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    Ich denke, dass Euer Altersunterschied dieses Problem auch mit kreiert.

    Das denke ich nicht. Ob sich jemand von seinen Eltern gängeln lässt oder nicht, hat nichts mit seinem Alter und/oder dem Alter seines Partners zu tun.


    Ich hätte ob dieser ganzen Diskussionen schon längst das Handtuch geworfen. 1.1. oder 1.3. - siehst du da überhaupt noch durch ??? Das ist doch lächerlich. Ich kann keine Achtung haben vor Menschen, die sich so durch andere bestimmen lassen, und erst recht würde ich mir meine Lebenspläne nicht von anderen umdiktieren lassen.


    Du schreibst immer wieder, dass du heulend da sitzst. Überleg dir, was das für eine Beziehung bedeutet, dass du dich so derart quälst, um sie zu erhalten.

    Ich finde es eine ziemliche Frechheit, dir ins Gesicht zu sagen, du seist der Auslöser für alle Konflikte. Wahrscheinlich hat sie garnicht begriffen, daß ein Mensch nicht nur aus Arbeit besteht. Sie ist wohl ein Arbeitstier, welches von morgens bis abends funktioniert und noch im Bett Unterlagen mitnimmt. Ihr Sohn hat da gefälligst zu folgen und zu spuren (was er ja auch vorhat, weil er es nicht anders kennt).


    Nur solltest du dich fragen, ob du wirklich zu so einem Leben bereit bist? Er ist ständig in der Firma präsent und die Mutter hält trotzdem die Strippen in der Hand. Privat- oder gar Familienleben ist da nur begrenzt möglich. Was sagt denn dein Freund dazu?

    Also dein Freund lässt aber auch einiges mit sich machen. Er hat studiert und kann ja wohl auch selbst arbeiten gehen, sich selbst versorgen usw. , aber scheinbar ist ihm ja wichtig, dass er nicht enterbt wird und von der Familie was kriegt. Nur wenn er das will, dann muss er sich natürlich der Familie unterordnen. Man kann eben nur eins von beiden: entweder unabhängig sein und auf Geld von Mutti etc. verzichten oder man nimmt das Geld etc. von Mutti, dann ist man aber auch abhängig davon, was Mutti sagt.


    Er muss verstehen, dass seine Mutter ihm eben nichts schenkt, weil sie will, dass es ihm gut geht, sondern dass sie ihm nur unter der Bedingung was gibt, dass er kein eigenes Leben führt, wie es ihm passt. Und wenn er sein eigenes Leben führen will, wird er mit der Mutter brechen müssen. Das ist schade, da manche Eltern mehr auf ihre Kinder und deren Wünsche achten, aber wenn der Fall nunmal so ist, hat er da keine Chance, sich vernünftig mit ihr zu einigen. Er kann versuchen, erstmal sein eigenes Ding zu machen und gucken, ob sie dann evtl. doch einknickt (also einfach nicht am 1.1.17 da sein und gucken, ob die Mutter dann vielleicht doch mit dem Verkauf der Firma zögert, weil sie kapiert hat, dass sie mit ihm so nicht umspringen kann...). Manche Eltern sind so gewöhnt dran, ihren Kindern alles vorzuschreiben, dass sie es erst kapieren, wenn die Kinder zeigen, dass sie wirklich alleine klarkommen. Manche kapieren es aber auch nie, dann muss man sein Leben für seine Eltern opfern oder eben einsehen, dass man doofe Eltern hat und auf sie verzichten.


    Was spricht dagegen, dass dein Freund im Fall der Fälle seine eigene Firma gründet? Grade dass er schon mit der Firma aufgewachsen ist spricht doch dafür, dass er eigentlich viel Ahnung davon haben sollte.


    So ein Erbe finde ich gar nicht relevant. Meine Oma hatte z.B. auch ein Geschäft und als sie alt war, hat ihr Sohn eben nicht das Haus gekauft und alles übernommen, sondern das wurde dann mitsamt Geschäft verkauft, weil einfach solche Geschäfte nicht mehr gefragt waren und keiner was damit anfangen konnte. Was ist, wenn nach dieser tollen Firma in 20 Jahren kein Hahn mehr kräht? Dann ist sie in 20 Jahren trotzdem verkauft und man fängt bei 0 an und das Erbe fällt nicht so riesig aus. Dein Freund kann heute noch gar nicht wissen, was er überhaupt mal erben wird, daher sollte er sich damit auch nicht bedrohen lassen, find ich.

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    Er will unbedingt diese Firma haben, hat sein ganzes Studium darauf ausgerichtet.

    Na wenn er die Firma unbedingt haben will, dann sollte er nicht nach Australien reisen, sondern die Firma so schnell wie möglich übernehmen und sich in wirklich alles einweihen lassen. Irgendwie kommt mir der Wunsch doch nicht so dringend vor, wenn er lieber erstmal andere Sachen machen will. ":/

    @ waterli2

    Obwohl das für mich nichts wäre, finde ich es nicht verkehrt, wenn man ein Familienunternehmen weiterführt. Warum denn nicht? Die Firma ist anscheinend gut eingeführt und bloß weil irgendwas irgendwann vielleicht nicht mehr funktioniert, lässt man es doch nicht? Von den meisten Jobs kann man nicht sagen, was in 10 Jahren ist. Ich verstehe es auch, wenn jemand an seine Familie und damit das/ die Familienunternehmen gebunden ist bzw sich daran gebunden fühlt. Nur: Halt nicht um jeden Preis. Der Freund der TE hat jetzt das Problem, dass er sein ganzes Leben auf diese(s) Familienunternehmen ausgerichtet hat, da fällt es natürlich extrem schwer, dann zu sagen: "Hm, da hab ich mich anscheinend verkalkuliert, die Mutter nervt nur noch, also lass ich es eben und gründe eine eigene Firma". Vermutlich würde die Mutter ihre wilden Drohungen gar nicht wahrmachen, wenn der Sohn mal endlich auf den Tisch hauen würde. Aber das alles nützt der TE ja nichts. Die kann sich entweder weiter in diesen unsäglichen Sog reinziehen lassen oder sich freischwimmen, ihr Leben so gestalten wie sie es will, und schauen was dann aus dieser Beziehung wird. Ich fürchte, dass sie mit diesem Mann, seiner Familie und den Familienunternehmen erst mal kräftig auf die Schnauze fliegen wird, und dann kann man nur hoffen, dass sie noch nicht geheiratet und Kinder bekommen haben.

    Hallo zusammen,


    heute Abend bin ich "Strohwitwe" und das möchte ich grad mal nutzen, um wieder in Ruhe schreiben zu können. Jetzt erstmal der neue Stand:


    Nach einem Gespräch mit zwei guten Freunden, die absolut ehrlich sind und mit ihm auch nicht so viel zu tun haben, wird es mir auch endlich klarer, was eigentlich los ist. Das machts aber nicht viel besser... ich seh nämlich irgendwie keinen Ausweg im Moment.


    Dieses Hin- und Hergeschieben von ein paar Monaten ist echt lächerlich. Ich seh es so, dass er sich durchsetzen muss - egal was seine Mutter sagt. Wenn er nach AUS noch 1 Jahr arbeiten will und daher nicht zum 1.1.17 auf der Matte oder sich alternativ zum 1.3.17 verhaften lassen will, dann muss er das verdammt nochmal tun - und die Konsequenzen dafür tragen im Form seiner Mutter. Es würde ein riesen Donnerwetter geben, ja.. aber im Gegensatz zu ihm bin ich mir sicher, dass das auch wieder vergeht nach einiger Zeit. Er wiederum meint, dass sie nie aufgibt. Sie wären schon so oft aneinandergerasselt wo er sich auch durchgesetzt hätte aber sie würde nicht draus lernen und immer wieder neue Themen anbringen.


    Vorgestern haben wir mittags darüber gesprochen - ich meinte dass er seiner Mutter kommunizieren muss, was er will und zwar BEVOR wir gehen. Er möchte es lieber danach machen und es hinter einem "wichtigen Projekt" verstecken. Ich seh halt das Problem dass seine Mutter irgendwann zu Recht sagt, sie fühle sich verarscht wenn man ihr nie Antworten / Entscheidungen und bröckchenweise immer variierende Daten hinwirft. Aber aus Angst vor dem ganzen Krach und weil er denkt, sie würde dann alle Hebel in Bewegung setzen, um ihm Australien und die ganze Zeit danach madig zu machen, macht er es nicht. :-(


    Er wetterte dann, dass sich alle Aussenstehenden, unter anderem ich und zwei Bekannte ja immer so leicht reden würden und das würde ihn ankotzen. Hab ihm dann erstmal gesagt dass ich es scheisse finde, dass er mich mit den zwei Bekanten vergleicht wo ich doch echt von Anfang an diese Schose mitmache und zudem es heftig finde, dass er mich nicht verteidigt hat, als seine Mutter mich als Auslöser aller Probleme nannte. Er hat gleich eingelenkt, sich entschuldigt und vor Allem in Grund und Boden geschämt, dass er da mit offenem Mund saß als eine Mum austeilte und ihm das gar nicht bewusst war. Hintennach kam ein halherziger Verteidigungsversuch nach dem Motto, ihm wäre ja egal, wo wir nach Australien hingehen würden - wenn ich in meiner Heimat bleiben mag und er da jetzt mir zu Liebe mitmacht, dann müsse auch ich das verteidigen. :-o {:(


    Es kam dann noch raus, dass er in so einem ungesunden Verhältnis zu seiner Mutter steht, weil sie ihn immer klein gemacht hat und er dauernd meint, er müsse ihr das Gegenteil beweisen (mit Deiner Einstellung schaffst Du nie: den Sprung ins Gymi, das Abi (Note 1), den Bachelor, den Master (Note 1,x) und nun die Leitung einer Firma). Er möchte zum Therapeuten, aber erst nach AUS, verständlicherweise.


    Ziemlich aufgewühlt war ich dann abends eben mit den o.g. Freunden verbredet und da kam auch ganz klar:


    Studium vorbei, neuer Abschnitt beginnt - er muss sich JETZT im Leben positionieren und dazu stehen.


    Klare Kommunikation an die Mutter (nach AUS möchte ich baldmöglchst einen Job, egal ob zum 1.6. oder 1.5. - ab da dann jedenfalls für 12 Monate und DANN komme ich), dann kann man ihm auch nix vorwerfen.


    Er brauche wohl eine starke Frau an seiner Seite - die solle ich sein, aber kein Mutterersatz, sprich: ich solle nicht für ihn sprechen und die ganzen unangenehmen Themen selbst in die Hand nehmen weil er zu feige ist.


    Zu guter Letzt sehen beide aber viel Potential der Beziehung wenn er sich berappelt und endlich Stellung bezieht im Leben, und eine Therapie macht.


    Dass ich mal für ihn geredet habe, stimmt... aber im Endeffekt nur, weil er zu feige war. Im Nachhinein war das nicht richtig aber ich habe damals in der Überzeugung gehandelt, Schlimmeres dadurch abzuwenden.


    Jedenfalls bin ich seit 2 Tagen emotional total erschöpft und kann kaum Nähe zulassen, bin enttäuscht, stinkesauer... weiss nicht. Und froh, heute alleine zu sein, ehrlich gesagt.

    Und - wovon er aber nix hören will - wenn sie echt ernst macht und die Firma verkauft - so what?? Die Firma des Vaters hat er sicher in der Hand und die ist auch noch viel besser - es geht also nicht um die Existenz.


    Aber das ist indiskutabel, er will unbedingt die der Mutter haben. Und diese Drohung, er wäre dann nicht mehr ihr Sohn. Das nehm ich ihr auch nicht ab auf Dauer, er ist immerhin ihr einziges Kind, da macht man das nicht. Dann möchte sie ja die Familie hintenrum gegen ihn aufbringen - ehrlich: wenn die Familie sich diesbezüglich manipulieren lassen sollte, fällt mir dazu auch nix mehr ein. So..

    @ Hallo Theresia @:)

    ich verfolge deinen Faden von Anfang an. Was mich so sehr wundert, ist dass hier (und auch in deinem realen Umfeld) anscheinend fast jeder zu wissen meint, wie dein Freund sich verhalten sollte. Ich finde das ist allein sein Bier. Von wem er sich bevormunden lässt und von wem er Vorschriften und Gängelei akzeptiert ist auch seine Sache! Du kannst ihn mit all seinen Macken und Schwächen nehmen wie er ist, oder es auch bleiben lassen.


    Dich aber mit seiner Mutter in einem Kleinkrieg verzetteln, dich über seine Entscheidungsschwäche aufregen, bringt doch nichts! Das macht dich noch krank. Glücklich bist du doch auch nicht mehr. :-/


    Es scheint ganz klar, er will die Firma seiner Mutter. Mehr als alles andere und anscheinend um jeden Preis. So wie ich das verstehe, wirst du ihn von diesem Vorhaben nicht abbringen. Er hat sein bisheriges Leben darauf eingestellt und hat ein klares Ziel vor Augen!


    Ein Arbeitsplatz auf Lebzeiten in einem Betrieb für den er "brennt"! Wer hat das schon!? Probleme mit Vorgesetzten und Kollegen gibt es auch in der freien Wirtschaft überall.


    Wenn du wirklich mit diesem Menschen deine Zukunft verbringen willst, wäre es nicht besser, du würdest ihn dabei unterstützen?


    Was machst du denn beruflich? Habe das noch nicht gelesen, oder es vergessen. An deiner Stelle, würde ich den Focus von ihm nehmen, mich erst einmal um mich und mein Leben kümmern. Und zwar abgekoppelt von seinen Plänen.

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    dass er da mit offenem Mund saß als eine Mum austeilte und ihm das gar nicht bewusst war. Hintennach kam ein halherziger Verteidigungsversuch nach dem Motto, ihm wäre ja egal, wo wir nach Australien hingehen würden - wenn ich in meiner Heimat bleiben mag und er da jetzt mir zu Liebe mitmacht, dann müsse auch ich das verteidigen. :-o {:(

    Also das hier finde ich echt heftig und zeigt doch, dass er notwendige Abnabelungsprozesse noch vor sich hat. wenn er sich in dieser Situation nicht klar hinter dich stellen konnte, wann dann?


    Ehrlich gesagt sehe ich momentan da viel zu viele Probleme... Ich glaube, ich würde wirklich wie schon empfohlen für Dich selbst schaun, wieviel Distanz DU zu der ganzen Geschichte (Firma, Mutter) brauchst.


    Ist denn eine Fernbeziehung wirklich so unvorstellbar? Nach allem, was Du so schreibst, würde ich darin den einzigen Weg sehen, Eure Beziehung aufrechtzuerhalten, ohne dass es quasi vorprogrammiert ist, dass ihr beide irgendwann total aufgerieben werdet. Wie weit wäre das denn weg von Deinem Heimatort?


    Ich war selbst sehr lange in Fernbeziehung bevor wir zusammen gezogen sind und ich kann sagen, dass es dabei zumindest einen großen Vorteil gibt: die Zeit, die man miteinander verbringt, die verbringt man auch wirklich miteinander. Wenn man zusammen lebt, muss man das erstmal hinbekommen, dass die Wochenenden einem tatsächlich als qualitative Paarzeit zur Verfügung stehen...


    Wäre es möglich, sich jedes oder annähernd jeden Wochenende zu sehen? Dann würde ich ihn sein Ding dort machen lassen und mich da komplett raushalten. Irgendwann verabschiedet sich ja vielleicht die Mutter und er ist ins Unternehmen reingewachsen. Und Du sparst Dir jede Menge Ärger, wenn Du es schaffst, die Zeit alleine für Dich sinnvoll zu gestalten. Und die Wochenenden wäre er dann halt weg vom Firmengeschäft, was sicher auch anders wäre, wenn er immer vor Ort ist. Wäre das keine Idee?


    Hallo Bambiene :-)

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    Dich aber mit seiner Mutter in einem Kleinkrieg verzetteln, dich über seine Entscheidungsschwäche aufregen, bringt doch nichts! Das macht dich noch krank. Glücklich bist du doch auch nicht mehr. :-/

    Das stimmt, im Moment bin ich nicht mehr glücklich. Es ist wie eine dicke graue Wolke die uns dauernd wieder einholt. Und klar, mir wäre auch lieber, es gäbe diesen Kleinkrieg (für mich allerdings ist das viel mehr wenn man auch in die Zukunft denkt) nicht. Und über seine Entscheidungsschwäche rege ich mich auf, weil es mich ja mit betrifft. Was wäre die Konsequenz, Trennung? Das möchte ich ja auch nicht :-(

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    Wenn du wirklich mit diesem Menschen deine Zukunft verbringen willst, wäre es nicht besser, du würdest ihn dabei unterstützen?

    Ich denke eigentlich, dass ich das tue. So habe ich ihm das niemals ausgeredet oder versucht, ihn dazu zu bringen, es ganz zu lassen. Auch nicht unterschwellig. Wir reden so viel über das Thema und überlegen, was man optimieren kann, wie sich die Zuufnt in der Firma gestaltet, wie die Zusammenführung laufen könnte. Ich weiss, dass er dafür brennt und daher ist das auch indiskutabel, wenn jemand von aussen sagt "ja aber es wäre doch viel besser, wenn er die Firma vom Papa..." :-) Ich mache mir nur dahingehend Sorgen um ihn, dass er dann an der kurzen Leine gehalten und völlig desillusioniert sein wird. Aber das befürchtet er ja auch...


    Hast Du denn das Gefühl, ich würde gegensteuern?

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    Was machst du denn beruflich? Habe das noch nicht gelesen, oder es vergessen.

    Ich bin im Personalwesen tätig und möchte auch in diesem Bereich wieder einen Job nach der Rückkehr aus AUS.

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    An deiner Stelle, würde ich den Focus von ihm nehmen, mich erst einmal um mich und mein Leben kümmern. Und zwar abgekoppelt von seinen Plänen.

    Das hatte im Faden schon mal jemand gesagt aber ich weiss immer nicht, wie ich mir das konkret vorstellen soll. Soll ich ihn alle Weichen so stellen lassen wie er meint und dann entscheide ich, ob ich im Ende damit klarkomme oder nicht und mich demnach trenne oder eben nicht? Weil wenn es das bedeutet, dann wird das Scheitern... (denn ich sehe die Mutter wieder als Marionettenspielerin..)


    LG Theresia

    @ Solamie

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    dass er da mit offenem Mund saß als eine Mum austeilte und ihm das gar nicht bewusst war. Hintennach kam ein halherziger Verteidigungsversuch nach dem Motto, ihm wäre ja egal, wo wir nach Australien hingehen würden - wenn ich in meiner Heimat bleiben mag und er da jetzt mir zu Liebe mitmacht, dann müsse auch ich das verteidigen. :-o {:(

    Also das hier finde ich echt heftig und zeigt doch, dass er notwendige Abnabelungsprozesse noch vor sich hat. wenn er sich in dieser Situation nicht klar hinter dich stellen konnte, wann dann?

    Ja, ich war auch geschockt - ich habe ihm dann gesagt dass wir die Entscheidung gemeinsam getroffen haben und wir doch als Paar zusammenhalten müssen und er hinter UNSERER Entscheidung stehen muss - da gibts kein penibles Aufteilen. Ich glaub er hats in dieser Situation verstanden, aber ich bin nicht sicher, ob es wirklich dauerhat "angekonnem" ist.


    Im Februar wurde mir ja auch schon vorgeworfen ich würde seine AUslandsflausen unterstützen und wäre so unreif für mein Alter da ich da mitziehe. Da sagte er vorgestern auch nur, was solle er mich verteidigen, er war ja nicht dabei. Öhm..

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    Ehrlich gesagt sehe ich momentan da viel zu viele Probleme... Ich glaube, ich würde wirklich wie schon empfohlen für Dich selbst schaun, wieviel Distanz DU zu der ganzen Geschichte (Firma, Mutter) brauchst.

    Ich freue mich jetzt erstmal auf die DIstanz durch knapp 17.000km und dann, dass wir noch fast ein Jahr hier bei mir bleiben. Wenn wir dann dorthin ziehen, sind wir mindestens 20km vom Elternhaus entfernt, dann bestehen auch viel mehr Rückzugsmöglichkeiten wie jetzt wenn wir dort sind und im Kinderzimmer leben.

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    Ist denn eine Fernbeziehung wirklich so unvorstellbar? Nach allem, was Du so schreibst, würde ich darin den einzigen Weg sehen, Eure Beziehung aufrechtzuerhalten, ohne dass es quasi vorprogrammiert ist, dass ihr beide irgendwann total aufgerieben werdet. Wie weit wäre das denn weg von Deinem Heimatort?

    Es sind fast 700km, kein Pappenstil :-( Seit wir zusammen sind, wohnen wir eigentlich zusammen, sind beide absolut keine Typen für Fernbeziehungen. Könnten wir uns gemütlich jedes WE sehen, würde ich es in dieser Not aktuell tatsächlich überlegen, aber mit der Entfernung kommt es eigentlich nicht in Frage.

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    Ich war selbst sehr lange in Fernbeziehung bevor wir zusammen gezogen sind und ich kann sagen, dass es dabei zumindest einen großen Vorteil gibt: die Zeit, die man miteinander verbringt, die verbringt man auch wirklich miteinander. Wenn man zusammen lebt, muss man das erstmal hinbekommen, dass die Wochenenden einem tatsächlich als qualitative Paarzeit zur Verfügung stehen...

    Bei uns ja leider nicht - die Firmenbranche sieht eigentlich 2/3 des Jahres wöchentlich Arbeit am Wochenende vor. Nicht immer den ganzen Tag und auch nicht jedes Wochenende, aber immer abends und immer mindestens 3 Stunden aufwärts. Ansonsten gebe ich Dir Recht was die Nutzung der Zeit angeht.

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    Dann würde ich ihn sein Ding dort machen lassen und mich da komplett raushalten. Irgendwann verabschiedet sich ja vielleicht die Mutter und er ist ins Unternehmen reingewachsen. Und Du sparst Dir jede Menge Ärger, wenn Du es schaffst, die Zeit alleine für Dich sinnvoll zu gestalten. Und die Wochenenden wäre er dann halt weg vom Firmengeschäft, was sicher auch anders wäre, wenn er immer vor Ort ist. Wäre das keine Idee?

    s.o. bzgl. Entfernung und Wochenenden @:)

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    Das macht er ja, aber erst später. Sein Herzblut hängt an der Firma der Mutter / des Opas, die seit über 100 Jahren besteht.

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    Er brauche wohl eine starke Frau an seiner Seite - die solle ich sein, aber kein Mutterersatz, sprich: ich solle nicht für ihn sprechen und die ganzen unangenehmen Themen selbst in die Hand nehmen weil er zu feige ist.

    Wozu braucht er dann eine starke Frau an seiner Seite, wenn er (was ich natürlich richtig finde) seine Entscheidungen gefälligst selbst treffen und durchziehen soll? Ich hätte keinen Bock, die starke Frau an der Seite eines schwachen Mannes zu sein, aber wirklich nicht.

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    Die Firma des Vaters hat er sicher in der Hand und die ist auch noch viel besser - es geht also nicht um die Existenz.


    Aber das ist indiskutabel, er will unbedingt die der Mutter haben.

    Dann trifft es also auch noch falsche jobstrategische Entscheidungen.

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    im Moment bin ich nicht mehr glücklich.

    Das scheint mir schon ein reichlich langer Moment, mit entsprechendem Zukunftscharakter.

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    Das hatte im Faden schon mal jemand gesagt aber ich weiss immer nicht, wie ich mir das konkret vorstellen soll. Soll ich ihn alle Weichen so stellen lassen wie er meint und dann entscheide ich, ob ich im Ende damit klarkomme oder nicht und mich demnach trenne oder eben nicht? Weil wenn es das bedeutet, dann wird das Scheitern... (denn ich sehe die Mutter wieder als Marionettenspielerin..)

    Ja klar, wie soll das sonst gehen, dein Leben lang? Dass du immer wieder versuchst, an ihm und den Rahmenbedingungen herumzuzerren, weil sie dir (für mich verständlicherweise) nicht in den Kram passen? Das ist für mich in JEDER Beziehung nötig: Dass jeder von beiden grundsätzlich tut was er für richtig hält, besonders wenn es um so wesentliche Dinge wie Berufsentscheidungen (und zB Kinderfrage, Wohnorte usw) geht, und der andere jeweils entscheidet ob er damit klarkommt oder eben nicht. Seine Mutter wird so bleiben wie sie ist, da kommst du nie dagegen an, da kannst du dich auf den Kopf stellen.

    Ja, was soll ich dazu sagen, CoteSauvage.. ich bin nicht die megastarke Frau und mein Freund ist nicht schwach - nur in dieser Hinsicht. Sonst steht er voll im Leben, ist selbstbewusst, und stand bisher immer zu mir in schwierigen Situationen....


    Ich schätze Deine Beiträge und frage daher ganz direkt: was würdest Du an meiner Stelle tun, und: was rätst Du mir ganz konkret?

    Ich hab grad nochmal meine Beiträge in deinem Thread durchgelesen. Daraus kann man das Wesentliche schon entnehmen ;-)


    Was ich an deiner Stelle tun würde? Heute auf jeden Fall was anderes als das was ich damals (nicht) tat, als ich mit einem Mann zusammen war, der sich von seiner Mutter diktieren ließ (und das war noch harmlos gegen das was bei deinem Freund abgeht). Aber immerhin hab ich damals keine Dinge getan die unwiderruflich oder schwer rückgängig zu machen gewesen wären (bin nicht zu ihm in sein Dorf gezogen, hab mich nicht zu Kindern überreden lassen, u.Ä.)


    Was ich dir konkret rate? Das ist echt schwierig, eigentlich unmöglich, weil ich weiß, dass man, wenn man in so einer Situation steckt, selber spüren muss, was zu tun ist. Also raten kann man dir zumindest, dass du jetzt keine schwer veränderlichen oder unveränderlichen Tatsachen schaffst, dass du keine Kompromisse machst für die du dich verbiegen musst, u dgl. Und ich würde aufhören, auf deinen Freund einzuwirken, denn glaub mir: DAS BRINGT (dir) NICHTS. Du wirst ihn machen lassen müssen, und immer wieder überprüfen, ob du noch/ so mit ihm zusammen sein willst.

    Hallo CoteSauvage,


    danke Dir für Deine Antwort. Ich habe mir mal ein paar Tage Gedanken gemacht und ich denke, ich werde es auch so halten. Trennung kommt für mich gerade nicht in Frage und es macht gerade auch keinen Sinn, sich jetzt den Kopf drüber zu zerbrechen, es kostet gerade nur unendlich viel Kraft. Das Problem besteht... wird es auch nach dem Ausland, aber ich lasse es jetzt erstmal ruhen. Ich werde nicht mehr für ihn sprechen und seine Entscheidungen alleine treffen lassen - irgendwie muss dann jeder seine Konsequenzen daraus ziehen als auch tragen. Nach dem Ausland bleiben wir ja erstmal noch eine ganze Weile hier - ich muss schauen, wie es sich entwickelt. Selbst in seiner Heimat kann ich noch die schwere Entscheidung treffen, notfalls zu gehen. Ich werde keinesfalls überstürzt heiraten oder gar schwanger werden denn sonst ist der Ofen ganz aus, sollte es darauf hinauslaufen dass ich mehr unglücklich denn glücklich bin.


    Danke Euch allen schon mal, dass ihr mir helfen konntet, meine Gedanken und all den Mist zu ordnen. Ich melde mich nochmal, bevor es losgeht. Bis dahin waren wir ja auch noch zweimal in seiner Heimat, also mal sehen ;-)


    LG Theresia