrieben. Ansprüche zu haben, ist allerdings nicht per se schlecht oder negativ. Da liegt vielleicht das Missverständnis.

    Das Wort "Anspruchshaltung" wurde hier im Thread aber in eindeutig abwertendem Sinne gebraucht, und unterstellt wurde dem TE der Anspruch, daß seine Freundin ihn "aushält". Tatsächlich geäußert hat er hier aber nur die Ansprüche,


    1. nicht beschimpft zu werden


    2. nicht gegenüber den Freunden seiner Freundin herabgesetzt zu werden (sie werden eingeladen, er nicht).


    Aus dem Verhalten der Freundin des TE lese ich schon viel eher eine Anspruchshaltung heraus, nämlich die, die einige Frauen hier ja auch so nett geschildert haben: "Eine Frau will halt von ihrem Partner eingeladen werden und nicht umgekehrt." Also mit anderen Worten, vermutlich will SIE sich aushalten lassen und ist unzufrieden, daß der TE das Geld dafür nicht hat.


    "Sie ist mit seinem Leben nicht zufrieden", den Eindruck habe ich auch, aber das steht ihr schlicht nicht zu. Sie sollte sich hübsch um ihr eigenes Leben kümmern. Entweder sie liebt ihren Freund oder eben nicht. Aber "nun ja, er sieht gut aus und hat Potential, aber er sollte eigentlich ganz anders sein", das ist keine sinnvolle Einstellung. Das einzige, wofür ich wirklich Verständnis habe, ist ihre Abgespanntheit nach der Arbeit.

    Zitat

    Mit etwas Pech kommt man sich dann fast noch billig vor, nämlich dass man sich einen Freund hält wie einen Gigolo.

    :-o


    Aber Frauen werden nun mal gerne von ihrem Partner verwöhnt? Kommt man sich da nicht vor wie eine...hm....

    MsGalotti

    Jein. Bei dir sehe ich einen Punkt problematisch:

    Zitat

    dass du schon so lange studierst

    Das Problem ist nicht deine folgende Idee. Das Problem liegt in diesem vermeintlichen Fakt. Es kann, und das passiert leider recht häufig, von anderen aufgegriffen, in die Gedanken aufgenommen und hat dann Einfluss auf die Beiträge. Es kann ja auch sein, dass du diese "Information" von zwetschge 1 aufgenommen/übernommen hast. Das kann dann eine "Stille Post"-Entwicklung in Gang setzen. Dann geht es nicht mehr um das was jemand, hier Peter-paxi23, tatsächlich geschrieben hat, sondern um das, was manche denken was er geschrieben hat.

    Zitat

    Aus dem Verhalten der Freundin des TE lese ich schon viel eher eine Anspruchshaltung heraus, nämlich die, die einige Frauen hier ja auch so nett geschildert haben: "Eine Frau will halt von ihrem Partner eingeladen werden und nicht umgekehrt."

    Das wiederum kann ich nicht erkennen (von den hier schreibenden Damen mal abgesehen). Ich habe den Eindruck, dass es in der Beziehung derzeit sehr angespannt ist und sich an einigen Reibungspunkten zu entladen scheint. Hier sollte der TE mal nachfühlen, was die Ursache dafür ist.

    Zitat

    Entweder sie liebt ihren Freund oder eben nicht.

    Genau.

    Stimmt, es kann sein, daß ich das Verhalten der Freundin falsch interpretiere. Vielleicht hat ihr Verhalten völlig andere Gründe. Seltsam finde ich es trotzdem.

    Der TE führt einerseits Geiz der Freundin als gravierenden Charaktermangel an, entrüstet sich aber gleichzeitig, weil sie, ganz ungeizig, Freunde eingeladen hat. Hm.


    Wenn der Geiz der Freundin also nur beim TE auftritt, liegt doch die Vermutung nahe, dass ihr "Geiz" ihm gegenüber irgendwas mit ihm bzw. seinem Verhalten zu tun hat und kein genereller Teil ihres Wesens ist.


    Persönlich hätte mich am geschilderten Szenario an der Stelle der Freundin gestört, dass man erst bucht und sich dann um die Finanzierung kümmert - da hätte ich mich auch nicht wohl damit gefühlt an ihrer Stelle, ich hätte den Eindruck gehabt, dass hier selbstverständlich davon ausgegangen wird, dass das Geld geliehen wird und das darum bitten wird dann zu Formsache degradiert.


    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Geld hier nur ein Stellvertreter für ein anderes Problem ist, weil dieser "Geiz" nach den Schilderungen des TE ja offensichtlich nicht zu ihrem "normalen" Verhalten ihrem sozialen Umfeld gegenüber entspricht. Das würde auch erklären, warum sie so stark reagiert.

    Bemerkenswett und etwas erschreckend finde ich:


    Thread-Titel: Lieblose Freundin.


    Diskutiert wird über Geiz und Geld.


    Seltsamer Verkauf der Diskussion. Bei mir bleibt der Eindruck, dass Hier


    "gibt kein Geld" mit "gibt keine Liebe" gleichgesetzt wird. Dadurch ensteht natürlich der Eindruck einer Erwartungshaltung des TE an seine Beziehungspartnerin in monetärer Hinsicht.

    Ich habe seine Anspruchshaltung nicht auf die Freundin bezogen, sondern finde sie generell in seinem Denken. Irgendjemand wird sich schon finden, der ihm das Leben finanziert, dass er sich als Student nicht leisten kann. Anstatt zu verzichten, damit abzufinden, dass man als Student nicht die gleiche Art Urlaub, Essen gehen oder was immer leisten kann, erwartet er dann klammheimlich, dass sie, seine Eltern oder wer auch immer ihm unter die Arme greift.


    Ich finde schon die ganze Urlaubsplanung unerwachsen. Sie haben das doch gemeinsam gemacht, also lege ich in den Topf, was kann ich mir leisten und plane danach Ziel und Zeitraum und -dauer. Hat er sich nicht getraut zu sagen, dass das anvisierte Ziel für ihn zu teuer ist? Hat er vorausgesetzt, dass sie das schon für ihn übernehmen wird? Wieso legt er nicht ganz klar die Karten auf den Tisch, das und das kann ich mir leisten, denn ich bin Student, und das geht eben nicht.


    So eine Haltung würde bei mir Augenhöhe erzeugen als der Versuch auf Kosten anderer irgendwie mitzuhalten. Und sein grundsätzliches Denken (ihr tuts doch nicht weh, sie hat viel mehr, sitzt in einer vom Vater finanzierten Eigentumswohnung) ist nach gerade mal einem halben Jahr Beziehung unsympathisch. Es handelt sich ja nicht um eine lange, gewachsene Beziehung und sie ist gerade eben in der Phase, in der sich überhaupt erst herausstellt, ob es passt oder nicht. Möglich, dass es deshalb auch kriselt.

    Wenn es tatsächlich mit seinem Verhalten zu tun hat, ist es aber nicht sinnvoll, ihn mit solchen Maßnahmen erziehen zu wollen. Dann sollte sie lieber offen sagen, was sie stört (etwa "ich habe nicht den Eindruck, daß du einen Abschluß deines Studiums anstrebst, das stört mich; ich möchte nicht mit einem ewigen Studenten leben". Jetzt als rein fiktives Beispiel!!!).


    Das mit dem Urlaub ist wohl dumm gelaufen. Wäre aber immer noch interessant, ob wirklich BEIDE den Urlaub so wollten und dem TE die Unterfinanzierung erst im Nachhinein aufgefallen ist – oder ob vor allem SIE den Urlaub so wollte, vielleicht aus Unlust, sich dem Partner zuliebe einzuschränken. Sie kennt ja seine finanziellen Verhältnisse. Möglich, daß sie den Vorschlag gemacht hat und er dann dachte "da sie weiß, daß das eigentlich zu teuer für mich ist, hat sie wohl vor, mir dann was zu leihen". Kann auch alles ganz anders gewesen sein, jedenfalls ist bei der Planung irgendwas gemeinschaftlich falsch gemacht worden.


    Daß sie gegenüber dem TE weniger spendabel ist als anderen gegenüber, KANN am Verhalten des TE liegen – es KANN aber auch an ihren Vorstellungen von einer Beziehung liegen und gar nichts mit seinem Verhalten zu tun haben.

    Es geht ihm ja gerade nicht ums Geld, sondern um die Herabsetzung (er scheint ihr weniger wert zu sein als die Freunde. Sie beschimpft ihn als Schmarotzer).