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    Diese Liebe ist nicht wie ein Kuchen den man teilen muß, es ist eher wie Sauerteig der wächst. Also 100% Liebe für dich und 100% Liebe für das Kind.

    Superkröte, einfach nur so nebenbei, weil es mich grad interessiert:


    Meinst du, dass das generell für alle Arten von Liebe gilt? Also wenn z.B. der Freund eine andere Frau noch liebt, wäre das immer noch ein Kuchen, den man nicht teilen muss, sondern ein Sauerteig, der wächst?

    pospae


    :-o Nein, ein Partner reicht vollkommen, der Ärmste ist schon mit einer Frau völlig ausgelastet ]:D .


    Ich meine das eher das Familie wächst, das Menschen im Sinne von Freunden, Enkeln, Nichten dazu kommen.


    Genauso wie ich heute meine angeheiratete Familie gern habe und meine Neffen und Nichte lieb habe, obwohl sie ja nicht von meiner seite kommen.


    Feunde kann man ja auch platonisch lieb haben usw.

    Superkröte


    D.h. also, wenn der Partner eine andere Frau auch liebt, dann wäre es schon ein geteilter Kuchen?


    Ich weiß, das ist jetzt etwas OT, ich wollte es nur kurz einwerfen. Weil's mich interessiert.

    Das ist doch für keinen einfach, auch für die Mutter des Kindes nicht. Um die geht es hier nicht ich weiss..aber da findet man es sicher auch komisch. Es ist eben ne komische Situation.


    Ich selbst kann nur soviel sagen, dass ich es gut finde wenn der Erzeuger bzw. Vater sich kümmert, das ist ein guter Charakterzug und tut dem Kind sehr gut. Wer möchte nicht seine Wurzeln kennen und nicht nur die, wenn da noch wer ist der sich gleich mal mehr kümmert.


    Selbst habe ich ein Kind und könnte mir keine Patchworkfamilie vorstellen..für mich wäre das also wohl nichts. Mir wäre es zuviel, meine eigenen Probleme, mein Kind, dann noch weitere von irgendwelchen..ne das brauche ich nicht. Aber du bist ja frisch dabei ;-). Ich denke schon das du zurückstecken musst, er wird sein Kind natürlich sehr lieben, es ist ein Teil von ihm, dass kann er sich besser vorstellen wenn es geboren wird..und dann auch richtig wenn er etwas damit anfangen kann. Sprich was gemeinsam erleben mit dem Kind, umso älter es wird, umso enger wird die Verbindung vermutlich. Wenn ein Kind da ist, dann bedeutet es in den allermeisten Fällen das es auf Platz 1 ist. Du musst halt wissen ob du damit klar kommst..die Zeit wird es zeigen, du wirst das Kind kennenlernen, alles braucht seine Zeit. Die Frage heisst für dich; Ist dieser Mann das Wert zu investieren? Denn das ganze spielt sich ja nicht in Wochen ab..es dauert Monate, oder gar Jahre, bis sich das ganze einigermassen eingespielt hat und ist eigentlich so gesehen, ein Fass ohne Boden...alles kann.

    Es gibt unterschiedliche Formen von Familienkonstellationen. Mir sind meine Kinder sehr wichtig und mein Partner auch. Da kann ich keine Plätze vergeben, außer an jedem den 1.ten Platz.


    Probleme können innerhalb einer Beziehung immer entstehen, ein Freund von mir hatte vor Jahren einen schweren Unfall, seine Freundin verließ ihn weil sie mit der Situation nicht klar kam (ihm geht es heute aber wieder prima). Manchmal lese ich das Partner geht wenn einer krank wird (hat mein Stiefvater auch so gemacht).


    Manche Beziehungen zerbrechen weil einer von ihnen den Job verloren hat.


    Es gibt 1000 Gründe.


    Inwieweit man zurückstecken muß liegt im ermessen aller beteiligten Personen.


    Ein eigenes Leben neben dem mit seinem Partner zu führen ziehe ich vor als alles in einer Art Symbiose zu erleben.


    Liebe TE, du bist doch schon ein Teil seiner Familie und es liegt an dir ob du es bleiben willst. Was würde passieren wenn du ihn verläßt und du erfährst ein Jahr später das er eine neue Freundin hat?

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    Das klingt für mich so, als ob dein Vater verbittert wäre. Ist er sehr enttäuscht worden von Frauen, von Freunden, Menschen an sich?

    Ja das ist er, zum einen von Geschwistern, zum anderen kam er nie über die Trennung von meiner Mutter hinweg.

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    Und ich kann mir vorstellen, dass das auch für dich eine schwere Bürde zu tragen ist, der einzige Mensch zu sein, der ihm noch was bedeutet.

    Das finde ich ziemlich belastend, weil ich mich so verantwortlich fühle.

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    Aber du bist ja frisch dabei

    Meinst du das macht die Sache besser, wenn man dirket "reinwächst"? Für mich ist es sicherlich auch nicht die Idealvorstellung, auch wenn viele hier sicherlich Recht haben damit, dass es auch eine Bereicherung ist.


    Und selbst wenn es eine weniger erfreuliche Erfahrung wird, im Nachhinein helfen diese einem ja auch weiter. Leider erkennt man das immer erst irgendwann.

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    Die Frage heisst für dich; Ist dieser Mann das Wert zu investieren?

    Tja, das ist die Frage. Aber wenn mir dieser Mann ein gutes Gefühl gibt, wenn ich bei ihm bin und ich mich dort wohlfühle und wenn er das auch weiterhin hinbekommt, kann es dann falsch sein? Ist der Anspruch zu hoch, die Nummer 1 sein zu wollen? Wobei, wie Superkröte und pospae schon gesagt haben, diese Gefühle Kindern und dem Partnern gegenüber, etwas unterschiedliches und nicht vergleichbares sind.


    Ich denke dann manchmal an einem guten Freund von mir, der etwas älter ist als ich und auch zwei Kinder hat, die er jedes zweite Wochenende hat. Natürlich liebt er sie, aber da habe ich nie das Gefühl, dass er sie über alles stellt oder Partnerin, Freunde oder Hobbies zu kurz kommen. So könnte ich mir das auch bei meinem Freund vorstellen, aber dennoch bleibt die Angst...

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    es dauert Monate, oder gar Jahre, bis sich das ganze einigermassen eingespielt hat und ist eigentlich so gesehen, ein Fass ohne Boden

    :-(

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    Ein eigenes Leben neben dem mit seinem Partner zu führen ziehe ich vor als alles in einer Art Symbiose zu erleben.


    Liebe TE, du bist doch schon ein Teil seiner Familie und es liegt an dir ob du es bleiben willst. Was würde passieren wenn du ihn verläßt und du erfährst ein Jahr später das er eine neue Freundin hat?

    Was genau meinst du mit in einer Art Symbiose, also welche Enge von Beziehung? Ich will natürlich noch mein eigenes Leben führen, mit meinen Interessen und meinen Freunden, wo er vielleicht mal teilnimmt, aber wo ich auch mein eigenes Reich habe.


    Die Frage habe ich mir auch schon gestellt, wie ich mich fühlen würde, wenn ich ihn dann mal mit einer neuen Freundin sehen würde. Ich weiß es nicht. Kommt wohl auch darauf an, ob ich bis dahin einen anderen Partner hätte oder nicht... Wenn ich mir das jetzt so vorstelle, dass eine andere glücklich mit ihm wäre, ihn vielleicht heiratet, etc, dann bin ich gewissermaßen neidisch, weil sie innerlich dazu fähig ist das zu akzeptieren und ich denke mir, es ist doch einfach nur eine Sache der Einstellung und Einstellungen können sich verändern...

    DieserWeg


    Hm, ich z.B fühle mich schon als Nr.1 bei meinem Mann, aber dennoch sind ihm die Kinder so wichtig wie mir. Das kann ich nicht vergleichen, geht einfach nicht.


    Symbiose meine ich, wenn jegliche reibungspunkte fehlen. Eine Beziehung ist meiner meinung immer mit einer gewisssen arbeit daan verbunden, die läuft halt nicht so nebenbei.


    Paare die sich immer busseln und sich vor allen ihre Liebe bekunden sind mir suspekt ;-D .


    Diese, och wir machen alles gemeinsam und nie ohne den anderen.


    Das ist halt nicht so mein Ding (war es aber mal am Anfang meiner Beziehung ;-D ).


    Ich kenne halt welche die wegen ihrem Partner alle anderen vernachlässigen.


    Letztendlich hat dein Freund keine Gefühle gegenüber der Frau die sein Kind austrägt, er will mit ihr keine Familie gründen, aber nun kommt das Kind.


    Ändern kann dein Freund auch nichts.


    Es spricht für ihn das er sich seiner verantwortung bewußt ist, er wird dieses Kind wohl alle 14 Tage mal sehen, was im Grunde echt wenig ist.


    Ihr habt einen gemeinsamen Alltag, oft gemeinsame Wochenenden, gemeinsamen Urlaub.


    Das ist viel Zeit.

    @ TE

    Du könntest ihn natürlich auch jetzt verlassen. Du wirst Dich mit Sicherheit irgendwann wieder neu verlieben und dann wirst Du höchstwarscheinlich dieses Problem nicht mit dem Partner haben, dass er gerade auf ein Neugeborenes von einer anderen wartet. Mich würde das auch stören.


    Ist halt die Frage jetzt...entweder weiter die Verliebtheit genießen mit dem dazugehörigen Problem, oder nochmal neu anfangen. :)* *:)

    @ dieserweg

    Sicher ist die Liebe zum Partner und Kind etwas anderes, ich meinte aber, das das Kind den ersten Rang hat, dass wohlergehen geht vom Kind vor..was nicht bedeuten soll das der Partner zu kurz kommen soll! Das meinte ich mit an erster Stelle..mal ein blöder Vergleich: Die Partnerin liegt im Krankenhaus, dass Kind ebenfalls..wo wird der Vater bzw. Mutter dann eher sitzen? Beim Kind natürlich, klar wird der Partner nicht ausser acht gelassen. Vielleicht ein blödes Beispiel ja. Nur das ist das was ich meine und so wird das Kind auch im Alltag eher vorgehen als der Partner. Damit gilt es klar zu kommen und für den Vater gilt es die Balance zu halten, für ihn ist das auch ne Monster Aufgabe, Kind nicht zu kurz kommen zu lassen und dich natürlich auch nicht. Das ganze wird erschwert durch den Kontakt zur leiblichen Mutter usw usw.

    Ja das sehe ich auch so, dass eine Beziehung immer mit Arbeit verbunden ist, mal mehr, mal weniger. Ich höre immer viele, die der Meinung sind, dass wenn Probleme auftreten, man die Beziehung lieber beenden sollte, denn wenn es Arbeit kostet, scheint das vielen zu anstrengend. So ist zumindest mein Eindruck.


    Aber die Beziehung kampflos aufzugeben, ist irgendwie auch nicht so mein Ding. Sicher würde ich mich irgendwann wieder neu verlieben und dieses Problem höchstwahrscheinlich nicht haben. Aber irgendwelche Sachen, die einen stören gibt es immer.


    Mit meinem Exfreund, mit dem ich sehr lange zusammen war, war es auch immer wieder ein Kampf und ich war kurz davor mich zu trennen. Andererseits hat er mich so glücklich gemacht und es war nach den "überstandenen Kämpfen" viel schöner und vertrauter als zuvor. Natürlich hat es Nerven gekostet, aber im Nachhinein habe ich das nie bereut. Bereut habe ich nur, dass ich damals auch so eine Art "Symbiose" gelebt und viele andere Dinge dadurch vernachlässigt habe. Das kann und möchte ich jetzt nicht mehr so machen.


    Superkröte, wie hat sich das bei dir verändert, dass dieses alles zusammen machen etc. erst dein Ding war und jetzt nicht mehr?


    Ich denke, wenn er alle 14 Tage das Kind sieht, damit könnte ich schon leben. Ich habe nur Angst, er könnte es nicht schaffen diese Balance zwischen dem Kind und mir zu finden.


    Ich weiß nicht, das ist vielleicht etwas zu weit gegriffen, aber angenommen wir hätten in ein paar Jahren Kinder, ist es nicht schwierig für die, den Vater mit einem anderen Kind zu teilen, zu dem sie nicht diese Beziehung haben wie gegenüber "richtigen" Geschwistern?


    Natürlich gehts jetzt in erster Linie um unsere Beziehung zueinander und ob die so funktioniert, aber sowas geht mir auch hin und wieder durch den Kopf.

    Ich schätze wenn ich das so als Außenstehender lesen würde oder eine Freundin mir das erzählt hätte, würde ich auch dazu sagen "das könnte ich nicht". Andererseits: Man wächst ja an seinen Aufgaben ...

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    Ja das sehe ich auch so, dass eine Beziehung immer mit Arbeit verbunden ist, mal mehr, mal weniger.

    naja... das wort "arbeit" finde ich immer ein wenig negativ belegt im zusammenhang mit beziehung. ich finde, daass man die beziehung pflegen muss, sich ihrer niemals sicher sein sollte und den anderen nicht als selbstverständlich ansehen darf.


    bei euch ist die situation aber wohl so, dass du dich wohl erst einmal innerlich für diese beziehung entscheiden musst. aus tiefstem herzen ja sagen musst... vorher macht es in meinen augen gar keinen sinn darüber zu diskutieren, wie man das mit dem kind denn nun gemeinsam verarbeitet!

    Zitat

    Ich schätze wenn ich das so als Außenstehender lesen würde oder eine Freundin mir das erzählt hätte, würde ich auch dazu sagen "das könnte ich nicht".

    vielleicht ist das viel mehr eine frage, ob du es willst?