Ja, ich weiß es zu schätzen, dass Ihr mir zu denken gibt, aber durch die Erfahrung mit ihm und auch mit seiner Familie und seinen Freunden (was ich hier nicht schreiben kann, da ich sonst Seiten brauchen würde) bin ich mir 1000% sicher, dass er kein Betrüger ist.

    @ ElafRemich0815

    (Deine weiteren Fragen habe ich bereits in dem Text, den ich verfrüht abgeschickt habe, beantwortet)

    Zitat

    Warum kann/will/darf er nicht zu dir ziehen? Wie hat er dir diese Tatsache kommuniziert?

    Tatsächlich habe ich es ihm nahegelegt, nicht herzukommen, da er bereits ein Haus und einen Job hat. Er ist damit einverstanden. Aber wir reden sehr oft darüber und planen noch immer diesbezüglich.

    Zitat

    Wäst du in der Lage in diesem Land dich mit deinem kulturellen/religiösen Hintergrund voll auszuleben?

    Ich bin nicht besonders religiös.

    Zitat

    Würdest du in diesem Land eine Arbeit finden die dich im Notfall auch alleine ernähren könnte?

    Ja.

    Zitat

    Würdest du seine Religion annehmen?

    Nein.

    Zitat

    Müsste man sich Gedanken machen ob die Wahrscheinlichkeit besteht das deine Kultur/Religion dort unterdrückt wird?

    Nein.


    Ich habe bis jetzt alle Fragen versucht so ehrlich zu beantworten wie es nur möglich ist.

    Zitat

    Nur noch was. Deine Eltern sind nicht "konservativ". Sie haben nur vor langer Zeit eine Entscheidung gefällt.

    Das verstehe ich nicht so ganz?

    Zitat

    Er ist Christ und meine Eltern sind Muslime.

    OK, dann musst du dich wohl eher vor Aktionen deiner Eltern schützen als vor Aktionen aus seinem Bereich, auch wenn ich trotzdem mit so Aussagen wie "ich kann x 100% vertrauen" extrem vorsichtig wäre. Aber was du jetzt so näher erläutert hast liest sich doch ganz vernünftig. Du solltest dich halt auch dort nicht von ihm abhängig machen. An deiner Stelle würde ich mir dort erst mal eine eigene Wohnung nehmen und keinesfalls gleich in sein Haus einziehen, und das alles natürlich auch erst wenn du einen Job hast, mit dem du alleine um die Runden kommst.


    Das mit deinen Eltern sehe ich kritisch: Das wirst du ihnen niemals "schonend" beibringen können, und wenn du Angst davor hast, dass deine Eltern Einfluss auf dich und dein Leben ausüben, den du nicht abwenden kannst, dann würde ich an deiner Stelle die Eltern vor vollendete Tatsachen stellen, sprich: Dort einen Job und eine Wohnung suchen und das erst dann, wenn es fix ist, verkünden.

    O.k. also ihr seit Muslime und er ist Christ ... also geht das schon mal in eine andere Richtung, als hier viele vermuten ... du hast Angst, wenn du deinen Eltern von IHM berichtest, dass sie dich ganz schnell zwangsverheiraten?


    In welches Land/Stadt würdest du ziehen? Was für einen Job würdest du angehen?


    Ich denke, dass sind wichtige Faktoren.


    Du wärst nicht die Erste, die den Kontakt zu ihren Eltern aus diesen Gründen abbrechen müsste. Du muss prüfen, was dein Herz möchte. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, Kontraktbruch zu den Eltern ist eine sehr harte Entscheidung... ich habe es hinter mir. Bin jetzt Alleinerziehende Mama und habe damals auch nicht auf ihren Rat gehört ... aber ich bin viel zu stolz, als das ich wieder angekrochen käme.


    Erzähle doch mal bitte mehr über die Rahmenbedingungen die ihr hättet und die seine Familie hat.


    Ich denke, das würde helfen.


    Wenn es die große Liebe wäre, warum würde er nicht nach Deutschland kommen?


    Was würde passieren, wenn es zwischen euch eskaliert und er dir Pass und Geld abnimmt?


    Wie kommst du in seinem Land klar?


    Wenn es in den arabischen Raum geht, wirst du sehr schlechte Karten haben.


    Sprichst du seine Sprache?


    Spricht er deutsch?


    Von was für einen kulturellen Kreis sprechen wir?


    Erzähl doch einfach mal etwas mehr ...


    Ich kann deinen Zwiespalt verstehen ... möchte aber auch eher zur Vorsicht raten. Ein Monat zusammenleben ist nicht Alltag und ein ganzes Leben ...

    OK...


    Das klingt doch schon viel freundlicher!


    Ich hatte gedacht bzw. befürchtet das du als Christin in ein muslimisches Land ziehen würdest. Das würde ich mir nämlich sehr gut überlegen, und unabhängig vom aktuellen Islam-Bashing.


    Ich habe natürlich keine Ahnung, aber ich schätze du lebst in Deutschland und bist Tochter von Immigranten aus dem islamischen Raum, die schon viele Jahre hier leben, es aber nicht geschafft haben sich hier zu integrieren. Und dein Zukünftiger ist... (da rate ich jetzt nur) aus den USA.

    Zitat

    Dort einen Job und eine Wohnung suchen und das erst dann, wenn es fix ist, verkünden.

    Das ist eine gute Idee. Ich müsste dafür aber oft hinfliegen, wie erkläre ich ihnen das ohne vom Plan etwas zu verraten?

    Zitat

    du hast Angst, wenn du deinen Eltern von IHM berichtest, dass sie dich ganz schnell zwangsverheiraten?

    Einer der Szenarien in meinem Kopf ihrer Reaktion betreffend ist, dass sie mich zwingen würden ihn zu heiraten (evtl. wäre das damit verbunden, dass er konvertieren muss) damit ich mit ihm zusammen sein darf. Ein anderes Szenario wäre beispielsweise, dass sie jeglichen Kontakt zu ihm verbieten und dafür sorgen, dass ich nicht mehr mit ihm kommunizieren kann, usw.

    Zitat

    Kontraktbruch zu den Eltern ist eine sehr harte Entscheidung...

    das ist allerdings sehr hart.

    Zitat

    Erzähle doch mal bitte mehr über die Rahmenbedingungen die ihr hättet und die seine Familie hat.

    Seine Familie ist mir gegenüber sehr offen und liebenswert. Meine Eltern wären in dem Punkt ihm gegenüber sehr wahrscheinlich ganz anders.

    Zitat

    Was würde passieren, wenn es zwischen euch eskaliert und er dir Pass und Geld abnimmt?

    Das würde ihm nicht in den Sinn kommen.

    Zitat

    Wie kommst du in seinem Land klar?

    Sehr gut, für die Zeit, die ich dort verbracht habe und die Informationen, die ich gesammelt habe.

    Zitat

    Sprichst du seine Sprache?

    Ja

    Zitat

    Spricht er deutsch?

    Nein, seine Muttersprache ist Afrikaans und Englisch.

    Zitat

    Ich kann deinen Zwiespalt verstehen

    Ich möchte meinen Eltern von ihm erzählen. Ich möchte, dass sie mich unterstützen, mir Kraft geben und sich freuen. Realität ist aber leider, dass das nie passieren würde. Einerseits würden sie negativ auf ihn reagieren andererseits würde das Offenbaren der Tatsache, dass ich jemanden in meinem Leben habe, ihre ganze Sicht mir gegenüber und ihre "heile" Welt zerstören. Zwei Welten würden auf einander krachen. Das einzig positive wäre endlich frei zu sein von dem Druck und der Last, die ständig auf mir lastet. Ich wäre dieses Doppelleben los und wäre endlich ich.

    Zitat

    ich schätze du lebst in Deutschland und bist Tochter von Immigranten aus dem islamischen Raum, die schon viele Jahre hier leben, es aber nicht geschafft haben sich hier zu integrieren.

    Jein. Meine Eltern leben die Religion nicht öffentlich aus, beherrschen die Sprache sehr gut, sind studiert etc. Meine These ist, dass sie aus Angst vor Assimilation die Religion stärker (zu Hause) ausleben. Vielerlei Dinge, die ich sehr kritisch betrachte, ist keiner Hinterfragung ihrerseits wert, bzw sie sehen es, denke ich, sogar als eine Art Beleidigung an. Ich respektiere dennoch ihre Meinung und sie als Menschen.

    Wenn ich das recht sehe, dann ist die Situation ja aber da die, dass sie dich, so wie du bist, nicht respektieren. Sie respektieren ihr BILD von dir, aber nicht deine Persönlichkeit.


    Wie wirst du damit umgehen wollen, so für den Rest deines Lebens? Was ist die Alternative, wenn du von ihnen nun nichts erzählen solltest? Siehst du selbst die Variante "schweigen" überhaupt als realistisch an? Wärst du überhaupt - irgendwo in dir - zu einem Leben, wie es deine Eltern für dich vorsehen, bereit?


    Wenn nicht, dann bleibt dir trotz aller Angst, nichts anderes übrig als es zu erzählen. Und dann bleibt auch nicht viel Raum für "wenig" oder "viel" Verletzungen. Dann musst du da wahrscheinlich einfach Augen zu und durch...

    Zitat

    Einer der Szenarien in meinem Kopf ihrer Reaktion betreffend ist, dass sie mich zwingen würden ihn zu heiraten (evtl. wäre das damit verbunden, dass er konvertieren muss) damit ich mit ihm zusammen sein darf. Ein anderes Szenario wäre beispielsweise, dass sie jeglichen Kontakt zu ihm verbieten und dafür sorgen, dass ich nicht mehr mit ihm kommunizieren kann, usw.

    Wie können sie das denn tun? Lebst du noch Zuhause?


    Bezüglich der Reisen:


    Sage doch einfach, das wären Geschäftsreisen. Das ist ja auch ein Teilaspekt. Schließlich suchst du dort einen Job und willst Businesskontakte knüpfen.


    Ich stelle es mir hart vor, in deiner Haut zu stecken. Es kann leider wirklich sein, dass deine geliebten Eltern sich von dir abwenden. Das muss aber nicht so bleiben. Manchmal keksen sich so Leute auch wieder aus, wenn sie sich mit der neuen Situation abgefunden haben. Ich an deiner Stelle würde einfach meinen Standpunkt klarmachen: Du respektierst sie und ihre Art zu leben und würdest dir umgekehrt auch ihren Respekt für deine Art zu leben wünschen. Was sie dann machen, liegt leider nicht in deiner Hand.


    Auch kann ich dir nur raten, dich vor Ort nicht von deinem Freund abhängig zu machen. Du solltest sehr gut Englisch sprechen und vielleicht auch Afrikaans lernen (Geht doch um Südafrika???) und dich mit den Gesetzen, Behörden, Infrastruktur etc. vertraut machen. Auch eine eigene Wohnung und - natürlich - ein sicherer Job, bei dem du ein Auskommen hast, wären wichtig. Es kann sein und es ist dir zu wünschen, dass dein Freund dein Traummann bleibt; manchmal ändern sich Beziehungen aber auch und Menschen können bei Trennungen ungerecht reagieren - da muss er noch nicht mal ein Serienmörder oder Bordellbesitzer sein oder sowas ;-D . Es könnte dann ja sein, dass er dich einfach auflaufen lässt und dich im Alltag im Regen stehen lässt und da solltest du dir selbst helfen können - um deiner selbst willen.

    Alias 723508

    Zitat

    nein, ich bin mir ihm bezüglich sehr sicher, und es steht alles außer Frage (was ist daran so eigenartig, dass man mit jemandem zusammen sein möchte? Ich bin alt und reif genug es zu behaupten und habe bei ihm gelebt und wie gesagt seine Familie und Freunde kennengelernt, er würde auch nicht herziehen sondern ich sehr wahrscheinlich zu ihm,etc etc ist aber OT) Mein Problem ist tatsächlich wie ich die Tatsache, dass ich einen Freund habe, meinen Eltern beibringen soll, ohne dass sie einen Zusammenbruch erleben. Ihre Reaktion kann ich schwer abschätzen, ich weiß nur, dass sie negativ ausfallen wird.

    Ich verstehe das eigentliche Problem noch nicht. Du bist 24. Du hast vor zu ihm zu ziehen. Du erwartest, dass Dich Deine Eltern mehr oder minder verstoßen würden, wenn Du ihnen von Deinen Plänen erzählen würdest. Warum also solltest Du ihnen von diesen Plänen erzählen? Du hast doch offensichtlich die Freiheit einen Monat mit diesem Mann zu verbringen. Also sehe ich da keine Gründe, warum Du nicht in Ruhe Deine Auswanderung vorbereiten kannst, hinziehen und Deinen Eltern einen Abschiedsbrief von dort schreibst. Wo ist also das Problem?

    Zitat

    Das ist eine gute Idee. Ich müsste dafür aber oft hinfliegen, wie erkläre ich ihnen das ohne vom Plan etwas zu verraten?

    Wie hast Du ihnen erklärt, dass Du einen Monat dort warst?

    Zitat

    Siehst du selbst die Variante "schweigen" überhaupt als realistisch an?

    Nein, war und ist nicht mein Vorhaben.


    Zitat

    Wärst du überhaupt - irgendwo in dir - zu einem Leben, wie es deine Eltern für dich vorsehen, bereit?

    Nein. Wenn ich daran denke, schnürt sich etwas in meinem Körper zusammen. So ein Leben wäre unecht und unerfüllend für mich.

    Zitat

    dann bleibt auch nicht viel Raum für "wenig" oder "viel" Verletzungen.

    So ist es wohl

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    Lebst du noch Zuhause?

    Ja.

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    Sage doch einfach, das wären Geschäftsreisen. Das ist ja auch ein Teilaspekt. Schließlich suchst du dort einen Job und willst Businesskontakte knüpfen.

    dann werden Fragen auftauchen wie: "wieso gerade Südafrika?" (Die Distanz ist sehr groß)

    Zitat

    Ich an deiner Stelle würde einfach meinen Standpunkt klarmachen: Du respektierst sie und ihre Art zu leben und würdest dir umgekehrt auch ihren Respekt für deine Art zu leben wünschen.

    wir hatten bereits etliche ähnliche Gespräche. Für sie erscheine ich mit solch einer Meinung lächerlich, weil es eine "falsche" Meinung ist.

    Zitat

    Auch kann ich dir nur raten, dich vor Ort nicht von deinem Freund abhängig zu machen...- um deiner selbst willen.

    Ja. Das ist mir auch sehr wichtig.

    Zitat

    Warum also solltest Du ihnen von diesen Plänen erzählen?

    Jede weitere Verheimlichung bedeutet zusätzlicher Stress und Druck für mich.

    Zitat

    Du hast doch offensichtlich die Freiheit einen Monat mit diesem Mann zu verbringen. Also sehe ich da keine Gründe, warum Du nicht in Ruhe Deine Auswanderung vorbereiten kannst, hinziehen und Deinen Eltern einen Abschiedsbrief von dort schreibst. Wo ist also das Problem?

    Einen Monat irgendwo zu verbringen ist nicht gleichzusetzen mit Auswanderung. Dann nur einen Abschiedsbrief zu schreiben, wäre zu respektlos. Ich will, dass sie mich verstehen, oder wenigstens nachdenken, solch eine Aktion würde nur mehr Öl ins Feuer gießen.

    Zitat

    Wie hast Du ihnen erklärt, dass Du einen Monat dort warst?

    Ich musste lügen. Ich habe ihnen erzählt eine Freundin und ich würden uns in einem anderen europäischen Land über Weiterbildungsmöglichkeiten informieren und als Abschluss uns etwas Urlaub gönnen. Es war die Hölle ihr Vertrauen so zu missbrauchen und zu lügen.

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    Wie genau weiß Dein Freund denn Bescheid über Deine Elternproblematik? Und was hat er für eine Haltung dazu? Versteht er Dich, geht er einfühlsam auf das Thema ein?

    Er weiß über alles Bescheid und reagiert sehr verständnisvoll darauf. Er sagt, ich solle mir Zeit lassen und wenn ich mich dazu bereit fühle, das Thema angehen. Wir versuchen Lösungen zu finden, aber alles scheint eine Schwachstelle zu haben.

    Alias 723508

    Zitat

    Ich musste lügen. Ich habe ihnen erzählt eine Freundin und ich würden uns in einem anderen europäischen Land über Weiterbildungsmöglichkeiten informieren und als Abschluss uns etwas Urlaub gönnen. Es war die Hölle ihr Vertrauen so zu missbrauchen und zu lügen.

    Naja, mit 24 Jahren sehe ich das nicht als Lüge, denn ich muss meinen Eltern mit 24 nichts von meinen Plänen, Urlauben, etc. erzählen. Mit 24 muss ich auch nicht zu Hause leben. Das sind schon einmal Umstände, die ich mit 24 für mich nicht mehr in dieser Abhängigkeit leben wollen würde. Ich würde auch nicht besonders viel Rücksicht auf die Wünsche meiner Eltern nehmen, wenn sie mich nicht darin unterstützen, dass ich das mache, was mich glücklich macht.


    Du wirst Dich entscheiden müssen, was Du willst. Dann wirst Du auch entsprechend vorgehen. Alles kann man nicht haben. Die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen.

    Zitat
    Zitat

    Lebst du noch Zuhause?

    Ja.

    Vielleicht solltest du das dann schon mal ändern. Du kannst ja auch einfach erstmal ein WG-Zimmer irgendwo nehmen. So kannst du dich zumindest mal zurückziehen, wenn du es willst oder gar musst.

    Zitat
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    Sage doch einfach, das wären Geschäftsreisen. Das ist ja auch ein Teilaspekt. Schließlich suchst du dort einen Job und willst Businesskontakte knüpfen.

    dann werden Fragen auftauchen wie: "wieso gerade Südafrika?" (Die Distanz ist sehr groß)

    Dann sagst du halt, dass das für deine Arbeit und dein Weiterkommen sehr wichtig ist, dort Kontakte zu knüpfen. Punkt. Was geht sie das an?

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    Ich an deiner Stelle würde einfach meinen Standpunkt klarmachen: Du respektierst sie und ihre Art zu leben und würdest dir umgekehrt auch ihren Respekt für deine Art zu leben wünschen.

    wir hatten bereits etliche ähnliche Gespräche. Für sie erscheine ich mit solch einer Meinung lächerlich, weil es eine "falsche" Meinung ist.

    Mir fällt es sehr schwer, dir hier etwas zu raten. Ich kenne Menschen mit so einer "Argumentation" auch, aber ich bin gsd nicht nah mit ihnen verwandt. Meine Taktik ist dann immer lmaa - sowohl mit der "Lächel-Variante" als auch mit "Leck-mich-Variante". Mich da also selten blicken lassen und sonst lächeln und innerlich die Augen rollen. Für deine Eltern funktioniert das vielleicht nicht so gut, wird aber wohl leider darauf hinauslaufen. Da ist ja gar keine Diskussionsgrundlage da, wenn sie dich nicht ernst nehmen und dich nicht respektieren und verstehen wollen.

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    Auch kann ich dir nur raten, dich vor Ort nicht von deinem Freund abhängig zu machen...- um deiner selbst willen.

    Ja. Das ist mir auch sehr wichtig.

    Super :)^ !

    Lol.


    "Hallo, ich will jemanden mit einer anderen Religion heiraten!"


    Antwort: "Mensch pass bloß auf! Der will dich verarschen! Bestimmt will er sich nur nach Deutschland schmuggeln! Der wird dich unterdrücken! Überleg dir das gut! Muslime sind voll doof!"


    "Ne, ich bin Muslima und will einen Christen heiraten. Außerdem will ich zu ihm ziehen."


    Antwort: "Achso, super, perfekt, mach das, am besten nimmst du gleich auch noch seine Religion an, wir Christen sind eh die Besten!"


    :=o So irgendwie kommt mit das Topic gerade vor. Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein.


    Naja, aber in dem Fall sind die (muslimischen) Eltern wohl wirklich voll doof. Schade. Oft befürchtet man bei den Eltern aber auch so schlimme Sachen, tatsächlich entsteht dann aber nur ein mittlerer Konflikt oder gar nichts Schlimmes? Jedenfalls ist es häufig bei Schwulen so, die sich bei ihren Eltern outen (jetzt nicht speziell auf muslimische Familien bezogen). Wie das in deiner Situation ist weiß ich auch nicht. Meine Eltern wären z.B. alleine schon dadurch etwas geschockt, dass ich auf einen anderen Kontinent ziehen möchte.


    Letztlich bist du erwachsen und kannst dich im Zweifelsfall tatsächlich einfach so absetzen, egal ob sie es akzeptieren oder nicht. Mein eigenes Lebensglück würde ich nicht von den Eltern abhängig machen, wenn sie dem im Wege stehen. Da kann man durchaus mal egoistisch sein und hoffen, dass sie es bald akzeptieren und sich das Verhältnis dann wieder normalisiert. Und wenn nicht, dann ist es finde ich nicht deine Schuld.

    Zitat

    Das ist eine gute Idee. Ich müsste dafür aber oft hinfliegen, wie erkläre ich ihnen das ohne vom Plan etwas zu verraten?

    Ich hab meinen Eltern gar nichts erklärt, wenn ich der Meinung war, dass es sie nichts angeht.


    Und was ist "oft"? Wer bezahlt diese Reisen? Wenn du sie selber bezahlst, kannst du da ja Urlaub machen, weil du die Gegend so liebgewonnen hast.

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    [Wenn du deinen Eltern reinen Wein einschenkst: ] Das einzig positive wäre endlich frei zu sein von dem Druck und der Last, die ständig auf mir lastet. Ich wäre dieses Doppelleben los und wäre endlich ich.

    Aber andererseits schreibst du, deine Eltern würden dann von dir verlangen dass du ihn heiratest und von ihm, dass er konvertiert. Wie geht das zusammen?!


    (Wenn fremde Eltern von mir verlangen würden dass ich konvertiere würde ich ihnen den Vogel zeigen)

    Zitat

    Jede weitere Verheimlichung bedeutet zusätzlicher Stress und Druck für mich.

    So wie ich das sehe würde die Wahrheit noch viel mehr Stress und Druck für dich bedeuten.


    So ganz verstehe ich deine Lage noch nicht:


    Wenn du dich von deinen Eltern nur lösen kannst, indem du abhaust, musst du abhauen. Wenn dir dein freies Leben allerdings doch nicht so wichtig ist, kannst du aber auch bei ihnen bleiben und das tun was sie für richtig halten. Entweder - oder. Und so außergewöhnlich ist das alles nun auch wieder nicht. Ich kenne mehrere Leute, die sich von ihren Eltern distanziert haben, weil diese das Leben, das sie für sich selbstbestimmt führen wollten, nicht akzeptiert haben. Ich persönlich finde es am wichtigsten, dass man ein möglichst selbstbestimmtes Leben führt. Aber wahrscheinlich denke ich das deswegen, weil ich so erzogen bin. Du bist ganz anders aufgewachsen als ich, daher ist das für dich eher ambivalent und unterm Strich natürlich schwieriger.


    Kannst du dir ganz sicher sein , dass deine Schwester dicht hält, wenn es Spitz auf Knopf steht?