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    Bügeln hat auch den Vorteil, dass es machbar ist, wenn der Kleine schon schläft, da er davon nicht wach wird.

    Nur mal ne Frage: Was bügelst Du? Seitdem wir Kinder haben, bügeln wir kaum noch was. Meine Hemden gehen in die Reinigung, das ist bei zwei Verdiensten allemal drin. Die Kinderklamotten werden nicht gebügelt, Jeans auch nicht mehr. Mit Kindern muss man lernen, Abstriche zu machen. Am Ende macht derjenige am meisten im Haushalt, der die niedrigere Reizschwelle hat. Ich hab einen Verwandten gehabt, der hat selbst seine Unterhosen gebügelt. Wer da den Haushalt gemacht hat ist klar oder?


    Ansonsten ist mir schon im Startpost ein Satz aufgefallen:

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    Ich bin grad nämlich nicht ganz so glücklich mit der Hilfe, die mein Mann mir / uns entgegen bringt.

    Das sagt eine Menge über Dein oder Euer Weltbild. Mal ehrlich, es ist nicht DEIN Kind, nicht DEIN Haushalt, wo der Mann etwas helfen muss. Haben ja schon andere geschrieben. Es ist EUER gemeinsames, wo der Mann sich gefällgst einbringt, so dass am Ende beide etwa gleich viel tun. Wenn Du die ganze Woche mit Arbeit und Kind einen 20 Stunden Tag schiebst und er guckt in der Woche abends Videos, damit er am Wochenende frei hat, also bitte...


    Ansonsten würde ich mal sagen, wenn das anders nicht geht, dann reduziert auf 20 Stunden und er springt halt finanziell ein. Die Idee, getrennte Kassen zu machen ist absurd, wenn man ein Kind hat. Hey, sonst lass Dich für die Kinderbetreuung von ihm bezahlen, Stundensatz 100€ brutto, wenn er meint, sein Verdienst ist seins und das Kind betreust Du so nebenbei... Zumal bei zwei Jobs und Vermietung ja nun Geld hoffentlich genug da ist? Zugewinngemeinschaft habt ihr in der Ehe hoffentlich nicht auch noch ausgeschlossen, sonst geht's langsam Richtung Ausbeutung. Man ist ja beim Thema getrennte Kassen schon bald geneigt, den Fall der Scheidung mal finanziell zu überdenken. Die zeitanteilig erworbene Rentenversicherung geht automatisch an beide. Wenn Zugewinngemeinschaft nicht ausgeschlossen, gehört das Haus auch beiden, unabhängig vom Grundbuch. Abzüglich des Wertes, der vor der Ehe da war (Kaufpreis minus Kreditbelastung).

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    - mich ein bisschen beim Haus und Garten unterstützt.

    Siehe oben.. Dein zu Hause? Dein Garten? Oder Euer? (Mal völlig unabhängig vom Eigentumsverhältnis). Da helfen klare Regeln. Am Wochenende wird Rasen gemäht und das ist sein Job. Fertig. Ansonsten kann man auch im Garten Abstriche machen. Musste unsere Nachbarin beim 4. Kind dann auch langsam merken, dass es wichtigeres gibt als ein unkrautfreies Beet.


    Mal eine Frage... Angenommen der Abwasch steht da oder das essen kochen steht an oder das Staubsaugen. wie läuft das? Machst Du einfach, weil du die erste bist, die es stört? Weil Du als erste Hunger hast?


    In Summe muß man sagen, ihr habt zum einen ein Problem mit der Kommunikation und der Aufteilung. Zum anderen aber auch schlicht zu viel zu tun. Ein Kind ist Arbeit. Zwei berufstätige Eltern sind schon oft grenzwertig. Ein Elternteil zu 100% unter der Woche unterwegs und am Wochenende einen Tag lang beschäftigt und der andere arbeitet auch noch, das haut nicht hin. Der ganze Lebensentwurf krankt.

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    Was bügelst Du?

    Oberteilen und Hosen / Röcke von uns 3ern

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    wie läuft das?

    Meistens mache ich es, weil ich will, dass es irgendwann mal fertig wird.

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    Bist du denn, den Kleinen mal ausgeblendet, noch glücklich in deiner Ehe?

    Es gibt Zeiten da würde ich es ganz klar mit ja beantorten. Und dann aber auch wieder welche, wo die Antwort eher nein wäre.

    Und wenn du dir selbst mal einfach nicht so Stress machst, in dem du diesen riesigen Berg an Haushaltsaufgaben abbaust und nicht mehr so viel von dir erwartest? Diese Möglichkeit stände dir offen, egal was dein Mann macht, da wärst du ganz selbstbestimmt

    Solange du erwartest "dass es gemacht wird", nimmt es dir ja keinen Stress raus.


    Vielleicht macht es dann niemand. Vielleicht wären dann die Oberteile des Kindes ungebügelt. Könntest du damit leben? Wäre die Alternative "ungebügelte Kinderwäsche" schlimmer, als das, was du jetzt hast?


    Ich kann das nicht beurteilen, aber du müsstest da vielleicht mal in dich reinhorchen, was dich wirklich mehr stresst: Weniger Ordnung Zuhause, oder der Jetzt-Zustand. Und könntest du den Jetzt-Zustand dauerhaft aushalten? Wärst du langfristig in einem der Zustände glücklich?

    Also ich kann dir mal berichten, wie es bei uns läuft, vielleicht kannst du da einiges raus ziehen.


    Unsere Tochter ist 21 Monate alt, in knapp 3 Wochen kommt Kind Nummer 2 zur Welt. Unsere Tochter geht noch nicht in die Kita, ich habe aber ab ihrem 13.Lebensmonat 10 Wochenstunden gearbeitet. Mein Mann ist auch von 8 bis 18 Uhr aus dem Haus. Unseren Haushalt erledige ich komplett allein, außer ich bitte meinen Mann explizit um Hilfe. Haushalt mache ich nur tagsüber um abends wenn die Kleine schläft Zeit für mich zu haben. 2 mal pro Woche saugen und wischen und am Wochenende wird gewaschen. Bügeln tu ich mittags wenn sie schläft. Bei allen anderen Tätigkeiten wurschtelt sie einfach mit und ab 20 Uhr lege ich die Beine hoch und mache nichts mehr. Zum Thema Ausschlafen: Ich stehe morgens um 7 Uhr auf, mein Mann um 6.30 Uhr. Am Wochenende teilen wir uns das Ausschlafen. Samstags bin ich dran, Sonntags er. Das klappt ganz gut. Nachts schläft unsere Tochter durch und wenn mal nicht, steht mein Mann meistens auf, da ich mit dickem Bauch nicht mehr ganz so schnell bin.


    Ich denke, du musst vielleicht anders organisieren wann du was im Haushalt machst und das dann nochmal mit deinem Mann besprechen.

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    Ich persönlich finde ungebügelte Kinderkleidung geht gar nicht... Das will ich dem Kleinen nicht antun.

    Ich denke, das ist alles eine Frage, wie man seine Prioritäten setzt. Jeder Mensch hat begrenzte Ressourcen und man muss sich aussuchen, wie man diese einsetzt. Wenn dir bügeln wichtiger ist als Freizeit, dann ist das doch total in Ordnung!


    Alles gleichzeitig kann man nun mal nicht haben. Ich zB besitze nicht mal ein Bügeleisen ;-D

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    Ich persönlich finde ungebügelte Kinderkleidung geht gar nicht... Das will ich dem Kleinen nicht antun.

    Und ich kann dir versichern: Es interessiert deinen Kleinen einen Pups, ob seine Klamotten nun gebügelt oder ungebügelt sind. Dich stört es. Ich bügle keine Kinderklamotten und kenne auch niemanden, der es tut. ":/

    Naja, da ich arbeite fällt die Sache mit mittags wenn der Kleine schläft flach. Und ihn mitwurschteln lassen geht nicht, da er sofort anfängt zu brüllen, wenn man seine Aufmerksamkeit nicht zu 1000% auf ihn richtet. Er brüllt sogar, wenn man nur mal telefoniert oder sich was zu trinken einschenkt.

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    Ich persönlich finde ungebügelte Kinderkleidung geht gar nicht... Das will ich dem Kleinen nicht antun.

    Dann tut es mir leid, aber wenn du so komische Ansprüche hast, wirst du wohl weiterhin auf Freizeit verzichten und deinem Mann das Hausmütterchen geben müssen. Ich käme im Leben nicht drauf, irgendwas zu bügeln, was nicht zwingend faltenfrei sein muss. Deinem Kind ist es garantiert scheißegal, ob sein Shirt gebügelt ist oder nicht. Und da würde es mir als Mann auch nicht einfallen, dir davon was abzunehmen.

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    Ich hoffe ja, dass der Jetzt-Zustand mit zunehmenden Alter vom Kleinen leichter wird.

    Je größer die Klamotten, umso leichter lassen sie sich bügeln ]:D

    Was tut man einem Kind denn an, wenn seine Kleider nicht gebügelt sind? ":/


    Ich bügle seit Jahren gar nichts mehr, außer mal alle Schaltjahre einen Rock, der anders nicht gut aussieht. Mein Mann auch nicht, der hat nur noch bügelfreie Hemden, die sind inzwischen gut und nicht mehr vom Stoff so seltsam wie früher.


    Babyklamotten falte ich nicht mal ordentlich zusammen, die schmeiße ich vom Trockenständer in die Schublade und gut ist. Ich investiere doch keine kostbare Zeit ins Bügeln und Schönfalten, wenn das Kleidungsstück oft innerhalb kürzester Zeit wieder vollgespuckt und anderweitig besudelt ist. ;-D Und sonderlich zerknittert sind die meisten Sachen doch sowieso nicht.


    Ich würde damit anfangen, dass du im Garten keinen Finger mehr rührst. Das kann er am Wochenende machen, oder auch nicht.


    Die Gesamtsituation hat Ralph_HH gut zusammengefasst.

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    Was tut man einem Kind denn an, wenn seine Kleider nicht gebügelt sind?

    Ich weiß noch, dass ich das voll schlimm fand, wenn ich so rumlaufen musste und meine ganzen Freunde nicht. Deswegen habe ich mir noch in der Grundschule bei meiner Uroma das bügeln abgeschaut.

    Und wie oft ist dein Sohn schon zu dir gekommen und hat sich wegen der ungebügelten Klamotten beschwert? Oder die Lehrerin? Sonstwer? Das gebügelte Klamotten in deiner Schulzeit vor 40 Jahren der angesagte Shit waren will ich nicht abstreiten aber der Fokus hat sich heute doch schon sehr verändert -> Facebook, Iphone usw.