Zitat

    Das Problem ist, dass heute viele ständig meinen sie müssten statistische Werte über ihre persönlichen Erfahrungen mit einer Einzelperson stellen, weil sie sich selbst und ihren Einschätzungen nicht mehr vertrauen. Da hilft es aber nicht ständig allgemeine Maßstäbe anzulegen.

    !

    Zitat

    ein Vertrauensproblem/

    Natürlich ist es ein Vertrauensproblem. Deswegen hat sie den Faden eröffnet. Denn wo fängt man mit Beweisen an und wo hört es auf, weil man dem anderen vertraut?


    Als sie die Diskussion eröffnet hat, war das Thema bei ihr bereits 3 Wochen alt. In der Zeit gab es 2 Arzttermine, Vorwürfe und Familie und Freunde wurden eingeweiht, in einer Art und Weise, dass diese eine Untreue vermuten.


    Den Wunsch nach einem Test finde ich völlig legitim, seinen Umgang damit ist allerdings übertrieben und auffällig. Da kann man sich zu Recht fragen, ob das eine Basis für eine weitere Beziehung ist.

    Zitat

    Auch wenn es hochgradig unlogisch klingt, hat der Mann möglicherweise mal extrem schlechte Erfahrungen gemacht und Ängste entwickelt. Das muss noch nicht einmal was mit einer untergeschobenen Schwangerschaft zu tun haben. Möglicherweise kann er es noch nicht einmal benennen...


    sportxx

    Meine Kritik richtet sich nicht gegen den werdenden Vater, sondern gegen die unlogischen Aussagen einiger Foris.


    Wie in diesem Beispiel:

    Zitat

    Nur, weil der Mann Gewissheit will, heißt das nicht automatisch, dass er seiner Freundin unterstellt fremdzugehen bzw ihm ein Kind unterzuschieben.

    Ja was bitte heißt es denn sonst? Dass sie Opfer der unbefeckten Empfängnis geworden ist? :=o :-o

    @ Louisiana

    häääää?! Was hat jetz DEINE Aussage oder mein Komentar dazu bitte mit Psychologie zu tun?


    Logisch ist: Wenn A (Freund der Te ist der Vater) nicht zutriff, dann ist Fall B (ein anderer Mann ist der Vater) richtig. Sie schließen sich gegenseitig aus. Da braucht man nicht gewichten und mit Wahrscheinlichkeiten rechnen.


    Nochmal: ich werde mich nicht (mehr) an den vielfältigen Spekulationen warum der Ex der TE sich so verhält wie er sich gerade verhält beteiligen.


    Mein Kritikpunkt ging ganz allein an Mitschreiber, die unlogisch formulieren.

    Zitat

    Natürlich geht es wenn, dann um die (theoretische un praktische) Möglichkeit der Untreue. Trotzdem ist es m.E. nicht gleich eine einschlägige Unterstellung wenn man sich über etwas nicht zu 100 Prozent sicher ist bzw. nicht zu 100 Prozent sicher sein KANN!


    Ist ein bisschen so wie mit Sicherheitskontrollen: Streng genommen wird da jedes Mal unterstellt, dass man ein Terrorist oder gefährlich sein könnte. Trotzdem reagieren die meisten nicht beleidigt oder verärgert auf Sicherheitskontrollen. ;-)

    Dein Vergleich ist nicht ganz glücklich gewählt. Er würde zutreffen, wenn nach der Geburt bei allen Kindern ein Elterntest gemacht würde. Einfach damit von Amts wegen Sicherheit über die Elternschaft des einzelnen Kindes herrscht.

    Zitat

    Das Paar kennen wohl viele. ;-) Also, natürlich ist sowas sicher mal passiert, aber die Story ist auch eine bekannte moderne Legende.

    Echt ? Ich hab da zum 1. Mal von gehört.

    Zitat

    Hier wird immer wieder behauptet, die TE weigere sich den Test zu machen. Wo lest ihr das?

    Danke @gato, die Frage hab ich mir auch schon gestellt. Ich finde da nämlich nichts...die TE is zwar verletzt und sauer, hat mit Trennung "gedroht" (ok und nun wohl auch durchgezogen), weil das Vertrauen weg ist, aber das sie den Test generell verweigert hab ich nirgends lesen können.

    Zitat

    Übrigens: Wenn ich der Mann wäre, würde ich im Falle einer Trennung definitiv einen Test verlangen.

    Komisch nur das der Mann ihn in dieser Situation nicht mehr für wichtig hält.

    Zitat

    Wenn mein Partner gerne einen Vaterschaftstest möchte, kann er den haben. Und zwar OHNE, dass ich mir deswegen gleich Untreue unterstellt sehe.

    Ich, persönlich, hätte damit wohl auch kein Problem...will er nen Test soll er ihn haben. Wenn es zu seiner Beruhigung beiträgt bitte.


    Würe mein Kerl allerdings zu sämtlichen Leuten rennen, den Arzt verrückt machen etc und da unterschwellig (oder auch ganz offensichtlich) durchblicken lassen, das er daran zweifelt das es sein Kind ist und mich vor allen Leuten als diejenige hinstellt, die ja dann fremdgegangen sein muss...dann wäre bei mir allerdings auch der Ofen aus.

    Zitat

    Mein Kritikpunkt ging ganz allein an Mitschreiber, die unlogisch formulieren.

    Finde ich ärgerlich diese Aussage! Nur weil du die Logik (aus mir unverständlichen Gründen) nicht nachvollziehen kannst, sind die Aussagen nicht gleich unlogisch!!! %-|

    Zitat

    Dein Vergleich ist nicht ganz glücklich gewählt. Er würde zutreffen, wenn nach der Geburt bei allen Kindern ein Elterntest gemacht würde. Einfach damit von Amts wegen Sicherheit über die Elternschaft des einzelnen Kindes herrscht.

    So eine Regelung ist ja durchaus im Gespräch und ich würde dies auch befürworten. Einstweilen ist das Thema eben auf der individuellen Ebene.

    Zitat

    Als sie die Diskussion eröffnet hat, war das Thema bei ihr bereits 3 Wochen alt. In der Zeit gab es 2 Arzttermine, Vorwürfe und Familie und Freunde wurden eingeweiht, in einer Art und Weise, dass diese eine Untreue vermuten.

    Das breitzutreten finde ich, im Gegensatz zu dem Ansinnen selbst, absolut unmöglich. Dieses Ansinnen sollte ein ganz ganz privater "Deal" unter Partnern sein, das geht keinen was an.

    Zitat

    Den Wunsch nach einem Test finde ich völlig legitim, seinen Umgang damit ist allerdings übertrieben und auffällig. Da kann man sich zu Recht fragen, ob das eine Basis für eine weitere Beziehung ist.

    Allerdings. Nur frage ich mich, warum das bis dato die perfekte Beziehung gewesen sein soll. Es kommt doch eigentlich sehr selten vor, dass jemand mit einem Vertrauensproblem erst bei so etwas aus dem Rahmen fällt.

    Zitat

    häääää?! Was hat jetz DEINE Aussage oder mein Komentar dazu bitte mit Psychologie zu tun?

    Ich vermute, ich kann Dir das nicht hier in diesem Rahmen erklären. Nimm einfach mal an, dass das Leben kompliziert ist, dass Partnerschaft kompliziert ist, dass der Mensch kompliziert ist und es einen Haufen Dinge gibt, die irrational sind und trotzdem existieren, was die Sache häufig nicht einfacher macht.

    Zitat

    Logisch ist: Wenn A (Freund der Te ist der Vater) nicht zutriff, dann ist Fall B (ein anderer Mann ist der Vater) richtig. Sie schließen sich gegenseitig aus. Da braucht man nicht gewichten und mit Wahrscheinlichkeiten rechnen.

    Dein Weltbild ist äußerst übersichtlich. Ich weiß nicht, ob ich Dich darum beneiden soll, aber ich denke eher nicht.

    Zitat

    Ich, persönlich, hätte damit wohl auch kein Problem...will er nen Test soll er ihn haben. Wenn es zu seiner Beruhigung beiträgt bitte.


    Würe mein Kerl allerdings zu sämtlichen Leuten rennen, den Arzt verrückt machen etc und da unterschwellig (oder auch ganz offensichtlich) durchblicken lassen, das er daran zweifelt das es sein Kind ist und mich vor allen Leuten als diejenige hinstellt, die ja dann fremdgegangen sein muss...dann wäre bei mir allerdings auch der Ofen aus.


    Spiegelbild82

    ...und tagtäglich sagt: "...Wenn das mein Kind ist.."


    Sehe ich genau so! :)z

    Louisiana, was hat das bitteschön mit Weltbild zu tun?


    Wenn mich mein Mann nach einem Vaterschaftstest fragt und ich frage, warum? Und er antwortet, er möchte sicher sein, dann sage ich ihm, er kann sicher sein. Es ist sein Kind.


    Sollte er dennoch auf dem Test bestehen, sagt er mir, dass er mir nicht glaubt und es sein könnte, dass ich mit einem anderen zusammen war. Was sonst sollte der Wunsch nach einem Test bedeuten? Er unterstellt mir Untreue und Lüge.


    Und damit könnte ich nicht leben.

    Zitat

    Das Problem ist, dass heute viele ständig meinen sie müssten statistische Werte über ihre persönlichen Erfahrungen mit einer Einzelperson stellen, weil sie sich selbst und ihren Einschätzungen nicht mehr vertrauen. Da hilft es aber nicht ständig allgemeine Maßstäbe anzulegen.

    Ich vertraue meinen Einschätzungen schon, aber das heißt nicht, dass ich mich nicht irren könnte. Glauben und Vertrauen ist eben etwas anderes als Gewissheit. Und so größenwahnsinninig zu glauben, dass es nur anderen Menschen passieren kann, hintergangen zu werden und mir nicht, bin ich nunmal nicht. Natürlich wäre ich nicht mit jemandem zusammen, dem ich ernsthaft zutrauen würde, mich zu betrügen. Aber es bleibt eben ein theoretisches und praktisches Restrisiko. Es gibt einfach zu viele Beispiele von heimlichen Fremdgängern (deren Partner jeweils zu unrecht in ihre Treue vertrauen.).

    Ich möchte meinen Beitrag noch ergänzen.


    Würde mein Mann mir Untreue und Lüge unterstellen, würde ich davon ausgehen, dass ihm diese Gedanken nicht fremd sind, er mich also auch belügt und betrügt.


    Wie gesagt, so eine Beziehung könnte ich nicht führen.

    Zitat

    Nimm einfach mal an, dass das Leben kompliziert ist, dass Partnerschaft kompliziert ist, dass der Mensch kompliziert ist und es einen Haufen Dinge gibt, die irrational sind und trotzdem existieren, was die Sache häufig nicht einfacher macht.

    Dann würde ich aber zumindest erwarten, dass er zu der Irrationalität steht, was er nicht tut, zumindest nicht nach ihren Schilderungen. Er wälzt es auf sie ab, dass sie etwas zu verbergen hätte und sozusagen in der Beweispflicht steht.


    Wie auch immer, jeder hat seine Kriterien für eine Beziehung, darüber gabs hier unzählige Fäden. Und für mich würde so ein Mann in keiner Weise meinen Beziehungskriterien entsprechen, egal was genau nun dahinter steckt, Vertrauensproblem, Paranoia, irrationale Ängste.. wäre mir für die Entscheidung, nicht mit ihm zusammen ein Leben zu verbringen, echt egal. Es bleibt abzuwarten, wie er sich dann konkret dem Kind gegenüber verhält, ich habe große Zweifel, dass das positiv sein wird.

    Zitat

    Hier wird immer wieder behauptet, die TE weigere sich den Test zu machen. Wo lest ihr das?

    Zitat

    Danke @gato, die Frage hab ich mir auch schon gestellt. Ich finde da nämlich nichts...die TE is zwar verletzt und sauer, hat mit Trennung "gedroht" (ok und nun wohl auch durchgezogen), weil das Vertrauen weg ist, aber das sie den Test generell verweigert hab ich nirgends lesen können.

    Bitte noch einmal den Erstbeitrag lesen. Natürlich hat sie den Test nicht offiziell verweigert. Wenn ich aber sage: ' Wenn Test, dann Beziehungsende', kommt dies dem sehr sehr nahe.

    Zitat

    Ich habe ihm gesagt, dass wenn er es wirklich unbedingt möchte ich mich dem nicht entgegen stelle, aber unsere Beziehung damit dann definitiv ein Ende hat - selbst wenn er als Vater bestätigt wird (was ja auch sein wird).

    Selbst wenn ich vorher nur SICHERHEIT gaben wollte, wäre ich da aber MISSTRAUISCH geworden.


    Warum werden hier zwei Sachen, die nichts miteinander zu tun haben, verknüpft? Warum drückt man seine Verletztheit nicht anders aus? Warum will man den anderen verletzen?


    Und zuletzt meine Lieblingsfrage: Warum können scheinbar erwachsene Menschen nicht über Gdfühle und Ängste sprechen und den anderen als Person mit Gefühlen, Ängsten und Vergangenheit wahrnehmen?

    Zitat

    Aber du bleibst mit jemanden zusammen, der dir zutraut, ihn zu betrügen?

    Natürlich. Ich weiß ja, dass ich treu bin. o:) Ich will aber nicht, dass man das einfach so annimmt. Insofern ist es mir lieber, da für "gefährlicher" gehalten zu werden als ich bin. ;-D Zumal ja auch nicht zu 100% ausgeschlossen ist, dass ich irgendwann meine Einstellung ändern könnte. Auch bei den treuesten Menschen besteht m.E. immer noch ein kleines Restrisiko der Untreue und dieses Restrisiko darf man für meinen Geschmack ruhig sehen und folgerichtig auch jemandem wie mir Untreue zutrauen.