Ich kenne natürlich auch konstellationen wo sowas funktioniert z.B ein Cousin ist früh Vater geworden und kümmert sich um seinen Sohn, sieht ihn regelmäßig usw. Und er ist nicht mit der Mutter des Kindes zusammen und auch er hat eine neue Freundin, wobei neu wäre jetzt auch falsch. Das ist schon was her.


    Eine von meinen Cousinen hatte auch einen Freund der eine Tochter hatte, für sie war das kein großes Problem, auch wenn sie noch keine eigenen Kinder möchte. Die Beziehung hat nicht auf dauer geklappt, aber das lag nicht an dem Kind sondern mehr an das verhalten ihres Freundes bezügl. eifersucht & Co.


    Andere Cousine hatte schon ein Kind aus erster Ehe und hat sich dann in einen kinderlosen Mann verliebt, es kamen weitere Kinder hinzu etc.pp.


    Och ich hätte da noch einige Beispiele ;-D , bei den einen funktioniert, bei anderen nicht. Meist hat das nicht klappen eher mit dem zwischenmenschlichen Dingen zu tun als mit dritte Personen.


    Das einzige was ist das ein/e Vater/Mutter nie so frei sind, z.B können diese oft nicht nach irgendwo ziehen, auswandern, Urlaub machen außerhalb der Ferienzeit etc.pp. Also sie sind quasi verbunden mit dem Kind.


    Das du dir Gedanken machst ist doch klar. Letzendlich kommt was auf dich zu was du nicht beeinflussen kannst, außer einer Trennung halt. Wahrscheinlich hat dein Freund auch Angst, den auf ihn kommt doch viel verantwortung zu und sicherlich merkt er auch das du hadderst.


    Aber du kannst ja versuchen ob es klappt und wenn du merkst das es nicht geht kannst du immer noch einen rückzieher machen und das ganze unter erfahrung abhaken.

    Das tut jetzt irgendwie gut auch mal von ein paar Positivbeispielen zu lesen :-) Das macht mir doch Hoffnung.


    Zwar muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er/sie damit umgehen kann oder nicht, aber ein wenig beruhigt es mich, dass es nicht zwangsläufig zum Scheitern verurteilt ist. Denn den Eindruck kann man durchaus bekommen bei dem was man so alles in diversen Foren liest ...


    Aber andererseits kann ja nicht jeder Getrenntlebende, der Kinder hat, von da an ohne Partner/in sein.


    Mich würde interessieren, wie alt diejenigen waren als sie die Beziehung eingegangen sind? Denn ich hab den Eindruck, dass vor allem Jüngere das als problematisch ansehen.

    @ Die Seherin

    Ich habe noch ein paar Fragen ... Wie seid ihr denn als Eltern damit umgegangen bzw. wie war die Situation für euch? Wie oft sieht dein Sohn sein Kind jetzt? Ich kann mir gut vorstellen wie sich seine Freundin da gefühlt hat, wenn die Kindsmutter noch Hoffnungen hatte. Aber jetzt kommt sie anscheinend gut damit klar .


    Also du meinst, es muss geklärt werden, ob sie noch Interesse an ihm als Mann hat oder nur als Vater ihres Kindes?

    @ Superkröte

    Wow, so viele Beispiele aus der eigenen Familie! Würde ich das bei anderen so mitbekommen, könnte ich sicher auch etwas optimistischer rangehen bzw. hätte mich schon vorher mal damit auseinander gesetzt und wäre jetzt nicht so überrumpelt.


    Ja mein Freund hat auch große Angst vor dem, was auf ihn zukommt. Und auch davor, dass ich mich von ihm trenne. Wir haben schon oft darüber gesprochen, er kennt also meine Zweifel und kann sie auch nachvollziehen.

    Zitat

    Mich würde interessieren, wie alt diejenigen waren als sie die Beziehung eingegangen sind?

    mein sohn war nicht ganz 21 als sein sohn auf die welt kam und seine jetzige freundin ist 20! also auch noch sehr jung. natürlich war das für sie nicht einfach, aber die beiden wussten einfach, dass sie richtig füreinander sind und diese situation irgendwie gebacken kriegen müssen. er hat auch von anfang an gesagt, dass sein sohn immer vorrang haben wird... damit kann sie aber gut leben!

    Zitat

    Wie seid ihr denn als Eltern damit umgegangen bzw. wie war die Situation für euch?

    mei, wie soll man damit umgehen! ein kind – egal ob es geplant ist, oder gerade gar nicht in den kram passt – ist für mich einfach etwas großartiges! und nachdem die mutter es haben wollte war klar, dass wir den zwerg mit all unserer liebe in der familie willkommen heißen :)z

    Zitat

    Wie oft sieht dein Sohn sein Kind jetzt?

    einen tag während der woche und jedes zweite wochenende. ab nächstem jahr sind dann auch mal gemeinsame ferien geplant.

    Zitat

    Ich kann mir gut vorstellen wie sich seine Freundin da gefühlt hat, wenn die Kindsmutter noch Hoffnungen hatte. Aber jetzt kommt sie anscheinend gut damit klar .

    seine freundin war in dieser beziehung total entspannt, weil sie wusste, dass sie geliebt wird und keine angst haben muss.

    Zitat

    Also du meinst, es muss geklärt werden, ob sie noch Interesse an ihm als Mann hat oder nur als Vater ihres Kindes?

    das muss nichgt geklärt werden,wenn dein freund ihr schon deutlich gemacht hat, dass er nicht mit ihr zusammen sein will. geklärt werden muss, ob sie ihm überhaupt einen eigenen platz im leben des kindes einräumen will, oder ob sie ihn nur als unterhaltszahler will. sollte sie nämlich blockieren, dass er ein richtiger vater sein darf, kostet es unglaublich viel kraft das durchzusetzen!

    Irgenndwie lebt in vielen Köpfen immer noch die romantische Vorstellung Eltern sein heißt auch ein Leben lang zusammen bleiben, das dem so nicht ist sieht man doch an die Vielzahl an alleinerziehenden.


    Mein Cousin war ca. 20 Jahre alt als er Vater wurde, so genau weiß ich das gar nicht ;-D , ich habe soviele da die Daten alle im Kopf zu behalten |-o .


    Meine Cousine wurde mit 21 Jahren Mutter und mit ca. 26 Jahren hat sie ihren heutigen Ehemann kennengelernt, die sind jetzt aber auch schon ewig zusammen, also ich weiß das noch genau weil ich das Blumenkind war ;-D .


    Ich persönlich hätte auch schon vor meinen eigenen Kindern kein problem mit gehabt wenn mein Partner Kinder gehabt hätte, einfach weil ich in Kindern keine konlurrenz sehe, zumal es sogar leichter ist diese kennenzulernen wenn sie noch klein sind.


    Meine beste Freundin aus Kindertagen z.B ist jedes zweite Wochenende zu ihrem Vater und dessen Freundin gewesen, sie mochte die Frau gerne, ähnlich wie man eine nette Tante mag ;-D . Sie hatte dort ihr Zimmer und fühlte sich auch wohl, ebenso war sie mächtig Stolz als ihr Vater und dessen Freundin noch inen Sohn bekommen haben und sie die große Schwester war.


    Es gibt immer positiv und negativ beispiele. Berichtet wird natürlich mehr über die negativen Dinge, weil sie einen mehr beschäftigen und kummer bereiten. Wenn es uns gut geht berichten wir generell seltener davon. Wo bitte gibt es das Thema "juchhuu ich bin so happy und alles läuft gut" ;-D .


    Ist vielleicht ein blödes Beispiel, aber ich war am Anfang nicht teil der Familie meines Mannes und es war auch schwierig für mich, aber ich bin da hineingewachsen, sowie die Family auch mich heute als zugehörig empfindet.


    Man wächst in situationen hinein, wie schon geschrieben du kannst jederzeit aussteigen, dein Freund aber nicht. Und all das ändert doch nichts daran das ihr euch liebt, und auch nicht das ihr das Paar seit. Hab ein wenig zuversicht.

    Zitat

    natürlich war das für sie nicht einfach, aber die beiden wussten einfach, dass sie richtig füreinander sind und diese situation irgendwie gebacken kriegen müssen.

    Zitat

    seine freundin war in dieser beziehung total entspannt, weil sie wusste, dass sie geliebt wird und keine angst haben muss.

    Aber womit hatte sie dann genau am Anfang ein Problem? Das ist mir nicht so ganz klar.

    Zitat

    mei, wie soll man damit umgehen! ein kind – egal ob es geplant ist, oder gerade gar nicht in den kram passt – ist für mich einfach etwas großartiges! und nachdem die mutter es haben wollte war klar, dass wir den zwerg mit all unserer liebe in der familie willkommen heißen

    Das stelle ich mir auch irgendwie schwierig für die Freundin vor. Für euch ist es der Enkel, für die anderen Söhne der Neffe, etc., aber so als Freundin ist man doch außenstehend und fremd.


    Ich glaube ich werde mich über die Geburt des Kindes nicht freuen können. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen kann, wenn er dann dort hinfährt, um zum ersten Mal sein Kind zu sehen. Andere werden sich sicher über die Nachricht freuen, aber ich werde wahrscheinlich die Krise bekommen. Allein der Gedanke ...


    .. weil es einfach alles ändern wird. Ich habe ihn so ohne Kind und Verpflichtung kennen gelernt und konnte schon einiges mit ihm unternehmen und genießen. Aber so werde ich doch viele zeitliche Einschränkungen hinnehmen müssen. Deswegen ziehe ich mich im Moment etwas zurück und mache mehr mein eigenes Ding, als ich es vielleicht sonst tun würde.

    Zitat

    Man wächst in situationen hinein

    Ja da hast du vielleicht recht. Es wäre zumindest schön, wenn das geht.


    Darf ich fragen, inwiefern du nicht Teil der Familie warst? Also haben sie dir das deutlich zu spüren gegeben, aus welchen Gründen auch immer, oder war das mehr so ein Gefühl?


    Weil ich befürchte, es dann an Kleinigkeiten oder einzelnen Situationen, in denen ich mich nicht wohlfühle, festzumachen und mich ausgeschlossen fühle, selbst wenn mir die Familie gar keinen wirklichen Anlass dafür gibt. Ich kann das Kind ja nicht so unvoreingenommen und neutral aufnehmen wie sie. Andererseits kann das Kleine ja am wenigstens für diese verzwickte Situation ... Ich hab echt Angst davor :-(

    Zitat

    Aber womit hatte sie dann genau am Anfang ein Problem?

    eigentlich genau mit dieser angst, dass sie aus all dem ausgeschlossen sein könnte und keinen eigenen draht zu diesem menschen entwickeln darf, der da eine große rolle im leben des menschen spielt, den sie liebt!


    bei dir klingt mir das noch nicht so klar durch, ob du das kind als eindringling siehst (ist es nicht, es ist eine bereicherung), eifersüchtig bist (elternliebe lässt sich nicht mit irgendeiner anderen liebe vergleichen), angst davor hast, dass er sich dadurch verändern wird (wird er mit sicherheit), ob die kindsmutter damit wieder stärker in sein leben tritt (das wird sie, wenn sie ihn vater sein lässt)...


    ... ich frage mich ein wenig, ob du dich nicht vielleicht selber ausschließt, wenn du die negativen einflussgrößen so in den vordergrund stellst ":/

    Ja das mit dem selbst ausschließen meinte ich mit dem letzten Absatz eben... weil ich vielleicht einfach mit der Situation emotional nicht so klarkomme und mich daher nicht darin integrieren kann. Ich weiß es nicht.


    Ich hoffe, dass ich mich einfach nur noch an den Gedanken, dass es ihn nicht mehr ohne Kind gibt, gewöhnen muss. Und nicht ständig den "was wäre wenn ..."-Gedanken hinterher trauere. Also wenn es das Kind nicht gäbe. Ich war schon mal in einen Mann verliebt, der eine etwas ältere Tochter hat. In diesem Fall hat es mich gar nicht gestört. Letztlich war es ein anderer Grund, warum sich keine Beziehung entwickelt hat.


    Aber ich habe einfach Angst vor dieser einschneidenden Veränderung. Wo ich einfach gar nichts tun kann, außer abwarten, wie sich alles entwickelt. Insofern sehe ich das Kind schon als Eindringling. Ein eifersüchtiger Mensch bin ich sicher auch, aber ich weiß nicht ob auf das Kind, wahrscheinlich eher auf die Mutter, zu der, sofern sie es zulässt, ja ein ständiger Kontakt bestehen wird und mit der er immer wieder wird telefonieren und zusammensitzen müssen, um irgendwelche Sachen zu klären. Ich habe dann manchmal das Gefühl, dass sie mir überlegen ist, obwohl mein Freund ja mit mir zusammen ist und schöne Dinge unternimmt und nicht mit ihr. Aber ich denke dann, sie trägt sein Kind, also ein Teil von ihm in sich. Kein schöner Gedanke.

    Zitat

    Wo ich einfach gar nichts tun kann, außer abwarten, wie sich alles entwickelt.

    ach komm... das stimmt doch so überhaupt nicht! du kannst durchaus mitgestalten! nicht das leben des kindes, sondern du könntest deinen freund darin bestärken sich um sein kind zu kümmern. ihm emotional den rücken frei halten. eine offene und herzliche "stiefmutter" für den zwerg sein... all das kannst du aktiv selber in die hand nehmen :)_

    Zitat

    Ich habe dann manchmal das Gefühl, dass sie mir überlegen ist, obwohl mein Freund ja mit mir zusammen ist und schöne Dinge unternimmt und nicht mit ihr. Aber ich denke dann, sie trägt sein Kind, also ein Teil von ihm in sich. Kein schöner Gedanke.

    kann ich gut verstehen. ich bin auch noch immer sentimental-traurig, dass meine große liebe und ich zwar kinder haben, die wir beide als die "unseren" ansehen, aber keines der vieren unser gemeinsames ist... aber was soll man dingen hinterhertrauern, die man besser annimmt, wie sie sind!? das beste draus macht? und sie ist dir damit nicht überlegen... sie ist mit dem kind einen schritt in der familienplanung voraus, aber sie hat ihn nicht an ihrer seite!!!

    Da hast du natürlich schon irgendwo Recht mit dem Mitgestalten. Nur weiß ich nicht, ob ich ihn wirklich darin bestärken und ihm den Rücken frei halten kann. Dazu muss ich die Situation erst mal annehmen wie sie ist und aufhören zu hadern. Sonst habe ich gar nicht die Kraft dazu und bin vermutlich eher eine Belastung als sonstwas.


    Naja, das mit dem Kinderkriegen ist ja alles noch drin bei uns, also Kinder, die "unsere" sind. Würde er das ablehnen, dann würde ich das glaube ich nicht können und auch nicht wollen.


    Was machst du denn wenn du so "sentimental-traurig" darüber bist? Ich glaube, selbst wenn ich die Situation so annehme wie sie nunmal ist, werde ich in Zukunft immer wieder solche Phasen haben wo ich so eine Art "emotionale Rückschläge" haben werde.


    Ja in der Familienplanung ist sie mir durchaus voraus. Sie hat auch schon ein Kind von einem anderen Mann, aber das hat wohl auch nicht geklappt mit ihm.


    Naja, ich denke, ich werde einfach abwarten und sehen wie sich die Sache entwickelt ...

    Nur manchmal habe ich solche zwanghaften Gedanken beim Einschlafen, die mich dann nicht mehr loslassen. Kennt ihr sowas? Es ist ja noch gar nichts vorgefallen, aber in meinem Kopf laufen alle möglichen Szenarien durch.


    Diese Woche hatte ich wahnsinnige Angst, dass ich abgeschrieben bin, wenn das Kind da ist und sich immer stärkere Vatergefühle bei ihm entwickeln. Dass ich ihm dann sage, wie ich mich fühle und er so gar kein Verständnis dafür aufbringt und meint er würde mir doch ausreichend zeigen was ich ihm bedeute ...


    Einerseits will ich keinen Freund, der zu sehr an mir hängt, gewissermaßen sein Leben so zurückschraubt bzw. nach mir richtet und zu allem was ich tue Ja und Amen sagt. In dieser Hinsicht habe ich mal Erfahrungen gemacht und das macht mir etwas Angst.


    Andererseits habe ich dann die Worte von meinem Vater in mir, dass ich der einzige Mensch sei der ihm noch etwas bedeutet. Dazu muss ich sagen, dass meine Eltern schon lange getrennt sind und er seitdem keine Partnerin mehr hatte. Das setzt mich gewissermaßen etwas unter Druck und ich habe Angst, dass mein Freund auch mal so wird, dass er sein Kind über alles stellt und die anderen Menschen (also auch ich) keinen Platz mehr finden, "aussortiert" werden wenn sie mal nicht ganz "pflegeleicht" sind.

    Anscheinend löst diese Situation alle möglichen Ängste in dir aus. Ich kann das verstehen, ich neige auch zu Grübelei und Ängsten und male mir Szenarien von Ungeliebtsein und Ausgeschlossensein usw. aus.


    Aber trotzdem: Nimm dir nicht die Chance. Schau es dir an wie es wird- lass es auf dich zukommen. Du bist der Situation nicht hilflos ausgeliefert, du hast Mitgestaltungsmöglichkeiten. Vergiss, was du in Foren liest, denn du wirst deine ganz eigene individuelle Erfahrung machen. Kein Mensch weiß im Vorfeld schon, wie es dann tatsächlich wird- dazu muss man den Weg schon gehen. Aber wie gesagt, es liegt auch an dir, wie es dann tatsächlich wird und was ihr daraus macht.


    Ja, es wird vermutlich Einschränkungen geben und manchmal wirst du zurückstecken müssen. Aber im Gegenzug werdet ihr (und auch du) auch eine Bereicherung erleben. Auch für eure Beziehung. Vielleicht kannst du versuchen, dich nicht auszuschließen. Du bist dabei von Anfang an, du wirst deine eigene Beziehung zu diesem Kind aufbauen. Vielleicht wirst du auch mit der Zeit selbst einen guten Kontakt zur Mutter haben. Mach dich nicht selbst klein und unbedeutend. Von seiner Seite aus bist du es nicht, und auch deine Position in dieser Konstellation ist es nicht. Du bist die Frau, mit der er eine Beziehung hat, mit der er zusammen sein will und später auch noch weitere Kinder haben will.

    DieserWeg


    Da ist der Unterschied zwischen uns, meine Mutter war damals lange alleinerziehend, aber hat sich nach einem Partner gesehnt. Hat sie auch bekommen, aber das ist ne andere Geschichte ;-) .


    Ich bin dreifach Mutter und ich sage ehrlich das mir meine Kinder verdammt wichtig sind, aber deswegen ist mein Mann mir nicht weniger wichtig.


    Diese Liebe ist nicht wie ein Kuchen den man teilen muß, es ist eher wie Sauerteig der wächst. Also 100% Liebe für dich und 100% Liebe für das Kind.


    Meine drei Kinder müssen sich zwar eine Mutter teilen, aber ich liebe sie ja nicht weniger als wäre es nur ein Kind.


    Hoffe du verstehst mich. Auch das Gefühl der Zuneigung und der Liebe ist ein anderes, das kann ich schwer beschreiben.


    Dein Freund liebt dich, er begehrt dich, bei dir fühlt er sich geborgen und dieses Gefühl kann ihm kein Kind, so süß wie auch immer, geben.

    Zitat

    Anscheinend löst diese Situation alle möglichen Ängste in dir aus.

    Ja das tut sie leider. Aber kann man irgendwas dagegen tun? Vielleicht auch psychotherapeutisch oder ist das übertrieben? Leider beeinträchtigen mich meine vielen Grübeleien auch in anderen Lebensbereichen immer wieder :-(

    Zitat

    Nimm dir nicht die Chance.


    ... - dazu muss man den Weg schon gehen.

    Das werde ich tun. Denn sonst würde ich mir vorkommen, als wenn ich mir selbst etwas wegnehme, nur aus Angst vor etwas was vielleicht gar nicht oder nicht in diesem Maße eintritt.


    Superkröte


    Also den Vergleich mit dem Sauerteig finde ich gut :-D Du machst mir immer wieder so schön klar, dass die Liebe dadurch nicht weniger wird, dadurch dass ein Kind oder mehere Kinder hinzukommen. Eigentlich ist mir das ja auch klar, aber ich brauche das anscheinend, es hier zu lesen ... das tut irgendwie gut.


    Meine Mutter hatte seitdem auch wieder Partner, das ist auch kein Problem für mich, solange ich einigermaßen gut mit ihnen klar komme.


    Was mir Sorgen macht, ist dass er wie mein Vater wird, der sein Kind anscheinend so über alles stellt. Natürlich ist es schön lieb gehabt zu werden, aber ich weiß nicht ob das so noch normal ist. Meine Mutter schafft es ja auch da eine Balance zu finden..


    pospae und Superkröte, eure letzten Sätze finde ich sehr schön :-D Das mit dem selbst Kleinmachen passiert mir leider immer wieder. Oft merke ich das auch und frage mich warum ich das tue. Wenn er mich nicht wollen würde, würde er sich diesen Stress ja kaum antun. Er hätte sich nicht immer wieder leidigen Diskussionen ausgesetzt, meine Zweifel immer wieder angehört und mich trotzdem danach in den Arm genommen und gesagt, dass er mich versteht, aber ich wissen soll wie wichtig ich ihm bin. Vielleicht werde ich es irgendwann mal kapieren...

    DieserWeg


    So ähnliche Gedanken habe ich mir damals gemacht als ich mit dem zweiten Kind schwanger war, irgendwie hatte ich Angst mein erstes würde zu kurz kommen oder wie ich beide gleich lieben könnte. Ja ich hatte Angst das mir eines mehr bedeuten könnte wie das andere, aber fehlanzeige ;-D . Ich liebe alle drei genug und keines mehr als das andere.


    Das klappt schon bei euch.

    DieserWeg

    Zitat

    Andererseits habe ich dann die Worte von meinem Vater in mir, dass ich der einzige Mensch sei der ihm noch etwas bedeutet

    Das klingt für mich so, als ob dein Vater verbittert wäre. Ist er sehr enttäuscht worden von Frauen, von Freunden, Menschen an sich? Und ich kann mir vorstellen, dass das auch für dich eine schwere Bürde zu tragen ist, der einzige Mensch zu sein, der ihm noch was bedeutet.


    Was man gegen seine Ängste tut kann ist, sich klarzumachen, dass sie zunächst ja bloß nur die eigenen Phantasien sind. Damit diese Phantasien nicht allzu mächtig werden kann es helfen, auf das Hier und Jetzt zu schauen. Sei offen und achtsam dafür, was dein Freund dir entgegenbringt.


    Z.B. hier:

    Zitat

    Er hätte sich nicht immer wieder leidigen Diskussionen ausgesetzt, meine Zweifel immer wieder angehört und mich trotzdem danach in den Arm genommen und gesagt, dass er mich versteht, aber ich wissen soll wie wichtig ich ihm bin.

    Lass das an dich ran. Ohne "aber"... Lass dich in den Arm nehmen und dich von ihm lieben. Und glaube es ihm. Es geht um das Zulassen.


    Liebe zwischen Eltern und Kind und Liebe zwischen Mann und Frau sind unterschiedliche Ebenen, die nicht zueinander in Konkurrenz stehen. Sein Kind wird ihm nicht geben können, was du ihm gibst und umgekehrt.