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    Und zu mir meinten sie auch, dass sie die Frau dadurch noch mehr zu schätzen gelernt haben.

    Ich will niemandem was unterstellen, aber das klingt irgendwie scho sehr nach Trophäe oder... Preis für die eigene Bemühung? ":/


    Lieben sie diese Frauen denn für die Gesamtheit ihrer Person, innen wie außen? Und sollte es dann nicht egal sein, wie schwer sie zu haben waren? Ist ja keine Medaille, die umso mehr wert ist, je mehr ich mich anstrengen musste.


    ??Ich habe mich bei meinem Partner auch ziemlich ins Zeug gelegt, aber ich würde ihn nicht weniger lieben, wenn er den ersten Schritt gemacht hätte und ich gar nichts hätte tun müssen. Einfach weil er er ist, mit seinen ganz speziellen und einzigartigen Eigenschaften??

    @ ErdeundMond_1986

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    Ehrlich, bist du da so stark und diszipliniert? Finde ich toll, ich könnte es wohl nicht.

    *hust* natürlich bin ich auf dem Papier so diszipliniert. In der Realität unter Umständen nicht ganz so, da kann es sein dass es was dauert bis ich dann zum Selbstschutz den Kontakt abbrechen würde.


    Aber auf eine Bettgeschichte wenn ich verliebt bin und sie mir sagt sie will keine Beziehung würde ich mich nach Kräften nicht einlassen. Klar, wenn die Frau es da krass drauf anlegt gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit dass ich dann doch schwach werde.

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    Und wenn du die Bettgeschichte mit ihr hättest, könntest du im Laufe der Zeit ja so oder so, unabhängig davon ob sie eine Beziehung will oder nicht, Gefühle entwickeln, korrekt?

    Klar, auch in etwas anfangs als reine Bettgeschichte gedacht war (auch von mir) kann es passieren dass sich da Gefühle entwickeln. Ich habe da die Theorie dass dies früher oder später passiert wenn der Sex eben sehr gut und innig ist. Da bin ich nicht davor gefeit mich zu verlieben.

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    Oder würde dich ihr "Beziehungskorb" hemmen können, Gefühle im Laufe einer Affäre zu entwickeln?

    Wenn es mir nicht gelingt mich gar nicht auf eine Affäre einzulassen so würde ich dann in der Affäre recht wenig Nähe zulassen aufgrund des Beziehungskorbes.


    Ich muss jetzt aber auch sagen, dass ich ein recht rationaler Mensch bin. Das ist einfach eine Charaktersache. Das ermöglicht es mir dann wohl gegebenenfalls zu 100% entgegen meinen Gefühlen zu handeln. Wäre ich ein eher emotionaler Mensch wäre das denke ich nicht möglich.


    Und im Grunde ist Rationalität in Beziehungsdingen nicht immer hilfreich. :-)

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    Wenn man ins Detail geht, haben einige Männer mir immer erzählt, dass sie sich sehr bemühen mussten, dass sie oft abgelehnt wurden von ihrer "Traumfrau" und sich richtig ins Zeug legen mussten - die Frauen haben es ihnen nicht "leicht" gemacht. Und zu mir meinten sie auch, dass sie die Frau dadurch noch mehr zu schätzen gelernt haben.

    Hm, also meine Beziehungen haben sich immer auf irgendwie ganz natürliche Weise ergeben, ich hatte da nicht den Eindruck dass ich mich ins Zeug legen musste. Da reichte es dass ich einfach ich selbst war.


    Schätzen gelernt habe ich meine Partnerinnen schon bevor es zu einer Beziehung kam, im Laufe der Beziehung kamen dann eventuell nicht Eigenarten dazu die ich entdeckte und auch sehr schätzte.


    Mag sein, dass das nun die Gelassenheit des Alters ist, aber ich sage mir ich bin ja nicht wegen Bettelei vorbestraft, wenn eine nicht will, dann will sie eben nicht. Und den Eindruck dass sie nicht will erlange ich schnell wo andere wohl eine Aufforderung sehen sich ins Zeug zu legen.


    Vielleicht bin ich auch einfach nur faul. ;-D

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    Hm, also meine Beziehungen haben sich immer auf irgendwie ganz natürliche Weise ergeben, ich hatte da nicht den Eindruck dass ich mich ins Zeug legen musste. Da reichte es dass ich einfach ich selbst war.

    That. Ich finde diese ganze "Beziehung erarbeiten, Partner gewinnen" genauso gruselig wie "um den Partner kämpfen" und "den Partner zurückerobern".


    Meine Beziehungen haben sich auf ebensolche Weise ergeben - ich will den anderen, weil er so ist wie er ist, und erwarte dasselbe vom Gegenüber.

    Natürlich spielen Frauen niemals Spielchen und selbstverständlich sind Männer auch völlig immun dagegen. Sieht man ja an den Kommentaren hier.


    Aber wenn man es mal nicht unter "Spielchen spielen" fasst, sondern eher als "natürlichen Verlauf", ist an der Sache womöglich schon was dran;


    Wird man zu früh mit dem Bindungswillen konfrontiert, meldet sich da vielleicht innerlich eine Stimme mit:"Halt, Moment mal.. will ich das überhaupt?" Und das zu einem Zeitpunkt, wo man sich eben nicht klar und deutlich auf diese Seite schlagen kann, also nimmt man eher Abstand. Bzw., wenn die Gegenseite suggeriert hat, dass da der klare Beziehungswille ist, kann man(n) das ja eher mal auf die lange Bank schieben. Der andere Aspekt: steckt man(n) die Energie darein, den anderen von der super Idee "Beziehung" zu überzeugen, überzeugt er sich selbst gleich mit damit.


    In Deinem anderen Faden fällt dieser typische Satz "..geht mir zu schnell..". Übersetzt heißt das ja: "ich bin mit den Gefühlen (noch) nicht soweit".


    Schaue ich auf den Beginn meiner jetzigen Beziehung: Mein Partner kam anfangs für mich als Partner keinesfalls infrage. Das hab ich ihm auch so mitgeteilt (glaube ich), naja, die Gründe gegen eine Beziehung waren auch offensichtlich (großer Altersunterschied). Das war von meiner Seite aber kein "Spielchen spielen" im Sinne von, ich halte ihn lange hin usw., es war einfach so. Er konnte somit mir näher kommen, seine Verliebtheit weiter entwickeln, ohne dass die Gefahr bestand, dass ich ihn sofort am Schlawittchen packe und zu meinem Freund erkläre, bevor er überhaupt gefestigt in seiner Verliebtheit (soll heißen, mir komplett verfallen ;-) ) ist.


    Vielleicht verlieben sich Männer und Frauen unterschiedlich, vielleicht ist es aber auch kein Männer-/Frauen-Ding und selbstverständlich sind wir ja auch alle super mega einzigartig, ganz unabhängig vom Geschlecht. Dann würde ich es mal als menschliches Phänomen bezeichnen, dass wir etwas, wofür wir viel investieren, auch besonders wertschätzen. Das gilt nicht bei allem und immer, ist aber ein beobachtbares Phänomen.


    Vielleicht ist bei Frauen "ich will unbedingt eine Beziehung" das Pendant zu "ich will unbedingt Sex" bei Männern. Kann abschreckend/unsexy sein. Da jeweils ne etwas entspanntere Einstellung zu haben, ist womöglich attraktiver. Spielchen spielen hin oder her...

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    Wird man zu früh mit dem Bindungswillen konfrontiert, meldet sich da vielleicht innerlich eine Stimme mit:"Halt, Moment mal.. will ich das überhaupt?" Und das zu einem Zeitpunkt, wo man sich eben nicht klar und deutlich auf diese Seite schlagen kann, also nimmt man eher Abstand. Bzw., wenn die Gegenseite suggeriert hat,

    Das verstehe ich nicht- aber vielleicht denke und fühle ich nicht spekulativ genug.

    @ Erde und Mond.

    Hat der Mann keinerlei Erfahrung, schleicht er dir vielleicht hinterher. Klar, aber ganz ehrlich ab einem gewissen Alter sollte man ganz einfach irgendwelche Spielchen lassen. So ab 30 aufwärts, da sollte man wissen, was man will. :)D

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    @Männer: Als Frau am Besten sagen "Ich will keine Beziehung"?

    Vielleicht wäre es am Ende einfach nur die Wahrheit?


    Dieses Klischee von den Männern die nur Sex wollen, und den Frauen, die eine Beziehung wollen, kommt doch aus der Zeit vor der Verhütung.


    Heute wollen alle nur noch Sex! ;-)


    ]:D