• Meckern über Weihnachtsgeschenke. Und dieses Jahr?

    Es ist so weit, am Sonntag ist schon der dritte Advent und dann steht irgendwie auch schon Weihnachten vor der Tür. Weihnachten macht mich nervös. Ich weiß nie, was ich schenken soll. Dann mache ich mir ewig Gedanken und man übergibt es - und dann meckern die Leute. Ein Beispiel: Letztes Jahr haben meine Eltern den kompletten Außenbereich ihres Hauses…
  • 72 Antworten

    Ignoranten bekommen von mir eine schön eingepackte Flasche Mineralwasser.


    Ein Pfund Mehl oder eine Dose Motoröl sorgt auch immer wieder für erstaunte Gesichter. :=o

    Zitat

    Ignoranten bekommen von mir eine schön eingepackte Flasche Mineralwasser.


    Ein Pfund Mehl oder eine Dose Motoröl sorgt auch immer wieder für erstaunte Gesichter.

    Und wie reagieren die Leute dann? Ist dir das nicht unangenehm?

    Zitat

    Ignoranten bekommen von mir eine schön eingepackte Flasche Mineralwasser.


    Ein Pfund Mehl oder eine Dose Motoröl sorgt auch immer wieder für erstaunte Gesichter. :=o

    Du machst deinem Nick ja alle Ehre ;-D


    Ich schenke Menschen, die ich für Ignoranten halte, gar nichts.

    peinlich ist mir das nicht mehr. Es hat ja seinen Grund warum ich an gewisse Leute solche Geschenke verschenke.


    Ich hatte auch erlebt wie meine/unsere Geschenke ungeöffnet im Schrank verschwanden (Oh ja, schön, und wech), oder später entsorgt wurden etc.


    Es gibt eben Leute denen ist es egal was man ihnen schenkt. Es interessiert sie nicht. Denen kann man auch ein Pfund Mehl schenken.

    Zitat

    Es hat ja seinen Grund warum ich an gewisse Leute solche Geschenke verschenke.

    Und aus welchem Grund schenkst du solchen Leuten überhaupt irgendwas ???

    Zitat

    Es waren auch die falschen Pralinen (wurden dann sofort an die Gäste verfüttert) ,..

    Damit hätte ich nun überhaupt kein Problem.


    Sieh es mal so, das Geschenk war deinen Eltern nützlich und der Zweck (nämlich der Verzehr) wurde auch erfüllt.

    Zitat

    Manche Menschen haben halt keine Hobbys oder sind immer nur "undankbar". Da macht das Schenken einfach keinen Spaß.

    Warum reißt Du dir immer noch ein Bein aus?


    Ich betrachte das jetzt mal aus Elternsicht:


    Eine Deko von 150 EUR, ein komplettes Wochenende – schon nach dem ersten so teuren Geschenk meiner Kinder (egal ob Studienzeit oder nicht) hätte ich von mir aus die Reißleine gezogen.


    Geschenke dieser Größenordnung waren bei uns nie üblich. Aber unsere Kinder meinten auch irgendwann, uns mit gekauften Dingen, beglücken zu müssen. Und obwohl sie uns ziemlich gut kennen, lagen sie trotzdem daneben. Und eigentlich haben wir ja alles. Anders herum waren wir nach ihrem Auszug auch nicht mehr auf dem Laufenden, was sie benötigen.


    Natürlich haben wir uns höflich bedankt, aber uns dann später (Wochen später) ganz in Ruhe über das Thema unterhalten.


    Ich bin ziemlich eigen und habe ganz konkrete Vorstellungen. Bei mir im Haushalt z.B. muss alles zueinander passen. Und ich mag auch keine Überraschungen. Damit dies hier

    Zitat

    Ich hatte auch erlebt wie meine/unsere Geschenke ungeöffnet im Schrank verschwanden (Oh ja, schön, und wech), oder später entsorgt wurden etc.

    nicht passiert, werden ganz konkrete Wünsche geäußert. Heutzutage kann man doch dank Internet ganz genau raussuchen, was man möchte.

    Zitat

    Und aus welchem Grund schenkst du solchen Leuten überhaupt irgendwas ???

    DAS habe ich mich auch gerade gefragt.

    Zitat

    Natürlich haben wir uns höflich bedankt, aber uns dann später (Wochen später) ganz in Ruhe über das Thema unterhalten.

    Und genau das ist der Punkt, um den es eigentlich geht. Man bedankt sich! Man lacht nicht über das Geschenk oder schmeißt es noch vor den Augen des Schenkers in den Mülleimer. Das sind Zeichen einer verzogenen Wohlstandsgesellschaft. Mit etwas Feingefühl sieht der Schenkende schon, ob er mit seinem Geschenk danebenlag, dennoch finde ich, man sollte respektieren und schätzen, dass da jemand war, der sich Gedanken machte, der sich Mühe gab, der eine Freude machen wollte. Alles andere ist in meinen Augen krasse Unhöflichkeit.


    Man kann das ja mal thematisieren, irgendwann, worüber man sich wirklich freuen würde, aber das Leben ist kein Wunschkonzert, wenn ich etwas haben will, dann kaufe ich mir das und warte nicht faul auf meinem Hintern, dass mir alle meine Wünsche von den Augen ablesen und mich derart beschenken. Ich finde das wirklich daneben...


    Ansonsten hilft nur eins, neben der Schachtel Mon Cherie einen Geldschein in die Hand drücken. "Kauf dir selbst was, damit du zufrieden bist." Im Gegenzug bekommt man hoffentlich dieselbe Summe Geldes zurück.


    In meiner Familie wurde das Schenken zu Weihnachten schon vor Jahren abgeschafft. Wir feiern Weihnachten, die Geburt des Herrn, wir gehen in die feierliche Kirche, hören schöne Musik, wir haben ein tolles Weihnachtsessen, keinen Weihnachtsbaum oder Brimborium, all das lässt uns seit Jahren ziemlich kalt und ich kann euch sagen, das entstresst den Advent gewaltig, kann es nur empfehlen ;-D

    Vorsicht, Gutmenschen-Blabla... Zyniker, Misantrophen und Atheisten jetzt bitte weitergehen, es gibt hier nichts zu sehen. ;-D


    Also ich will jetzt mal eine Lanze für das Schenken brechen, denn ich liebe fast nichts mehr! Meine Tochter bekommt auf jeden Fall etwas und mein Mann auch, obwohl wir jedes Jahr ausmachen, dass wir uns nichts schenken. ]:D Kann er vergessen. ]:D Und natürlich mein Patenkind. Dieses Jahr bekommt auch mein Papa etwas, weil mir etwas wirklich Gutes eingefallen ist. Die Leute, die jedes Jahr rummeckern oder bei denen die Geschenke eh in irgendeiner Kiste auf dem Dachboden landen, bekommen nichts, weil es mir keinen Spaß mehr macht. Oder wer eh zugeschmissen wird und das einzelne Geschenk vollkommen untergeht.


    Dass Weihnachten und Geburtstage jedes Jahr so grob um dieselbe Zeit sind, ist schonmal hilfreich. Ich fang doch nicht erst in der Adventszeit an zu grübeln und mich zu stressen. Wenn man das ganze Jahr über aufmerksam ist und den Leuten zuhört, dann weiß man auch, was sie brauchen oder sich wünschen und eventuell sogar selbst nicht gönnen würden.


    Für mich geht es an Weihnachten ein ganzes Stück weit darum, dass man sich gewisse Werte bewusst macht, dazu gehört vor allem Liebe und Großzügigkeit. Es ist die Zeit der frohen Botschaft, der Hoffnung, "Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen" (jaja und Ehre Gott in der Höhe). Und natürlich des Dr-Who-Christmas-Specials und der Muppets-Weihnachtsgeschichte. ;-D Deswegen finde ich die Idee mit dem Spenden auch ganz toll. Weil man damit auch an diejenigen denkt, die es nicht so gut haben. Ist auch der Grund, warum es bei uns an Weihnachten kein großes Fressen gibt. Klar kochen wir uns auch was Gutes, aber wir zelebrieren nicht die Völlerei wie andere in der Familie.


    Und weil ich meiner Tochter die Freude am Geben vermitteln möchte gibt's bei uns auch keinen Weihnachtsmann. Das ist für dich, von mir, weil mir etwas an dir liegt und ich möchte, dass du dich freust. In das Geschenk für den Papa hab ich sie schon früh miteinbezogen.

    Ich muss jetzt mal ganz ehrlich sagen, dass ich das ganze etwas anders sehe... wenn ich etwas schenke, muss ich damit rechnen, dass es der Person vielleicht nicht gefällt. Ich empfinde das nicht als undankbar oder ignorant oder sowas. Es ist menschlich. Man versucht das passende zu finden, aber das gelingt halt nicht immer. Je teurer es war, desto ärgerlicher ist das vielleicht. Aber trotzdem...


    Es kommt natürlich auf die Art und Weise an. Der Beschenkte sollte zumindest zu erkennen geben, dass er die Absicht anerkennt. Aber mir ist es dann lieber wenn er es sagt, dass es ihm nicht gefällt als sich aufgesetzt über das Geschenk zu freuen, weil das ja so sein muss.


    Jeder bekommt doch mal etwas, das er für nicht schön / unnütz / kitschig / fehl am Platz empfindet. Und das Problem an der Sache ist, dass jeder Mensch andere Dinge da einordnet. Das erschwert das Schenken so ungemein.


    Es ist doch der Wille der zählt.

    Zitat

    Bei Freunden: Ich hab mir letztes Jahr die Mühe gemacht und Eierlikör selbst gemacht und dann alles schick verpackt in Geschenktüten und eben nen Kärtchen dazu.. Fand ich nicht so prickelnd, als dann zur Sprache kam dass nicht mal probiert wurde, sondern alles so in den Müll gewandert ist wie es war...

    Bei aller Freundschaft und Freude über Geschenke: Ich könnte das auch nicht probieren. Und das hätte absolut nichts mit Undankbarkeit zu tun, einfach mit persönlichen Abneigungen. Wäre es an dieser Stelle besser, direkt bei Annahme zu sagen: "Du, vielen herzlichen Dank, aber ich konnte mir noch nie im Leben vorstellen, dieses Zeug auch nur im Regal stehen zu haben?"...Echt schwierig, niemandem auf die Füße zu treten?

    Ich schenke Freunden nichts. Bin mit einer großen Familie schon genug ausgelastet. Innerhalb der Familie wird gefragt, was man sich wünscht. Das muss nicht ausarten, die Geste zählt.


    Mein Papa ist der Problemfall der Familie, der wünscht sie nie was. Früher der Standardwunsch: Neue Fußmatten fürs Auto. Na toll. Aber er freut sich immer sehr über eine Schachtel Niederegger Marzipan, ebenso wie inzwischen über selbstgemachten Johannisbeerlikör und es sind alle Beteiligten glücklich damit, wenn man gleich mal zusammen ein Gläschen probiert. Und wenn es mal so Ausnahmen gibt, dass sich die Eltern einen neuen PC wünschen, weil der 10 Jahre alte nichts mehr tut, dann freut man sich über die Gelegenheit, legt zusammen mit dem Bruder und darf ein bisschen was zurückgeben von all dem Geschenksegen, den man als Kind so empfangen hat.


    150€ für ein Geschenk, was dann nicht gefällt, hätte man vermeiden können. Die Reaktion ist natürlich trotzdem daneben. Hab ich so nie erlebt.

    Zitat

    Fand ich nicht so prickelnd, als dann zur Sprache kam dass nicht mal probiert wurde, sondern alles so in den Müll gewandert ist wie es war...

    haben sie dir echt gesagt, dein Geschenk haben wwir in den Müll geworfen :-o :-o :-o , was sind das denn für komische Leute ? Findedie Idee übrigens sehr schön. Klar man einer trinkt keine Eierlikör, aber die Geste zählt doch und dann kann man den Eierlikör doch an jemanden weitergeben.

    @ Ralph_HH

    da spricht aus deiner Erzählung sehr viel Liebe :)^ , so was vor Weihnachten zu lesen, wärmt einem das Herz.


    Bei uns ist es auch so, dass jeder sich für den anderen was kleines ausdenkt (für Kinder etwas teurer oft, wenn die etwas bestimmtes brauchen) und noch nie hat eeiner gesagt: son Mist , brauche ich nicht....es geht doch nicht ums brauchen, sondern darum, dass der andere sich Gedanken gemacht hat.