Mein Partner kifft

    Hallo,


    ich bin neu hier und erzähle meine Geschichte. Mein Mann und ich sind seit 13 Jahren ein Paar. Damals hat er geraucht und gekifft, das Rauchen habe ich ihm mit Müh und Not abgewöhnt. Zum Glück, sonst wären wir jetzt nicht mehr zusammen - ich will nicht mit einem Raucher zusammen sein. Ich finde es erbärmlich, wenn man süchtig ist / „etwas braucht“. Wie auch immer: Gekifft hat er weiterhin (oft heimlich, aber ich wusste es dennoch). Im Laufe der Jahre hat er es reduziert und ganz aufgehört. Es gab auch mal richtig Ärger mit der Polizei. Er beim Autofahren angehalten und es wurde ein Test gemacht. Da sich in seinem Blut eine extrem hohe Konzentration an THC oder was auch immer befand, musste er zum Psychologen. Der Führerschein war auch erstmal weg und eine Geldstrafe kam hinzu. Ich dachte, spätestens da hat er es kapiert und er hat vorerst tatsächlich mit dem Kiffen aufgehört. War dann leider so dumm und fing irgendwann wieder dankt an - selten, ich glaube alle paar Monate. Seit zwei Jahren wurde es wieder sehr viel mehr. Im letzten Herbst war er drei Monate auf Hawaii und da kiffte er 24/7. Seitdem er wieder zurück in Deutschland ist, kifft er täglich mehrmals. Also so viel wie noch nie und es widert mich an ohne Ende! Mittags um 12 Uhr geht er raus oder fährt weg, das Ganze macht er 3-4x am Tag, das letzte Mal vor dem ins Bett gehen. Sex haben wir keinen mehr, ich gehe davon aus es ist dadurch bedingt. Er meinte neulich im Streit: „Für dich höre ich bestimmt nicht mit dem Kiffen auf! Unter Druck mache ich gar nichts.“ Ich hasse es und es widert mich an ohne Ende!! Was genau, werden wohl nur Leute verstehen, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich. Vor allem regt mich diese Respektlosigkeit mit gegenüber auf: Damals hat er für mich aufgehört bzw. es extrem reduziert und nun bewegt er sich mit keinen Schritt entgegen. Null Kompromissbereitschaft. Das alles macht mich sehr traurig.

  • 133 Antworten

    Okay, aber nun gefällt es dir nicht mehr. Eigentlich schon eher. Er wird sich nicht ändern. Also musst du dich dran gewöhnen. Problem gelöst.

    Blondgirl.007 schrieb:

    Weil wir 13 Jahre zusammen sind und wir viele schöne Zeiten hatten.

    Also willst du mit ihm alt werden, ihn pflegen, beim Sterben zusehen usw. usw.

    Das muss man wollen, oder keinen anderen Plan haben.

    Ich würde mich trennen.

    Er hat in der Vergangenheit mehrfach alles komplett runtergefahren und damit aufgehört. Das ist meine Hoffnung, dass er von sich aus merkt, dass er damit wieder aufhört. Es ist ein ständiger Streitpunkt in der Beziehung. Ich erwarte Kompromissbereitschaft so wie damals auch und wie es sich meiner Meinung nach in jeder Beziehung gehört.

    Klar gehört das dazu. Aber nun hat er darauf anscheinend keinen Bock mehr. Wie alt seid ihr eigentlich? Seit wann verheiratet? Gibt es Kinder?


    Was ist denn aktuell positiv an ihm?

    Du kennst deinen Mann seit 13 Jahren, hast ihn als Kiffer kennengelernt und wolltest ihm das (gemeinsam mit dem Rauchen) "abgewöhnen". Er will das aber offensichtlich nicht und hat dir das letztens klar gesagt:


    Blondgirl.007 schrieb:

    „Für dich höre ich bestimmt nicht mit dem Kiffen auf! Unter Druck mache ich gar nichts.“

    Damit hat er schon Recht, ER muss es wollen, sonst wird das nichts. Hast du ja gesehen, dass er die letzten Jahre heimlich gekifft hat bzw. immer wieder damit angefangen hat. Dir bleibt jetzt nur, deinen Mann so zu akzeptieren, wie er ist und wie du ihn offenbar auch kennengelernt hast oder zu gehen. Darauf zu hoffen, dass er sich deinetwegen ändern wird, bringt meiner Meinung nach nichts. Dazu hatte er die letzten 13 Jahre Zeit. Wenn ihn nicht einmal eine Führerscheinabnahme zum Umdenken gebracht hat, dann hat er seine Entscheidung wohl getroffen.

    Danke für deinen produktiven Beitrag, was man von der vorher gehenden nicht behaupten kann. Ich könnte -obwohl ich es abgrundtief hasse- mich auf einen Kompromiss à la nur noch 1x im Monat kiffen oder sonstiges einlassen. Er kifft so viel wie noch nie seitdem er wieder in Deutschland ist und das, obwohl er weiß wie widerlich und abstoßend ich das finde; von Veränderungen des Charakters und der Beziehung, wie keinen Sex mehr, die mit dem Kiffen einher gehen, ganz zu schweigen. Und du hast absolut recht: Dass ihn nicht mal die Abnahme des Führerscheines vor einigen Jahren zum langfristigen Umdenken veranlasst hat, zeigt alles.

    Das ist wieder Ablenkung vom Feinsten. Da wird der Partner kritisiert aber von dir kommt die sehr laue Entschuldigung, ihr hattet mal schöne Zeiten. Tja, die sind realistisch gesehen wohl vorbei.... Fang doch mal ehrlich zu werden.


    Dann mach doch mal die Rechnung auf, seit wann das nicht mehr so ist mit den schönen Dingen....


    Nur DU kannst dein Leben ändern. Jetzt hast du eben keine schöne Zeiten mehr, ihr habt Streit, er will sein liebstes Hobby auch gar nicht ändern. So what?


    Was würdest du der besten Freundin sagen, die dir so etwas erzählen würde? Ich würde ihr sagen, schön bekloppt, da noch Energien rein zu setzen. Der ist wie er ist und du respektierst das null. Sein Leben ist eben das Glück mit Shit. Weniger mit dir. Wenn du das nicht willst, steht es dir frei, das Leben anders auszurichten.


    Aber dieser Blick scheint dir verbaut, sich in der Vergangenheit zu suhlen, hat noch nie etwas gebracht. Hier und heute spielt das Leben und die Töne scheinen völlig falsch gespielt zu werden. Ist natürlich einfacher zu zetern statt sich um sich selbst zu kümmern, dafür zu sorgen, dass man selbst glücklich wird, u. U. mit jemandem, mit dem man eine schöne Zeit bis zum 98. Lebensjahr verbringen könnte....

    Blondgirl.007 schrieb:

    Er meinte neulich im Streit: „Für dich höre ich bestimmt nicht mit dem Kiffen auf! Unter Druck mache ich gar nichts.“

    Wieviel Hoffnung gibt dir das?

    Evoluzzer schrieb:
    Blondgirl.007 schrieb:

    Er meinte neulich im Streit: „Für dich höre ich bestimmt nicht mit dem Kiffen auf! Unter Druck mache ich gar nichts.“

    Wieviel Hoffnung gibt dir das?

    Zero! Außer er lässt es von sich aus sein. Aber er reduziert es nicht mal mit zu liebe.