Juli

    ... tut mir leid für Dich und ich kann mir vorstellen, wie Du Dich fühlst, aber ich vermute jetzt ist genau das passiert, was Dein Mann unter Eurer "Offenheit" versteht, was daraus resultiert, wenn man sich ALLES erzählt, nämlich Dich an seinem Disaster teilhaben zu lassen, ohne respektable Distanz. Ob das nun ein Hilferuf ist, um Eure Ehe zu retten oder eine Provokation, Dich aus der Reserve zu locken, damit Du "handelst", ob er es sich "nur" einfach machen will, oder was auch immer, das vermag ich nicht zu beurteilen ...


    Nun, ich hab mir hier die verschiedenen Beiträge durchgelesen und komme zu dem Schluß, dass es wohl keinen akzeptablen Lösungsansatz für diese spezielle Situation gibt. Viele Beiträge wirken auf mich, als würde einerseits Offenheit in der Beziehung gewünscht, aber bitte schön ... nicht zuuu sehr. Detaills ja, aber bitteschön keine, die mich verletzen könnten.


    Einerseits wird davon gesprochen, dass hier einer sein Gewissen erleichtern und die Verantwortung und Last auf Dich abgewälzt werden würde, andererseits ginge sicher ein wilder Aufschrei durchs Forum, hätte er die Sache mit sich alleine ausgetragen und seine "Fremdverliebtheit" wäre auf dummen Umwegen ans Tageslicht gekommen ... wie also hätte es sein sollen?


    Nun, meiner Meinung nach, hätte Dein Mann es machen können, wie er es gewollt hätte, es wäre nicht das rechte gewesen, deshalb rate ich Dir, Dich mit ihm an den "grünen" Tisch zu setzen und ihm zu sagen, wo bei Dir "Schicht im Schacht" ist und wo Deine Grenze der detaillierten Informationen und des Zuhörens erreicht sind ... wo es anfängt zu schmerzen. Du bist weder seine beste Freundin, noch sein Kumpel, sondern seine Liebespartnerin.


    Außerdem, aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung, wird jede Beziehung bis auf die Eckpfeiler entmystifiziert, wenn man sich ALLES erzählt...

    hmm

    aber es ist schon unfassbar, dass er auch noch schreibt, wie toll die andere doch is...


    also ehrlichkeit ist das eine.. aber das is dreistigkeit...


    ich würde meine ehe (mal ganz utopisch gesagt) für nix aufs spiel setzen und auch meine beziehung nicht.

    Also ganz ehrlich?


    Ich denke er will selber nicht wahrhaben, dass es aus ist.


    Ich spreche mehr oder weniger aus Erfahrung.


    Ich habe mich damals auch in jemanden anderen verliebt und es meinem (Ex)Freund gestanden.


    In der Beziehung war die Luft irgendwie raus und ich konnte nichts dagegen tun.


    Ich habe ihn nicht betrogen oder sonst was, sondern mich nur verliebt.


    Durch das Geständnis wollte ich versuchen mich wieder neu in meinen Freund zu verlieben, es als Phase abzustempeln und mein Gewissen erleichtern aber innerlich wusste ich, dass die Beziehung nicht mehr zu retten ist.


    Tja das Ende vom Lied war, dass ich mich getrennt hatte und erst mal allein sein wollte. (mit dem anderen ist nichts geworden)


    Ich würde an deiner Stelle mit ihm reden und ihm die Pistole auf die Brust setzen.


    Entweder liebt er dich oder es ist aus! Ganz einfach.


    Er hält sich hin und das ist unfair!


    Ich wünsche dir alles Gute!


    LG Jessie

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    Sydney

    Ich stimme Dir schon zu. Lola schreibt es ja auch: Im Grunde ist dies bei all' den Fremdgeh-Geschichte die man alleine hier im Forum mitbekommt, wirklich mal ein Lichtblick.


    Und das sage ich (und Andere) ebenfalls, dass es im Grunde völlig ok ist, sogar positiv ist, wie er damit umgeht.


    Soweit ich mich jetzt erinnere ist auch noch kein wirklich böses Wort über ihn gefallen oder das Irgendwer gesagt hätte, sie solle sich trennen, ihm alles vor die Füße schmeißen.

    Zitat

    Nun, meiner Meinung nach, hätte Dein Mann es machen können, wie er es gewollt hätte, es wäre nicht das rechte gewesen,....

    Das ist doch mal klar. In so einer Situation gibt es nichts, was dem Anderen in irgendeiner Form "recht" sein kann, so recht, dass er sich entspannt zurücklehnt und sich sagt "Alles in Ordnung" - das ist einfach nicht möglich.


    Und dazu ist man ja auch in einer Partnerschaft, dass man eben auch schwere Zeiten miteinander teilt. Und er möchte es mit ihr teilen. Soweit auch völlig in Ordnung und gesund für die Beziehung.


    Nur überschreitet er eben Grenzen bei ihr, ob er es nun merkt oder nicht, ob er dies bewußt oder unbewußt tut um sein Problem zu ihrem zu machen sei mal dahingestellt. Ist auch für Julis Gefühlslage momentan primär nicht wichtig (könnte es aber mal werden).

    Zitat

    .... deshalb rate ich Dir, Dich mit ihm an den "grünen" Tisch zu setzen und ihm zu sagen, wo bei Dir "Schicht im Schacht" ist und wo Deine Grenze der detaillierten Informationen und des Zuhörens erreicht sind... wo es anfängt zu schmerzen.

    Genau. Und das meine ich mit Abgrenzen und Distanzieren von seinem Problem. Und meiner Meinung nach geht das oft mit am Besten durch eben auch äußere Aktionen, wie eine -natürlich vorübergehende!- Zimmerteilung. Einfach, damit er aufwacht, erkennt, dass es an ihm ist etwas zu tun.


    Sagen wir mal, sie zieht vorübergehend ins Wohnzimmer. Sagt zu ihm wenn er heimkommt: "Ich finde Deine Offenheit und Dein Vertrauen zu mir sehr gut und freue mich auch darüber. Und ich möchte auch das Gespräch mit Dir, wir können jederzeit sprechen. Doch ebenso muß ich für mich selbst einen Weg finden damit umzugehen."


    Natürlich ist dies nur eine Möglichkeit die für mich in Frage käme - ich habe das nämlich auch mal so gemacht. Nicht, weil mein Mann damals in eine Andere verliebt war, aber aus anderen, vergleichbaren Gründen. Und es ging mir -den Umständen entsprechend- gut dabei, besser, als hätte ich Nachts schlaflos neben ihm gelegen. So hatte ich mein "eigenes" Zimmer in das ich mich zurückziehen konnte, ihn eben ausgrenzen konnte, wenn es mir zuviel wurde.


    Es war also in erster Linie für mich wichtig - aber ebenso auch für ihn, dass er klar und deutlich spürte, dass er mich nur begrenzt da mit reinziehen konnte, dass es in erster Linie sein Problem war, er einen Weg für sich und dann im Ergebnis für uns finden mußte.


    Wie gesagt, nachdem was Juli so erzählt, sehe ich den Kern ganz woanders. Wenn sich Jemand so schnell und heftig in Jemanden verliebt, so dass er gleich die gesamte Beziehung in Frage stellt, dann hakt es an anderer Stelle.


    *:)*:)

    Ich finde es sehr seltsam, dass in diesem Faden fast ausnahmslos Frauen schreiben, und dass eine solche Panikstimmung verbreitet wird.


    Diese Panik ist nicht berechtigt, der Ehemann von Juli2006 verhält sich vorbildlich, und es ist bisher vieles noch nicht passiert, insbesondere

    Zitat

    Er ist nicht fremdgegangen, nein. Hat niemanden geküsst, mit niemandem geschlafen.

    , sondern er hat sich verliebt, und das, meine Damen, kann nun einmal passieren, so wie der Blitz einschlägt.

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    Er ist verzweifelt und möchte, dass ich ihm helfe, dass ich für ihn da bin ...

    Was ist dagegen einzuwenden, wenn Juli2006 genau das versucht? Es gibt immerhin einen Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit, wie heftig dieses Gefühl auch sein mag, und ein Mann verliert deswegen nicht die Kontrolle über das, was er sagt und was er tut. Er kann immerhin Widerstand leisten, und dabei kann ihm niemand so gut helfen, wie seine Frau.


    Die

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    schonungslosen Details

    übermittelt er nicht deshalb, weil er seine Frau kränken, respektlos behandeln oder zu einer Trennung provozieren will - davon ist er noch weit entfernt -, sondern sie sind seine Versicherung (gegen Betrug oder unüberlegtes Handeln) und auch der Tatsache geschuldet, dass ein Mann, wenn er sich im aktivierten, rauschhaften Zustand des Verliebtseins befindet, wesentlich leichter Zugang zu seinen Gefühlen hat und besser darüber reden kann.


    Männer behandeln Probleme inhaltlich, sie wollen nicht primär nur darüber reden, sondern eine funktionierende Lösung finden, und dazu benötigt man alle Details und oft mehr Informationen, als man hat. Er kann reden, aber er tut es wie ein Mann. Dafür sollte man ihn nicht sofort verurteilen.


    Er ist ehrlich, und das ist wichtig, ein gutes Zeichen für eine intakte Beziehung und den Willen, das Problem anzugehen, wobei der Ausgang zumindest offen ist, aber einiges dafür spricht, dass er im Moment versucht, die Waagschale auf die Seite seiner Ehe zu neigen.


    Viele Männer würden in einer solchen Situation entweder betrügen, oder die Sache schweigend alleine auskämpfen, und ihre Frau vor vollendete Tatsachen stellen - wobei es sicher oft vorkommt, dass die Ehefrau gar nichts davon erfährt, wenn der Ausgang für sie günstig ist. Wäre das wirklich besser?

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    Dass er sie nicht aus dem Kopf kriegt, wenn er bei mir ist, dass er nachts von ihr träumt, wenn ich neben ihm liege.

    bedeutet nicht,

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    dass er so krass drauf ist

    , sondern ist ganz normal, wie sonst sollte er denn verliebt sein? So ein bisschen lauwarm, weil ihm eine Lesebrille gefallen hat? Naja ... das wäre ihm wohl nicht den Aufwand wert.

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    Wir haben immer auch darüber gesprochen, wie es sein kann, dass Menschen fremdgehen. Und ob wir genau das provozieren, wenn wir heiraten. Wie wir damit umgehen, wenn es passiert.

    Und? Zu welchem Ergebnis seid ihr damals gekommen?


    Den Rat vo

    Isabell

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    Ich würde versuchen eine räumliche Trennung zu ermöglichen, auch wenn die vielleicht nur innerhalb der Wohnung machbar ist.

    halte ich für falsch und gefährlich, einen Mann, der sich in einer solchen Lage so verhält, sollte eine Frau nicht wegstoßen, sondern umarmen. Der Entzug von Zuneigung und Nähe ist keine Hilfe, sondern dummer, kontraproduktiver Stolz, Wasser auf die Mühlen der anderen Frau.


    Juli2006

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    Ich fühl mich so alleingelassen, jetzt wo er plötzlich so abdreht!

    Dass Du Dich verletzt und alleingelassen fühlst, ist nachvollziehbar, aber er will Dich nicht verletzen und nicht alleinlassen, er dreht nicht ab. Er hat es Dir sofort gesagt, er kommuniziert nicht mit der anderen Frau, sie weiß es wahrscheinlich gar nicht, Du hingegen kennst die Details, warum versuchst Du nicht (gemeinsam mit ihm) herauszufinden, warum es passiert ist? Verlieben kann man sich in wenigen Minuten, manchmal "auf den ersten Blick". Eine funktionierende Beziehung wirkt wie ein Schutzschild, aber schon der kleinste Zweifel kann genügen, und Flammen schlagen durch die spaltbreit geöffnete Brandschutztür. Warum willst Du mit Forumsteilnehmern, aber nicht mit Deinem Mann reden?

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    Ich hab echt Angst!

    Berechtigt. Du kannst ihn verlieren. Das ist ein unvermeidbares Risiko, wenn man eine Beziehung eingeht.

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    Und ihr habt geschrieben, dass er mir die Luft aus den Segeln nimmt, wenn er gleich von Anfang an alles beichtet, was es zu beichten gibt - das stimmt irgendwie. So verletzt ich auch bin, so schwer tu ich mich damit, wütend auf ihn zu sein.


    ... wie gemein eigentlich ...

    Frauen zu verstehen, ist schwer. Möchtest Du vielleicht auf Dich selbst oder Gott oder das Universum wütend sein? Weil es Dir passiert ist, einen Mann zu haben, der sich in eine andere Frau verliebt hat? Du glaubst doch nicht im Ernst, dass er sich jetzt noch dabei wohlfühlt? Warum also unbedingt Wut? Kannst Du nicht das Positive sehen? Dass Du einen ehrlichen Mann hast, der Dich nicht betrügen will? Wo ist Deine Liebe? Sofort weg? Eine sehr bedingte Liebe, scheint mir ... sorry.


    Juli2006, wenn Du nicht wissen willst, was in Deinem Mann vorgeht und was genau er empfindet, das sage ihm das, sage ihm, dass Dich das verletzt und dass er schweigen soll.


    Das ist dann wie eine Schmerz- oder Schlaftablette, und die Einnahme solcher Medikamente ist mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden, und die zugrundeliegende Krankheit heilen sie nicht.


    Es ist Deine Entscheidung!

    Zitat

    einen Mann, der sich in einer solchen Lage so verhält, sollte eine Frau nicht wegstoßen, sondern umarmen.

    Ich brech' zusammen... das ist doch nicht dein Ernst, oder?


    Sie ist seine Frau, nicht seine MAMI!

    @Schwimmerin

    Es ist mein Ernst.


    Ich bin bisher davon ausgegangen, dass ein erwachsener, verheirateter Mann von seiner Ehefrau umarmt wird, und nur noch selten von seiner Mami. Bist Du der Auffassung, mit seiner Frau hat er allenfalls Sex?


    Konstruktiv gefragt: Wie sollte "helfen" und "für ihn da sein" denn Deiner Meinung nach aussehen, sofern sich Juli2006 dafür entscheidet? Reden ohne Details zu erwähnen?

    Ehrlich gesagt...

    ... wenn mein Partner sich in eine andere Frau verliebt, dann bin ich nicht diejenige, die ihm helfen will und sollte. Ich wäre gern darüber informiert, dass es bei ihm gerade so eine Lebenskrise gibt. Und das nächste Mal, das ich wieder etwas von ihm hören wollte, wäre dann, wenn er sich entschieden hat, wie es FÜR IHN weitergehen soll. Den Bereich dazwischen sollte er für sich allein hinkriegen, oder mit professioneller Hilfe.


    Der Vergleich mit einer Mutter hinkt nicht so sehr, wie du vielleicht meinst. Es ist ja gerade die Eigenschaft einer Mutter (bei den meisten jedenfalls), sein Kind auch dann aufzufangen, wenn es Mist gebaut hat oder wenn es einen verletzt hat. Das kann man - in meinen Augen - von einer Partnerin nicht verlangen.

    Zitat

    Es ist ja gerade die Eigenschaft einer Mutter (bei den meisten jedenfalls), sein Kind auch dann aufzufangen, wenn es Mist gebaut hat oder wenn es einen verletzt hat. Das kann man - in meinen Augen - von einer Partnerin nicht verlangen.

    In der Tat, dass ist der Unterschied zwischen Elternliebe und Partnerliebe. Elternliebe ist bedingungslos, (fast) egal, wie die Kinder sich benehmen, die ltern lieben sie.


    Partnerliebe ist nicht bedingungslos. Verhält sich ein Partner falsch, geht die Liebe des anderen zu ihm verloren. Wäre sie auch bedingungslos, hätten wir keine Ehescheidungen.


    Trotzdem: Damit sich die Ehe über Jahre und Jahrzehnte hält, müssen beide Partner immer an der Beziehung und an ihrer Liebe arbeiten. Sonst leben sie sich auseinander. Gerade in einer Wochenendbeziehung.


    Juli, um die "Affäre" deines Mannes für sich brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Noch ist nichts passiert, und bis er sie wiedersieht (März, wenn ich mich recht entsinne), vergeht so viel Zeit, dass seine Gefühle wieder abklingen.


    Aber, Juli, ich glaube, dass dein Mann sich verliebt hat und dir davon so ausführlich erzählt, ist ein unbewusster(!) Hilfeschrei. Wenn er in der Woche von dir getrennt ist, fühlt er sich schlicht einsam und vermisst deine Umarmungen.


    Mein Rat: Ihr müsst mehr Zeit füreinander haben, sonst lebt ihr euch auseinander. Überlegt, wie ihr auch in der Wöche mehr zusammen sein könnt, es muss ja nicht von heute auf morgen sein. Kann nicht einer die Arbeit wechseln? Oder aussetzen, weil ein Kind kommt? Oder könnt ihr euch in der Woche einmal sehen (z. B. Dienstags früh von der Arbeit gehen, über Nacht zum Partner fahren, Mittwochs spät bei der Arbeit anfangen). Das sind Ideen, die mir so auf die schnelle kommen. Über Jahre hinweg wird eure Ehe nicht überstehen, wenn es bei einer Wochenendbeziehung bleibt. Überleg mit deinem Mann zusammen, damit sich seine Gedanken von seiner verliebtheit wieder auf dich richten.


    Gruß:°_


    Johanna

    Schwimmerin

    Zitat

    Es ist ja gerade die Eigenschaft einer Mutter (bei den meisten jedenfalls), sein Kind auch dann aufzufangen, wenn es Mist gebaut hat oder wenn es einen verletzt hat.

    Jetzt bleiben wir aber mal auf dem Boden. Alleine die Tatsache, dass ich jemand, der sich in einer Partnerschaft befindet, in jemand anderen verliebt, ist ja wohl noch kein "Mist bauen". Es ist zunächst mal eine rein emotionale Geschichte, die abseits des Verstandes abläuft. Und die Gründe dafür können vielfältig sein - unter anderem können sie auch in der Partnerschaft selbst begründet sein, dass diese eben eventuell nicht mehr so rund läuft - und darin ist ja die Partnerin auch nicht ganz unbeteiligt.


    Vom Grundsatz her gebe ich dir recht: der "Verliebte" sollte sich im Wesentlichen selbst über seine Gefühle klar werden. Jedoch finde ich das...

    Zitat

    Und das nächste Mal, das ich wieder etwas von ihm hören wollte, wäre dann, wenn er sich entschieden hat, wie es FÜR IHN weitergehen soll.

    ...schon ein wenig eine krasse Einstellung. Denn ich fände es sinnvoller, wenn so etwas zum Anlass genommen wird, dass BEIDE mal darüber nachdenken und darüber miteinander sprechen wo die Partnerschaft gerade steht, welche Bedürfnisse beiderseits vielleicht nicht abgedeckt sind und wie man die Zukunft eventuell anders gestalten könnte. Denn wenn er das so macht, wie du es vorschlägst, bräuchte er ja gar nichts sagen - dann reicht es ja, wenn er seine Entscheidung am Ende bekannt gibt.

    hotcat:)^ stimme dir voll zu.


    Ich glaube, die Schwimmerin ist noch in einem Alter, wo man sich noch nicht endgültig festgelegt hat und die Partner noch mal wechselt (dies ist jetzt nicht abwertend gemeint).


    Ehe ist aber was anderes. Da muss man sich auch nach Fehlern des Ehepartners wieder zusammenfinden. Und in gar keinem Falle einfach auf seine Entscheidung warten. So viel Desinteresse wäre schnell fatal.

    hotcat

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    Jetzt bleiben wir aber mal auf dem Boden. Alleine die Tatsache, dass ich jemand, der sich in einer Partnerschaft befindet, in jemand anderen verliebt, ist ja wohl noch kein "Mist bauen".

    Das habe ich auch nicht geschrieben. Es war lediglich ein kleiner Exkurs über Mutterliebe. Den Vergleich, den du gezogen hast, habe ich nicht gemeint.

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    Denn ich fände es sinnvoller, wenn so etwas zum Anlass genommen wird, dass BEIDE mal darüber nachdenken und darüber miteinander sprechen wo die Partnerschaft gerade steht, welche Bedürfnisse beiderseits vielleicht nicht abgedeckt sind und wie man die Zukunft eventuell anders gestalten könnte.

    Ich finde es auch gut, wenn man miteinander redet. Aber erst dann, wenn sich der "Verliebte" entschieden hat, ernsthaft an der bestehenden Beziehung arbeiten zu wollen. Und es muss - wie du ja geschrieben hast - so sein, dass BEIDE ihre Wünsche auf den Tisch bringen dürfen. Es darf nicht dahin ausarten, dass der "Verliebte" seine Bedingungen stellt, unter denen er bereit ist, die Beziehung fortzusetzen - dass also der Parner, der gerade "in der Luft hängt", auch noch "Schuld" aufgeladen bekommt.

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    Denn wenn er das so macht, wie du es vorschlägst, bräuchte er ja gar nichts sagen - dann reicht es ja, wenn er seine Entscheidung am Ende bekannt gibt.

    Mir würde es reichen, wenn der Partner mir Bescheid gibt, dass er eine Krise zu bewältigen hat und dann wieder auf mich zukommt, wenn er entschieden hat, ernsthaft an der bestehenden Beziehung arbeiten zu wollen. Erst dann kann man reden.