seventhree

    Zitat

    naja, der is in seiner Beziehungs- Geschwätzigkeit eh nicht gerade der Parade- Mann

    Er ist aber auch nicht in einer Beziehung, in der die Partner nicht oder nur wenig miteinander reden. Juli2006 schreibt doch schon in ihrem Eröffnungsbeitrag:

    Zitat

    Wir lieben uns, wir verstehen uns super und wir erzählen uns alles, aber wirklich alles.

    Monika65

    Zitat

    Man sieht das ja auch hier an dem Beispiel, dieser Mann denkt doch total emotional. Ehrlich gesagt, mir fällt es direkt schwer, das ernst zu nehmen.

    Der Mann weiss ganz genau, dass diese Annahme nahe liegt, wie hat Juli2006 doch geschrieben:

    Zitat

    Und er sagt selbst, dass er hin- und hergerissen ist, entweder ihretwegen alles hinzuschmeißen oder das ganze als Phase abzutun, die es nicht wert ist, unsere Ehe auf´s Spiel zu setzen.

    Wenn einer bei dieser Lage der Dinge (er weiss möglicherweise nicht einmal, ob die Frau sein Gefühl erwidert) auch nur daran denkt, "alles hinzuschmeißen", dann ist er mit Sicherheit heftig verliebt. Es ist ihm andrerseits auch klar, dass er sich damit auf sehr dünnes Eis begibt, und sich rational betrachtet unsinnig verhält.


    Gerade das wird ihn sehr verunsichern und erschrecken, denn er fragt sich doch auch, warum empfinde und reagiere ich so? "Verzweifelt" ist eine sehr klare Ansage.

    Zitat

    Er ist verzweifelt und möchte, dass ich ihm helfe, dass ich für ihn da bin und wir versuchen können, alles zu lösen. Und unsere Ehe zu retten.

    .


    Und deshalb sucht er Hilfe bei seiner kommunikativen Frau, mit der er normalerweise alles, aber auch wirklich alles bespricht - allerdings ist die natürlich in einem solchen Fall keineswegs neutral, und reagiert ihrerseits genauso.


    Wahrscheinlich ist für ihn diese Sache nicht einfach damit erledigt, dass die Verliebtheit verfliegt und er solange versucht, alles unter der Decke zu halten, oder dass er abhaut. Hier haben wir ein seltenes Exemplar der Gattung "homo sapiens, männlich", das seine Beziehung ernster nimmt und seine Frau wirklich als Partnerin ansieht, sogar bei einer solchen Frage. Anscheinend ist das ungewöhnlich und mit erheblichen Risiken verbunden (Verletzungsgefahr).


    Isabell

    Zitat

    Irgendwie...wo du das jetzt so sagst... geht mir genauso. Ich glaube das würde mich am meisten an der ganzen Sache schocken, wäre ich in Julis Lage...

    Da kann ich nur empfehlen, back to the facts. Juli2006 hat sehr deutlich beschrieben, dass es genau das ist, was ihr besonders Angst macht.

    Zitat

    Deswegen bin ich so bestürzt, dass er so ein Thema draus macht.


    Und denke mir, das würde er bestimmt nicht, wenn´s einfach nur eine heiße Begegnung gewesen wäre.

    Zitat

    Alles hinschmeißen und so. Und auf Teufel komm raus alles darzulegen, sich nackt an die Wand zu stellen - warum so viel Wind machen für "nix"?


    Ich hab echt Angst!

    Singularity

    Zitat

    Und deshalb sucht er Hilfe bei seiner kommunikativen Frau, mit der er normalerweise alles, aber auch wirklich alles bespricht -

    Das ist für mich weniger das Thema, es ist sicher ungewöhnlich, aber ich kenne das auch. Nur, ich verstehe in diesem Fall, sofern das stimmt, dass sich absolut nichts abgespielt hat, diese Aufregung nicht. Es passiert eben mal, dass Gefühle sich entwickeln. Vermutlich liegt es an der fehlenden Akzeptanz, derartiges kann einfach passieren und je weniger man das zu einem Problem macht, umso besser. Wie gesagt, man muss sich ja auch nicht so hineinsteigern. Verliebtsein auf der Basis von einseitigen und praktisch heimlichen Gefühlen ist doch in erster Linie Schwärmerei, mehr kann es ja nicht sein, weil dem ganzen jegliche Basis in der Realität fehlt. Wie gesagt, ich kann diesen Terz darum nicht wirklich nachvollziehen, es sei denn, es kommen auf diese Weise ganz andere Probleme ans Licht.

    @ Monika65

    Wir wissen eben nicht, wie souverän der Mann von Juli2006 mit seinen Gefühlen umgehen kann, und ob er einfach glaubt, dass er seine Frau nur dann liebt, solange ihm so etwas nicht passiert.


    Er jedenfalls sieht seine Ehe akut bedroht. Es ist eben das moderne Paradigma: Keine Liebe = Ehe kaputt.


    Wenn er dann noch denselben Schluss zieht, wie viele die in diesem Faden geschrieben haben, nämlich: Verliebt in eine andere Frau = keine Liebe, dann kommt im Ergebnis die Gleichung heraus.


    Verliebt in eine andere Frau = Ehe kaputt


    Ich habe bereits gesagt, ich halte das alles für ungerechtfertigte Panik. Jedenfalls dann, wenn "sich absolut nichts abgespielt hat".

    @ Schwimmerin

    Ich habe mir einige Zeit überlegt, wie ich Dir antworten soll, denn ich möchte nicht einmal in einem anonymen Internetforum einen kompletten Seelenstriptease hinlegen. Du fragst:

    Zitat

    Was mich sehr interessieren würde: hast du je so eine Situation, wie sie Juli jetzt zu bewältigen hat, auch bewältigen müssen? Wie ging es dir dabei? Sind die Ziele, die du mit deinem Verhalten erreichten wolltest, erreicht worden?


    Oder alles nur "graue" und besserwisserische Theorie?"

    Nein, es ist nicht nur graue Theorie, ich schreibe aus eigener Erfahrung. Ich bin seit 24 Jahren in einer festen Beziehung, und es ist immer noch eine aktive Liebesbeziehung ohne gegenseitige Abhängigkeit, und ich habe das, was Juli2006 erlebt, ebenso wie das, was gerade ihr Mann erlebt, auch schon durchgemacht, mehrmals.


    Manchmal gab es eine Ursache, die klar in unserer Beziehung zu suchen war, und manchmal gab es überhaupt keinen erkennbaren Grund, außer eben der anderen Person. Es ist wesentlich komplizierter, wenn diese dritte Person auch verliebt ist, und wenn man zugleich noch ein Beziehungsproblem hat, beides trifft bei Juli wohl nicht zu.


    Verliebtsein ist bei mir ein binärer Zustand, der mich glücklich macht und in meinem Kopf Türen öffnet. Ich empfinde es auch als selten, kostbar und schön, wenn eine Frau mich in diesen Zustand versetzt, also nichts, was ich gerne wegwerfe, aber ebenso als inkompatibel mit meiner Beziehung, die mir lieb und teuer ist, denn ich könnte es nicht ausleben, ohne zumindest mich selbst zu belasten oder sogar meine Partnerin sehr zu verletzen, was umgekehrt genauso gilt. Es ist - für uns beide - ein unauflösbares Dilemma.


    Als es mir das letzte Mal mit einer verheirateten Frau passiert ist, habe ich mir zuerst mit kalter Rationalität meine Partnerin zurückgeholt - sie war nach einem heftigen Streit alleine in den gemeinsam geplanten Urlaub gefahren und danach bei ihren Eltern, und das Verliebtsein hat mir das erleichtert, weil ich in diesem Zustand weit besser mit Frauen umgehen kann. Erst danach habe ich ihr gesagt, was los war - ohne genaue Details, aber was, wer, wann, wie -, und wir sind nochmals in Urlaub gefahren.


    In dieser Zeit habe ich ihre Nähe gesucht und sie die meine, wir waren stets eng zusammen, es war bitter und sehr schön zugleich, schmerzhaft schön, die Nächte intensiv und leidenschaftlich (ich war ja verliebt), aber immer wieder kam auch die heftige Sehnsucht nach der anderen Frau, so schnell konnte ich das nicht loswerden, und ich wollte es im Grunde auch nicht. Die Antwort auf die übliche Frage "was denkst du gerade?" habe ich damals öfter verweigert. Unsere Beziehung aber hat sich in dieser Zeit intensiviert und ist auch erneuert worden, es war danach inniger, enger, besser.


    Die andere Frau? Nun, sie ist noch immer verheiratet, und ich war noch lange verliebt, was meistens schön war, und ich bin ihr auch nicht aus dem Weg gegangen (das wäre kaum möglich gewesen), ich habe oft und lange mit ihr geredet, sie hatte ein ähnliches Problem wie ich. Ihr hat das gefallen, sie begann zu blühen, und ihre Ehe ist dadurch nicht schlechter geworden, wir haben strikt Grenzen beachtet: keine Küsse, kein Sex, keine (für eine Beziehung oder ein Liebespaar) reservierten Aktivitäten. Jetzt ist sie eine seltsame Art von Ex, und es ist noch immer etwas da, denn ich konnte keine magische Frau jemals ganz vergessen. Allerdings hätte ich das mit einer verliebten Single-Frau nicht riskiert, denn die ist dann einfach in einer viel zu schwachen Position.


    Es muss also nicht immer zu Betrug führen oder eine Katastrophe werden, wenn man gebunden ist und sich dennoch verliebt.


    Für Juli und ihren Mann, denke ich, ist es vor allem eine Chance und sie sollten diese Chance nutzen, es gibt keinen Grund zur Panik. Ich verstehe aber durchaus, dass eine Frau in dieser Lage über ihren Schatten springen muss.

    Singularity

    Zitat

    Verliebt in eine andere Frau = Ehe kaputt


    Ich habe bereits gesagt, ich halte das alles für ungerechtfertigte Panik. Jedenfalls dann, wenn "sich absolut nichts abgespielt hat".

    Du vergisst dabei einen wichtigen Faktor: ER und alleine ER macht diese Panik - Niemand sonst. Weder wir hier noch Juli tut das. Und das ist ja Julis Problem und der Grund warum wir hier so diskutieren, dass er aus einer heftigen, spontanen Verliebtheit heraus wirklich ALLES in Frage stellt - eben Panik macht.


    Sie hat es irgendwo sogar geschrieben, Du hast es selbst für mich oben zitiert: "Alles hinschmeißen und so. Und auf Teufel komm raus alles darzulegen, sich nackt an die Wand zu stellen - warum so viel Wind machen für "nix"?"

    Zitat
    Zitat

    Irgendwie...wo du das jetzt so sagst... geht mir genauso. Ich glaube das würde mich am meisten an der ganzen Sache schocken, wäre ich in Julis Lage...

    Da kann ich nur empfehlen, back to the facts. Juli2006 hat sehr deutlich beschrieben, dass es genau das ist, was ihr besonders Angst macht.

    Hier verstehe ich jetzt den Zusammenhang nicht - ich habe doch mit meiner Aussage nicht behauptet, dass das nicht Julis Problem sei? Ich sagte lediglich, mir würde das (auch) so gehen?

    Zitat

    Für Juli und ihren Mann, denke ich, ist es vor allem eine Chance und sie sollten diese Chance nutzen, es gibt keinen Grund zur Panik.

    Das solltest Du ihm sagen und nicht ihr.


    Nach Deinen Erzählungen glaube ich, Deine bisherigen Ausführungen ein wenig besser verstehen zu können. Ich hatte es ja schon mal erwähnt, dass es mich ein wenig irritiert hat, dass Du auf die meisten meiner Aussagen aus der Sicht von Julis Mann geantwortet hast. So als würde ich ihn nicht verstehen. Ich finde es sehr schön wie DU (Ihr) damals mit der Situation umgegangen seid und ebenso wie Du mit Deinen Gefühlen umgegangen bist. Dass Du für Dich trotz des Zustandes der Verliebtheit noch immer auf dem Boden bleiben konntest (zumindest letztendlich ;-)).


    Wenn ich dann jetzt Deine Beiträge noch mal Revue passieren lasse, dann fällt mir ein kleiner...hmmm...wie drücke ich es aus..."Denkfehler" darin auf: Du hast jegliches Verständnis für ihren Mann, aufgrund eigener Erfahrungen (und Einige von uns kennen das ebenso), der Denkfehler den ich meine ist dabei aber, dass Du davon ausgehst, dass er genauso oder ähnlich damit umgehen wird wie Du. Die Krux der ganzen Sache ist aber genau die, dass er es eben nicht tut. Sondern er läuft vollkommen aus dem Ruder. Und darum geht es uns allen hier. Vor allem Juli natürlich. Sie hat, mal platt und sicher auch übertrieben gesagt, einen unfähigen Mann vor sich sitzen, der nicht mehr klar denken kann.


    Und da ist die Kernfrage um die wir hier diskutieren: WIE soll sie damit umgehen? Inwieweit ist es für sie selbst -und letztendlich auch für die Beziehung- tragbar, ihn mitzutragen? Für ihn mitzudenken, ihn zu "therapieren"? Wo ist die Grenze für sie?


    Du selbst hast damals das Meiste mit Dir selbst ausgemacht, sicher auch Deine Frau mit einbezogen - sie aber nicht das Ganze tragen lassen. Julis Mann aber "knallt" ihr sozusagen sein Dilemma vor die Füße mit "Und nun sieh zu wie Du damit fertig wird, mir geht es zu schlecht um mich darum auch noch zu kümmern" (Sorry Juli, ich weiß, dass das bestimmt jetzt arg übertrieben ist, trifft aber den Kern denke ich....). So ist zumindest mein Eindruck, der natürlich auch daneben sein kann, das ist nun mal das Risiko in einem Internetforum.


    Aber aus dieser Prämisse raus habe ich ihr eben geraten, ihm in irgendeiner Weise hier die Grenzen ganz klar aufzuzeigen. Ob das nun eben vorrübergehend getrennte Betten sind oder ein alleiniger Urlaub oder was weiß ich - egal. Wichtig ist es, dass sie ihm zeigt, wieweit das alles für sie tragbar ist und inwieweit nicht.


    Mir geht es hier nicht um ihn, mir geht es nicht darum zu erklären warum, wieso, weshalb er so handelt, denn mit ihm "spreche" ich hier nicht, sondern mit, bzw. zu Juli, denn um IHR Problem geht es hier.

    Juli2006

    So, ich habe jetzt deine Beiträge gelesen und die der anderen User überflogen...Ich denke nicht, dass ich dir jetzt großartig etwas neues schreibe.;-D


    So wie ich es sehe, hat er sich am Anfang als Partner an seine Partnerin gewannt. ("Ich hab mich verknallt/verschossen.") Find ich gut. Dann hat er aber etwas total bescheuertes gemacht: Er hat eure Beziehung auf "beste Freunde" reduziert.


    Jetzt ist der Salat da und beide Ebenen gehen durcheinander. Da ist es deine Aufgabe deine Position klarzustellen und die sollte meiner Meinung nach bei diesem Thema ganz klar sein: "Ich bin deine Partnerin und nicht deine beste Freundin." Für mich würde das bedeuten, dass man gemeinsam schauen kann, wie es weitergeht...Nachdem er sich darüber im klaren ist, ob es für ihn weiter gehen soll. (Dasselbe würde für mich gelten.)

    Das Ende vom Lied

    Obwohl ich schon so lange nicht mehr hier war, dass ich einige Zeit über meinem Passwort für das LogIn brüten musste, wollte ich euch lieben Diskussionsteilnehmern wenigstens noch einmal danken und euch davon erzählen, wie damals alles ausgegangen ist.


    Die Wochen und Monate nach seinem Geständnis waren die Hölle für mich. Dadurch, dass mein Mann nur zwei-, höchstens dreimal im Monat zuhause war, hatte ich natürlich freie Bahn für die wildesten Gedanken und Spekulationen.


    Um es kurz zu machen: er hat mich nicht betrogen. Nach dem "Verliebtsein-Flash" der ersten Wochen und dem Wiedersehen mit IHR im März war er mit dieser Geschichte so ziemlich über den Berg. Und ich habe keine Veranlassung, ihm nicht zu glauben.


    Aber allein die Tatsache, dass er mit IHR regelmäßig in diesen mehrwöchigen Seminaren zusammen war - und SIE damit öfter und länger gesehen hat als mich - brachte mich regelmäßig fast um den Verstand. Und tut es immer noch.


    Nach etwa einem Dreivierteljahr habe ich ihn dann - auf seinen Wunsch hin - in diesen Seminarphasen besucht. Vor allem, um die anderen Freunde kennenzulernen, die er dort gefunden hatte. Das hätte ich besser nicht getan, denn seit diese Frau für mich ein Gesicht, eine Stimme, einen Habitus hat, setzte das ein, was mein Leben im Zuge dieses Schicksalsschlages nachhaltig verändert hat:


    Ich habe ein Problem mit MIR. Weil SIE so gar nicht das ist, was ich bin, bin ich extrem unsicher geworden. Nicht bewusst, sondern schleichend. Mein Selbstbewusstsein verabschiedete sich - nicht nur in der Beziehung (z.B. beim Sex, eine ganz schlimme Zeit!), sondern überall - am Arbeitsplatz, bei der Wahl der Kleidung oder einer verdammten Frisur! Nach und nach kam auch die Eifersucht - nicht unbedingt SIE betreffend, sondern auch bei den eigentlich absolut unbedeutenden "die Klum/Jolie/Kidman ist aber heiß"-Kommentaren meines Mannes. Gegenüber dem, was mein Mann sagt und tut bin ich sehr verletzlich und dünnhäutig geworden. Sonst war ich immer der angeblich stärkere Part, jetzt ist er es geworden. Es war schwierig für ihn, damit klar zu kommen - zumal die räumliche Distanz nach wie vor vorhanden war.


    Jetzt sind beinahe zweieinhalb Jahre ins Land gegangen und mein Mann und ich haben vieles lernen müssen. Ob die Fernbeziehung dabei geholfen hat oder hinderlich war? Wahrscheinlich beides.


    Habe ich ihm verziehen?


    Ja. Aber vergessen habe ich nicht. Auf meine Bitte hin findet SIE in unseren Gesprächen im Moment nicht statt - das traue ich mich erst, wenn mein Mann wieder zuhause wohnt (hoffentlich bald!) und ich ihn bei mir habe, wir füreinander da sein können und keiner von uns deswegen in den Nächten allein wachliegen muss.


    Für ihn ist das in Ordnung, inzwischen sind die beiden Freunde, zumal SIE nun innerhalb dieser Seminargruppe einen festen Freund hat.


    Aber ich merke, dass das etwas ist, was wir beide noch aufarbeiten müssen. Ich kann damit leben, wenn es Frauen gibt, die ihm nicht egal sind, auf die er steht. Das war auch schon vor IHR so und meiner Meinung nach vollkommen normal. Aber diese Geschichte hat ein anderes Kaliber und das sagt er auch selbst.


    Es klingt vielleicht etwas unlogisch, aber gerade durch seinen "Fehler" (für den er nichts kann, das ist mir völlig bewusst!) und die Art, wie er damit zurechtgekommen ist, ist er so erwachsen und ein so toller Ehemann geworden, wie er noch nie war. Noch toller als vorher :-)


    Also hat das Ganze trotz allem noch etwas Gutes gehabt. Wir glauben beide daran, dass unsere Ehe funktioniert und wir alles wegstecken können, komme, was wolle. Aber natürlich hätte ich mir schon ein bisschen gewünscht, dass wir von so etwas verschont bleiben ... Naive, ich!


    Ich habe mir nun diesen ganzen Thread noch einmal durchgelesen und muss sagen:


    Die Beiträge der Frauen waren mir in dem Oktober, in dem es gerade passierte, wesentlich hilfreicher. Aber von jetzt aus gesehen muss ich zugeben - steinigt mich - dass

    Singularity

    wahrscheinlich derjenige war, der es am Besten getroffen hat - wenn ich auch nicht mit allen Aussagen übereinstimme.


    Ich danke euch jedenfalls von Herzen, vor allem eben bei euch lieben Frauen @:) und entschuldige mich dafür, dass es mit dem Fazit so lange gedauert hat.


    Und dieses heißt für uns - auch hier muss ich Singularity zitieren -


    Wer sich in einer solchen Situation - wenn sich der Andere so schonungslos öffnet - zurückzieht, liebt nicht. Wer liebt, erträgt den Schmerz und öffnet sich seinerseits.


    Und das gilt nicht nur für mich, sondern auch für meinen Mann. Die Arbeit ist bestimmt noch lange nicht vorbei, aber nach einem langen, tiefen Tal sind wir nun zusammen auf einem so schönen, sonnigen Plätzchen, dass man bereit ist, wieder jeden Blick, jedes Wort, jede Berührung unendlich zu genießen.


    Es hat sich gelohnt.

    Hallo Juli.


    Hab' mir gerade erlaubt deinen Faden in einem ähnlichen Faden (http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/511245/) zu verlinken... Ich gehe mal davon aus, dass du nichts dagegen hast.


    Freut mich, dass es gut ausgegangen ist bei euch. :-D Updates und Rückmeldungen nach längerer Zeit sind natürlich immer interessant, also Danke dafür. @:) *:)

    Juli2006

    Ich freue mich fuer Euch. Ihr seid beide stark.


    Warum ich diesen Faden hochhole, ist, wegen des Users Singularity. Ich verstehe diesen Mann, ich habe alle seine vorhandenen Beitraege gelesen. Dieser Mann hat etwas zu sagen.


    Das Du Juli2006 ihn jetzt auch verstehst, ist nicht vewunderlich. Beziehungen sind gut, wenn man das andere Geschlecht versucht zu verstehen.


    Alles Gute fuer Dich.

    @ Hallo Juli

    weil du in deinem "Ben-Faden" auf diesen verwiesen hast, musste ich hier die Geschichte deiner Ehe nachlesen.


    Du schreibst in deinem letzten Post hoffnungsvoll:

    Zitat

    Es hat sich gelohnt.


    Juli2006

    ....und doch seid ihr nun schon lange geschieden und du bist an einem Punkt in deinem Leben, wo du nach eigenen Aussagen, dein Herz nicht mehr verschenken willst oder es nicht mehr kannst.


    Frage: Rückwirkend betrachtet, wäre es für dein ganz persönliche Glück und deine Ehe nicht doch besser gewesen, dein Mann hätte seine Verliebtheit nur mit sich alleine ausgemacht? Wäret ihr dann noch zusammen?

    @ Juli2006

    Ich finde Deinen Mann einfach klasse. Hört sich jetzt blöd an. Aber es ist eine Seltenheit, dass ein Ehemann so superehrlich mit so einer Sache seiner Frau gegenübertritt. Er hat Dir schonungslos alles erzählt. Ok, das war schmerzhaft, aber ehrlich.


    Und aufgrund dieser Ehrlichkeit steht ja absolut nichts zwischen Euch. Keine Lüge, keine Geheimnis. Nein, ihr wisst, wie immer, wie ihr es immer gehandhabt habt, ALLES voneinander.


    Und ja, Euch gebe ich eine supergute Chance, dass ihr es packt! Meiner Meinung nach seid Ihr ein tolles Paar! @:)

    Zitat

    Und ja, Euch gebe ich eine supergute Chance, dass ihr es packt! Meiner Meinung nach seid Ihr ein tolles Paar! @:)

    So ganz bis zum Schluss verfolgt hast du die Geschichte nicht, hm?

    Zitat

    Du schreibst in deinem letzten Post hoffnungsvoll:

    Zitat

    Es hat sich gelohnt.


    Juli2006

    ....und doch seid ihr nun schon lange geschieden und du bist an einem Punkt in deinem Leben, wo du nach eigenen Aussagen, dein Herz nicht mehr verschenken willst oder es nicht mehr kannst.