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    Diejenigen "Switcher", die ich kenne, gaukeln dem Neuen jeweils ein so starkes Verliebtsein vor und schaffen es teilweise auch, dass das Gegenüber innerhalb von kürzester Zeit bei ihnen einzieht. Ich mache mir da schon so meine Gedanken, wie ich es vermeiden kann, auch mal an so jemanden zu geraten und drauf rein zu fallen.

    Das finde ich jetzt wieder relativ einfach: Indem ich nicht sofort zusammenziehe. Ich bin auch skeptisch, wenn ein Mann nach 2 Dates mit "Du bist meine große Liebe" ankommt - der kann mich ja noch nicht kennen?! Ob ich mit jemandem zusammenziehe hab ich doch in der Hand und wie stark die Liebe im Gegensatz zur reinen Verliebtheit ist merkt man doch sowieso immer erst nach einer gewissen Zeit oder? Das bedeutet ja nicht, dass ich das Anfangshoch nicht geniessen kann und er da nicht ständig bei mir oder ich bei ihm übernachten kann, aber ich treff doch da keine lebensverändernden Entscheidungen? Wenn andere das tun - ist das deren Entscheidung und wenn ein Mann darauf besteht schau ich genauer hin und frage nach.


    Ob eine Beziehung Bestand hat hängt doch ganz zentral an der Paarkommunikation, die sich über einen längeren Zeitraum entwickelt, oder nicht?

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    Meinst du damit, wenn ich in einem Tief bin? Jene Personen, welche ich wirklich als "Freunde" bezeichne, gehen bei einem Problem auch darauf ein. Ich finde es wichtig, dass wenn man sich z.B. über etwas aufregt, nicht ständige Standardaussagen kommen wie "reg dich nicht auf" oder "ist ja nicht so schlimm". Ein einfaches "ja, das ist scheiße!" ist manchmal mehr wert als gezwungenes die Sonne scheinen lassen.

    Ich meinte jetzt in erster Linie, was machst Du wenn eine Freundin gerade verlassen wurde und über mehrere Monate trauert und hast Du Freunde die das ähnlich handhaben wie Du?

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    Oder im Falle einer Trennung auch mal zuhören und Zeit geben, die Gefühle auch mal zuzulassen. Ein schnelles "nach vorne blicken" kann meiner Meinung auch schnell mit Verdrängen verwechselt werden.

    Für mich passiert das ganz natürlich in Freundschaften. Daher meine Nachfrage: Passiert das für Dich nicht? Mit was für Menschen umgibst Du Dich

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    Das bedeutet ja nicht, dass ich das Anfangshoch nicht geniessen kann und er da nicht ständig bei mir oder ich bei ihm übernachten kann, aber ich treff doch da keine lebensverändernden Entscheidungen? Wenn andere das tun - ist das deren Entscheidung und wenn ein Mann darauf besteht schau ich genauer hin und frage nach.

    Wenn's so eindeutig ist, erkennt man es natürlich gleich. In meiner letzten Beziehung sind wir nach vier Jahren zusammengezogen, ich bin das absolute Gegenteil von alles überstürzenden Menschen. Im Gegensatz dazu soll's ja bei manchen scheinbar wirklich eine einmalige Liebe auf den ersten Blick geben, welche die herkömmliche Euphorie nochmal übertrumpft.

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    Ich meinte jetzt in erster Linie, was machst Du wenn eine Freundin gerade verlassen wurde und über mehrere Monate trauert und hast Du Freunde die das ähnlich handhaben wie Du?

    Ich würde in erster Linie versuchen, motivierend zu unterstützen, jedoch mehr, was allgemeine Aktivitäten angeht und nicht, sich in die nächste "Fleischbeschau" zu stürzen. Für mich wäre das, als würde man versuchen, Feuer mit Feuer zu löschen. Oder mit Krieg Frieden zu schaffen :-) Generell kann ich es mir jedoch gut vorstellen, dass je nach Intensität der Beziehung und Grund des Scheiterns, auch mal eine längere Verarbeitungsphase vonnöten ist. Jemanden bei sowas zu stressen ist nun wirklich nicht die Lösung.

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    Für mich passiert das ganz natürlich in Freundschaften. Daher meine Nachfrage: Passiert das für Dich nicht? Mit was für Menschen umgibst Du Dich

    Leider habe ich nicht das Glück, einen richtigen Freundeskreis zu haben. Ich habe zwei sehr gute, welche mir aktiv zuhören und auch umgekehrt. Hierbei will ich aber betonen, dass sie beide nicht der Typ sind, welche zum sofortigen Weiterstrahlen raten, sondern eine begleitende Rolle spielen, bis es besser geht. So natürlich auch umgekehrt.

    @ wednesday

    Ich habe mir nicht alles durchgelesen, möchte dir aber sagen, dass ich deinen Eingangspost komplett unterschreibe. Ich finde es furchtbar, wie mittlerweile oft mit den Beziehungen umgegangen wird. "Hauptsache vergeben" ist das Motto.

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    Ich würde in erster Linie versuchen, motivierend zu unterstützen, jedoch mehr, was allgemeine Aktivitäten angeht

    Ich finde die Formulierung problematisch. Als ob Du das noch nie gemacht hast?!


    Gute stabile Freundschaften aufzubauen gelingt am ehesten indem man selbst eine gute stabile Freundin ist und sich dann von denen trennt, die das nicht sind. Wenn Du da mit "würde" argumentierst hast Du aus meiner Sicht Glück dass Du noch 2 Freundinnen hast die das mitmachen und Dir etwas geben was Du umgekehrt offensichtlich nicht zurückgibst.


    Sorry wenn das jetzt etwas direkt ist, aber ich denke da liegt ein Hund begraben, der Dich eigentlich veranlasst hat diesen Faden zu schreiben. Das indirekte kritisieren Deiner Umwelt ist nichts anderes als etwas einfordern was Du selbst wohl nicht aktiv prakizierst. Es passt für Dich nur nicht in Dein Selbstbild, dass Du vielleicht etwas mit denen gemein hast, die Du kritisierst. Finde den Fehler...


    Das gibts heute tatsächlich häufiger, ja. Das Menschen von anderen etwas fordern wollen was sie selbst nicht mit Leben füllen - gerade was soziales Miteinander anbelangt. Ist auch nicht so dramatisch wie es vielleicht jetzt klingt und lässt sich ja jederzeit ändern. Darüber kannst Du vielleicht auch mal mit Deinen zwei Freundinnen reden und ihr könnt euch überlegen wie ihr aus dem was ihr momentan habt einen Freundeskreis macht. :)^

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    Ich habe mir nicht alles durchgelesen, möchte dir aber sagen, dass ich deinen Eingangspost komplett unterschreibe. Ich finde es furchtbar, wie mittlerweile oft mit den Beziehungen umgegangen wird. "Hauptsache vergeben" ist das Motto.

    Vielleicht braucht man aber auch nur möglichst schnell wieder was Neues um es auf FB und Co herzuzeigen? ]:D ;-D

    @ NotMichaelCaine

    Ich finde deine Ansichten sehr interessant und spannend, wie subjektiv unterschiedlich man einiges auffassen kann.


    "würde" war mit Sicherheit das falsche Wort in meinem Satz und so klingt es vielleicht tatsächlich, als "würde" ich nur einfordern aber nicht geben. Das ist jedoch definitiv nicht so.

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    Gute stabile Freundschaften aufzubauen gelingt am ehesten indem man selbst eine gute stabile Freundin ist und sich dann von denen trennt, die das nicht sind.

    Da hast du überaus recht. Gibt ja schließlich einen Grund, warum die Anzahl der Freunde bei mir sehr überschaulich ist. Auszusortieren ist oftmals kein Fehler - weniger ist oft mehr.

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    Das gibts heute tatsächlich häufiger, ja. Das Menschen von anderen etwas fordern wollen was sie selbst nicht mit Leben füllen - gerade was soziales Miteinander anbelangt.

    Ja, z.B. Ehrlichkeit.

    Hallo wednesday,


    eigentlich hast Du Dir Deine Frage im Eingangspost doch schon selbst beantwortet. Es liegt an der schnelllebigen Zeit, es gibt ein Überangebot an potentiellen Partnern, die familiäre Absicherung zum Erhalt der Existenz ist heutzutage nicht mehr notwendig, da man irgendwie immer auch alleine durchkommen würde. Die Partnerwahl entspricht heutzutage unserem Konsumverhalten, so wie nach 2 Jahren ein neues Handy her muss, ist es auch beim Partner, immer besser, weiter, schneller. :|N


    Ich beobachte das auch schon seit Jahren bei Exfreundinnen und Paaren im Freundeskreis, meist haben die Frauen sofort nen neuen am Start, oftmals hat sich da sogar vor Beziehungsende schon was angebahnt. Gibt sicher auch genug Kerle, die so drauf sind, aber verstärkt ist es wirklich bei Frauen so.


    Ich selbst brauch nach einer Beziehung vergleichsweise lange, bis ich wieder bereit bin für was Neues, während so manche Ex schon den x-ten neuen Partner nach der Trennung hatte.


    Mir ist der sichere stabile Alltag einer Beziehung wesentlich lieber, als die anfängliche Verknalltheit und die Kennlernphase.

    @ Schwarz666

    Du sprichst mir aus der Seele. Ich glaube, gerade in diesem Satz unterscheiden sich die meisten Menschen:

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    Mir ist der sichere stabile Alltag einer Beziehung wesentlich lieber, als die anfängliche Verknalltheit und die Kennlernphase.

    Nun ja, es sind heutzutage aber auch viel mehr Fallen eingebaut!


    Wenn schon ein halbstündiges Nicht-Antworten auf WhatsApp trotz zwei Häckchen reicht um die Beziehung anzuzweifeln - was erwartet man da?


    Wir mussten noch vertrauen dass die Diskobekannschaft während der Woche bis zum nächsten Fortgeh-WE keinen Blödsinn macht.... ;-)

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    mir ist dieser " Trend " einfach die nächste Beziehung einzugehen auch schon aufgefallen

    ich finde, dass sich da nicht allzuviel geändert hat, seit meiner jugend (und die ist schon eine weile her!). es gab immer schon welche, die von einer "liebe" zur nächsten geflattert sind (meist mit exzssiv ausgelebtem liebeskummer - kurz, aber heftig) und es gab diejenigen, die getrauert haben - meist still und sich zeit lassend.


    "heutzutage" ist für mein gefühl einfach nur alles öffentlicher :)z

    Hallo, ich gehöre auch zu denjenigen, die schnell wieder eine neue Beziehung haben. Der Grund ist nicht, dass ich Beziehungen sehr schnell "wegwerfe", wenn eine Kleinigkeit nicht passt, sondern eher im Gegenteil. Ich führe Beziehungen noch sehr lange weiter und versuche immer wieder Kompromisse zu finden, obwohl eigentlich keine Chance mehr besteht. Zum Beispiel haben sich unüberbrückbare Unterschiede herausgestellt wie z.B., dass der eine Kinder möchte und der andere definitiv keine. Dann war ich trotzdem noch monatelang mit dem Partner zusammen, obwohl keine Zukunft möglich war.


    Worauf ich hinaus möchte: Oft bleiben Paare noch lange zusammen, obwohl die Beziehung de facto schon zu Ende ist. Wenn man sich dann irgendwann endlich trennt, hat man das Gefühl, schon viel länger allein zu sein, weil die ganzen letzten Beziehungsmonate eigentlich auch schon keine richtige Beziehung mehr waren.


    Ich denke, so kommt es bei vielen zustande, dass sie "schnell" von einer in die nächste Beziehung gehen. Die Beziehung ist eigentlich schon länger nicht mehr zu retten, aber man kann sich schwer lösen, weil man immer denkt und hofft, es könnte doch noch einen Kompromiss geben.


    Also man sollte schon die Hintergründe kennen, bevor man vorschnell urteilt, dass jemand anscheinend gern von einer zur nächsten Beziehung hüpft.

    @ kleine_aida

    Ich verstehe deinen Ansatz gut und natürlich ist es bei jedem individuell, warum er dies oder jenes macht. Ich kann es mir auch gut vorstellen, dass das gerade bei langjährigen Beziehungen der Fall sein kann, dass man sich schon lange emotional gelöst hat, es jedoch noch probieren wollte und sich im Endeffekt schon länger alleine fühlt, als man eigentlich single ist.


    Weniger nachvollziehbar ist das jedoch bei jenen, welche immer 2-3 Jahre in einer Beziehung sind, sofort nach dem Ende herzzerreißend trauern, sich umgehend wieder frisch verlieben, auch das wieder die allergrößte Liebe ist und immer so weiter. Da bleibt kaum Zeit dafür, dass - wie von dir beschrieben - noch monatelang Kompromisse eingegangen werden.