Ich gebe es zu, ich kann mich in Menschen, denen bei Tieren nicht das Herz aufgeht, wenig hineinfühlen. Aber ich glaube nicht, dass Menschen, die keinen guten Draht zu Tieren haben, notwendigerweise schlechte Menschen sein müssen. Aber wenn man mit Tieren schon nichts anfangen kann, kann man sie ja auch ignorieren, statt gemein und grob zu werden.


    Und manche Menschen passen schlicht auch von ihren Einstellungen bezüglich gewisser Lebensbereiche nicht zueinander. Das ist in Ordnung und ich finde, da muss man dann auch nicht auf Teufel komm raus versuchen eine Beziehung einzugehen oder aufrecht zu erhalten. Vor allem, wenn der Partner nicht "nur" zum Tier gemein ist, sondern auch zu seiner Partnerin.


    Ich selbst teile mein Leben mit einem Hund. Mein Hund ist für mich ein felliges, vollwertiges Familienmitglied, dessen Bedürfnisse genauso zählen, wie die Bedürfnisse aller Familienmitglieder. Hunde sind soziale Lebewesen und fügen sich üblicherweise, wenn man es nicht gänzlich ungeschickt anstellt, gut in das Leben ein. Welche Regeln aufgestellt werden und wo Kompromisse möglich sind und wo nicht, das muss individuell festgelegt werden.


    Für mich ist als Partner nur ein Mensch in Frage gekommen, für den Tiere zumindest einen ähnlich hohen Stellenwert für mich einnehmen. Mein Freund ist zwar eher ein Katzenmensch, während ich ein Hundemensch bin, aber damit kommt man ja gut klar. Man kann ja auch Hunde und Katzen haben x:)


    Mein Hund bekommt übrigens auch fast ausschließlich selbst gekochtes Futter, darf auf's Sofa und auch ins Bett. Da ist der Kompromiss, dass mein Freund den Hund nicht auf seiner Seite im Bett haben will. Das ist für mich in Ordnung, so liegt das Hundetier halt neben mir.


    Unerzogen ist mein Hund trotz aller Verwöhnerei nicht, der Hund kann mich ruhig und gesittet durch so gut wie alle Lebenslagen begleiten. Egal, ob das nun ins Büro, ein Restaurant oder eine Geburtstagsfeier ist. Weil es für Hunde wichtig ist, dass sie Grenzen im Sinne von Halt und Orientierung geboten bekommen - es aber nicht wichtig ist, dass der Hund so wenig Platz wie möglich einnehmen darf, damit er weiß, wo sein Platz ist. Grenzen kann (und sollte man, meiner Meinung nach) freundlich vermitteln.


    Wobei ich dem gemeinen (Ex-) Partner hier nur einmal ganz bestimmt zeigen würde, wo die Türe ist ]:D

    Ich habe nichtmal den ganzen Eingangsbeitrag gelesen, weil für mich schon gleich klar war:


    Das wird nicht funktionieren. Dein Freund mag den Hund nicht. Er wird ihn nie akzeptieren. Du hast Dich für den Hund entschieden, also halt zu ihm.


    Für mich, ich habe selbst 2 Hunde, käme niemals jemand infrage, der das nicht zumindest tolerieren kann. Es ist OK, wenn Menschen keine Hunde mögen - passt dann aber nicht in mein Leben. Und ein Freund, der auch noch handgreiflich gegen meinen Hund würde... der wäre die längste Zeit mein Freund gewesen. Das sind Charakterzüge, bei denen ich mich in Windeseile entlieben würde. Die rosa Brille würde mir schneller von der Nase fallen als ich sie aufgesetzt habe. :|N

    Mir ist bewusst, dass man in einigen Dingen geteilter Meinung sein kann. z.b in der Frage ob ein Hund auf das Sofa darf oder ob man ihm etwas vom Tisch gibt. Ich finde aber, sowas sollte jeder Hundebesitzer (sofern er alleine lebt) für sich selbst entscheiden dürfen. Eben so wie man sich wohl fühlt.


    Die Sache mit dem Füße beißen gefällt mir auch nicht. Und natürlich erziehe ich ihn. Meine Methode funktioniert auch gut und er jagt die Füße mittlerweile kaum noch, nur manchmal versucht er es noch. Da muss man einfach konsequent dran bleiben. Mein Freund ignoriert aber alle Fortschritte und unterstellt nur immer wieder, ich würde mich komplett weigern, ihn zu erziehen.


    Mein Freund ist angeblich ein Hundefreund. Nur meinen Hund hasst er. Ich höre nur noch Mistvieh und abfällige Kommentare über ihn. Völlig egal was der Hund macht und irgendwas muss er im Wachzustand ja machen... selbst wenn er sich nur neben uns aufs Sofa legt und sein Spielzeug mitbringt.


    Ich bin sehr unglücklich über diese Entwicklung. Ich fühle mich auch total ungerecht behandelt. Ich gebe mir große Mühe um das Tier und natürlich auch um meinen Freund, aber nichts wird gesehen.


    Jemand schrieb, dass es vermutlich um anderen Dinge ginge, wenn der Hund nicht wäre. Vielleicht ist da sogar was dran. Er ist zwar schon 30, aber hatte vor mir noch keine feste Beziehung. Vielleicht ist er auch nur unerfahren? ":/ Er lehnt aber auch alle Gespräche ab, egal worum es geht, Schuld bin immer ich. Angeblich bin ich selbstverliebt, egoistisch und narzisstisch und angeblich glaube ich alles zu perfekt zu machen, während alle anderen nur Scheiße bauen. Dazu hält er mich für einen Trump Fan, Afd Anhänger und Esoterikopfer.


    Er bezieht sich dabei auf Kleinigkeiten. z.b habe ich mal mein Horoskop gelessen, nur mal so... aber seitdem findet er, ich bin nicht mehr ernst zu nehmen und naiv. Ich habe ihm nicht geglaubt, dass die Afd wirklich das Ziel hat, alle Frauen zu "Zuchtstuten" (seine Worte) zu degradieren und seitdem bin ich für ihn Afd Fan, egal wie sehr ich ihm erkläre, dass es nicht so ist...


    Macht er das vielleicht mit Absicht?


    Wir kennen uns ja schon einige Jahre. Er hat sich immer als totalen Menschenfreund dargestellt, jemand der sich für andere einsetzt, jemand der gegen Sexismus einsteht und Frauen total wertschätzt. Er hat immer ganz lieb und harmlos gewirkt, wie jemand der sich nur endlich eine feste Beziehung wünscht und die Frau auf Händen tragen möchte. Irgendwie hatte ich ihm das abgekauft :-/ Ich verstehe seine plötzliche Kompromisslosigkeit einfach nicht. Ich dachte auch schon, es hat vielleicht alles irgendwie damit zu tun, dass ich ihn jahrelang hab abblitzen lassen und er mir immer hinterher gelaufen ist... vielleicht hat ihn das unterbewusst sehr wütend gemacht? :-/


    Vermutlich muss ich mich wirklich damit abfinden, dass wir keine Zukunft mehr haben.

    Geht für mich so ein wenig in diese Richtung


    Er macht dich klein, alles was du machst ist falsch, deine Worte werden dir im Munde umgedreht, er intrigiert im Umfeld, er bezeichnet dich als dumm, du bist nicht ernst zu nehmen...ich denke der Hund ist nur ein weiterer Aufhänger und Versuch dich noch mehr zu verunsichern. Vielleicht ist es auch gut, dass die Sache mit dem Hund ist, denn da lässt du dir ja zum Glück nicht so viel einreden und du beginnst ihn zu durchschauen!


    Viel Glück.

    Zitat

    Vermutlich muss ich mich wirklich damit abfinden, dass wir keine Zukunft mehr haben.

    Solltest Du...


    Sicherlich gibt es gerade in der Erziehung von Hunden ganz unterschiedliche Meinungen. Da Du aber die Besitzerin bist, solltest Du ganz genau schauen, was DU willst und das auch durchsetzen. Für mich hört sich das jetzt nicht so an, als wenn die Erziehung total schief läuft.


    Abgesehen davon: Hund auf den Boden drücken, isolieren etc. bringt überhaupt nichts, da der Hund gar nicht weiß, warum das passiert. Die Verknüpfung dazu fehlt einfach, insbesondere dann, wenn schon einige Minuten vergangen sind.


    Der Mann hat ganz andere Probleme und Du solltest Dich fragen, ob Du die lösen willst.

    dein Freund hat ein Aggressionsproblem dass er an schwächeren auslässt - dass du überhaupt überlegst die Beziehung zu retten versteh ich nicht.


    stell dir nur mal vor wie er mit Kindern umgehen wird.


    außerdem zeigt er keinen Respekt vor dir als Partnerin wenn er meint du machst alles falsch und bist krank etc.

    Aussage des Eingangsbeitrags:

    Zitat

    Zu mir ist er immer so lieb

    Und dann:

    Zitat

    er bezeichnete mich als krank

    Zitat

    Er erzählt überall draußen rum, dass ich mich weigere meinen Hund zu erziehen....

    Zitat

    dass ich Bödsinn schreibe, gestört bin, krank, geistig stark nachgelassen habe, dass meine Einstellungen zum kotzen seien [...] Das erzählt er auch alles seinen Freunden (die ich nicht kenne)

    Zitat

    Die Leute die ich kenne [...], seien bloß Ja-Sager oder dumme Assis, die eh keine Ahnung haben

    Zitat

    Ich fühle mich auch total ungerecht behandelt.

    Zitat

    egal worum es geht, Schuld bin immer ich.

    Zitat

    Angeblich bin ich selbstverliebt, egoistisch und narzisstisch und angeblich glaube ich alles zu perfekt zu machen, während alle anderen nur Scheiße bauen.

    :)=


    Na da ist einer aber ganz lieb zu dir. Ganz klar hat er ganz viel Respekt vor dir und den Menschen (und Tieren), die dir wichtig sind. Rufmord ist ja immer die meistgewünschte Form der Liebesbekundung schlechthin und Beschimpfungen sowieso. Und wer will keinen Partner, der das Haustier quälen will? Im Grunde ist es doch echt superlieb von ihm, mit einer gestörten, kranken, selbstverliebten, egoistischen und narzistischen Frau, die sich nur mit Assis und Ja-Sagern abgibt, ihrem Hund nicht Paroli bieten kann, geistig nachlässt und sich trotzdem für perfekt hält, abgibt. Nein wirklich, was für ein Superfreund! Wer will denn nicht so jemanden haben!? Den würde ich doch sofort heiraten! :=o


    (IRONIE AUS. Wo ist der Kotzsmiley, wenn man ihn braucht? :-X %:| )


    ...Nee, mal ehrlich, stehst du drauf, dich und deine Lieben so behandeln zu lassen oder warum findest du, dass der Mann lieb zu dir ist und tust dich wirklich schwer damit, die Beziehung zu beenden? Ihr seid doch noch nicht so lange zusammen; bist du wirklich so sehr in jemanden, der so mit dir umgeht, verliebt, dass du dich so behandeln lassen möchtest? Die Sache mit der AfD usw. zeigt doch, dass es gar nicht nur um den Hund geht, sondern der Typ dich generell so behandelt, egal, was du machst oder auch nicht machst.

    Zitat

    Angeblich bin ich selbstverliebt, egoistisch und narzisstisch und angeblich glaube ich alles zu perfekt zu machen, während alle anderen nur Scheiße bauen.

    Ganz typisches Täterprofil. Sie hängen den anderen genau die Störungen an, die selbst haben.


    Was du gerade erlebst, ist häusliche Gewalt (bitte einmal nachlesen, was häusliche Gewalt alles beihaltet).


    Die einzige Frage ist, warum du mit einem gewalttätigen Mann zusammen bist und wie du es schaffst, dich so schnell wie möglich zu distanzieren. Und bitte fang nicht mit typischen Opfergedanken an: "Vielleicht ist er ja so, weil er solange auf mich warten musste oder weil er solange alleine war, etc." Opfer verteidigen den Täter immer, suchen die Schuld immer bei sich. Denken, wenn sie sich anders verhalten hätten oder würden, dann könnten sie etwas an der Situation ändern.


    Das ist nie, niemals so.


    Sei dir etwas wert. Auch dein Hund ist etwas wert. Aber ich weiss, dass alle gutgemeinten Worte nichts nützen. Vielleicht musst du zuerst das absolute Horroszenario erleben, um irgendwann etwas ändern zu können.

    Denk daran


    so wie er deinen Hund behandelt wird er dich auch mal behandeln wenn du nicht parrierst.


    Nein, ganz ohne Schmarrn


    schließe dich einer Frauengruppe an, am Besten einer Militanten wenn du


    glaubst dass du es alleine nicht schaffst


    und nimm Abstand von dem Typen und zieh bloß nicht mit ihm zusammen.


    Denn dann hat er dich am Haken.

    @ Hanca

    Da sind wir doch mal mit einer sehr raschen Einschätzung voll einer Meinung!

    @ Morwena

    ;-D :)^

    @ TE

    Ganz unabhängig von der Sache mit dem Hund: Ist dir noch nicht der Gedanke gekommen dass dein Freund hochgradig spinnt, und zwar auf eine für dich gefährliche Art und Weise?!