Ich hab jetzt nicht den kompletten Faden gelesen, aber deb Anfang und die letzten der TE.


    Ich war sprachlos. Mein Mann und ich haben über das Thema schon im Scherz gesprochen (wenn da mal wieder was durch die Presse ging), ich hätte aber nie gedacht, dass sowas wie bei der TE real werden könnte. :-o


    Einerseits kann ich den werdenden Vater ja verstehen, aber für mich wäre die Beziehung ebenfalls beendet. Ich hab bei solchen -bisher immer scherzhaften -Gelegenheiten gesagt, dass er das gerne machen kann, ich es dann aber nicht erfahren sollte, weil es eben dann für mich auch aus wäre.


    Ich schätze aber, daß er das nie ernsthaft in Erwägung gezogen hat. Und mittlerweile sagen eh alle, dass der Große wie er aussieht und die Kleine nach seiner Mutter kommt. ;-D Wobei ich selbst das nicht so erkennen kann, mir es aber auch egal ist.

    Einen Gedanken von FaSoLa von Seite 6 aufgreifend:


    Mich beschleicht auch der Eindruck, dass dieser Freund ursprünglich gar nicht einmal ernsthaft an seiner Vaterschaft gezweifelt haben muss. Die Schilderungen machen offenbar, dass die recht kurze Dauer und Art der Beziehung noch nicht genügt haben, damit ihr euch besser kennenlernen und die Überzeugung gewinnen konntet, dass ihr füreinander bestimmt seid. Möglicherweise hat er Zweifel gehabt, ob die Beziehung zu dir, Solina, eine ist, die er sich - idealerweise - ein Leben lang vorstellen kann. Und dann hatte er die Perspektive, dass er, ausgelöst durch das gemeinsame Kind, eine lebenslängliche Verbindung eingeht, für die er innerlich (noch) nicht bereit war. Möglicherweise ist ihm seine innere Unsicherheit im Hinblick auf die Beziehung erst durch ein gemeinsames Kind bewusst geworden. Und die Schwangerschaft hat den inneren Reifeprozess, ob er die richtige Partnerin für's Leben gefunden hat, überholt. Es ist also denkbar, dass er die Gewissheit der Vaterschaft wollte, um dann ganz hinter der Beziehung zu stehen, von der er bis dahin noch nicht vollends überzeugt war.


    Das soll anderen auch schon so gegangen sein, nur sind sie anders damit umgegangen. Wieviele Zögernde haben sich zum Schritt der Eheschließung erst durchgerungen, als etwas unterwegs war, so viel wie: "Na, dann soll es jetzt so sein."


    Allerdings ist die Sache dann völlig aus dem Ruder gelaufen. Keine Entschuldigung für sein Verhalten. Nur eine mögliche Erklärung.


    Der Satz "drum prüfe, wer sich ewig bindet" ist gar nicht so dumm.

    Ach das mit der Ähnlichkeit. Hier erzählen immer alle dem Mann wie sehr die Große nach ihm kommt. Ja schön, nur ist sie gar nicht von ihm. Da sehen die Leute doch was sie sehen wollen. Sogar meine Schwiegermutter, die erst gar nicht begeistert war, nun aber von der Großen und ihrem Biss beeindruckt ist, attestiert ihr mittlerweile sie hätte viel von dem Zweig der Familie, dabei weiß sie, dass es daher nicht kommen kann. ;-)

    Eine erstaunliche Entwicklung.


    Zwischen der Problemstellung und dem Bericht vom gemeinsamen Kinderwunsch und einer glücklichen Beziehung und der Problemlösung=Trennung liegen weniger als 12 Stunden, gerade mal eine Nacht.


    :)D

    Zitat

    Hier erzählen immer alle dem Mann wie sehr die Große nach ihm kommt. Ja schön, nur ist sie gar nicht von ihm.

    :-D :-D


    Sehr schön. Ich glaube auch, dass das mit der Familienähnlichkeit maßlos überschätzt wird.


    Zum Thema - ich glaube, für mich käme es darauf an, wie mein Partner das verpackt. Würde er sagen: Ich weiß, es ist sinnfrei, aber ich werd die Angst nicht los - naja, mit irrationalen Ängsten kenne ich mich ein bisschen aus. Wäre ihm und mir klar, dass es da um ihn und seine Angst geht und eigentlich nicht um meine Treue und unsere Beziehung, die Kränkung wäre immer noch groß (also, im Sinne von galaktisch), aber da hätte ich wohl Willen, sich wieder zusammenzuraufen und das irgendwie durchzustehen. Ohne Gewähr, dass es klappen würde.

    Zitat

    Sehr schön. Ich glaube auch, dass das mit der Familienähnlichkeit maßlos überschätzt wird.

    Oh, wir haben im Urlaub beim Schwiegervater Fotos aus der Kindheit meines Mannes gesichtet - unser Lütter sieht original aus wie er. Es gibt Fotos, da könnte ich nicht sagen, ob das Kind auf dem Bild nun mein Mann oder unser Sohn ist, wenn ich es nicht wissen würde. Der Große hingegen kommt komplett nach mir, aber nen Vaterschaftstest hat mein Mann trotzdem bis heute nicht verlangt ;-D .


    Zum Thema: Ich finde es auch höchst seltsam, dass der Freund der TE nach einem Vaterschaftstest verlangt, zumal es ein geplantes Kind ist, die Verhütung wurde also abgesetzt, um ein Kind zu zeugen. Dazu noch der wahrscheinliche Zeugungszeitpunkt, der in den gemeinsamen Urlaub fällt. Das alleine würde bei mir zwar Fragen aufwerfen, die zu klären wären, ein sofortiger Trennungsgrund wäre es aber nicht. Aber dass er dann damit auch noch rumrennt und allen Leuten davon erzählt, sorry, das finde ich völlig daneben, eventuelle Kurzschlussreaktion hin oder her, und da würde ich auch (erstmal) auf Abstand gehen und mir Zeit zum Nachdenken nehmen, er braucht diese Zeit sicherlich auch. Was dann passiert, ob endgültige Trennung oder nicht, hängt vom weiteren Verlauf der Dinge und evtl. auch vom Verhalten meines Freundes VOR der Schwangerschaft, ganz ohne rosarote Brille betrachtet, ab.

    Zitat

    Sehr schön. Ich glaube auch, dass das mit der Familienähnlichkeit maßlos überschätzt wird.

    Natürlich, deshalb sprach ich ja ausschließlich von unserer Situation, in der die Kinder, obwohl Mädchen, selbst für einen Laien erkennbar völlig der Papa sind. Beide außerordentlich groß und dunkelhaarig, die selbe Gesichtsform, Mundform, Augenform, die gleichen Hände und fast die selbe Schuhgröße ;-D .

    Ich denke ja nicht wirklich, dass das mit den "nur" zwei Jahren Beziehung und der rosaroten Brille zusammenhängt. Das kommt ganz auf die Partner an und wie man sich in der Beziehung fühlt. Mein Mann und ich sind in fünf Tagen zwei Jahre verheiratet (und drei Jahre zusammen) und ich bin im 4. Monat mit Kind Nummer 2. Bei uns kam alles Schlag auf Schlag, und wir könnten kaum glücklicher sein.


    Allerdings verstehe ich, dass er Torschlusspanik bekommt in dem Sinne von "ab nun an ist das Pärchenleben vorbei und ich habe mehr Verantwortung". Vielleicht will er diese Verantwortung (noch) nicht, oder er war sich über die Größe der Verantwortung vor der Schwangerschaft nicht so bewusst und nun ist es eben nicht mehr rückgängig und er versucht sich davor zu drücken? Eventuell macht er sogar bewusst damit die Beziehung kaputt?


    Dass er den Vaterschaftstest NICHT mehr will im Falle einer Trennung zeigt ja, dass er dann auch nicht bereit wäre das Kind anzuerkennen und dafür aufzukommen. Was fürn Arsch, sorry.


    Hätte er sich mal ne Ausrede für den Test einfallen lassen. Dass ihm gesagt wurde er könne keine Kinder zeugen, was weiß ich was. Aber so, verstehe ich deine Gefühle voll und ganz und ich hätt ihn auch in den Wind geschossen, auch wenn das vielleicht jetzt voreilig ist, aber für mich gäbe es da auch zu viele ir­re­pa­ra­bele Ebenen (Freunde, Eltern usw miteinbezogen, das eigene Gesicht verloren, Sachen unterstellt bekommen usw).


    Um den Test wirst du , wie es aussieht, nun nicht drum rumkommen, aber ich hoffe, dass ihr trotzdem noch das Beste aus der Situation machen könnt. Er wird sich in den Arsch beißen, wenn er es schwarz auf weiß hat, dass er der Vater ist und auf die Trümmerteile der Beziehung zurücksieht :)z :)* :)*

    Zitat

    Dass er den Vaterschaftstest NICHT mehr will im Falle einer Trennung zeigt ja, dass er dann auch nicht bereit wäre das Kind anzuerkennen und dafür aufzukommen.

    Nein, ich denke eher, dass er es im Moment so sieht, dass sie durch ihre Weigerung, dem Test zuzustimmen implizit zugibt, dass sie fremdgegangen sei. Wenn sie so sicher ist, wieso stimmt sie nicht einfach dem Test zu?


    Es hilft sowieso nicht als Mann, "nicht bereit zu sein, das Kind anzuerkennen und dafür aufzukommen." Das wird dann einfach gerichtlich angeordnet und er kann für alle Kosten aufkommen.

    Ayaui

    Zitat

    Er wird sich in den Arsch beißen, wenn er es schwarz auf weiß hat, dass er der Vater ist und auf die Trümmerteile der Beziehung zurücksieht :)z :)* :)*

    Bleibt zu hoffen. Vielleicht ist der Typ ja aber auch so ein Arsch, dass er sich dann immer noch in Recht fühlt.


    So nach dem Motto: "Hätte sie damals nicht so egoistisch und dramatisch auf meinen ach so verständlichen Wunsch nach einem Vaterschaftstest reagiert, wären wir heute vielleicht eine glückliche Familie!". :-X

    Zitat

    Um den Test wirst du , wie es aussieht, nun nicht drum rumkommen

    Siehst du das so?


    Die Hintergründe seines Verhaltens und ihrer Empfindlichkeit liegen ja noch total im Trüben. Hier wurde gemutmaßt, dass seine Begeisterung über die bevorstehende Vaterschaft vielleicht nur verhalten ist. Er erwähnt bei jeder Gelegenheit, dass er sich auf die Rolle freut, aber nur, wenn's seins ist. Das ist entweder ein schlechter Scherz oder pathologisch oder ihn hat wirklich eine surreale Panik erfasst, die wir nicht begreifen können. Das herauszufinden ist eigentlich Aufgabe der TE - wir können es nur mutmaßen. Man findet es aber nicht heraus, wenn man so einen Krach vom Zaun bricht.


    Was mich interessieren würde:


    - war die Entscheidung für ein Kind wirklich eine gemeinsame?


    - neigt er vielleicht generell zu Eifersucht und Misstrauen?


    - wie liefen die Gespräche zwischen den beiden, als er mit seinen Kommentaren angefangen hat?


    - wie verhielt sich die TE, wenn er seine Vaterschaftsfragen Dritten gegenüber äußert?


    - hat sie schon (vergeblich) versucht, seine Bedenken mit ihm selbst zu hinterfragen und eine Regelung angestrebt, dieses Thema wenigstens gegenüber Familie und Freunden zu unterlassen?


    - gab es im Urlaub nicht den geringsten Anlass, zu zweifeln? Ein Partyabend, sonstige getrennte Stunden außer der Wanderung, dauerhafte Kontakte zu Dritten o.ä..?


    Wenn es nichts gibt, was sein Verhalten begründen könnte, würde ich es auch nicht weiter ernst nehmen und mit Humor nehmen. Z.B. ihm im Scherz sagen, dass sie eine Gästeliste des Tiroler Hotels anfordern würde und alle Frauen fragen würde, ob sie vielleicht von ihm schwanger sind. Schließlich ist er nicht mit auf die Wanderung. Nur, um ihm die Absurdität seiner Angst vor Augen zu führen.


    Apropos nicht ernst nehmen: Ich würde auch den Test nicht machen, solange er nicht klar darlegen kann, was ihn umtreibt. Er kann sich ja trennen, wenn er darauf besteht. Und wenn er die Vaterschaft nicht anerkennt, kann man den Test immer noch machen (auf all den Scherben). Warum lässt sich Solina so in die Defensive treiben, dass sie jetzt Hals über Kopf eine Trennung für sich beschließt? Das Kind ist noch nicht einmal da ...

    Zitat

    Er meint wenn er lt. Test der Vater ist, dann können wir so weitermachen wie bisher und zusammen sein. ISt so eine Denkweise noch normal?

    Nein. Ich bin wirklich geschockt von sem Typen :°_ .


    Es gibt keinerlei Hinweise auf einen Betrug deinerseits und auch in seinem Umfeld gibt es keine Kukuskinder. Wenn der alles kontrollieren will, was er in der Zeitung liest: Prost


    Ich habe auch eher den Verdacht, dass es mit seiner Liebe nicht weit her ist... so ist er dich los und kann dich sogar noch als Schuldige dastehen lassen...


    Auch dieses krude Denken: wenn ihr zusammenbleiben wollt, Beweis. Wenn ihr euch trennt ist es ihm plötzlich egal? Dann hat er also auch nicht vor sich um sein Kind zu kümmern? Dann musst du ihm ja beweisen, dass es sein Kind ist... so ein Ar***.


    Ich würde mich jetzt auch rausnehmen und für dich und das Baby ein Nest bauen. Es tut mir sehr leid für dich und ich kann echt nur mit dem Kopf schütteln :|N

    Zitat

    - gab es im Urlaub nicht den geringsten Anlass, zu zweifeln? Ein Partyabend, sonstige getrennte Stunden außer der Wanderung, dauerhafte Kontakte zu Dritten o.ä..?

    Was? Wieso sollten den obige Situatuonen Anlass zum Zweif in bieten? :-o


    Sind das für Dich, Comran, etwa bereits Situationen die nahelegen dass der Partner untreu gewesen sein könnte, bzw. einen Vaterschaftstest moralisch rechtfertigen?


    Was ist denn das für eine Denkweise?


    Es ist doch ganz normal nicht 24/7 aufeinander zu hocken bzw. auch Kontakt zu Dritten zu haben.


    Himmel.... %:|