Sheilagh schrieb:

    Zitat

    Solche kranken Auswüchse unserer postmodernen Gesellschaft - und ihre Repräsentanzen hier im Forum - sind einfach nur traurig und weisen den Weg in eine entmenschlichen und kalte Welt.

    ? Guten Morgen. Was hast du denn gefrühstückt? Meinungen hier im Forum sind vielfältig. Auch deine schräge Sicht auf die Welt wird hier akzeptiert. Also tu mal langsam, ja.

    Danke für eure vielen Antworten! Ihr seid mir in dieser schwierigen Phase echt eine Hilfe! @:)


    Dass ich recht emotional reagiere stimmt natürlich - das ist mir ja schon irgendwie bewusst. Aber dass man voll und ganz auf der Sachebene ist, wenn man ohne irgendeinen begründeten Anlass eine Vermutung (hier: Untreue) äußert sehe ich nicht. Wenn man die reinen Fakten betrachtet, besteht ja null Grund für einen Verdacht der Untreue. Und natürlich unterstellt er mir mit seiner Forderung nach einem Test Untreue, denn ansonsten


    1) würde er mir glauben wenn ich versichere dass nur er der Vater sein kann und vorallem


    2.) bräuchte er dann doch keinen Test. Vorallem weil wir ja schon länger zusammen sind - ein Zweifel an der Vaterschaft wäre nur berechtigt, wenn er Untreue vermutet.


    Und ehrlich gesagt habe ich auch sehr, sehr starke Zweifel dass er bei einem evtl. 2. Kind nicht auch so eine Forderung bringen würden. Vielleicht würde er da dann bis zur Geburt warten, da er nun ja weiß dass das vorher nicht so ohne Weiteres machbar ist, aber vom Ergebnis ist es egal ob er so eine Forderung während der Schwangerschaft stellt oder nach der Geburt.


    So sehr ich es auch versuche, aber irgendwie komme ich nicht darüber hinweg, dass er unser Baby erst auch als "sein Kind" ansieht wenn er es schwarz auf weiß hat. Ja, wenn über das Baby gesprochen wird, dann betont er immer mal wieder "WENN das mein Kind ist". Und beim Arzt war er einige Male dabei und jedes Mal (!) hat er u.a. Fragen zu so einem Test gestellt! Da kann will er mir gleichzetig erzählen, dass er mir keine Untreue unterstellt!


    Wie ihr seht bin ich total sauer! Ich habe mich nun tatsächlich für eine Trennung entscheiden und habe heute morgen auch schon nach Wohnungen geschaut. Eigentlich ist die -trennung wohl schon länger klar, aber nach unserem Streit gestern geht es einfach nicht mehr. Evtl. kann ich auch eine Weile bei meiner Mutter oder meinem Vater unterkommen falls ich nichts finden sollte. Mein Freund soll dann schauen wo er bleibt - den Test kriegt er nach der Geburt, aber dann wird er sich hoffentlich auch richtig um das Kind kümmern! Abgesehen vom gemeinsamen Kind sind er und ich dann aber geschiedene Leute.

    Zitat

    Ich habe mich nun tatsächlich für eine Trennung entscheiden und habe heute morgen auch schon nach Wohnungen geschaut. Eigentlich ist die -trennung wohl schon länger klar, aber nach unserem Streit gestern geht es einfach nicht mehr.

    Ich kann Dich sehr gut verstehen. :°_


    Dein "Partner" reißt wirklich gerade alles mit dem Arsch nieder, was die Basis einer Paarbeziehung bildet:


    Vertrauen in den Partner und die Beziehung.


    Und das in einer Phase wo er Dir eine Stütze und ein sicherer Hafen sein sollte. :°(


    Möglicherweise kommt er ja auch noch zur Besinnung, irgendwann. Und merkt, dass er aus Angst vor Kontrollverlust gehandelt hat o.ä.? ":/


    Aber zur Zeit ist es mit Sicherheit richtig und wichtig, dass Du Dich und Dein Ungeborenes aus diesem giftigen Umfeld bringst und zur Ruhe kommst. :)*

    Eigentlich wollte ich nichts übers Knie brechen, aber so wie es jetzt ist kann ich nicht weiter mit ihm zusammen sein! Ich habe echt das Gefühl, dass ich 2 Jahre eine rosarote Brille aufgehabt haben muss - wie sonst kann innerhalb von ein paar Monaten alles so den Bach runter gehen obwohl wir doch glücklich waren und uns das Baby gewünscht haben (der ursprüngliche Wunsch ging sogar von ihm aus!)?!


    Als wir uns gestern gezofft haben, habe ich ihm gesagt dass ich mich trenne und wir abgesehen vom Kind dann geschiedene Leute sind. Das hat mein Freund - oder besser Ex-Freund - als "Schuleingeständnis" gesehen, denn warum sollte ich mich denn trennen, wenn der Test doch positiv und er der Vater ist? Der Wahnsinn, oder?? Er sieht es also bewiesen an, dass er nicht der Vater ist, wenn ich mich von ihm trenne. Und interessanterweise will er dann auch keinen Vaterschaftstest mehr. Wenn wir zusammenbleiben, dann will er den Test, wenn ich mich trenne, dann will er keinen mehr (da meint er das wäre dann "nicht mehr nötig). Abgefahrene Argumentation, oder?!


    Ich seh es schon kommen, dass das alles irgendwann vor Gericht geklärt werden muss... Ich bin schwanger und lt. Arzt soll ich mich viel ausruhen und schonen, weil meine Blutwerte das ein oder andere Mal etwas durcheinander geraten sind aber unter diesen Umständen ist das nicht machbar. Ich ertrage das einfach nicht weitere 5 Monate.

    Solina123

    Zitat

    So sehr ich es auch versuche, aber irgendwie komme ich nicht darüber hinweg, dass er unser Baby erst auch als "sein Kind" ansieht wenn er es schwarz auf weiß hat.

    Das ist für mich durchaus nachvollziehbar. Jedoch sehr schade, dass ihr es nicht geschafft habt über seine Unsicherheiten zu sprechen, die er hat als werdender Vater hat.

    Ich habe nur einen Bruchteil von dem erzählt was er alles für Verdacht und Behauptungen und Verdrehungen dargelegt hat, denn alles andere würde den Rahmen sprengen. Ich habe für das ganze einfach keine Energie mehr. Der Streit gestern hat das Fass einfach zum Überlaufen gebracht.


    Ich brauche zwar manchmal etwas länger um einen Entschluss zu fassen, aber wenn ich ihn gefasst habe, dann ziehe ich das direkt durch. Und aktuell sehe ich einfach keine andere Möglichkeit als die Trennung - ich kann nicht mehr mit ihm in einer Wohnung leben, das geht nicht. Ich muss nun an mich und vorallem das Baby denken. Den Test kriegt er nach der Geburt, aber dann von Versöhnung sprechen braucht er auch nicht. Das Thema ist dann durch.


    Mag sein, dass es Leute gibt die meinen ich würde die Beziehung grundlos kaputt machen weil ich so eine Konsequenz ziehe, aber ich erwarte schon von meinem Partner, dass er mir vertraut und nicht in mir pauschal eine Lügnerin und Betrügerin sieht und mir erst glaubt wenn er "Beweise" hat. Wenn er denkt ich wäre so ein mieser Mensch das dann frage ich mich warum er mit mir zusammen ist, mich heiraten wollte und eine Familie gründen wollte...

    @ Dumal:

    Oh doch, darüber haben wir gesprochen. Mehr als ein mal. Ich habe auch Angst vor der Zukunft und stelle mir fragen wie "werde ich eine gute Mutter sein", "werde ich der Verantwortung gewachsen sein" usw. Ich habe AUCH Zweifel und Ängste! Aber deswegen unterstelle ich doch meinem Partner keine Untreue. Das sind 2 völlig verschiedene Paar Schuhe.


    Er vermutet in mir praktisch eine Schlampe, die ihn - das arme Opfer - nach strich und Faden belügt und betrügt. Es ist ja nicht mal so, dass dieses Thema "Vaterschaftsttest" nur zwischen ihm und mir besprochen wird - es war beim Arzt mehr als einmal Thema, seine Eltern wissen Bescheid (und vermuten ebenfalls Untreue von mir, einfach auf Grund der Tatsache weil ihr Sohn so einen Test möchte) und meinen Eltern hat er es auch schon erzählt. Und natürlich in unserem Freundeskreis ist es bekannt, wobei ich nicht weiß ob er es jedem erzählt hat oder es nur weitererzählt wurde. Aber so oder so glauben natürlich alle, dass er einen "Verdacht" hat dass ich fremdgegangen bin. Da ist nichts mit "er will einfach die gleiche Sicherheit haben wie eine Mutter" sondern es wird als Verdacht der Untreue gesehen. Könnt ihr euch vorstellen wie gedemütigt ich mich fühle? Ich kann es einfach nicht fassen.

    Bist du dir sicher das du das so durchziehen willst? Mein Frauenarzt hat mir damals geraten in der Ausnahmesituation der Schwangerschaft keine Lebensentscheidungen zu treffen, einfach weil man da sehr emotional reagiert und sehr sehr schnell verletzt ist. Und wenn du eh so ein Mensch bist, dann kann es sein das du das ganze hier später extrem bereust.


    Abstand fände ich auch gut, also um mal den Kampf rauszunehmen, aber vielleicht könntet ihr ja mit einem unbeteiligtem Dritten, einem Mediator oder so, nochmal sprechen. Einfach um zu gucken ob dieser Test nicht so ein:"Oh Gott, Hilfe, alles viel zu viel und Panik... Na vielleicht ist es gar nicht meines und ich muss mich nicht damit beschäftigen" Kram ist. So wie einige Frauen am Anfang der Schwangerschaft irgendwie hoffen es möge doch noch abgehen weil sie die nakte Panik bekommen.


    Immerhin bekommt ihr gemeinsam ein Kind, einen Test wird es dann eh geben, wegen des Unterhalts und so, denn er wird die Vaterschaft ja nun nicht anerkennen und ihr müsst danach ja noch miteinander reden können. Umgang, Unterhalt, Erziehungsfragen, all das stellt sich euch ja so oder so.