Zitat

    Eben das ist der Bullshit, der uns dieser Tage anerzogen wird. Nicht die Geschlechterrollen, sondern deren Negierung – das ist der Unsinn, den wir nicht brauchen. Doch, es gibt Geschlechterrollen und es wird sie so ewig geben, wie es Geschlechter gibt. :)z

    Stalfyr, jep :)z *:)

    @ CoteSauvage

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    Gerade wenn man, wie offenbar die TE, ein Mensch ist, der jeweils die Lust an einem bestimmten Mann schnell verliert. Wenn ich so ein Mensch wäre, dann wüsste ich es halt, und dann würde ich nicht heiraten und eine Familie gründen, sondern eben eine sexuell spannende Beziehung nach der anderen führen.

    Ja das wäre eine Möglichkeit. Ich muß jetzt doch mal das Buch "Liebe: Ein unordentliches Gefühl" von Richard David Precht erwähnen. Ich höre das gerade als Hörbuch. Precht beleuchtet die Liebe darin von vielen verschiedenen Seiten in dem er Studien, naturwissentschaftliche, psychologische und Literatur heranzieht. Er unterscheidet zwischen der Verliebtheitsphase mit dem Hormonausnahmezustand, der die Schmetterlinge im Bauch macht und der Liebe.


    Die TE könnte also schon "von Blume zu Blume" hüpfen und ihren Kick aufrecht erhalten, aber ihr dürfte die Liebe dabei nicht in die Quere kommen. Liebe hat bei Precht nicht unbedingt mit Sex zu tun. Er sagt auch oft ist es so, das ein Mensch der einen sexuell anzieht als Partner nicht in Betracht kommt. Und umgekehrt ist der Partner nicht immer als Sexualobjekt die erste Wahl. Was also tun?


    Ich denke mal die TE vermisst den Sex an sich gar nicht so sehr, dass sie wegen des Sexes eine neue Beziehung anfangen möchte, sondern es ist halt so, dass ihr Mann öfters Sex will und sie sich so fühlt, dass wenn es schon Sex sein soll, dann von der sexuellen Anziehung her mit einem anderen Mann. Würde ihr Mann sich mit ganz wenig oder keinem Sex zufrieden gäbe, hätten die beiden gar kein Problem.


    LG

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    Gerade wenn man, wie offenbar die TE, ein Mensch ist, der jeweils die Lust an einem bestimmten Mann schnell verliert. Wenn ich so ein Mensch wäre, dann wüsste ich es halt, und dann würde ich nicht heiraten und eine Familie gründen, sondern eben eine sexuell spannende Beziehung nach der anderen führen.

    Auch solch ein Mensch kann Sehnsucht nach Zweisamkeit, Geborgenheit, Sicherheit und Familie haben. Man hofft/glaubt doch auch immer, dass das Gefühl beim neuen Partner anhält.


    Ein ganzes Leben mit sexuell spannenden Beziehungen? Wie soll das denn funktionieren? Irgendwann findet man dafür nicht mehr das passende Gegenüber. Ab einem bestimmten Alter sind dann auch viele vergeben. Es setzt auch voraus, dass man selbst für andere interessant ist usw.

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    Ich denke mal die TE vermisst den Sex an sich gar nicht so sehr, dass sie wegen des Sexes eine neue Beziehung anfangen möchte, sondern es ist halt so, dass ihr Mann öfters Sex will und sie sich so fühlt, dass wenn es schon Sex sein soll, dann von der sexuellen Anziehung her mit einem anderen Mann. Würde ihr Mann sich mit ganz wenig oder keinem Sex zufrieden gäbe, hätten die beiden gar kein Problem.

    Da bin ich mir nicht so sicher. Es gibt hier im Forum einige, die schreiben, ich habe gar keine Lust mehr. Auch nicht auf einen anderen Mann. Aber sie hat doch geschrieben, dass es sie reizt mal zu sehen, wie es mit einem anderen ist.


    Irgendwann wird sie vermutlich ausbrechen, wenn sie keinen gemeinsamen Weg finden.


    Wenn sie davon ausgeht, dass der Reiz des Neuen in einem Strohfeuer enden wird und sie ihren Mann nicht verlieren will sollten beide versuchen das Vertraute für sich zu nutzen, indem sie ganz offen und ohne Tabus Wünsche ansprechen und so gemeinsam neue und aufregende oder auch befriedigendere Dinge erleben als bisher. Das In- und Auswendigkennen sollte nicht negativ sondern positiv gesehen werden – als Chance.

    @ Mann042

    Ich habs da nicht so mit Büchern und Statistiken ;-) Aber wenn man schon sowas heranzieht: Neulich hab ich was von einer aktuellen Untersuchung gelesen, die folgendes Ergebnis erbracht hat: Bei Männern halte das Bedürfnis und die Lust, mit ihrer Partnerin Sex zu haben, überwiegend lange an, ggfs auch Jahrzehnte. Bei Frauen sei das überwiegend anders, die hätten nach ein paar Jahren keine Lust mehr auf diesen speziellen Mann. An die Begründung dafür, wenn es denn eine gab, kann ich mich nicht mehr erinnern.


    EDIT: Um diese Studie ging es da vielleicht http://www.cosmopolitan.de/lie…eziehung-weniger-sex.html, auch wenn ich das erst kürzlich woanders gelesen hatte. Ich hatte das dort auch so gelesen, dass Frauen nach ein paar Jahren nicht gar keine Lust mehr auf Sex haben, sondern tendenziell keine Lust mehr auf Sex mit diesem Partner. Und so scheint es ja auch bei der TE zu sein.

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    Die TE könnte also schon "von Blume zu Blume" hüpfen und ihren Kick aufrecht erhalten, aber ihr dürfte die Liebe dabei nicht in die Quere kommen. Liebe hat bei Precht nicht unbedingt mit Sex zu tun.

    Für mich ist Precht nicht maßgeblich, und für mich hat Liebe durchaus was mit Sex zu tun. Natürlich ist mein gegenwärtiger Partner auch als Sexualobjekt die 1. Wahl. Und wieso soll einem die Liebe nicht in die Quere kommen? Da ich nicht verheiratet bin und keine Kinder habe, kann ich es mir leisten, mich zu verlieben und mit einem Mann Sex zu haben, und mir dann, wenn ich den Mann zwar immer noch mag, aber keine Lust mehr auf Sex mit ihm habe, zu überlegen, was ich nun tun werde. Und da ist Trennung für mich durchaus eine Option; ich wüsste auch nicht was ich sonst machen sollte wenn der Mann weiterhin mit mir Sex haben will, ich aber nicht mit ihm.

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    Auch solch ein Mensch kann Sehnsucht nach Zweisamkeit, Geborgenheit, Sicherheit und Familie haben. Man hofft/glaubt doch auch immer, dass das Gefühl beim neuen Partner anhält.


    Ein ganzes Leben mit sexuell spannenden Beziehungen? Wie soll das denn funktionieren? Irgendwann findet man dafür nicht mehr das passende Gegenüber. Ab einem bestimmten Alter sind dann auch viele vergeben. Es setzt auch voraus, dass man selbst für andere interessant ist usw.

    Sowas geht durchaus, in jedem Alter ;-) Bei mir ist es so, dass ich dann, wenn mich kein konkreter Mann interessiert, auch kein (sozusagen abstraktes) Bedürfnis nach Sex, Zärtlichkeit usw habe. Daher stören mich auch längere Singlephasen nicht.

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    Es gibt hier im Forum einige, die schreiben, ich habe gar keine Lust mehr. Auch nicht auf einen anderen Mann. Aber sie hat doch geschrieben, dass es sie reizt mal zu sehen, wie es mit einem anderen ist.

    So hatte ich das auch gelesen.

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    Sowas geht durchaus, in jedem Alter ;-) Bei mir ist es so, dass ich dann, wenn mich kein konkreter Mann interessiert, auch kein (sozusagen abstraktes) Bedürfnis nach Sex, Zärtlichkeit usw habe. Daher stören mich auch längere Singlephasen nicht.

    Das hört sich stimmig und richtig an. Du bist mit Dir im Reinen.


    Ob das eine Option für die TE ist, können wir nicht wissen. Im Moment zumindest kollidieren bei ihr eigene Bedürfnisse, Gefühle für den Partner und Schuldgefühle miteinander. Da ist es schwierig für sich selbst den richtigen Weg zu finden.


    Für mich wäre Dein Weg nicht gangbar, auch wenn ich schon ähnliche Probleme hatte wie die TE. Wir haben einen anderen Weg gefunden. Einen gemeinsamen. Dafür sollte man aber den Partner schon attraktiv und anziehend finden. Ich glaube, wenn da gar nichts mehr da ist, kann man es auch nicht erzwingen. Und man kann auch auf Dauer die Bedürfnisse nicht unterdrücken.

    Alias 682743

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    was soll ich tun?

    Was hast Du bisher versucht zu ändern? Was willst Du tun? Kannst Du noch etwas tun?

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    ich habe ihm sogar schon gesagt, dass wir langfristig darüber nachdenken können, ob er mit einer anderen frau schlafen will. das würde mir nicht leichtfallen, aber ich will es nicht ausschließen. er will das aber absolut nicht. eigentlich ist mir das auch lieber, aber ich würde gerne mal wieder den reiz des neuen erleben. betrügen will ich ihn nicht. belügen auch nicht. aber mit ihm zusammen tut sich bei mir einfach nicht viel...

    Was sollte dies daran ändern, dass Du dann Deinen Mann wieder sexuell attraktiv findest? Es geht doch um Dich und Deine Sicht der Dinge in Bezug auf Deinen Mann. Willst Du etwas ändern bzw. was hast Du bisher alles versucht? Oder wie soll es weitergehen?

    Zitat

    Wir haben einen anderen Weg gefunden. Einen gemeinsamen. Dafür sollte man aber den Partner schon attraktiv und anziehend finden.

    Vielleicht würde es der TE helfen, wenn du ein bisschen näher beschreiben würdest, wie ihr beide das hingekriegt habt?


    ("Keine Lust" auf einen Mann, den ich "attraktiv und anziehend" finde, kann ich mir echt schwer vorstellen – nicht weil ich sowas nicht glaube, sondern weil ich sowas bisher noch nie erlebt habe. Daher kann ich da wahrscheinlich schwer was "Vernünftiges" raten.)

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    Vielleicht würde es der TE helfen, wenn du ein bisschen näher beschreiben würdest, wie ihr beide das hingekriegt habt?


    ("Keine Lust" auf einen Mann, den ich "attraktiv und anziehend" finde, kann ich mir echt schwer vorstellen – nicht weil ich sowas nicht glaube, sondern weil ich sowas bisher noch nie erlebt habe. Daher kann ich da wahrscheinlich schwer was "Vernünftiges" raten.)

    Ich habe in einem früheren Faden darüber geschrieben, dass bei mir in längeren Beziehungen die Lust irgendwann abhanden gekommen ist (wie bei der TE). Ich habe aber dann auch keinen anderen gewollt – das ist der Unterschied, der es für mich nicht leicht macht, ihr etwas zu raten. Sondern ich wäre mit meiner Beziehung so zufrieden gewesen, wenn nicht zwangsläufig die Unzufriedenheit des Mannes dann irgendwann hochgekommen wäre.


    Daran ist eine langjährige Beziehung zerbrochen.


    Als mir das in meiner jetzigen Beziehung wieder passiert ist, haben wir – wie ich weiter oben schon erwähnt habe – die Vertrautheit, das Vertrauen, das In- und Auswendigkennen nicht als Feind betrachtet sondern als Gewinn.


    Wir waren ehrlich miteinander und haben uns auch getraut, dem anderen zu sagen und zu zeigen, was wir uns wünschen bzw. was wir uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen können. Daraus hat sich eine erfüllte Sexualität entwickelt, wie wir sie uns mit immer wieder wechselnden Partnern nicht vorstellen können.


    Der Unterschied ist eben, dass ich meinen Mann während der ganzen Zeit attraktiv fand. Es war also "nur" meine Lust komplett weg. Bei der TE halte ich das für das Problem, denn sie hat sich schon in gewisser Weise abgewendet. Zumindest ist das mein Eindruck, der auch falsch sein kann. Sie hofft (meiner Meinung nach), dass er ihr "erlaubt" andere Erfahrungen zu sammeln. Sie hofft, dass sie dann merkt, dass ihre Beziehung doch so viel besser ist und sie dann neu anfangen können. Sie möchte ihr Leben nicht verlieren, das sie an seiner Seite hat, sie möchte ihn nicht verletzen und denkt es sei die einfachere Lösung, wenn jeder sich woanders holen kann was er braucht. Er will das zum jetzigen Zeitpunkt auf keinen Fall.


    Als ich komplett lustlos war und ich in meiner Hilflosigkeit zu meinem Mann gesagt habe, er soll sich "dafür" eine andere suchen, spürte ich sofort, den Widerstand in mir. Kaum war es ausgesprochen war mir klar, dass ich das nicht will. Entweder wir finden einen gemeinsamen Weg oder wir gehen getrennte Wege.


    Ich habe auch im anderen Faden drüber berichtet, dass bei uns immernoch ein Ungleichgewicht besteht. Aber dass wir beide uns für diesen Weg entschieden haben und es uns gut damit geht.


    Ich weiß aber nicht, ob das der TE hilft. Das hilft vielleicht jemanden, der so fühlt wie ich. Sie wünscht sich ein Abenteuer und wehrt sich gegen ihren Wunsch.

    @ Danke an hatsichstetsbemüht

    Das was du schreibst ist in etwa genau der Weg den ich in meinem ersten Beitrag hier in diesem Faden aufzeigen wollte. D.h. es kann so funktionieren.

    @ alle

    Aber das ist ja nur eine Möglichkeit von vielen. Was die TE letztendlich macht bleibt ihr überlassen und solange sie sich nicht mal wieder meldet und was konkretes von sich gibt, bleiben alle weiteren Vorschläge rein spekulativ und können in die völlig falsche Richtung gehen.


    LG

    @ Allestoll:

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    Wofür brauchen wir Geschlechterrollen?


    Wäre hilfreich, wenn du deine Argumente begründen würdest.


    Geschlechterrollen in der heutigen Zeit sind einfach unnötig, sowohl Frau, als auch Mann können alleine klar kommen.

    Es geht nicht darum ob wir sie brauchen oder nicht, es geht darum dass sie EXISTENT sind. Du wirst sie nicht beseitigen können. Geschlechterrollen entstehen automatisch, weil die Geschlechter verschieden sind, und das ist biologisch so vorprogrammiert. Die Natur lässt sich ideologisch nicht verbiegen. Man kann natürlich versuchen und versuchen, den Leuten Unfug einzureden (was teilweise ja scheinbar recht gut funktioniert), aber genau das führt dann auch zu solchen Problemen.

    Zitat

    Mein Freund würde was von mir zu hören bekommen, wenn er meinte, ich solle "weiblicher" werden.

    Du bist vermutlich weiblicher in allem was du denkst und tust als du dir selbst eingestehst.

    Palmblatt

    Stalfyr, jep :)z *:)

    Danke! :-) @:)


    Meiner Erfahrung nach sehen das nämlich auch die meisten Frauen so. Nur eine Minderheit von Identitätsproblembehafteten sehen ein Problem darin, solche etwa, denen die Gender- und Gleichstellungs-Scheißideologie schon erfolgreich eingeredet hat, dass sie nicht gleichberechtigt sind, solange sie Frau sind und das gerne.


    Zum Kotzen, wie man auf Teufel komm raus versucht, den Menschen zu einem gleichgeschalteten, geschlechts- und identitätslosen Neutrum zu machen. :(v >:(


    Aber das ist ja letztlich auch ein anderes Thema...

    @ CoteSauvage

    Es ist ja völlig in Ordnung was du schreibst. Du bist dir deines sexuellen Verhaltens bewußt.


    Ich stelle mir gerade vor, wir würden uns im real life kennenlernen und es wäre klar, dass wir miteinander anbandeln. Aber bevor wir das tun würden wir ganz offen und ehrlich über unser sexuelles Verhalten Auskunft geben.


    Je nach dem wie ich drauf bin könnte ich sagen: Jau, klasse Frau, nehm ich mit. Ich habe Verliebtheit, Sex, Liebe und Spass mit ihr. Allerdings wird der Tag kommen, wo du mir sagst, jetzt ist Schluß. Ich akzeptiere das. Oder, wenn ich das nicht will, weil meine Vorstellung eben die Vorstellung von einer lebenslangen Liebe ist, sage ich halt gleich nein, das will ich nicht und wir fangen schon gar keine Beziehung miteinander an.


    Aber genau das tun wir Menschen ja, oder die wenigsten. Und darum kommt's ja immer wieder zu diesem Schlamassel.


    Im übrigen ist Precht auch für mich nicht maßgeblich, sondern ich find's halt interessant was er dazu sagt.


    Und die Beoachtung, der von dir zitierten Studie, geht für mich in die richtige Richtung.


    Aber wie gesagt im Bezug auf das Problem der TE ist alles weitere Kaffeesatzleserei, solange sie sich nicht mal wieder äußert.


    LG

    @ Incognito

    Inzwischen bin ich 15 und ja, ich habe einen Freund, seit fast einem Jahr.


    Was ist daran jetzt so schockierend?

    @ Stalfyr

    Und was ist denn bitte "typisch weiblich"?


    Ich wäre für eine komplette Auslöschung der tertiären Geschlechtsmerkmale. Die tun keinem gut, manchen nur psychologischen Druck und unnötige Sorgen.