Mal wieder Polyamorie, Dreierbeziehung, offene Beziehung

    Ich habe einen interessanten Artikel in der "Welt" zu diesen Themen gefunden und würde euch gern um eure Kommentare bitten. Auf der homepage zum Artikel sind zahlreiche Kommentare verfasst, allerdings würde mich interessieren, was die med1 Gemeinde dazu meint, da ich denke, dass die Gemeinde der "Welt"-Leser andere Mitglieder hat und somit die Kommentare ganz anders ausfallen werde.


    Hier kommt der link zum Artikel:http://www.welt.de/vermischtes…s-Ende-der-Monogamie.html


    Für diejenigen, die an meiner Meinung interessiert sind: Es gibt vielseitige Formen des Zusammenlebens, sei es nun in offener oder fester Beziehung. Nicht jeder kann sich für jede Form begeistern. Doch ich würde mir wünschen, dass man auch Toleranz gegenüber anderen Beziehungsformen zeigen kann, als der in der man selbst lebt.

  • 37 Antworten

    war ja klar, dass ich eben eine Antwort schreiben musste.


    Also die Zitate aus dem Artikel, die mir wichtig scheinen:

    Zitat

    leben emotionale und sexuelle Beziehungen, ohne sich dauerhaft zu binden

    Ohne Selbstverpflichtung geht es aber nicht. Sonst wird es eben so ein "freier Liebe"-Wahnsinn. Der beinhaltet mir zu viele Verletzungen. Mit soviel Instabilität kommen die wenigsten zu recht, auch wenn hier gerne auf den unabhängigen Menschen gepocht wird. Den gibt es aber nicht.

    Zitat

    Doch der "Terror der Intimität" führt nicht selten zu Heimlichkeiten und Fluchtreflexen.

    Was war das doch gleich? Ein Welt-Artikel? Ja, sowas bin ich von der Welt gewohnt. Reißerisch wenn ihr mich fragt. Die Bild der Intellektuellen.

    Zitat

    "Wie fühlt sich das an, wenn ich eine Frau im Arm habe, und er vögelt diese Frau?

    Ja, habe ich mich in den letzten Monate auch mal gefragt ohne dass ich da wirklich bock zu hätte. Ach, irgendwie kommt nur in die Medien, was auch so richtig abgedreht klingt. Die Leute, die einfach zwei Partner lieben und mit ihnen das Leben verbringen wollen, sind viiiiiel zu langweilig. Dadurch entsteht das Bild, dass es nur brave Monos und total sexgeile Polys gibt. Eine solche Polarisierung halte ich für gefährlich. Über "normalen" Islam, wo die Tochter weg gehen darf um zu Studieren wird auch nicht berichtet. Aber dass schon jedes Xte-Kind in Brüssel Mohammed heißt und dass die alle ihre Frauen schlagen, dass wird dann breit getreten. Und so gibt es dann uns normale und die bösem Terrormuslime. Es gibt was an den Medien, dass ich nicht mag.

    Zitat

    Total schön, irre! Aber man muss erst einmal mit sich im Reinen sein

    Wieviel da selbst eingeredet ist, will ich mal offen lassen. Aber, dass man mit sich im Reinen sein sollte, ist klar. Ich glaube nur, dass Leute gerne mit sich im Reinen sein würden, die es nicht sind.

    Zitat

    Die Emanzipation aus der traditionellen, heteronomen Ehe, in der Zuneigung oft von Kindern absorbiert und damit in ihrem Anspruch gedämpft sei, führe zwangsläufig zu einer Aufschaukelung der gegenseitigen Ansprüche – und am Ende zu deren Ausweitung ins Gruppen-Kollektiv oder zur Zuflucht in die Psychotherapie

    Hohe Ansprüche haben noch keine glückliche, beständige Beziehung erzeugt. Das ist in der Tat ein Problem dieser Bewegung. Es ist ein Problem, dass es Leute gibt, die eine Bewegung draus machen, ein Programm, eine Ideologie. Dann kommen die Leute nämlich genau so wenig an ihre Erfahrung wie die Zweifler, die immer bloß wettern, weil es fremd und abgedreht erscheint.

    Zitat

    So "befreit" sich diese polyamorösen Beziehungen auch anhören mögen - was ist, wenn Kinder mit ins Spiel kommen, wirtschaftliche Schwierigkeiten, Krankheit und Tod? Spätestens hier wird sich zeigen, ob Liebe, verlässliche Bindungen und gegenseitige Verantwortlichkeit unabhängig vom sexuellen Lustaustausch (ob homo-, hetero- oder bisexuell) für das Wesen Mensch nicht doch von wichtigerer Bedeutung sind.

    ABSOLUTE Zustimmung zu diesem Kommentar. Sex sells und er wird ständig überschätzt. In Sex Glück zu suchen ist völlig verfehlt, aber das will keiner wissen. Sex macht dann glücklich, wenn er Ausdruck von beständiger Partnerschaft ist. Ob diese Beständigkeit auf einen Menschen beschränkt bleiben MUSS bleibt zu diskutieren.

    @ jaysung

    schön auseinander gerupft ;-D


    ich denke, für einige menschen ist polyamorie, offene beziehung usw. das modell, mit dem sie am besten leben können. allerdings geht selbst so was nicht ohne liebe und verpflichtungen. denn am ende wollen die meisten menschen doch nur geliebt werden. welche art die beste ist, sei mal dahin gestellt.


    allerdings sollten weder die reinmonogamen (zu der sorte ich gehöre) noch die in einem anderen beziehungsgeflecht lebenden die jeweils andere lebensart verteufeln. ich denke, hinter diesem verteufeln steckt nämlich nur eins: unsicherheit.


    den artikel selbst finde ich ziemlich banane ;-D

    finde diesen Artikel sehr interessant wie das ganz Thema... leider scheint dieser Trend sich in den Köpfen sehr zu verbreitern... Man(n) und auch Frau ist doch schon langweilig, wenn sie sich nach Jahren immer noch ein und der selben Person zu wendet... so derzeit auch meine Erfahrungen. Auch mein Mann seht sich nach 5 J. Beziehung und 2 J. Ehe nach mehr... nach fremder Haut, nach Orgien usw. Was ich bei dieser Lebensweise jedoch positiv finde ist die Offenheit und Ehrlichkeit... das es verbindliche Absprachen gibt... das gibt es in den meisten Ehen leider so nicht...Heimlichkeiten, Unehrlichkeiten, Vertrauensmissbrauch ist doch schon fast normal.... mein Mann hat mich auch hintergangen... ich bin verletzt enttäuscht und auch eifersüchtig.. warum? in erster LInie darüber das ich ihn nicht wirklich kenne, das er mir nicht vertraut hat und mit mir seine Wünsche besprochen hat, das er mich angelogen hat und mir Leidenschaft und Liebe vorgespielt hat, das er mein Vertrauen missbraucht hat und ich letztendlich nun nicht mehr weis was wahr und was gelogen ist.... / wer einmal Lügt, dem glaubt man nicht../ wie war ist dieser Satz...


    Das ist doch letzt endlich der Beziehungskiller, die Unehrlichkeit, die Heimlichkeiten....


    ich glaube schon, das wir zu viel mehr bereit sind als wir uns vorstellen können auch mehrere Sexuellebeziehungen zu pflegen.. so lange alles ein vertrauensvolle und verlässlige Basis hat, zu den/m Menschen den man liebt und mit dem man lebt...


    sicher finde ich diese Lebensform dann schwierig wenn KInder im Spiel sind, sie brauch feste Bindungen... wechselnde Bezugspersonen sind gerade für kleine Kinder das mit furchtbarste was man dieser kleine Seele antuen kann... diese KInder werden dann in späteren Jahren nie eine wirkliche Beziehung zu anderen eingehen können und nicht nur das...


    aber wenn es eben so ist, dass es eine feste Beziehung mit mehr als zwei Personen gibt, die auch von Beständigkeit geprägt ist, denke ich das Kinder eine gesunde Entwickung erleben könne, wie gesagt beständig verlässlig und vorallem harmonisch...


    es gibt so viele verschieden Lebensformen, das finde ich legitim, jeder so wie er will und kann...( das Leben ist doch so schön bund) ;-)


    Faziet: alles ist möglich, aber nur so lange alle dabei glücklich sind und Mensch vertrauen kann auch wenn harte Zeiten kommen, das ist doch wohl ein Grundbedürfnis....

    Zitat

    ich denke, hinter diesem verteufeln steckt nämlich nur eins: unsicherheit.

    Richtig. Wie schonmal erzählt:


    Als ich einem befreundeten Pärchen meine Geschichte erzählte, wetterten erst beide. Dann er: "Ach, wenn alle drei damit klar kommen...?"


    Sie: "Ja, das hättest Du wohl gerne so was? Du bist ja sowieso nie da und ich alleine mit der kleinen Tochter."


    Wenige Viertelstunden später hatte ich eine sonst immer super kritische Frau und einen Bären von Mann auf dem Sofa sitzen. Beide weinten und wurde sich darüber klar, wie sehr ihre Beziehung eigentlich unter Stress, Überforderung etc. gelitten hatte.

    Zitat

    den artikel selbst finde ich ziemlich banane ;-D

    Jup.

    Zitat

    so derzeit auch meine Erfahrungen. Auch mein Mann seht sich nach 5 J. Beziehung und 2 J. Ehe nach mehr... nach fremder Haut, nach Orgien usw

    Sex wird überschätzt. Und ich glaube Sex macht tatsächlich unzufrieden, wenn man immer und immer mehr rausquätschen will. Je stärker der Reiz desto deutlicher gewöhnt sich das Sinnessystem daran, bis man nichts mehr merkt. Erstes Semester Neuro- und Sinnesphysiologie...


    Das wird irgendwann zur Sucht, die einen nur leer und unzufriedener zurückläßt, als man angefangen hat.

    Zitat

    das es verbindliche Absprachen gibt... das gibt es in den meisten Ehen leider so nicht...Heimlichkeiten, Unehrlichkeiten, Vertrauensmissbrauch

    Ja, mit der Ehrlichkeit und auch der Aufrichtigkeit den eigenenen Emotionen gegenüber steht und fällt die Sache und wenn ich mir meines Partners und seiner Ehrlichkeit sicher bin, kann ich ihm deutlich mehr Freiraum einräumen, als wenn er mich hintergeht.

    Zitat

    mein Mann hat mich auch hintergangen... ich bin verletzt enttäuscht und auch eifersüchtig.. warum? in erster LInie darüber das ich ihn nicht wirklich kenne, das er mir nicht vertraut hat und mit mir seine Wünsche besprochen hat, das er mich angelogen hat und mir Leidenschaft und Liebe vorgespielt hat, das er mein Vertrauen missbraucht hat und ich letztendlich nun nicht mehr weis was wahr und was gelogen ist

    Wäre für mich ein Grund den Typen umgehend abzuschießen! Damit gibt es in einer Ehe keine Basis mehr. Wer einmal flieht, der steht nie wieder gerade!


    Das Leben ist ein Schützengraben. Lügner und Feiglinge kann man nicht brauchen. Wer noch nicht mal ehrlich sein kann. Bäh! Sorry!

    Zitat

    ich glaube schon, das wir zu viel mehr bereit sind als wir uns vorstellen können auch mehrere Sexuellebeziehungen zu pflegen.. so lange alles ein vertrauensvolle und verlässlige Basis hat, zu den/m Menschen den man liebt und mit dem man lebt...

    Ist für meine Frau und mich definitiv so. Auch mit Kindern.

    Zitat

    Das ist doch letzt endlich der Beziehungskiller, die Unehrlichkeit, die Heimlichkeiten....

    Ja, wäre es für mich!

    Zitat

    sicher finde ich diese Lebensform dann schwierig wenn KInder im Spiel sind, sie brauch feste Bindungen... wechselnde Bezugspersonen sind gerade für kleine Kinder das mit furchtbarste was man dieser kleine Seele antuen kann

    Auf jeden Fall und deshalb braucht Polyamory auch ein stählerndes Versprechen. Ich weiß, dass das hier vielen nicht schmeckt, weil sie sogar in einer zweier Beziehung nicht fähig dazu sind, aber so ist es. Nicht nur Kinder auch Erwachsene leiden furchtbar unter Trennungen. Jedenfalls ist davon auszugehen, wenn man den Einzelnen nicht kennt.

    Zitat

    was man dieser kleine Seele antuen kann... diese KInder werden dann in späteren Jahren nie eine wirkliche Beziehung zu anderen eingehen können und nicht nur das...

    Stimmt so nicht. Ich bin Kind einer Familie mit zich Trennungen und wechselnden Bezugspartnern. Die haben aber alle immer vermittelt, dass ich geliebt war. Jeder halt zu seiner Zeit. ;-) Es hat etwas gebraucht, aber meine Frau konnte mich davon überzeugen, dass unsere Beziehung ein Leben lang halten wird.

    Sie teilt ihn aber auch mit einer Frau, die ebenso fasziniert ist. Klingt wie Eigenlob aber ich wollte hinzufügen:


    Ich bin mindestens genau so fasziniert von ihr. Meine Ehefrau ist derartig großzügig, liebevoll und vor allem kennt sie mich.


    Sie wußte, dass ich mich in die "kleine Araberin" (ist wirklich kleiner als ich, was nicht ganz einfach ist) verlieben würde bevor ich daran gedacht hatte.


    Ne, beständige Liebesbeziehungen braucht der Mensch. Ich kenne das Leiden von unbeständigen Beziehungen und dem ganzen "freie Liebe"-Wahnsinn.


    Liebe ohne Zusagen, die eingehalten werden, ist wie eine schöne Glaskuppel zu bauen ohne ein Fundament zu legen oder einen Statiker zu Rate zu ziehen.


    Nur Scherben wo man hinsieht.

    Zitat

    Sex wird überschätzt. Und ich glaube Sex macht tatsächlich unzufrieden, wenn man immer und immer mehr rausquätschen will. Je stärker der Reiz desto deutlicher gewöhnt sich das Sinnessystem daran, bis man nichts mehr merkt. Erstes Semester Neuro- und Sinnesphysiologie...

    :-/:-/:-/ :|N:|N:|N

    Zitat

    Das wird irgendwann zur Sucht, die einen nur leer und unzufriedener zurückläßt, als man angefangen hat.

    ach was.

    Zitat

    "Wie fühlt sich das an, wenn ich eine Frau im Arm habe, und er vögelt diese Frau?

    Genauso wie ein ganz normaler Dreier ;-) wüsste nicht, was daran so weltbewegend neu sein soll.


    Deswegen versteh ich auch Jaysung immer noch nicht so ganz ;-)

    @ jaysung

    Hier machst du wieder deutlich, dass du zwar deinen beiden Frauen in Liebe verbunden bist, dass Sex für dich aber nur eine untergeordnete Rolle spielt (wirkt zumindest so).


    Und ich finde nach wie vor gerade das komisch. Wenn es so abgesprochen ist, hätte ich überhaupt keine Probleme damit, beim Sex eine/n andere/n zuzulassen .... aber ich würde nicht wollen, dass der/diejenige sich in unser gemeinsames Leben quetscht .... da sehe ich das Problem und auch den Grund, warum ich ein solches Modell für mich total ablehne.

    Den Artikel finde ich auch nicht gerade glücklich, von ein, zwei Abschnitten abgesehen.


    Ich hab in den letzten Jahren viele Menschen und viele Lebensmodelle kennengelernt, hatte mit keinem Modell Probleme und war sogar neugierig. Ich für mich will nur Eines - monogam leben. Polygamie kann ich noch wesentlich besser nachvollziehen als Polyamorie.


    Was mich allerdings wirklich annervt, ist das Statement, dass es doch nur die Unsicherheit ist, die uns alle hinter Gittern hält, veraltete Moralvorstellungen und in Wirklichkeit wollen alle Menschen viele Menschen lieben.


    Klar, das machen nicht alle, und ich beziehe das auf niemanden hier...


    Ich selbst habe allerdings wirklich mehrere von der Sorte kennengelernt und ein ehemals guter Freund konnte mit MEINER Lebensweise so gar nichts anfangen. Jedes Gespräch endete dort, dass ich doch endlich zulassen solle, wofür ich wirklich bestimmt sei. %-| Tausende von Argumenten, Überzeugungsversuchen und Artikeln folgten, und ich sagte bei jedem Einzelnen, dass ich alles davon nachvollziehen könne, es für mich aber nunmal nichts sei *g*


    Ich fordere eigentlich nur Toleranz - und wenn die von mir kommt, dann doch bitte auch von der Gegenseite ;-D

    Auf jeden Fall. Missionseifer ist voll daneben. Deshalb lasse ich Gwen jetzt auch mal so stehen. Ist doch in Ordnung.


    Und mein Bericht von dem befreundeten Pärchen sollte nicht sagen, dass alle die mein MOdell ablehnen im Grunde ihres Herzens verunsichert sind.


    Ich woöllte nur sagen, dass die Leute, die es als wasauchimmer kritisieren ohne selbst mal etwas entsprechendes erlebt zu haben wahrscheinlich unsicher sind. Die Leute, die einfach ihr Ding machen und sagen können: "Du bist OK ich bin OK." sind ja nicht das Problem.

    Auf jeden Fall. Missionseifer ist voll daneben. Deshalb lasse ich Gwen jetzt auch mal so stehen. Ist doch in Ordnung.


    Und mein Bericht von dem befreundeten Pärchen sollte nicht sagen, dass alle die mein MOdell ablehnen im Grunde ihres Herzens verunsichert sind.


    Ich woöllte nur sagen, dass die Leute, die es als wasauchimmer kritisieren ohne selbst mal etwas entsprechendes erlebt zu haben wahrscheinlich unsicher sind. Die Leute, die einfach ihr Ding machen und sagen können: "Du bist OK ich bin OK." sind ja nicht das Problem.

    Jawoll jaysung :)z


    Ich meinte wie geschrieben ja auch so gar nicht Dich, ich hab das mit Interesse gelesen :-)


    Das ist leider meine Erfahrung aus dem echten Leben - wobei ich unterstelle, dass der gute Mann bei seinen Missionsversuchen auch nicht ganz uneigennützig gehandelt hat. Als ich nicht vergeben war, war mit ihm mal so ansatzweise was gelaufen... *kopfkratz* Ich kann mir schon vorstellen, dass da etwas mitspielte.


    Allerdings hab ich auch von mehreren so lebenden Pärchen nur solche "Argumente" gehört... Es kann auch sein, dass ich bei eben denen mit der Zeit etwas barsch reagiert habe, wenn wieder mal die Sprache auf die einzig wahre, weil tolerante Lebensform kam :=o

    Nach langem Mitlesen muss ich jetzt auch mal endlich aktiv werden und was ins Forum schreiben.


    Grund ist folgender: Mein Verwandter hat zu eben diesem Artikel einen Leserbrief geschrieben, der auch in der Welt veröffentlicht wurde.


    http://www.welt.de/wams_print/…-Basis-ist-die-Liebe.html


    Seine Meinung kann ich leider nicht nachvollziehen, wohl schon allein weil ich nicht christlich bin. Ich denke nicht, dass das Ende der Monogamie naht, und glaube auch nicht, dass sich das in absehbarer Zeit ändert. Aber nur eine Wahrheit, nämlich ausschließlich die der Bibel als einzig Richtige anzusehen, finde ich bedenklich. Wenn sich 2 Menschen lieben und treu sind bis ans Lebensende ist das toll. Aber nicht jeder findet den einen Menschen mit dem das klappt. Für diesen Fall sollten auch Alternativen gestattet sein.

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    Wobei genau das (ein Leben zusammen zu verbringen) mit meiner Frau klappen wird (subjektive Überzeugung). Ich würde widersprechen:


    Polyamory DARF NICHT als Lösung für das Problem einer kriselnden zweier Beziehung herangezogen werden. Dann wird sie zur Flucht, zum Programm zur Rettung der Ehe, zur Ideologie und Bewegung, oder was weiß ich. Ideologien, Programme und Bewegungen sind aber intellektuelle Konstrukte, sind Überbau, die nicht wirklich etwas mit konkreten Empfindungen oder tiefen Willensäußerungen zu tun haben (Behauptung). Das ist zum Scheitern verurteilt, denke ich. Wenn es mit meinem Partner für ein Leben nicht klappt, dann kann die Lösung nicht im Dreier im Heu bestehen! Wenn meine Ehe kriselt muss ich daran arbeiten und nicht das Problem noch verkomplizieren, in dem ich gerade in einer verletzlichen Phase weitere Leute ins Boot hole und damit die Sache noch undurchsichtiger mache. Wenn ich die Beziehung schon zu zweit nicht managen konnte, wie sollte ich es zu dritt viert oder fünft schaffen?


    Poly ist keine Lösung!!! Das scheitert immer (meine Meinung).


    Polyamory ist eine Möglichkeit, die aus der Sicherheit und der Großzügigkeit gefestigter Beziehungen entstehen kann aber nicht muss!


    Also kurz: Ich glaube, wenn man zufrieden in seiner zweier Beziehung ist, dann kann man die auch erweitern. Wenn man unzufrieden ist, dann sind alle Handlungen durch die Empfindung von Mangel motiviert. Dieser Mangel läuft aber eben gerade der propagierten Großzügigkeit, dem Reichtum etc. pp. zu wider.

    der mensch ist NICHT für monogamie geschaffen, es liegt nicht in der natur des menschen - was heutzutage allein die hohe scheidungsrate zeigt


    ich versteh auch nicht warum so viele menschen ein problem damit haben


    warum wollen eigentlich alle immer die nummer 1 sein? die schönste, beste usw. für den mann sein oder umgekehrt


    warum wird nicht akzeptiert dass es neben einem selbst auch noch andere menschen gibt die für den partner liebenswert sind bzw. sein könnten


    im grunde kann jeder das machen was er für richtig hält, nur sollte man nicht eine "beziehungsform" verteufeln oder ähnliches

    Mir ist bewusst, dass ich jetzt einen sehr alten Thread wider rauskrame. Ich bin über den Begriff Poliamorie, was mir zuvor nicht bekannt war, auch erst vor zwei Tagen hier im Forum gestolpert. Es Beschreibt meine Gefühlslage sehr gut.


    Ehrlich gesagt habe ich in den zwei Tagen nicht jedes einzelne Beitrag darüber gelesen. Werde ich noch nachholen.


    Ich könnte auch nicht genau definieren was Liebe ist und wie es sich anfühlt. Obwohl ich jetzt schon ein Gewisses Alter habe.


    Ich dachte bis vor einigen Tagen, dass mit mir was nicht stimmt. Soziopathie oder Gefühlskälte hatte ich ausgeschlossen. Aber ich kann für vieles nicht soviel Hingabe und Begeisterung empfinden, wie es die meisten anscheinend tun. Kann Freundschaften nicht nachvollziehen und sehe das als nehmen und geben, als ein Art Handel, mit Profit. Nicht ein Konzept der emotionalen Verbundenheit, sondern eher eine Beziehung, die auf Profit ausgelegt ist. Erfahrungsgemäß ist niemand Befreundet mit Personen die nicht in irgendeiner weise Nutzen bringen.


    Ich glaubte auch nicht an das Konzept der "Liebe". Hatte immer Fehlinterpretationen, was damit gemeint sein könne. Dachte, dass Menschen eher sexuelle Lust und/oder krankhafte Besitzergreifung als Liebe definieren.


    Jetzt jedoch versuche ich meine sichtweise auszudehnen.


    Wenn Liebe wirklich existiert, dann müsste ja Selbstlosigkeit und der Wunsch nach Zufriedenheit des Anderen, Liebe sein. So sehr, dass man den anderen auch weiterziehen lassen kann, wenn der Andere dadurch zufriedener und glücklicher ist. Also dass Mensch, sich zu sehr um den anderen sorgt, dass man sich selber aufgeben würde und der gegenüber im Mittelpunkt stünde. Liebe sollte dann für die Ewigkeit bestehen und nicht vergänglich sein...


    Ich mache mir Gedanken, weil ich anscheinend in dieser verzwickten Lage bin und befürchte Poliamorös zu sein, falls es sowas tatsächlich gibt.


    Ich habe meinen Ehemann, der mir sehr wichtig ist. Und wenn große Sorge um sein Gesundheit und seine Zukunft bzw. sein Gemüt, die Sorge ihn nicht zu verletzen wollen und für sein Glück zu Sorgen, Liebe ist, dann Liebe ich ihn auch sehr.


    Und auf der anderen Seite habe ich ein Affäre, über den ich mir auch in einigen Aspekten Sorgen mache. Ich kannte ihn schon, bevor ich meinen Mann kennengelernt hatte und auch damals hatte ich das Bedürfnis, mit ihm mehr auszutauschen zu wollen, als nur Körperflüssigkeiten. Ich fand ihn faszinierend, intelligent und begehrenswert. Und wollte auch dass es ihm gut geht.


    Er hatte sich verliebt und so ließ ich ihn gehen. Jetzt aber haben sich unsere Wege nach so vielen Jahren durch Zufall wieder gekreutzt. Ich dachte ich wäre über ihn hinweg und meine Gefühle für ihn wären jetzt nur noch rein körperlich. Es hat sich schnell herausgestellt, dass dies nicht so ist. Ich habe einiges über sein Leben und seine Pläne (mit seiner Freundin) erfahren, was mir jetzt auch ziemliches Kopfzerbrechen bereitet. Ich könnte ihn auch diesmal gehen lassen. Ich habe jedoch die Befürchtung, dass seine Pläne nicht gut durchdacht sind, er Leid erfahren könnte. Zudem noch, dass seine Freundin es nicht so ernst mit der Liebe und Treue meint und nicht Lage zu ihm steht, ihm das Herz bricht.


    Diese Empfindungen und Sorgen von mir müssen ja auch auf Liebe deuten.


    Oder missinterpretier ich da auch was?


    Wenn ja, wie kann ich mit diesen Gefühlen umgehen.


    Das ganze depremiert mich grade sehr. Leider ist das Leben nicht so unkompliziert, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich habe die Befürchtung, dass obwohl ich meinen Mann ja (auch) Liebe, ich mich nicht mehr vollkommen fühlen könnte, da der andere "Teil" dem mein Herz auch gehört endgültig weg ist.


    Was würde zugleich Liebesglück und Liebeskummer mit mir machen oder könnte ich meinen Mann für den Rest des Lebens glücklich machen, wenn ich selber zum Teil Liebeskummer empfinde und ihm das vollkommene Glück vortäuschen müsste? Ich selber bezweifle das. Es kommt mir vor als könne ich es niemals schaffen, mein Gefühlschaos unter Kontrolle zu bekommen und würde dadurch auch andere in meiner Umgebung unglücklich machen.


    Ich sehe langsam keinen Ausweg mehr als mich von allem und jedem abzuwenden und einsam zu st...