Ach noch was:

    Zitat

    Egal wann der Umzug ansteht würde ich mit ihm mitgehen und meine Familie, Freunde und mein geliebtes Bundesland hinter mir lassen … Aber trotzdem, ist halt nicht meine Familie, die so ganz anders ist als seine.

    Wir haben uns damals auf "neutralem Boden" niedergelassen. Wenn man einen neuen Lebensabschnitt beginnt, ist das immer auch mit Verlusten verbunden. 600 km Entfernung sind aber bei den heutigen Kommunikationsmöglichkeiten nicht die Welt. Meine Töchter wohnen nicht viel näher und wir sehen uns nicht oft. Reden in manchen Wochen aber täglich miteinander.

    Eigentlich wollte ich detailliert auf das antworten, was du in den letzten Tagen geschrieben hast. Aber ich krieg es kaum hin, das in Ruhe zu lesen, ohne mich fast bei jedem Abschnitt aufzuregen. Kennst du das Gefühl dass du es So.Total.Klar. siehst, wo jemand anderer hinrennt, während der aber deinem Eindruck nach wie mit Scheuklappen unterwegs ist? Dein Text ist durchzogen von Rechtfertigungen und Verständnis (ja, du behauptest sogar dass du seine Mutter "so (wie denn bitte??) wirklich gern" magst), da lohnt es sich überhaupt nicht, irgendwo einzuhaken. Ja, du wirst deine Heimat aufgeben und mit ihm zu seiner Familie ziehen, du wirst dich noch viel viel tiefer in das Schlamassel hineinziehen lassen, da kann man hier schreiben was man mag. OK, das sind Erfahrungen, die man wirklich nur selber machen kann und offensichtlich machen muss. (Will ich immer mal wieder nicht wahrhaben, und dann lass ich mich hinreißen, in solchen Threads mitzuschreiben.)


    Eines wünsche ich dir allerdings: Dass du dort dann nicht mit einem bescheuerten Job oder mit Kindern in diesem Schlamassel sitzst.

    @ CoteSauvage

    Ja, das Gefühl kenne ich. Aber ich hab eigentlich nicht das Gefühl, mit Scheuklappen durch die Gegend zu laufen - ganz im Gegenteil. Aber ich versuche eben Lösungsanregungen zu bekommen. Ich bin fast geplatzt, der Austausch hier ist für mich dringend nötig und gibt mir auch ganz andere Perspektiven und Anregungen. Auch zu mir.


    LG

    Zitat

    Wenn die Mutti weiter rum moppert kann der Sohn ja mal dezent fallen lassen das er auf die Firma verzichten würde und die Mutti ruhig selbige verkaufen soll, er dann aber seinen Erb-Pflichtanteil bitte sofort ausgezahlt hätte.


    ElafRemich0815

    Auf welcher Rechtsgundlage denn? Der Erbfall (Tod der Mutter) ist doch noch gar nicht eingetreten.


    So lange wie die Mutter lebt und nicht als geschäftsunfähig eingestuft ist, kann sie die Firma auch verkaufen und die Kohle dem nächsten großen Unbekannten von der Strassenecke vermachen, komplett. Und der Sohn kann genau nichts dagegen tun.

    @ White Magic

    Zitat

    Mein Rat wäre, dass du mit deinem Partner redest und ihn erstmal einmal fragst, welche entscheidung er treffen möchte bezüglich seiner Zukunft.

    Ja, das habe ich die Tage vor.... ich weiss aber jetzt schon dass er sich nicht festlegen wird / kann.

    Zitat

    Denn entweder es wird eine zukunft unter der bestimmung der Firma und seiner Mutter (Vater) geben. In der DU das letzte Rad am Wagen bist und deine Wünsche nicht mehr zählen werden.

    Das sagt er natürlich anders aber genau das ist ja meine Befürchtung. Hier sind wir wieder bei zu naiv / zu pessimistisch.

    Zitat

    Denn er ist dann für die Firma da und du wirst zu HAuse sitzen und auf ihn warten ggfs. den Kindern erklären dürfen, warum papa nicht da ist.

    Absoluter Horror für mich. Zumal mein Lebenstraum nicht ist, Kinder zu bekommen, d.h. es wird nicht so sein dass es mir nichts ausmacht wenn er später kommt da ich ja voll und ganz im Muttersein aufgehe. Das soll nicht komisch klingen.. jeder Mensch ist da natürlich anders :-)

    Zitat

    Denn der Anteil an Lebenszeit den du genannt hast, der für die Firma(en) drauf geht, ist enorm. Wochenende tagsüber bis abends. Wann soll dann Zeit für die Familie sein?

    Die Arbeitszeiten sind in bestimmte Saisonen aufgeteilt... es sind immer "nur" 4 oder 5 Monate am Stück in denen es so richtig richtig rund geht - auch an den Wochenenden. Es wird immer Wochenendarbeit geben aber abgesehen von diesen krassen Monaten nicht jedes Wochenende. Und wenn dann nur stundenweise aber ich empfinde das trotzdem als extreme Einschränkung. Es gibt auch feste Zeiten die die einzigen sind, zu welchen wir mal länger in Urlaub gehen könnten.

    Zitat

    Variante zwei wird einen Kampf mit der Mutte rbeinhalten, der zur Zerreissprobe werden wird.


    Ständige Kämpfe oder Kontaktabbruch. Vorwürfe und Selbstzweifel, die ihr dann auch bewältigen müsst.

    Nachdem was ich von ihr kennengelernt habe, habe ich auch die Sorge, dass diese diese emotionalen Erpressungen immer wieder einsetzen wird. Wissen tu ich das natürlich nicht - vielleicht wird sie entspannter wenn der Sohn mal da ist und sich die Firmenverantwortung teilen. Aber dann dürfte er immer noch nicht die Firma des Vaters übernehmen sonst sehe ich schwarz was das angeht.

    Zitat

    Ich geben einigen Vorredner nicht ganz recht. Denn es sind/ Werden auch deien Baustellens ein. Klar muss er sich entscheiden, aber diese Entscheidung wird DEIN Leben maßgeblich mit beeinflussen.

    Ja... ich habe mir das alles die Tage nochmal durch den Kopf gehen lassen und ich bin auch wieder eher zu meinem alten STandpunkt gerückt, dass das sehr wohl auch mein Problem mit ist. Nur eines, in welches ich mich null einmischen darf kann - zumindest das bzgl. der Mutter. Da muss er selbst erwachsen werden. Was die Firmen angeht, kann ich zumindest versuchen ihn soweit zu bringen, dass er NOCHMAL drüber nachdenkt und sich mal ein Zukunftsszenario vorstellt und wir verschiedene Situationen darin durchspielen... einfach alles hinter sich lassen und es blauäugig versuchen, möchte ich nicht.

    @ Taps

    Zitat
    Zitat

    Egal wann der Umzug ansteht würde ich mit ihm mitgehen und meine Familie, Freunde und mein geliebtes Bundesland hinter mir lassen … Aber trotzdem, ist halt nicht meine Familie, die so ganz anders ist als seine.

    Wir haben uns damals auf "neutralem Boden" niedergelassen. Wenn man einen neuen Lebensabschnitt beginnt, ist das immer auch mit Verlusten verbunden. 600 km Entfernung sind aber bei den heutigen Kommunikationsmöglichkeiten nicht die Welt. Meine Töchter wohnen nicht viel näher und wir sehen uns nicht oft. Reden in manchen Wochen aber täglich miteinander

    Neutraler Boden sowieso - 20km entfernt vom Elternhaus. Das sieht er zum Glück genauso.


    600km mögen nicht die Welt sein aber es geht um mehr - es geht um die Natur, die ich hier so liebe. Um Familie, Freunde, sogar den Haushund ;-) Es geht auch um die Kultur. Gut, wäre ich ja prinzipiell bereit, aufzugeben. Hatte ich auch anfangs gesagt - nur war das da mit den Firmen und den Familienverhältnissen noch nicht so dermaßen verzwackt dass ich da wirklich den ganz schwarzen Peter ziehen könnte. Denn was bringt es wenn ich dahin gehe und alleine mit dem Baby in der Wohnung sitze und es nicht der Schwiegermutter geben will, rein vom Bauchgefühl her? Wenn ich einfach MEINE Mutter dann brauche wenns mir schlecht geht? Vor seiner Mutter kann ich nicht schwach sein. Die Zukunft wird aber sein, dass ich öfters schwach sein WERDE und dann brauch ich Familie und trautes Umfeld. Versteht ihr das? Hier kommt glaube ich der Pessimist in dieser Sache raus |-o ;-)

    @ Taps

    Zitat

    Aber ich denke nicht, dass Du ihm die Firma ausreden solltest, das würde er dir ewig vorhalten.

    Habe ich nie getan und würde ich auch nie tun. Ich habe ihn so kennengelernt - also mit dem Wissen, dass er wegen der Firma seiner Mutter zurück in seine Heimatstadt geht. Entweder ich komme mit oder nicht aber er muss und will das machen und ich unterstütze ihn da auch.

    Zitat

    Vielleicht seht ihr einiges nach eurem Australienaufenthalt aus einer anderen Perspektive. Ein gewisser Abstand ist manchmal wirklich nicht schlecht.

    ??Gerade sagte er, ob ich glaube dass wenn er seinen Master mit einer eins abschließt, seine Mutter ihm vielleicht einen Monat länger Zeit lässt um nach Hause zu kommen?? :-X

    Ich glaube, das mit den Firmen der Eltern ist so eine Sache.


    Egal, wie es rechtlich gemacht wird (ausser die "Radikallösung", Überschreibung der wesentlichen Anteile auf den Sohn und kompletten Rückzug der Eltern aus den Firmen, ausser eben noch Besitz einiger Minderheiten-Anteile) werden die Eltern oder hier eher die Mutter ständig in die Firma hineinregieren wollen. Selbst wenn er Geschäftsführer oder so was sein wird, dann ist er wahrscheinlich nur der Juniorchef, und wenn die Seniorchefin ihr Veto einlegt, wird nix umgesetzt. Oder aber, die Seniorchefin regiert hinter dem Rücken des Sohn-Geschäftsführers, usw...


    Dazu kommt dann noch ein Machtverhältnis im familiären Rahmen hinzu, da der Sohn beruflich von der Mutter und ihrer Firma abhängig ist bzw. sich abhängig machen will. Sein eigener Herr wird der Sohn so niemals sein können.


    Es gibt auch ohne Firmenkonstellationen schon bei "normalen Familien" Probleme mit den (Schwieger)eltern, die nicht akzeptieren wollen, dass die Kinder - hier der Sohn - erwachsen ist, seine eigene Familie hat und sein eigener Herr sein muss. Wo dann die Schwiegermutter in den Haushalt des Sohnes und seiner Frau hineinregiert... Wo dann die Lösung nur im Fortziehen der Sohn-Schwiegertochterfamilie besteht, um nicht mit der (Schieger)mutter unter einem Dach oder unmittelbar benachbart zu wohnen.


    Ohne berufliches Abhängigkeitsverhältnis kann dann der Sohn mit der Faust auf den Tisch hauen und sich Einmischungen der Mutter in seine Familie und seinen Haushalt energisch verbeten, selbst wenn dann die Mutter mal für ein Jahr oder so die beleidigte Leberwurst spielt.


    Mit Firmenabhängigkeitsverhältnissen ist das alles viel schwieriger, weil ja die berufliche Existenz des Sohnes von seiner Folgsamkeit und seinem Gehorsam gegenüber seiner Mutter abhängt.


    Einen solchen Gehorsam des Sohnes gegenüber seiner Mutter hattest du früher im Thread beschrieben - wenn seine Mutter pfeift, springt der Sohn.


    Meine Erfahrung sagt: Mann kann nicht zwei Frauen gleichzeitig "dienen". Entweder kommt die Ehefrau zu kurz, oder der Sohn löst sich von seiner Mutter.


    Du weißt selber, wie es jetzt aussieht, wer da im Zweifel zu kurz kommt.


    Glaubst du, das würde sich ändern, wenn der Sohn in die Firma seiner Mutter eingetreten wäre?


    Möchtest du wirklich dein Leben als ewige zweite Geige verbringen?


    Gruß *:)

    Zitat

    ??Gerade sagte er, ob ich glaube dass wenn er seinen Master mit einer eins abschließt, seine Mutter ihm vielleicht einen Monat länger Zeit lässt um nach Hause zu kommen?? :-X

    Weil er so fleißig war, bekommt er ein Eis? :p> ]:D


    Meine Güte, er ist ein erwachsener Mensch und muss sich für ein selbstbestimmtes Leben keine Boni bei den Eltern erarbeiten... :-o

    Es war so halb ernst gemeint, Comran, aber ich hab mir echt meinen Teil gedacht. Habe nichts gesagt weil ich nicht immer hinbenzen kann was das angeht. Zumindest nicht schräg aus der Hüfte - das muss ich im Gespräch die Tage angehen. Wir sind auch gerade an der Auslandsplanung und da muss auch nochmal tacheless geredet werden.


    Alles nicht einfach.. :(v

    Zitat

    Habe nichts gesagt weil ich nicht immer hinbenzen kann was das angeht. Zumindest nicht schräg aus der Hüfte - das muss ich im Gespräch die Tage angehen.

    Glaub mir, das ganze Gerede bringt rein gar nichts - außer dass euer Zusammensein zunehmend zu Generve wird, weil ständig diese Gespräche im Raum stehen. Es ist (mir) klar, dass du es dennoch weiter und weiter und weiter versuchen wirst. Diese Erfahrung muss man einfach selber machen. Aber am Ende wirst du feststellen, dass du im Gegensatz zu seiner Mutter/ seinen Eltern eine ganz miese Ausgangsposition hast. Seine Mutter/ Eltern wirst du nicht einholen können.


    OK, du schaffst es nicht, primär an dich zu denken. Muss man als Fremder akzeptieren ;-) Aber Ich rate dir nach wie vor, dir selber wenigstens nichts zu verbauen, wenigstens nicht zuzulassen, dass in Bezug auf DICH Entscheidungen getroffen werden, die du nicht mehr rückgängig machen kannst.

    Ich sehe das auch so.


    Versetzen wir uns mal in die Situation des Sohnes...


    Er will in den Firmen seiner Eltern arbeiten. Er wird die meiste Zeit seines Lebens in der Firma verbringen, und dort Konflikte mit seiner Mutter austragen, um irgendwie seine Visionen oder Projekte voranzubringen. Das wird schon nervig genug sein.


    Dann kommt er nach hause, und seine Ehefrau nörgelt ihm die Ohren voll, dass er zuwenig Zeit mit der Familie verbringe oder dass sich seine Mutter zu sehr in ihren Haushalt, in die Familie einmische, oder dass seine Ehefrau nur alleine mit den Kindern herumsitze und sich nicht selbst verwirklichen könne, und so weiter....


    Wo er abends einfach nur seine Ruhe und Entspannung bei seiner Frau finden will, aber nicht noch Konflikte ausdiskutieren will und kann.


    Was ist ihm wichtiger, dieser Firmenkram oder du als seine Frau?


    Das ist die Frage, die er dir und die du dir auch selber beantworten solltest.


    Oder aber, du planst und lebst nach dem Prinzip Hoffnung und beständigem Nörgeln.


    Oder aber, du machst eben gewisse Abstriche in deiner Lebensplanung, bist eher die Ehefrau, die ihrem Gatten den Rücken frei hält.


    Grüße *:)

    Kurzer Zwischenbericht - wir haben letzte Woche darüber gesprochen, sind aber nicht zu einem richtigen Ergebnis gekommen - darum gings aber auch gar nicht. Es ging eher darum, dass ich mir alles von der Seele sprechen musste. Ganz wichtig war auf jeden Fall die Aussage, dass ich wichtig bin und die Firma - alles andere würde im Zweifel eben rausfallen oder hinten an gestellt werden. Leider schloss das Lokal dann und wir sind gegangen. Richtig weiter gesprochen haben wir noch nicht. Nur gestern kam es nochmal kurz auf, war allerdings eher ein kleiner "Kurzstreit" den wir dann klären konnten -da war nur keine Rede mehr davon, dass irgendwas zurückstehen würde, im Gegenteil. Aber trotzdem geht's mir nicht gut damit. Mal sehen.... ich weiss momentan auch gar nicht mehr, was ich erwarte oder erwarten kann.

    Ich will mich halt jetzt auch nicht verzettelnund auf Teufelkommraus eine Entscheidung (?) herbeiführen, die es so gar nicht geben kann. Trotzdem fühle ich mich eben gerade nicht gut. Ach, alles doof irgendwie.

    ....jetzt hatte ich mich wieder etwas gefangen gehabt. Aber nun sind wir seit 2 Tagen hier und es gibt schon den ganzen Tag Streit zwischen den beiden bzgl Zukunft, Ausland, Umzug...


    Ich pack das nicht grad {:( :°(