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    StGB 356

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    (1) Ein Anwalt oder ein anderer Rechtsbeistand, welcher bei den ihm in dieser Eigenschaft anvertrauten Angelegenheiten in derselben Rechtssache beiden Parteien durch Rat oder Beistand pflichtwidrig dient, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

    Hervorhebung nicht im Original.

    Das ist es aber eben nicht automatisch, allein schon weil du die Pflichtwidrigkeit nicht einfach mal so als gegeben voraussetzen kannst.

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    Vor Gericht kann/darf ein Anwalt nur die Interessen eines Mandanten vertreten

    Dass er beide gleichzeitig vertritt stand ja auch nie zur Debatte.


    Btw. - wenn hier unterstellt wird, er würde irgendwas ausplaudern wollen, weil er so einen dollen Draht zum Nochehemann hat - dann tut der das eh, und zwar gerade ohne offiziell ein Mandat zu haben ;-) Nur kann er eben nichts verwerten, wie auch? Gerichtlich vortragen und dann als Beweismittel persönliche Gespräche, die er als Ex-Anwalt der Frau nicht verwerten darf? Never.

    WIr sind nicht zusammen zum Anwalt gegangen. Es ist mein anwalt den ich beauftragt habe.


    Er war aber als Anwalt tätig vor 10 Jahren bei der 1 Scheidung.


    Mein Noch Mann ist ein sehr guter Schauspieler, dreht alles so wie es am besten für ihn ist. Kann sehr gut alle für sich gewinnen. Ich war alle die Jahre Blauäugig. Mitlerweile hat er sogar auf Arbeit solche Probleme, er wird so agressiv ectr. Hat nun eine Abmahnung das er ausgerastet ist.


    Der Anwalt war sehr überrascht als ich das alles so erzählte was zu Hause passiert, da er damals einen ganz anderen Eindruck gewann.


    Daher habe ich etwas bedenken, das er mich nicht Ernst nimmt.


    Ich habe schon viel erzählt und bin am überlegen ob ich wechsle.

    @ TanjaTS

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    Der Anwalt war sehr überrascht als ich das alles so erzählte was zu Hause passiert, da er damals einen ganz anderen Eindruck gewann.


    Daher habe ich etwas bedenken, das er mich nicht Ernst nimmt.

    Diese Bedenken verstehe ich nicht so richtig.


    Du sagst doch selbst, dass dein Nochehemann ein guter Schauspieler ist. Und dass der Anwalt dann nun überrascht ist, sagt doch in keiner Weise, dass er dir nicht glaubt oder dich nicht ernst nimmt?


    Wenn er ein guter Anwalt ist und das sagst du ja selber, dann nimmt er dich sehr wohl ernst. Ein Anwalt vertritt deine Belange, für ihn ist es vordergründig irrelevant ob das stimmt was du erzählst oder nicht.


    Und wenn das Mandat mit deinem Nochehemann 10 Jahre her ist, er nicht sein dauerhafter Anwalt ist und oder sogar mit ihm befreundet ist - dann hätte ich an deiner Stelle keinerlei Bedenken, nur weil der Anwalt deinem Nochehemal damals geglaubt hat (was ja auch da sein Job war).

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    Er war aber als Anwalt tätig vor 10 Jahren bei der 1 Scheidung.

    Das macht ihn ja nicht gerade zu einem Busenfreund deines Nochehemannes.

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    Der Anwalt war sehr überrascht als ich das alles so erzählte was zu Hause passiert, da er damals einen ganz anderen Eindruck gewann.

    Für mich klingt das nach typischem Anwaltssmalltalk, wenn ein Mandant emsig aus dem Nähkästchen plaudert, wie schlimm der Gegner ist. "Was wirklich? Oh! Das hätte ich aber nicht gedacht Frau XY! Unglaublich!" - keine sonderliche Aussagekraft.


    Oder was war nun seine Reaktion, die Anlass hierfür gibt?!:

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    Daher habe ich etwas bedenken, das er mich nicht Ernst nimmt.

    Was soll er denn tun, damit du dich ernstgenommen fühlst? Und nochmal: Glauben muss dir letztlich ein Richter, sonst niemand.


    Ich glaube dir kann niemand helfen, wenn du dich nicht mal konkreter fasst.

    PS: Und ich bezweifle, dass er noch so genau weiß, wie sein Eindruck von einem Mandanten (von vielen seither) vor 10 Jahren war. Klingt für mich zustätzlich nach reinem Blabla (was soll er auch sonst sagen, wenn da jemand vor sich sitzt und Geschichten von Zuhause auspackt)

    Ich kann die TE gut verstehen, sinngemäß und auch in Sachen Rechtschreibung. Die seltsamen Äußerungen von mnef muß man warscheinlich nicht verstehen.

    @ TE

    Ich würde Dir raten, dem Anwalt das Mandat zu entziehen, wenn Du mittlerweile absolut kein Vertrauen mehr zu dieser Person hast. Hast Du schon was an Vorkasse gelöhnt?


    Ich habe derzeit auch ein Anwaltsproblem, habe aber schon so viel gelöhnt, dass ich lieber alleine weitermachen würde, als mir noch einen zweiten anzuschaffen. X-
    Ich wünsche Dir gutes Gelingen! @:) :)*

    @ nonnenpfeffer

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    Ich kann die TE gut verstehen, sinngemäß und auch in Sachen Rechtschreibung. Die seltsamen Äußerungen von mnef muß man warscheinlich nicht verstehen.

    Ich verstehe sie nicht nur, ich stimme ihnen sogar großenteils zu.

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    Ich würde Dir raten, dem Anwalt das Mandat zu entziehen, wenn Du mittlerweile absolut kein Vertrauen mehr zu dieser Person hast.

    Die Fadenerstellerin hat bisher keinen Grund genannt warum das Vertrauen weg sein sollte. Außer, dass der Anwalt ihren Nochehemann vor 10 Jahren mal vertreten hat. Hier stellt sich auch wiederum die Frage, warum sie dann überhaupt zu ihm gegangen ist?

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    Die seltsamen Äußerungen von mnef muß man warscheinlich nicht verstehen.

    Nicht alles, was man nicht versteht, ist seltsam. Aber schön, dass ein recht inaktiver User wie du für solche Aussagen dann plötzlich aktiv wird :_D

    wie schon erwähnt ist ein Anwalt (auch wenn die Scheidung nur mit einem Anwalt gemacht wird) immer nur der Anwalt einer Seite! Die andere Seite wird dann streng genommen nicht anwaltlich vertreten. Ich habe es sogar einmal erlebt, dass der Scheidungsrichter diese Konstellation nicht akzeptiert hat, da die Scheidungsfolgenvereinbarung für den nicht vertretenen Part sehr nachteilig war.


    Grundsätzlich kann ein Anwalt FÜR eine ehemalige Gegenpartei tätig werden, solange die beiden Sachen nicht zusammen hängen. Kein Anwalt würde gegen eine Partei tätig werden, die er mal vertreten hat.


    Im Zweifelsfall ist es immer besser sich vom Anwalt des Vertrauens einen guten Kollegen empfehlen zu lassen falls auch nur der Hauch von Befangenheit da sein könnte.