Ich finde ihr habt da beide ein riesen Pensum und würde da auch versuchen zu optmieren wo möglich. Wohnort, wie von Hag angesprochen, Putzkraft für zu Hause engagieren, Steuerberater den ganzen Papierkram übernehmen lassen. Bei zwei Jobs sollte das finanziell ja eigentlich drinne sein.

    Wo wohnt Ihr denn, wenn Du jeden Tag (einfache Strecke 110 km?? :-o ) fahren und Dein Mann pendeln muss? Das frisst ja offensichtlich auch viel Zeit.


    Lässt sich da nicht mittelfristig was ändern?

    @ hag-tysia

    Zitat

    sein krempel, ich vermute, er ist selbständig? kannst du den ggf unter der woche mit machen? dürften ja nur rechnungen sein und vorsteuer eintippen, oder? oder kann er ein tablett oder ein notebook mitnehmen unter der woche und abends jeden tag ein bisschen büro machen?

    Ja, er ist selbstständig. Was soll ich denn noch alles machen. Dann komme ich ja gar nicht mehr zum schlafen. Wenn er Kleine im Bett ist mache ich ja schon Haushalt, Garten und mein Papierkram. Außerdem kümmer ich mich noch um seine Mieter. Das noch mit zumachen würde bedeuten, dass ich erst zwischen 12 und 1 im Bett bin. Finde ich auch nicht so toll.


    Ein Notebook hat er mit. Schaut aber halt lieber Filme, statt das zu machen.

    Zitat

    wie habt ihr euch denn vorher abgesprochen? ich meine, die bedingungen waren doch vorher auch so, oder?

    Vorher hatten wir irgendwie mehr Zeit ":/


    Aber abgemacht war, dass er einmal die Woche nach Hause kommt, wenn der Kleine da ist. Und er sich mit drum kümmert.

    Zitat

    wäre ein umzug in die nähe deiner arbeitsstelle drin?

    Ein Umzug wäre eher schlecht, da wir ein Haus haben. Aber das ist ne andere Geschichte. Jobmäßig war mit meinem Chef alles eh alles anders abgesprochen...


    Wechsel aber eh zum 01.06. die Stelle. Näher an den Wohnort.

    Zitat

    Kann dein Mann unter der Woche ein paar Prozent runterfahren, damit er am Wochenende mehr Luft hat?


    Kannst du auf vier Arbeitstage reduzieren, mit dem gleichen Ziel?

    Ich glaube, dass das schwierig wird. Dann müsste er ja eher aufstehen... Oder eben in seiner "Freizeit" was für die Firma machen.


    Ich kann eher nicht reduzieren. Da wir finanziell getrennte Kassen haben, komme ich sonst mit meinem Verdienst nicht hin.

    @ Danae:

    Zitat

    Putzkraft für zu Hause engagieren, Steuerberater den ganzen Papierkram übernehmen lassen. Bei zwei Jobs sollte das finanziell ja eigentlich drinne sein.

    Putzkraft hatte ich. Hat dann aber gekündigt. Seitdem habe ich keine mehr gefunden.


    Und der Steuerberater macht schon viel. Aber er hat da ein Vertrauensproblem und macht alles selber nochmal. Vorallem die Verwaltung und Auflistung der Belege.

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    Wo wohnt Ihr denn, wenn Du jeden Tag (einfache Strecke 110 km?? :-o ) fahren und Dein Mann pendeln muss? Das frisst ja offensichtlich auch viel Zeit.

    Wir wohnen in der Nähe von Augsburg. Ich bin in München angestellt. Wurde aber gegen alle Absprachen in die Schwäbische Alb versetzt.

    ja, gut, dann würde ich mir auch die freizeit erkaufen in form eines steuerberaters, der eben nicht nur die steuerklärung organisiert, sondern komplett die papiere übernimmt.


    hilft ja nichts, wenn er sich mit der thematik offenbar schwer tut und du dafür einfach keine luft mehr hast.


    und auch in form einer haushaltshilfe - die einkünfte von dem tag, an dem er eigentlich heim kommen wollte (nach abzug von steuern, versicherung und aufwänden sollten das pro monat ja um die 600 euro sein, wenn er gewinnbringend arbeitet), bieten sich dafür doch geradezu an.


    und hey, ab 1.6. wird es schon zeitlich ein wenig entzurrter für dich.

    Zitat

    Und der Steuerberater macht schon viel. Aber er hat da ein Vertrauensproblem und macht alles selber nochmal. Vorallem die Verwaltung und Auflistung der Belege.

    passt nicht mit

    Zitat

    Ich glaube, dass das schwierig wird. Dann müsste er ja eher aufstehen... Oder eben in seiner "Freizeit" was für die Firma machen.

    entweder er will freizeit oder er will alles in der eigenen hand behalten. beides geht nunmal einfach nicht.

    Also neue Haushaltshilfe finde ich elementar und die sollte dann auch von beiden 50/50 gezahlt werden, immerhin macht sie ja auch seinen Anteil mit. Seine Mieter, kann man die nicht an einen Makler abgeben?


    Ansonsten würde ich sagen ist es schlicht sein Problem wie er das mit seinen Papieren organisiert. Entweder er lernt Vertrauen oder er verzichtet auf Freizeit. That's it. Das ein Kind Zeit braucht ist nicht gerade eine riesen Überraschung, da muss man halt irgendwo anders Abstriche machen.

    Das Problem mit der Haushaltshilfe fängt schon da an, eine gute zu finden. Ich suche seit fast einem Jahr. Aber eine brauchbare habe ich noch nicht gefunden.


    An einen Makler kann man glaube ich ja nur die Suche abgeben, oder?

    so sehe ich es auch.


    darüber, was alles nich geht, habt ihr ja offenbar schon ausführlich geredet.


    nun muss er eben mal auflisten, was denn möglich wäre, um euch mehr freiraum zu verschaffen.


    und gemeinsam solltet ihr darüber reden, wie ihr eure wochenenden künftig besser gestaltet, so dass jeder seine ruhezeiten hat, aber auch gemeinsame sachen drin sind.

    Zitat

    Das Problem mit der Haushaltshilfe fängt schon da an, eine gute zu finden. Ich suche seit fast einem Jahr. Aber eine brauchbare habe ich noch nicht gefunden.


    An einen Makler kann man glaube ich ja nur die Suche abgeben, oder?

    haushaltshilfe: agenturen


    mieter: wenn man nicht an einen makler übergeben kann, muss doch bei selbständigkeit, einnahmen aus vermietungen und deinem gehalt mehr als genug da sein, um jemanden dafür einzustellen.

    Kein Makler, eine Wohnungsverwaltung könnte das übernehmen.


    Ich glaube, Ihr habt grundsätzlichen Redebedarf. Jeder macht sein, Jeder bezahlt seins (?), das klingt für mich nicht nach einer guten Partnerschaft...


    Ansonsten war mein Mann auch nicht der Super-Kümmerer, als unsere Tochter klein war (wobei ich schon Freiräume hatte, ich musste die aber auch einfordern), allerdings war ich arbeitsmäßig auch nicht so doll belastet (20 Stunden, Arbeitsweg von 10 Minuten mit dem Auto, 2 Großelternpaare in der direkten Nähe).

    Na, es gibt ja aber auch welche die sich um die Hausverwaltung mitkümmern.


    Ansonsten würde ich eventuell die Finanzierung des gemeinsamen Lebens nochmal besprechen. Zahlt ihr Kindergarten und so auch genau jeweils 50/50? Ich habe festgestellt, dass in vielen getrennten Kassen irgendwie solche Dinge nicht berücksichtigt wurden. Ansonsten könnte man ja eventuell auch über anteilige Kosten sprechen. Also wenn er 50% mehr verdient, dann wäre es ja auch eine Möglichkeit zu sagen er übernimmt 60-70% der gemeinsamen Kosten nachdem du schon eher 90% der gemeinsamen Arbeiten übernimmst. Das würde es dir dann ermöglichen Jobtechnisch kürzer zu treten, wenn du willst und so deinen Alltag zu entzerren.


    Das ist natürlich keine Option wenn du lieber 30 Stunden arbeiten magst, könnte ich auch gut verstehen, wenn du da keine Lust hättest dich mehr an seine Wünsche anzupassen. Dann aber sollte er konstruktiv mit arbeiten am Problem zu Hause. Wäschedienst organisieren, Staubsuagerroboter anschaffen, Gärtner einstellen oder was immer hilfreich ist und Entlastung schafft, solange keine gute HAushaltshilfe aufzutreiben ist.

    Geredet habe ich schon. Mindestens genauso oft sind mir die Tränen gekommen. Dann verspricht er Besserung. Nur Umsetzen tut er es nicht.


    Ich würde mir ja nur wünschen, dass er,


    - wenn der Kleine denn mal früh aufsteht (was ja nicht so oft vorkommt) dann auch mit ihm aufsteht. Und ansonsten mit uns frühstückt.


    - sich die Zeit nimmt auch mal was mit uns zu unternehmen. Und nicht entweder Papierkram macht, oder keine Lust hat


    - mich ein bisschen beim Haus und Garten unterstützt.