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    Das die TE von Familie spricht kann ich verstehen. Sie ist weit weg von zu Hause, darum ist ihr Mann das Einzige was sie hat und darum ihre Familie.

    ja, genau so ist es wenn man ca. 10.000km von zu Hause entfernt lebt.

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    Ich vermute mal, durch das Vorbild deines Vaters, der sich als Ernährer der Familie verstanden hat, hast du ein etwas altmodisches Frauenbild.

    ist es falsch, wenn mein Vater immer gesagt hat zu meiner Mutter und meinen Geschwistern (v.a. meinem Bruder), dass ein "echter" Mann sich um die Fam. kümmert, und v.a. die Kohle nach hause bringt?

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    Und die Vortstellung, selbst für deinen Lebensunterhalt aufkommen zu müssen, macht dir auch etwas Angst.

    Es ist zur Zt nun mal so, weil ich ins Ausland ging damit mein mann diesen Traum erfüllt kriegt (er wollte immer in das land,wo wir uns gerade aufhalten, ich wollte weiter in DE bleiben), aber das ich ohne ihn angst hätte allein zu überleben - nein, das wäre falsch. Ich habe komplett gearbeitet und während meines Studiums alles selbst finanziert: studentenzimmer,essen,AOK, meine Eltern haben nur die Stud.gebühren bezahlt und mir urlaub geschenkt, aber das ist doch normal wenn Eltern helfen,ich würde das selbe auch für meine Eltern und meine kids tun! meinen Eltern halfen ihre Eltern, meine Eltern helfen uns - es ist doch selbstverständlich, zumindest in meiner Familie.

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    Familie ist für mich nicht nur ein Ehepaar--das ist einfach nur ein Ehepaar, zu einer Familie gehören Kinder.

    das ist deine persönliche Meinung und es ist auch ok, aber ich sehe es komplett anders. warum ist ein Ehemann od Ehefrau weniger "wert" als das kind??? mit dem Ehepaar fängt doch die/eine Familie an...

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    Versteh mich nicht fasch, dein Mann ist ein Ar** in meinen Augen, keine Frau sollte so behandelt werden, aber neben den Gefühlen, die du ggf noch für ihn hast, denke ich, dass die Angst vor dem Verlust des Ernährers dich bremst. Nur mit Studium ohne nennenswerte Berufserfahrung wirst du es auch nicht leicht haben, ABER du bist frei und brauchst dich nicht mehr so übel behandeln lassen.

    Es mag alles sein, aber zur Zt hatte/habe ich angst ihn als Partner zu verlieren... weil man ja davon ausgeht dass man doch nicht "einfach" gehen kann wenn man verh. ist... zumindest dachte ich das so...

    @ Die Dosis Macht das Gift

    Ich DANKE dir so sehr für deinen Beitrag und deine Zeit!

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    Wenn man seine Wünsche und Träume plötzlich begraben muss, damit konfrontiert wird ersetzbar zu sein, ist das eine sehr harte bittere Erkenntnis.

    RICHTIG! Wie ein Blitz... Ich weiß ja auch wie es war als mein mann mich früher sehr liebte und jetzt tut er das nicht mehr, sond liebt eine andere Frau... allein diese Erkenntnis schockte mich und verletzte mich sehr... was soll ich da Märchen erzählen und sagen, wäre nicht so...

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    In Dir hat sicher noch einige Tage, vielleicht auch Wochen, Hoffen und Bangen eine große Rolle gespielt.

    Du liest meine Gedanken:-)


    ich glaube jede person würde am Anfang so reagieren bis es sich spitzt ...

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    Für Außenstehende sind so Situationen häufig sonnenklar. Selbst erlebt und mittendrin steckend ist so eine Seelenverletzung ein Kampf von inneren Naturgewalten. Acht Jahre des eigenen Lebens, vorallem, wenn man selbst noch jung ist, vermittelt viel Sicherheit und Struktur. Es ist berechtigt Angst davor zu haben, sich im Hau-Ruck-Tempo verändern zu müssen. Eine Zukunft an die man selbst geglaubt hat aufzugeben.

    Du kennst dich scheinbar aus:-)

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    Hab eigentlich nur zwei Fragen...


    Willst du dir ernsthaft mit dem auch noch Kinder anschaffen?


    Bleibst du nur bei dem, weil du selber kein Geld verdienst?

    1. ich wollte bevor er ins hotel ging und die Scheidung einreichte...


    2. wenn es um die kohle ginge hätte ich bestimmt kein ticket gebucht.

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    Was heißt das wort er hat mich "finanziert"? wir waren EINE FAMILIE, da gibt es nicht deins od meins!


    Wenn ich mit ihm kind hätte muss ich auch sagen: heute kaufe ich Packung milch von meiner kohle und du morgen von deiner? Blöde Einstellung!

    Diese Einstellung sollte allerdings selbstverständlich sein heutzutage. Sicher ist es manchmal "blöd" zu arbeiten aber es muss leider sein.


    Darf ich fragen aus welchem Land deine Eltern stammen?

    @ DosismachtdasGift

    Jedesmal, wenn ich einen Deiner herzenswarmen und seelenvollen Beiträge lese, fühle ich mich gut. Du kannst Dich einmalig gut in Menschen einfühlen, ihre Gedanken und Handlungsweisen verstehen - und bietest in Deinen Beiträgen Lebenshilfe an. Du rollst entweder einen Teppich aus, über den die Ratsuchenden gehen können, und Du reichst auch mal Kuscheldecke rüber, schön vorgewärmt.


    DAS möchte ich schon lange loswerden!

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    Es mag alles sein, aber zur Zt hatte/habe ich angst ihn als Partner zu verlieren... weil man ja davon ausgeht dass man doch nicht "einfach" gehen kann wenn man verh. ist... zumindest dachte ich das so...

    ..aber zu welchem Preis? ":/


    Beim Eheversprechen versichern sich die Eheleute, dass man den Partner lieben, achten und ehren möchte. Was ist denn davon auf der Seite deines Mannes übrig?


    Er lebt sein eigenes Leben, kein gemeinsames mit dir. Und entweder ziehst du mit, was immer er sich einfallen lässt oder du bist raus.


    Ich weiß, dass du vor den Trümmern deiner Ehe stehst und fassungslos darüber bist. Vieles ist dir klar und du weißt, es ist zu viel kaputt, als dass man da wieder etwas aufbauen könnte. Das ist schmerzhaft, aber glaub mir, der Schmerz vergeht wenn du wieder Menschen in deinem Umfeld hast, die dich spüren lassen, dass sie dich wertschätzen, dich lieben und achten.

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    Für einige Menschen ist eine Ehe und das Versprechen in guten wie in schlechten Tagen zusammen zu halten mehr als eine Sprachfloskel an einem besonderen Tag wie der Hochzeit, sondern ein tief verwurzelter Wert von Anstand und Moral.

    Ich halte das: "eine Ehe und das Versprechen in guten wie in schlechten Tagen zusammen zu halten" für realitätsfern und in gewisser Weise auch unmenschlich. Der Hintergrund dieser Aussagen war vermutlich eine soziale Absicherung für die Frau und deren Kinder zu gewährleisten, als die geselllschaftlichen Verhältnisse andere waren, als die Gesellschaft als solche kaum soziale Unterstützung für Familien bot. Insofern halte ich auch die Ehe eher für ein nostalgisches Konstrukt- für eine Partnerschaft benötige ich genaugenommen weder Staat noch Kirche.


    Wenn man sich in einer Beziehung nicht mehr wohlfühlt, muss und sollte man das ansprechen. Man kann jedoch in keinem Fall erwarten, dass sich Partner soweit ändern, das der Wohlfühlmodus wieder erreicht wird. Menschen sind von ihrem Verhalten, ihren Neigungen und Interessen wandelbar- es wirken sehr viele Einflüsse auf einen Menschen von außen ein und der Mensch ist mit seiner Seele und seinem Geist kein starres Konstrukt, als das man erwarten kann, dass alles so bleibt wie es war. Negative Eigenschaften können sich verstärken, positive Eigenschaften können sich abschwächen, neue Eigenschaften sich ausprägen. Man kann und sollte nicht davon ausgehen, dass man sich immer und in alle Ewigkeit so in einer Partnerschaft wohlfühlen wird wie im Moment. Sicherlich kann man diesen Wunsch hegen und manches Tun darauf ausrichten, dass es so bleibt- aber es gibt keine Garantien dafür. Ich kann nicht nachvollziehen, warum man Menschen, die sich in einer Partnerschaft nicht mehr verstehen, u.U. nicht mehr lieben, andere Vorstellungen von ihrem Leben entwickeln, verurteilen soll, wenn sie sich trennen. Sicherlich erscheint es in Anbetracht der Tatsache längerer gemeinsam verbrachter Lebenszeit sinnvoll, sich darum zu bemühen, sich wieder anzunähern- wenn dem aber zuviele Dinge entgegenstehen, wenn es zuviele Zwänge erfordert, die unzufrieden machen, dann sollte man sich trennen. Moral und Anstand sind Dinge, für Menschen ohne eigenen Verstand, ohne eigene Seele- die krallen sich dann die Regeln, den Verstand oder die Seele von anderen Menschen und zwängen sich in fremde Verhaltensmuster ein.


    Wenn man sich in einer Partnerschaft nicht mehr wohlfühlt, eine Lösung nicht mehr möglich erscheint, halte ich eine Trennung unter diesen Bedingungen für die vernünftigste Handlung. Und ich sehe darin auch keinen negativen Touch. Wer sich schon bei Kleinigkeiten unwohl fühlt, wird eben schon bei geringeren Anlässen die Partnerschaft beenden.


    Wenn ich an meine eigene Partnerschaft denke, so kann ich sagen, dass ich mir ein langes Zusammenleben mit meiner Frau ausgemalt habe und es mir weiterhin wünsche, ich aber keinerlei Garantien dafür erwarte. Ich möchte meiner Frau auch nicht dem Zwang unterworfen sehen, wenn ich ihr eines Tages nicht mehr gefallen sollte, wenn sie sich mit mir unwohl fühlen sollte, wenn mir eine Änderung meinerseits ein Unwohlsein erzeugt (manche Änderung kann auch unabänderlich sein), mit mir zusammen bleiben zu müssen, nur weil da mal irgendein Versprechen abgegeben worden sein sollte (das war für mich in der Tat eine Floskel, weil real nicht über große Zeiträume überblickbar- ich bin aber auch nicht kirchlich getraut und die Ehe hatte im Wesentlichen einen eher "billigen" Hintergrund: Ein gemeinsames Wohnheimzimmer).


    Wenn man sich in einer Partnerschaft nicht mehr wohlfühlt (und eine Änderung unwahrscheinlich erscheint), sollte man sich trennen. Ein "guter" Abschied von einem Menschen ist ein Weg, um wieder ein fröhliches Leben führen zu können und keineswegs verwerflich.


    Ein Leben kann ohne starre, von außen aufgedrückte Moralvorstellungen leichter und weniger schwermütig sein, wenn die Gefühlswelt rational begleitet wird.

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    Wenn man seine Wünsche und Träume plötzlich begraben muss, damit konfrontiert wird ersetzbar zu sein, ist das eine sehr harte bittere Erkenntnis.

    Naja, wenn man seine Träume und Wünsche flacher hält, sie nüchtener sieht, fällt man weniger tief. Ich halte es für ein Leben angenehmer, wenn Träume und Wünsche mit der Realität in Einklang stehen. Besonders zufrieden kann man werden, wenn die Träume durch die Realität übertroffen werden. Ich hatte mir meine Realität nie so erträumt, wie sie jetzt ist. Meine Wünsche und Träume waren und sind eher bescheiden. Ich bin schon froh, wenn es morgen oder die nächste Woche so bleiben kann, wie es jetzt ist. Ein ganzes Jahr oder eine ganze Zeitepoche will ich mir gar nicht besonders verinnerlicht vorstellen. Was ich tue und die Folgen dafür, kann ich nur für kurze Zeiträume halbwegs wahrscheinlich überblicken.


    Oder kurz gesagt: Es lebt sich leichter, wenn man vom Leben weniger erwartet, aber sich dennoch um die Verbesserung seines Lebens täglich bemüht. Wenn es trotz Bemühens, trotz Beachtung wichtiger Dinge schief läuft, dann ist das eben so.

    @ TE

    Schaue nach vorne, denke nicht allzu lange und allzu tief zurück ...


    Alles wird gut. Freue dich auf das, was kommen wird.

    Guten Morgen.


    Vielen herzlichen Dank für eure Meinungen. Ich glaube es ist sehr wichtig wenn man nicht nur positive,sond auch kritische antworten zu lesen kriegt. Ich bin auch ein Mensch, der alles realistisch sieht... auch wenn es nicht immer easy ist...


    Ich möchte ein paar Fragen glich beantworten.


    Update: Gestern Abend kam mein mann nach hause vom Joggen (ich war im Supermarkt) und hat mir nachm Duschen gesagt dass er einen Makler beauftragt hätte mit hauskauf... dass er das ernst meint etc... Ich habe gesagt "nein, zur zt ist es falsch ein haus zu kaufen, ich möchte erstmal nach DE ende sept.". Er darauf: wenn du ende sept gehst, dann fliege ich zu ihr. Always the same...

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    Er darauf: wenn du ende sept gehst, dann fliege ich zu ihr. Always the same...

    Wie dummpatzig ist das eigentlich von ihm? Er gibt dir damit praktisch die Schraubzwingen selbst in die Hand. Und du sollst sie auch noch bei dir anwenden? Wenn du auf ihn eingehst, dann hast du dieses dümmliche Kind für immer am Hals. Er wird dich dann immer damit erpressen, zu 'seiner_was_auch_immer' zu fahren. Er soll zuerst zu ihr fahren, sie schnappen und dann sollen sie zusammen zum Teufel fahren. Gib ihm nimmermehr eine Chance! Velaß ihn! Er würde dein Leben zerstören. Laß das erst gar nicht mehr zu.

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    Meinem Mann wurde NICHT beigebracht, was es heißt "Mensch zu sein"! Er ist Egoist, hat kein Mitgefühl für andere, er ist geizig, hinterhältig und feige! Meine Freunde/Bekannte mögen ihn nicht. Keiner verstand warum ich ihn heiratete. Wegen seinem beschissenen Charakter gab es ständig Streit, dass ich ihn eine Zeit lang nur noch hasste und kein Kind mit ihm auf die Welt setzen wollte...

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    vor 1 Monat teilte er mir mit, sie kommt zu uns für 10 Tage bzw sie fliegt zu meinem Mann ausm Ausland für 10tage. Sie würde bei uns in unserem Haus wohnen. Ich sagte "Spinnst du komplett?". Er: Wo soll sie hin?

    Was hat nun dazu geführt, dass du nun doch überlegst, ihn vielleicht nicht zu verlassen ?

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    wenn du ende sept gehst, dann fliege ich zu ihr. Always the same...

    Er betrügt dich, auch noch so, dass du daran voll beteiligt bist und wirklich alles mitbekommst. Und nun schiebt er dir den schwarzen Peter zu und erpresst dich emotional. Was ist das denn bitte?


    Sein "Neubeginn" mit dir kommt nicht ehrlichen Herzens. Wäre er wirklich daran interessiert, würde er sich um dich bemühen und um Vergebung bitten..Blumen..Urlaub..klärende Gespräche...Ehetherapie...was weiß ich.. Stattdessen versucht er dich mit dem Hauskauf (materiellen) zu ködern. Und wenn das Haus gekauft ist, ist alles schön?


    Das wird immer bizarrer.. {:(

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    ist es falsch, wenn mein Vater immer gesagt hat zu meiner Mutter und meinen Geschwistern (v.a. meinem Bruder), dass ein "echter" Mann sich um die Fam. kümmert, und v.a. die Kohle nach hause bringt?

    Es macht die Frau stark vom Mann abhängig.

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    Jedesmal, wenn ich einen Deiner herzenswarmen und seelenvollen Beiträge lese, fühle ich mich gut. Du kannst Dich einmalig gut in Menschen einfühlen, ihre Gedanken und Handlungsweisen verstehen - und bietest in Deinen Beiträgen Lebenshilfe an. Du rollst entweder einen Teppich aus, über den die Ratsuchenden gehen können, und Du reichst auch mal Kuscheldecke rüber, schön vorgewärmt.


    DAS möchte ich schon lange loswerden!

    Ging mir genau so:-)


    auf den Punkt gebracht.