Zitat

    Deswegen nehme ich ja an das er sich da in was verrannt hat. Ich hab mal eine Frage: Wie genau lief euer allererstes Gespräch zu dem Thema genau ab? Also, wie kam er dir das erste Mal damit um die Ecke und wie hast du reagiert?

    Ich frage mich auch, wie da bei euch die Gespräche eigentlich laufen. Ob einer von euch beiden versucht, auf den anderen zuzugehen, oder ob ihr inzwischen beide komplett blockt.

    @ This Twilight Garden:

    Natürlich kann ich ihn nicht zwingen. Ich wünsche es mir aber. Ich möchte nicht wissen wie ein Kind fühlt wenn es irgendwann realisiert, dass der eigene Vater null Interesse an einem hat. Vorallem weil das Kind ja auch noch geplant war. Verrückt...

    @ Lian-Jill:

    Theoretisch ist so ein vorgeburtlicher Test über das Fruchtwasser möglich. Der Arzt meinte aber, dass sowas das Risiko z.B. für eine Fehlgeburt erhöht und deshalb grundsätzlich davon abgeraten wird. Und dass ich das Baby gefährde nur damit der Kindsvater mit seinen Spinnereien aufhört kommt überhaupt nicht in Frage!!! Vorallem wenn ihm am Ende ein Test nicht reichen sollte, weil es ja eine gewisse Fehlerquote gibt (keine Ahnung ob das bei Fruchtwasseruntersuchung auch ist, aber ich denke mal schon da ja im Labor theoretisch auch wer etwas vertauschen, verpfuschen, fallen lassen könnte)

    @ Shojo:

    Am Anfang wurde noch ganz normal geredet. Ganz am Anfang dachte ich auch es wäre nur so eine fixe Idee von ihm die eh wieder vergeht. Nachdem er aber immer wieder bei mir und beim Arzt so einen Wind darum gemacht hat, Familien und Freunde einweihte, "Vermutungen" äußerste aber gleichzeitig sagte er würde es nicht wirklich vermuten wurde es natürlich immer schlimmer. Den ganz großen Knall gab es gestern und nun langt es einfach.


    Ich habe die letzte Zeit ja so einiges mitgemacht. Wegen dem sch*** Test wurden sogar Termine (2 Stück!) beim Frauenarzt gemacht. Kannst du dir vorstellen wie das ist als Schwangere zum Arzt zu gehen, aber nicht wegen einer Routineuntersuchung sondern weil der Freund Infos zum - am besten sofortigen - Vaterschaftstest haben will. Und das gleich mehrmals! Ich wundere mich ja selber über mich, dass ich da überhaupt mitgegangen bin. Ich wundere mich in letzter Zeit ja eh über ziemlich viel.

    Zitat
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    Deswegen nehme ich ja an das er sich da in was verrannt hat. Ich hab mal eine Frage: Wie genau lief euer allererstes Gespräch zu dem Thema genau ab? Also, wie kam er dir das erste Mal damit um die Ecke und wie hast du reagiert?

    Ich frage mich auch, wie da bei euch die Gespräche eigentlich laufen. Ob einer von euch beiden versucht, auf den anderen zuzugehen, oder ob ihr inzwischen beide komplett blockt.

    Das interessiert mich auch und hatte Comran ja schon ein paar Seiten vorher gefragt.


    Bei allem Verständnis für Deine Lage, Solina, aber wir kennen (logischweise) nur Deine Seite. Dein Freund verhält sich absolut bescheuert wenn er dauernd noch erwähnen muss, dass "wenn es denn sein Kind wär".. etc. aber nachdem er so gar nicht von seinem Standpunkt abrücken will..? Das muss doch was ausgelöst haben. Nachdem er den Testforderte, bist Du dann gleich in die Luft gegangen und hast ihn für bescheuert gehalten und hast abgeblockt oder hast Du mal in Ruhe versucht, ihm zu erklären, was Sache ist?


    Auch wurde gefragt ob er in irgendeiner Art und Weise früher schon mal Grund zum Zweifel an Dir hatte? Das muss doch alles irgendwo her kommen. Ich glaube fast, dass sein Misstrauen von Deiner Reaktion kommt. Aber vielleicht sagst Du uns einfach noch was dazu und wie das lief und wie Du so "drauf warst" in den Gesprächen.


    Sei mir nicht böse aber ich finde das gerade alles so überstürzt und alles in Allem "unreif". Ich kann nur den Kopf über Euch beide schütteln und das bei so einer verantwortungsvollen Sache wie einem Kind... :-(


    Vielleicht reicht es, wenn Du mal für eine paar Tage ausziehst und Eure Gemüter Euch beruhigen aber das Ende der Beziehung in Stein zu meisseln.. ich weiss nicht :|N

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    Wie gesagt will ich ihm ja den Weg zum Test nicht verbauen: er krieg ihn ja! Aber dass es für unsere Paarbeziehung weitere Konsequenzen hat ist ebenso klar. Selbst jetzt würde es nichts mehr ändern wenn er auf den Test verzichten würde - das würde nichts an den letzten Wochen und seinem grundsätzlichen, nachhaltigen Misstrauen mir gegenüber und dem gestern angeblich vorgeworfenem "Schuldeingeständnis" ändern. Ob er den Test will oder nicht ändern also nichts am Ergebnis. Deshalb kann ich es auch nicht verstehen wenn jemand die Trennung als "Erpressungsversuch" deutet.

    Das klingt irgendwie trotzig und überraschend abgeklärt. Niemand hat die Trennung (hast du sie ihm gegenüber überhaupt schon endgültig ausgesprochen?) als "Erpressungsversuch" gedeutet (jedenfalls lese ich das hier nicht). Aber alle suchen nach dem Grund, warum er sich nach deinen knappen Schilderungen so gewandelt hat und du wegen dieser Farce offenbar bereit bist, 2 wunderbare Jahre und die kommende gemeinsame Elternschaft wegzuwerfen. Du hast anfangs geschrieben, dass du ihn wirklich sehr liebst. Das ist gerade mal 20 Stunden her. Und dass ihr euch auf das Kind freut. Wie schafft man es, auf dieser Basis so binnen kürzester Zeit dermaßen zerrüttet zu sein, dass niemand von euch nachgeben will und ihr beide offenbar eher bereit seid, die Beziehung von jetzt auf gleich wegzuwerfen, anstatt hier wieder die gemeinsame Basis zu erarbeiten.


    Würde er sich eigentlich auch trennen, wenn du dem Test nicht zustimmst?


    Ich finde das absolut leichtfertig, so bescheuert sein Wunsch

    ist. Und das ist das, was viele Leute hier auch durchblicken lassen: man versteht die plötzliche Radikalität zwischen euch nicht. Und denjenigen, die dich in deiner Trennungsentscheidung bekräften, kann ich mich aufgrund dieser großen Verständnislücke absolut nicht anschließen.


    Du hast einen sehr schönen Satz im ersten Beitrag geschrieben:

    Zitat

    es gibt ja mehr als genug Kuckuckskinder auf der Welt. Aber seine Partnerin die er doch angeblich "liebt" sollte er doch trauen, oder?

    Merkst du eigentlich, was da steht? Was ist bei den anderen Kuckuckskindern denn in der Beziehung anders gewesen als bei euch? Warum sollen andere Männer zu Recht misstrauisch sein, nur dein eigener nicht? Oder glaubst du, dass alle Kuckuckskindern aus lieblosen Partnerschaften hervorgegangen sind?


    Daher wiederhole ich die Frage, die ich schon mal gestellt habe: gibt es (laut ihm) irgendeinen Grund oder Anlass, überhaupt auf diesen Test zu kommen, den wir noch nicht kennen - oder geht es ihm rein ums Prinzip? ":/

    Ich möchte noch etwas anschließen. Du schreibst wieder und wieder was er gefordert hat, was er verlangt hat, aber du hälst dich seltsam bedeckt wenn es um deinen Anteil an der Kommunikation geht. Du sagst nicht wie du reagiert hast, vernünftig, hysterisch, wütend sondern deutest allenfalls an das du ihn nicht ernst genommen hast, dass du dachtest der hört schon wieder auf.


    Wieso gehst du über diese Fragen einfach schweigend hinweg? Wieso sagst du nichtmal ob du etwas dazu sagen möchtest?

    Ich möchte auch ganz wertfrei fragen: Waren es tatsächlich immer zwei wunderbare Jahre oder gab es Momente, in denen ihr bereits Konflikte hattet? Vor allem Konflikte mit dem Vertrauen?


    Vorhin habe ich mit meinem Freund gesprochen und ihn gefragt, ob er einen Vaterschaftstest haben wollte. Denn mir war der Gedanke vorher nicht gekommen. Er möchte keinen. Was mir aber auch aufgefallen ist - und da ist jede Beziehung anders - dass bei uns diese Themen eher "neutral" betrachtet werden. Ich bin ein Verfechterin von Eheverträgen und für mich wäre auch ein Vaterschaftstest ok. Wobei, eine Einschränkung, käme mein Partner wie hier auf mich zu und würde diese Thema publik machen, wäre Action angesagt. Sprich, auf das "Wie" kommt es an.

    Was ich mich hier die ganze Zeit auch noch frage: Geht es ihm um die Vaterschaft oder das mögliche Fremdgehen?


    Denn mit der bewiesenen Vaterschaft ist noch lange nicht bewiesen dass du nicht fremdgegangen bist.... ":/


    Vielleicht zweifelt er ja schon länger an deiner Treue - und sieht das Kind jetzt als möglichen ulimativen Beweis dafür...

    Wenn ich mir mal eine ketzerische Zwischenfrage erlauben darf: Wann wolltet ihr denn eigentlich heiraten?


    Unklar ist bislang geblieben, wie euer Umfeld auf seine "Spinnerei" reagiert hat. Ganz zu Schweigen von deinem FA, den würde ich zur Nullnummer erklären. Welcher FA gibt denn bitteschön Extratermine für gestörte Partner von Schwangeren?


    Für mich stimmt da so einiges nicht. ":/ :|N

    Ich habe jetzt nicht viel gelesen und vermutlich wurde schon alles geschrieben, was man dazu schreiben kann, ich wollte aber trotzdem meinen Beitrag dazu geben.


    Das erste, was mir im Eröffnungsposting aufgefallen ist, ist das Wort "Vertrauensbruch".


    Ja, es hat einen Vertrauensbruch gegeben ... zuerst ist wohl seines "gebrochen" ... oder zumindest hat es Zweifel gegeben.


    Das Thema war aber auch gerade in den Medien und da kann man als angehender Vater schonmal Zweifel bekommen.


    Im Gegensatz zur Liebe des Partners, der man sich ja auch nicht immer (eigentlich nie) sicher sein kann und wo schonmal Zweifel aufkommen, ist die Frage der Zeugung heutzutage ja recht leicht zu beantworten und Zweifel aus dem Weg zu räumen.


    Dass nun alleine die Frage nach einem Vaterscchaftstest die ganze Beziehung in Frage stellt, dass kann ich durchaus verstehen, tut es doch sehr weh, wenn man mitbekommt, dass das Vertrauen nicht (mehr) da ist ... und natürlich auch die Frage, wo vertraut er sonst noch nicht? War je Vertrauen da?


    Aber auch dem letzten Beitrag von Comran muss ich mich anschließen.


    Wer kann dem Partner wirklich in den Kopf schauen?


    Niemand kann wissen, ob die Partnerin einem ein Kind "unterschieben" will oder dies überhaupt kann ... das ist Dein Kopf ... Dein Empfinden ... er muss darauf vertrauen, dass Du das nicht tust ... so wie es viele "Kuckucks-Väter" auch getan haben ... und deswegen zu solchen geworden sind.


    Für Dich ein "Schlag ins Gesicht", weil Du Dich selber kennst und weißt, dass Du das niemals machen würdest ... für einen Mann, nach 2 Jahre Beziehung ... blöd, aber kennt man jemanden nach 2 Jahren schon wirklich?


    Manchen lernt man in 10 Jahren nicht ganz kennen ...


    Kann man da Zweifel, die durch Medien gesäht wurden und durch Statistiken unterstrichen werden, nicht auch ein wenig verstehen?


    Nun ... ich selber hatte es im Gegensatz dazu einfach ... ich bin seit 30 Jahren sterilisiert ... und Vater von 2 wunderbaren Kindern (11 und 13 Jahre alt) ... mir war von Anfang an bewußt, dass ich nicht der Erzeuger meiner Kinder bin ... aber ich war von Anfang an der Vater und werde es auch immer sein.


    Damit zurück zum eigentlichen Thema.


    Ich fände es sehr schade für das Kind, wenn diese (vielleicht unüberlegte und vorschnelle) Frage Deines Partners, dieses Kind gleich mit "14-Tage-Vater" aufwachsen muss.


    Sicher verkraftet es das ... wie das so viele Kinder nach Trennungen verkraften ... aber die Frage ist ... ist das wirklich nötig.


    Dein Vetrauen in sein Vertrauen ist auch gebrochen (oder in Zweifel) ... aber ist es auch Dein Vertrauen in seine Liebe?


    Wie sieht es mit Deiner Liebe aus ... ist die auch gebrochen?


    Oder hast Du Dir diese (u.a. auch durch diesen Thread) mehr schlecht geredet, als sie es wirklich ist (oder sein könnte)?


    Vielleicht wäre es eine Möglichkeit erst einmal das Thema ruhen zu lassen, erst einmal das Kind auf die Welt kommen lassen ... und abwarten, ob sich bei ihm soetwas wie Vaterliebe einstellt (für mich eine ganz extreme Erfahrung ... Liebe ... viel intensiver, klarer und vor allem selbstloser, als für eine Partnerin ... eingeschaltet wie mit einem Lichtschalter ... Klick ... an ... und das ganz ohne Gene)


    Vielleicht ist ihm dann ein Vaterschaftstest überhaupt nicht mehr wichtig, weil es die Liebe ist, die ihn zum Vater macht und nicht die Gene.


    Und vielleicht übergibst Du ihm dann trotzdem einen positiven Vaterschaftstest, um ihm zu zeigen, dass auch sein (vorübergehender) Zweifel Euch nicht auseinanderreißen kann.


    Eine Kriese kann auch eine sehr gute Chance sein ... selbst wenn die Kriese völlig unnötig ausgelöst wurde.

    für mich liest sich deine gesamte reaktion auch schrecklich bockig und impulsiv.


    ihr habt nach 1,5 jahren bewusst nachwuchs gezeugt, du redest von liebe, von perfekter beziehung. und im gleichen atemzug stellst du deine gefühle und bedürfnisse über die deines (nun) expartners, drohst ihm diese perfekte beziehung wegzuwerfen, wenn er nicht auf einen vaterschaftstest verzichtet.


    ist es möglich, dass bei euch in den letzten 2 jahren immer der sich dirchgesetzt hat, der besser "gedroht" hat, mehr drama gemacht hat?


    für mich liest es sich so, als hätten sich da zwei im machtkampf hochgeschaukelt, zwei hände auf der heißen herdplatte. und dieses mal ist es so eskaliert, dass keiner von euch einen schritt zurück gehen will, weil er nicht nachgeben will.


    hoffst du insgeheim noch, dass er sich nun doch beugt und dem drama euphorie folgt?


    selbst wenn ihr zwei wieder zueinander finden solltet: mach dir klar, dass so ein baby eine enirme zerreißprobe für eine beziehung darstellt, dass es immer auf kompromisse hinaus läuft, dass egotouren nicht mehr wirklich drin sind.


    allein dafür solltet ihr zwei an eurer kommunikation arbeiten.

    Solina123


    http://www.familie.de/schwangerschaft/sorgen-werdender-vaeter-536017.html


    Damit werdende Väter ihr Herz öffnen, bedarf es nach Erfahrung des Autors nur etwas weiblicher Einfühlung. "Wenn die Partnerin das Gespräch geschickt beginnt und nicht zu sehr drängelt, sind viele Männer bereit, ihre Gefühle und Gedanken mit ihr zu teilen. In der Regel kommen klassische Sorgen auf den Tisch: Zukunftsängste, Unsicherheiten über die künftige Rolle, Eifersuchtsgefühle." (Zitat aus dem o.g. Beitrag)


    http://www.t-online.de/eltern/schwangerschaft/id_44092704/hormone-sie-veraendern-das-verhalten-der-maenner-waehrend-der-schwangerschaft.html


    Sie sind hier: Home > Eltern > Schwangerschaft > Hormone: Sie verändern das Verhalten der Männer während der Schwangerschaft


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    Hormone


    Wie aus einem Männerhirn ein Vaterhirn wird


    21.01.2011, 11:03 Uhr | nw, t-online.de


    Hormone: Sie verändern das Verhalten der Männer während der Schwangerschaft. Auch bei werdenden Vätern stellt sich während einer Schwangerschaft der Hormonhaushalt um.


    Auch bei werdenden Vätern stellt sich während einer Schwangerschaft der Hormonhaushalt um.


    Endlich schwanger! Wenn die Gewissheit da ist, Familienzuwachs zu bekommen, ist die Freude bei den zukünftigen Eltern meist riesig - gemischt mit der klammen Gewissheit, dass das gemeinsame Leben bald nicht mehr so sein wird, wie es mal war. Die ersten fundamentalen Veränderungen finden schon während der Schwangerschaft statt. Während die werdenden Mamas gesteuert durch ihre Hormone meist souverän durch die Schwangerschaft navigieren und in die Rolle der Mutter beim wahrsten Sinne des Worte "hineinwachsen", müssen sich die Papas in spe eher mit der Rolle des gespannten Beobachters zufrieden geben. Doch das ist nur auf den ersten Blick so.


    Mehr zum Thema


    Veränderungen durch Hormone


    Auch bei Männern ist in den neun Monaten bis zur Geburt hormonell nicht alles wie gehabt. Die amerikanische Neuropsychiaterin Dr. Luann Brizendine hat dies in ihrem Buch "Das männliche Gehirn - Warum Männer anders sind als Frauen" zum Thema gemacht und an alltäglichen Beispielen verdeutlicht. Dass sich die Gehirne von Männern und Frauen ab dem Zeitpunkt der Befruchtung unterscheiden, ist eine bekannte neurobiologische Erkenntnis. Hier knüpft die Autorin an und verdeutlicht die unterschiedlichen biologischen und sozialen Instinkte mit alltäglichen Beispielen.


    Doch interessant ist vor allem die Frage, welchen Einfluss neben den äußeren Einflüssen das Gehirn selbst hat. Legt es die Unterschiede von Mann und Frau fest und beeinflusst es deren Verhalten? Das Buch orientiert sich an den unterschiedlichen Lebensphasen des männlichen Geschlechts: das Gehirn des kleinen Jungen, das Gehirn des Teenagers, das paarungsbereite Gehirn, das Gehirn unter der Gürtellinie, das Vatergehirn und schließlich das Gehirn des reifen Mannes.


    Vom männlichen zum väterlichen Hirn


    Eine entscheidende Veränderung des männlichen Verhaltens stellt sich mit einer Schwangerschaft ein: Wenn Männer erfahren, dass Nachwuchs unterwegs ist, macht sie das meist nicht nur überglücklich, sondern sie stehen oftmals auch etwas neben sich, sind nervös und unkonzentriert. Diese Reaktionen, die häufig in den ersten beiden Schwangerschaftsmonaten zu beobachten sind, werden laut Dr. Brizendine hormonell gesteuert - die Männer können also nichts für ihr Verhalten. (Zitat aus dem o.g. Beitrag)


    Es geht mir nicht darum, dass Verhalten Deines (Ex) Freundes zu bagatelisieren oder Deine Gefühle in die Ecke einer zickig reagierenden jungen Frau zu schieben. Das liegt mir absolut fern.


    Das Problem zwischen Mann und Frau ist häufig, dass sie an viele Probleme rein von der Psyche anders heran gehen. Wenn zusätzlich zu diesen Dingen, die Kommunikation versagt - dann kann es zu einer Situation wie der euren kommen.


    Habe in meinem Leben zuviel erlebt, was Menschen erstaunt, erschüttert, überwältigt oder verunsichert, je nach Lage der Dinge. Ich weiß um die irrationalen Reaktionen, die Menschen manchmal unter Stress gesetzt an den Tag legen.


    Du bist zurecht überfordert, wütend, traurig und enttäuscht. Das möchte ich Dir nicht mal im Ansatz versuchen auszureden. Das sind Deine Gefühle, die Du spürst und es hat auch mit dem inneren Stolz auf die Fähigkeit Mutter zu werden zu tun, dass Du Dich gerade massiv in Frage gestellt fühlst.


    Was nun den "guten" Ruf einer Frau angeht. Der beruht so sagt es ein Ausspruch von Maurice Chevalier auf dem Schweigen mehrerer Männer. Den kannst Du also getrost zur Seite schieben. Menschen bilden sich über alles mögliche eine Meinung, und diese wird ebenso oft widerlegt und vom Leben eingeholt. Darüber würde ich mir momentan die wenigsten Sorgen machen. Wer Dich kennt und schätzt weiß woran er/sie mit Deiner Persönlichkeit ist.


    Was Dein (Ex) Freund gerade gründlich vermasselt hat, ist die Sache mit dem Urvertrauen zwischen euch. Es ist immer eine Sache Dinge zu planen und in Angriff zu nehmen, eine andere mit den Folgen zurecht zu kommen wenn sie eingetreten sind.


    Den momentanen Abstand halte ich für klug, weil die Stimmung in eurem Heim gründlich vergiftet ist und Dir als Schwangeren nicht gut tut. Über das Thema absoluter Trennung würde ich allerdings momentan nicht endgültig nachdenken. Ihr schwebt beide in einer komplexen Situation, die durch welche Faktoren auch immer in ein ungutes Fahrwasser geraten ist.


    Niemand wird Dir verbindlich sagen können, warum der künftige Vater so widersinnig und irrational handelt. Das kann Schisser in der Büx, über fremdverliebt, über miese Einflüsterer in seiner sozialen Umwelt und noch viele andere Dinge sein.


    Auch potentielle Väter werden 'schwanger', und ebenso wie eine Frau stellt sich bei ihnen mit der Erkenntnis "ich werde Vater" ein komplexes Gedankenkarussell im Kopf zusammen. Da geht es drunter drüber und es kann zu den merkwürdigsten Reaktionen führen. Oft spielen Versagerängste eine Rolle, die ein Mann nicht verbalisieren will, weil das unmännlich ist.


    Immer vorausgesetzt, es gab in eurer Beziehung, die es noch nicht lange gibt keine Spannungslagen, die nicht deutlicher hervor getreten sind oder unausgesprochen blieben, spricht viel dafür das Dein (Ex)Freund mit sich zunehmend selbstkritischer umgeht, sobald die Emotionen runter gekocht sind.


    Die Schwierigkeit bei einem werdenden Vater ist, dass er sich mit seiner Rolle manchmal erst später identifizieren kann, wenn er (s)ein Kind sichtbar lebendig in seinen Händen hält.


    Aber auch das ist von Mann zu Mann sehr verschieden, kein Thema zum verallgemeinern. Welches Exemplar Mann Du erwischt hast, wird sich erst nach der Geburt zeigen. Vielleicht bleibt er diese emotionale Rüpel als der er sich gerade Dir gegenüber zeigt oder er überwindet die Ängste und Versagergefühle und wird sich zunehmend schämen für das was er Sachen Vaterschaft veranstaltet hat. Ich schließe das nicht explizit aus.


    Ich glaube ihr zwei seid noch sehr jung, und da sieht man vieles noch aus einer idealisierten Perspektive. Sobald etwas aus dem Schema F läuft, wird es dramatisch statt konstruktiv.


    Es gibt genug Kids, die mit einem getrennten Elternpaar klar kommen müssen. Sie wurden meist vorher nicht gefragt, ob sie sich so eine Situation wünschen, aber müssen mit den Folgen klar kommen.


    Ich möchte Dich zu rein gar nichts überreden, weder dazu bei Deinen Trennungsabsichten zu bleiben noch dazu über Deinen Schatten zu springen und Deinem (Ex)Freund harmloses Verhalten unterstellen. Das ist es definitiv nicht, aber manchmal mehr Hilflosigkeit als durchdachtes Kalkül.


    Er hat ganz gut verkackt, wie man so schön sagt. Schon, weil er mit seinem Testwahn auch außerhalb eurer 4 Wände gegangen ist.


    Aber so lange man nichts näheres über seinen "Stimmungsumschwung" weiß, würde ich versuchen es nicht in Stein zu meißeln was gerade um euch rum passiert.


    Ihr habt beide auch die Chance zu einem späteren Zeitpunkt weniger emotional miteinander zu reden, unter zu Hilfennahme eines Dritten Unparteiischen. Auf die Art bleibt euch beiden immer noch die Chance sich erwachsener zu verhalten als die einfache Lösung des Davonlaufens zu wählen.


    Glaub mir, wenn wir alle Reaktionen unter der Wirkung von Hormonen und/oder Zukunftsängsten für die absolute Wahrheit gehalten hätte, wären viele Kinder weder zur Welt gekommen noch würden aus Mann und Frau, sowie geborenen Kind/ern Familien erwachsen. Aber all das passiert und das aus zum Teil sehr verworenen Situationen. Menschen sind nicht perfekt, und verhalten sich auch nicht so.


    Deine Entscheidung Dich erst einmal zurück zu ziehen halte ich für lebensklug, weil es um die Gesundheit/Psyche eures Baby's geht, natürlich auch um Deine. Über den Rest denkt beide konstruktiv in Ruhe nach, wenn eure Emotionen runter gekommen sind. Das kann noch eine Weile dauern. Aber chancenlos ist das alles noch lange nicht mit euch beiden. Wünsche Dir weiterhin einen guten Verlauf der Schwangerschaft und pass gut auf euch beide auf.