Hallo,


    ich melde mich noch einmal zurück.


    Ich bin den Verdacht jetzt eigentlich ganz gut losgeworden, bis wir vorgestern abends in einer Bar mit Freunden und gleichzeitig Arbeitskollegen von ihm zusammen saßen und dann einer (ein guter Freund von ihm) zu mir meinte, er dachte, mein Freund sei schwul bis er mich traf.


    Seine Begründung war, dass mein Freund anscheinend nie über Frauen mit ihnen sprach, er hat anscheinend nie etwas gesagt, war auch nie mit ihnen in einem Stripclub und ist auf einen Verkupplungsversuch mit einer anscheinend hübschen Arbeitskollegin überhaupt nicht eingestiegen.


    Tja, was soll ich sagen. Ich bin ja sowieso schon so paranoid wegen diesem Thema und dann muss ausgerechnet ein guter Freund mit diesem Thema ankommen.


    Wie soll ich darüber jetzt denken? :-(

    Ich finde das absurd. Du beklagst dich, dass man ihn nicht mit einer hübschen Arbeitskollegin verkuppeln konnte.. ich schließe daraus, dass dir Fremdgehen mit einer Kollegin im Stripclub lieber wäre..


    Wenn du wirklich diesen Verdacht hast, dann kläre das mit IHM, ein für alle Mal oder zieh dich aus der Beziehung raus. Es ist dir und ihm gegenüber ein haltloser Zustand, ständig mit so einem Verdacht zu leben.

    Ich stimme Monika65 absolut zu. Kläre das ein für alle Mal mit ihm und entweder du trennst dich dann oder du schliesst das Thema entgültig ab.


    ...und du brauchst die Frage nicht nochmal als Lisl123 stellen. ;-)


    Die Antwort wird die Gleiche sein.

    Wenn Du ihn aufrichtig liebst solltest Du anfangen ihm voll und ganz zu vertrauen. Ein Mann spürt negative Schwingungen oft auch ohne Worte.


    Warum sind Worte und Eindrücke anderer Leute für Dich so wichtig und aussagekräftig, dass Du sofort wieder in tiefes Misstrauen verfällst in Bezug auf die Sexualität Deines Freundes?


    Spürst Du als Frau nicht gut genug, dass er Dich begehrt, gern mit Dir Zeit verbringt? Beim Sex mit Dir Leidenschaft und Spaß entwickelt?


    Es ist nicht gut, wenn Du diese Zweifel ständig mit Dir rum trägst. So wird aus euch keine vertraute Partnerschaft. Rede mit ihm und wenn er Dich dabei überzeugen kann, lass das Thema endlich ruhen.


    Ich habe allerdings bei Deinen Beiträgen oft den Verdacht, dass Dein Misstrauen mit einer allgemeinem Unzufriedenheit eurer Beziehung einher geht, Deine Ängste eher stellvertretend dafür stehen, dass Du Dich nicht genug geliebt fühlst. Kann das sein?

    Ach meine Liebe, Deine Verlustängste kann man Dir eigentlich überhaupt nicht nehmen, das kannst nur Du alleine. Es gibt keine Garantie dafür, dass Ihr zusammen bleibt, ob er jetzt latent schwul sein könnte oder nicht. Er könnte sich in ein Paar Jahren in einen Kerl verlieben oder auch in einer andere Frau. Was also wäre jetzt der Unterschied? Warum glaubst Du, dass es für dich schwerer wäre, wenn er Dich wegen einem Mann verließe?


    Wobei man fast noch behaupten könnte, dass es für eine Frau einfacher wäre, wenn der Mann sie wegen einer aufgedeckten Homosexualität verlässt als für eine andere Frau. Denn was auch immer sie getan oder unterlassen hätte, ein Mann wird sie nicht, Punkt. Beim Verlassen wegen einer anderen Frau könnte man sich als "schlechter" als die Neue empfinden, was doch viel mehr aufs Ego drückt? Also wenn man dann sowieso in dieser Schleife festsitzt.


    Weißt Du, ich könnte nachvollziehen, wenn es Nachfragen gäbe zu Dingen die er aktiv tut (was eine Zuneigung zum selben Geschlecht erahnen ließe, Schwulenpornos o.Ä.), aber ihn in Generalverdacht zu nehmen, weil er Dinge nicht tut?? Frauen nicht nachsieht, nicht über Frauen mit anderen Kerlen redet, seine Berufswahl (?), das finde ich regelrecht albern, tut mir leid. Deine aufgeführten Verdachtsmomente sind meiner Meinung nach nicht mal Stereotype oder Klischees (hab noch nie gehört, dass 2-3 mal Sex in der Woche, egal wie ausgiebig, als Indiz gesehen werden könnte, dass der Mann schwul ist??) sondern scheinen wahllos zusammengesammelt um Deine Sorge zu füttern und eine Berechtigung dafür zu schaffen.


    Es gibt niemals Garantien, dass der Mensch, der das Leben heute mit mir teilt, das auch morgen noch will. Es ist aber sicherlich nicht hilfreich, eine Beziehung mit Mißtrauen und den wildesten Unterstellungen zu polstern.

    Aus meiner Sicht geht es in diesem Faden überhaupt nicht um irgendein Vorurteil gegen Homosexualität und die geschilderten Punkte sind nur ein Ausdruck des Bauchgefühls der TE.


    Wenn Du - warum auch immer - ein ungutes Gefühl hast, solltest Du Dich Trennen!