Maschinenkanone

    Notgedrungen muss ich so einges, was hier geschrieben wird, ignorieren - man hat ein Leben ausserhalb von med1 und ausserhalb dieses Fadens im med1... egal...


    Ein Kernthema bei dir scheint mir der Ausschliesslichkeitsanspruch vieler Frauen zu sein. (Wobei es auch unglaublich viele Maenner mit diesem Anspruch gibt - es gibt sogar, wohl mehrheitlich unter Maennern, den beruechtigten Typ "Ich verlange meine Freiheit aber du bist mir gefaellgst treu".)


    Ich kann dieses Problem nicht loesen. Ich denke, es ist ein grundsaetzlichen Paradox in der Liebe, das die meisten Maenner und Frauen in gleicher Weise missverstehen... aber es koennte sein, dass das darin liegt, dass es sich gar nicht "verstehen" laesst.


    Die eine Seite besteht darin, dass Liebe meiner Vorstellung nach ein Gefuehl ist, das Ausschliesslichkeit verlangt. In der Liebe wie im Sex geht es um unseren "Urwunsch" nach Symbiose, nach Eins-Sein. Im Sex momentweise, und auf koerperlicher Ebene, in der Liebe auf geistiger und emotionaler Ebene.


    Der Gedanke, dass irgendwo noch jemand anders mit dem geliebten Menschen symbiotisch sein koennte, ist stoerend und irritierend, er passt einfach nicht.


    Die andere Seite ist, dass der Wunsch nach Symbiose in letzter Konsequenz nicht einloesbar ist (also jedenfalls nicht, nachdem wir dem Mutterleib entkommen sind und bevor wir in die Kiste springen). Wir traeumen davon, aber letztlich koennen wir nur entweder die grundsaetzliche Andersartigkeit des "erwuenschten Partners" anerkennen, inklusive dessen, dass es keine echte, vollstaendige Symbiose geben wird, dass immer etwas fehlt oder nicht so ganz richtig passt, oder wir gehen ueber ihn als individuellen Menschen hinweg und begeben uns in eine Traumwelt, in der wir uns ihn so vorstellen, wie wir ihn wollen ohne Ruecksicht darauf, was er ist.


    Es erscheint einfach, dieses Problem durch ein Verbot zu loesen. "Bleibe mir treu, lasse dich nicht mit anderen ein!"


    Aber diese Aufforderung verstaerkt nur die Illusion. Man kann dem anderen ein Handeln verbieten, aber man kann keine Gefuehle fuer jemand anders verbieten, da es keinen effektiven Weg gibt, diese abzustellen. Aber ist fuer den- oder diejenige, die Treue fordert, der Zweck wirklich erfuellt, wenn der Partner zwar die Finger von potenziellen Konkurrent&innen laesst, aber sich dennoch heimlich nach mehr Freiheit, und im Einzelfall nach konkreten anderen Verlockungen sehnt?


    Ich denke, es gibt keine Patentloesung fuer dieses Problem. Man kann sich, um des lieben Friedens Willen, dazu entscheiden, Treue zu leben und man kann sich entscheiden, diese Entscheidung des Partners zur Treue fuer ausreichend zu halten und eventuell verdraengen, dass man das heimliche Ziel wirklicher Symbiose trotzdem nicht erreicht. (Was ja eigentlich der Treueforderung zugrunde liegt.)


    Viele versprechen sich Treue und halten sie nicht ein. Besser? Vielleicht nicht. Man koennte zynisch sagen, dass man auf diese Weise wenigstens ein paar schoene Jahre bekommt, bis es auffliegt und die Katastrophe einsetzt.


    Alternativ kann man eine offene Beziehung fuehren und sich all den kleinen Verletzungen, die die ehrliche Erkenntnis, dass diese Liebe eben nicht ausschliesslich ist (was man sich doch insgeheim erhofft), ausloest, aussetzen... viele wissen, dass sie das ueberfordert.


    Es gibt noch andere Alternativen, polyarmoury zum Beispiel.


    Oder beleidigt Single zu bleiben, mit mehr oder weniger Spass und Erfolg beim anderen Geschlecht.


    Es laesst sich aber nicht von der Hand weisen, dass das monogame Modell, obwohl es in gewisser Weise nicht "natuerlich" und nicht ausreichend fundiert ist, doch einen gewissen praktischen Nutzen erfuellt - spaetestens wenn es um Fragen geht wie was passiert, wenn man Kinder hat und wer sich um wen kuemmert, wenn man alt und krank wird. Denn letztlich sind dieses die natuerlichen Entwicklungen, die der Partnerschaft biologisch zugrunde liegen. (OK, ich gebe zu, Kindern entkommt man notfalls - aber ob man darueber am Ende seines Lebens noch so gluecklich ist?)


    Und ich denke, dass du, Maschinenkanone, um auch in deinem Beziehungsverhalten nicht "oberflaechlich" zu sein, dich diesen Fragen stellen muesstest und pruefen, ob dein Modell von Beziehung, dass du anstrebst, ihnen standhaelt.


    Ich will das nicht ausschliessen. Die einzige Beziehung, die ich bisher gelebt habe, war mit einer Frau, die diese Dinge nicht anders gesehen hat als ich; wir haben uns nicht angekettet und wir haben unseren Ausschliesslichkeitsanspruch in der Liebe auf die Zeiten beschraenkt, in denen wir wirklich zusammen waren, mit anderen Worten, wir haben es nicht als Angriff auf unsere Liebe gesehen, dass es andere Menschen geben kann, mit denen fuer einen von uns mehr passiert als bloss eine distanzierte Redefreundschaft.


    Es ist nicht unmoeglich, einen solchen Menschen zu finden (aber auch nicht unkompliziert, eine solche Beziehung zu fuehren).


    Letztens habe ich eine Dokumentation ueber polyarmoury gesehen, auch dort wurden Menschen beider Geschlechter gezeigt, die offener mit diesen Fargen umgehen und wo der ofen nicht aus ist, wenn einer der Beteiligten mehr als nur eine "Kettenbeziehung" leben will.


    Aber es ist schwer, weil Monogamie das bestimmende Modell ist und Menschen millionenfach in die Idee hereinwachsen, dass "Treue" ein unverzichtbarer Bestandteil der "richtigen" Beziehung "fuers Leben" ist. Weswegen "scheinbare Monogamie", also mit Betrug und Untreue, zahlenmaessig immer noch viel haeufiger ist als die diskutierten alternativen Modelle.


    Aber Kompromisse muessen alle machen, und in jedem Modell. Hilft ja nichts.


    Was das alles mit "Frauen Aufreissen" zu tun hat? Nicht viel... oder?

    Lewian, du hast Recht!

    LEUTE, IHR SCHAFFT MICH!


    DREI SEITEN TEXT AN EINEM HALBEN TAAAG?


    Soll ich gleich aussteigen? ???


    Das kann ich nie im Leben aufholen!


    Ich muss in meiner Freizeit auch noch ab und zu:


    - einkaufen


    - Müll wegschaffen


    - abwaschen


    - Wäsche waschen


    und so weiter und so fort!


    wie macht IHR das?


    Also Lewian, dein Posting lese ich auf jedne Fall. Zaungast kriegt auch noch ne Ladung. Aber ansonsten... ???


    JETZT treffe ich mich erstmal mit ner Frau!


    Das ist mir wichtiger...

    nicht Schatzi

    sondern Schatzilein. Weißt du was MK, du bist so ein Schisser. Ich mag dich.


    Und nun zerredet das Mann-Frau-Thema noch weiter, ich bin wohl zu verknallt in einen nach außen hin arrogant, selbstverliebt und absolut selbststsicher wirkendenden Mann, der mir auch noch das Wasser reichen kann und hinter dessen mühsam aufgebaute Fassade ich geschaut habe und einen absolut hinreißenden Mann entdeckt habe, dem ich mit Respekt und nötiger Ehrlichkeit entgegentreten kann, obwohl er mich manchmal fuchsteufelswild macht.

    Zitat

    wie macht IHR das?

    Du hast Recht, MK. Ich bin hier weg, bis Dienstag. In der Zwischenzeit checke ich vielleicht mal PNs und Mails, aber ich lese und schreibe hier nicht. Wenn das Wetter gut ist, mache ich Anfang nächster Woche eine "Feldmission" und schreibe meine Erlebnisse hier rein. Viel Spaß bis dann.

    Gülle, Kack und Mist!

    Mich schlitzt der Seelenhunger mal wieder völlig auf!


    Gerade war ich im LIDL. Da gibts ne Verkäuferin, oder besser gesagt, esw ist eine der bieden Filialleiterinnen. Das ist so eine süße Frau. Also mal rein vom Gesicht her. Zum Knuuuutschen! Heute hatte sie auch noch die Haare zum Pferdeschwanz gewickelt und ein Stirnband drum. Man man, ich hab sie mir nochmal genau angeguckt. Und sofort fängt meine Maschine an zu arbeiten: 'Kannst du da was machen??' Klar kann ich. Könnte ich. Aber was bringt das? Zudem ist sie - zwar sehr freundlich, wenn ich ihr als Kunde gegenübertrete und kramt für mich tiefe Regale durch, um irgendwas zu finden - aber ansonsten wirkt sie sehr unnahbar. "Außerdienstlich" kriege ich keinen Blickkontakt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Frauen dort, mit denne ich teilweise sogar per du bin.


    Verdammt, warum muss gerade diese Frau so hübsch sein? Schwarze Haare, hellblaue Augen, zurückhaltende Mimik, gerade Augenbrauen, leichte Himmelfahrtsnase und ein Haribo-Knutsch-Gesicht, dass mir gar keine andere Wahl lässt, als es süß zu finden. 26 oder 28 wird sie wohl sein. Schätze ich mal.


    Wie oft schon war ich in so einer Situation. Wie oft noch werde ich in so eine Situation geraten?? Was soll ich machen? Klar könnte ich was biegen. Aber "Beziehung" geht bei mir doch so wie so nicht. Es wäre von vornherein zum Scheitern verurteilt. Das Disaster wäre programmiert.


    Ich bin wiedermal in so einer Phase, wo ich halb eingehe. Vor Seelendurst.


    Ich verfluche alle Frauen. Zumindest die Schönen. Die sind meine Sucht. Mein Verderben, mein ewiger Kreislauf - der nirgendwohin führt. Keine Entwicklung in Aussicht.


    Ich gehe jetzt in die Küche abwaschen. Da mache ich wenigstens was Sinnvolles.


    Die ist so süüüß... :°(

    Ein anderer Eindruck, den ich in diesem Faden habe, ist, dass zu viel verallgemeinert wird.


    Ich will keine Mehrheiten, ich will eine Frau, die mindestens in gewisser Hinsicht speziell ist.


    Dieser Frau gegenueber ist die Anwendung einiger Regeln, die fuer die Mehrheit gut funktionieren, ziemlich sicher falsch. Andere Regeln wiederum machen auch ihr gegenueber Sinn. Schwierig ist, dass man nicht einfach so weiss, welche Regeln in die eine und welche in die andere Klasse gehoeren. (Beispiel: Ich bin ziemlich sicher, es gibt einige Frauen, die Maschinenkanones Geschenkvorlieben und Aufmerksamkeiten ganz wundervoll faenden - keine Mehrheiten, aber doch vorhanden...)


    Ein noch so gutes Regelwerk kann das Gespuer fuer sich selber und diesen einzigartigen speziellen anderen Menschen, an dem man interessiert ist, nicht ersetzen.


    Zieht man so ein Regelwerk konsequent durch, bekommt man leider nur Dutzendware... (und da im Grunde niemand nur Dutzendware ist, bleibt man schliesslich allein).

    Ich weiss das gehört wieder in die nicht gern gesehenen Pu Foren.


    Aber zum thema Geschenke oder ausgegebenen Getränke


    Ich habe mir vor ein paar Monaten die dvd" Die perfekte Masche" gekauft..da ging es auch um die Verführungskünste von Frauen die Gurus haben dort gepredigt das man den Frauen keine Getränke ausgeben sollte, da sie dann im Hinterkopf haben das man sie damit kaufen will...im klartext die frauen sollen sich die Getränke selber kaufen.

    Borbarad

    Zitat

    Was genau meinst du mit: "Ich bin an der Fähigkeit interessiert, promiskuitiv leben zu können."


    Könntest du mir ein Beispiel geben oder es umformulieren, damit es klarer für mich wird?

    Mit "Fähigkeit, promiskuitiv leben zu können" meine ich die Gewißheit, Sexualität in dem Maße ausleben zu können, wie es eine durchschnittliche Frau heutzutage kann. Die Gewißheit, bei einem Wunsch nach einem Sexpartner diesen sich auch mittelfristig aus eigener Kraft "organisieren" zu können.


    Das können schrieb ich kursiv, weil die bloße Gewißheit, etwas zu besitzen, ja schon enorm beruhigt und das Verlangen danach etwas lindert.

    Zitat

    Ich habe den Eindruck, dass du eine Beziehung suchst, damit du Sex haben kannst.

    Daß dieser Eindruck bei dir entsteht, ist für mich absolut nachvollziehbar. Aber mein gesamtbild aus Wünschen und Sehnsüchten ist komplexer.


    Natürlich bin ich auch ein Mensch, der sich nach tiefer Verbundenheit, nach platonischer Zweisamkeit und nach vertrauensvoller Partnerschaft sehnt. Aber die Prioritäten und die chronologische Abfolge der Handlungen variieren stark gegenüber den weiblichen Sichtweisen.


    Es ist bei mir einfach so, daß es für eine vertrauensvolle Partnerschaft eine enorm lange Erprobungs- und Kennenlernphase bedarf. Diese "höheren ziele" brauchen Zeit, um zu reifen.


    So. Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, an dem sich meine Anschauungen scheiden von üblichen weiblichen oder konservativ-abendländischen Sichtweisen.


    Ich bin nämlich der Meinung, daß man im Vorfeld, wenn man einen Menschen zum ersten mal sieht oder ihn nur relativ flüchtig kennt, überhaupt nicht sicher sein kann, ob das der Partner "fürs Leben" bzw. für eine langjährige Partnerschaft ist. Das, was sicher ist, ist seine sexuelle Attraktivität. Einzig darüber kann man sich im Vorfeld sicher sein.


    Und jetzt kommen wir zum Promiskuitätsansatz: Wenn man mit einer Frau in die Kiste steigt, kann die damit zustandegekommene "Beziehung" nur unverbindlich sein. Ich steige mit ihr in die Kiste, weil ich sie sexuell attraktiv finde! An eine Beziehung ist noch gar nicht zu denken. So etwas kann nur allmählich wachsen und gedeihen. Im Anfangsstadium ist es aber noch überhaupt nicht vorhanden. Wenn ich mich also noch nicht in einer Beziehung gebunden fühle, werde ich mir auch die option offenlassen, mich auch anderen Menschen sexuell zuzuwenden.


    Erst wenn eine der beteiligten Personen derart Teil meines lebens geworden ist, daß meine Lust nach anderen Sexpartnern versiegt, definiere ich den Zustand als Beziehung.


    Mit anderen Worten: Bei mir ist die Prioritäten-Abfolge:


    1.) Kennenlernen und Sex miteinander haben


    2.) freundschaftlich verbunden sein und weiterhin Sex miteinander haben


    3.) sich allmählich ineinander verlieben


    4.) eine monogame Beziehung eingehen


    Diese Prioritäten-Abfolge weicht diametral von typischen weiblichen Sichtweisen ab. Meine Sichtweise verstößt so massiv gegen die herrschenden Vorgaben, daß man sich gegenüber potentiellen Partnern in der Form nicht offen dazu bekennen kann, bestenfalls in subtiler Form. Die meisten Frauen neigen dazu, (nachdem sie dem Mann einer Prüfung unterzogen haben, als suchten sie den Partner für ihr restliches Leben) nach dem ersten erfolgten Sex den Zustand schlagartig als "Beziehung" zu definieren, mit gegenseitigem Besitzanspruch (das von MK formulierte "Stacheldraht-Phänomen"). Das Absurde an dieser Vorgehensweise ist ja, daß man nach der relativ kurzen Kennenlernphase überhaupt noch nicht sicher sein kann, ob der Partner überhaupt fürs "restliche Leben" taugt. Ein wenig Spaß haben (Sex) wird von weiblicher Seite also mit unsinnig komplizierte Anbahnungsritualen verknüpft, die trotz ihrer Kompliziertheit vollkommen untauglich sind, einen lebenspartner im Vorfeld zu selektieren.

    Zitat

    Ich habe den Eindruck, dass du eine Beziehung suchst, damit du Sex haben kannst.

    So, und nun können wir deinen Eindruck auch berichtigen und vervollständigen:


    Ich suche eine unverbindliche Beziehung ("Testbeziehung")


    damit ich


    1.) Sex haben kann


    2.) sich eventuell daraus eine tiefergehende Beziehung entwickeln kann


    "Fickbeziehung" habe ich absichtlich nicht geschrieben, da diese ja das emotionale einander-kennelernen primär gar nicht zum Ziel hat.


    Ich spreche von einer "Testbeziehung", da man sich hier allmählich, über Wochen und Monate, einander auf einer Ebene jenseits von Sex und Sympathie, kennenlernt. Auf einer Ebene der tiefen, vertrauten Verbundenheit. Und sowas braucht Zeit. Verdammt viel Zeit.