Zitat

    Dies würde mir viel zu anstrengend sein. Ausserdem nimmt es viel mehr Zeit in anspruch, sowas künstlich zu lernen. Deine Körpersprache ist so komplex und einige "Zeichen" lassen sich nicht so einfach antrainieren. Zum Beispiel die größe der Pupillen. Ich zweifle daran, dass man damit überhaupt in irgendeinem Ansatz glücklich werden kann.

    das heißt ja auch nicht, dass ich das ganze auch so praktiziere. wie sagte schon mein psycho-prof. zum thema beratung und empathie: "die empathie muss echt wirken". ob sie es letztendlich auch ist, steht wieder auf einem völlig anderen blatt.


    fakt ist aber, dass sehr viele menschen beim kennenlernen erstmal schauspielern und sich besser verkaufen wollen, als sie vielleicht sind; partnerbörsen im internet sind dafür ein sehr gutes beispiel.


    und es gibt menschen, die können eben sehr gut schauspielern und man nimmt es dauerhaft für bare münze, und es gibt andere menschen, die das nicht so gut können und man durchschaut sie eben früher.


    warum machen denn so viele männer einen auf macho oder harten kerl, obwohl sie es vielleicht gar nicht sind? die antwort ist einfach: weil sie damit erfolg bei (manchen) frauen haben. ob diese frauen letztendlich auch etwas taugen, steht auf einem anderen blatt, manche männer sind da nicht sehr wählerisch.


    warum spielen frauen immer "ködern und warten", bzw. geben sich als eisprinzessin oder vamp, obwohl sie in der hose statt ner musche einen kühlschrank geparkt hat?


    das alles ist irgendwo schauspielerei, es gibt eben nur menschen, die spielen besser als andere.

    Stimmt, Alex.

    Zitat

    Du kannst dich bei einer Sache unwohl fühlen und bist trotzdem dabei authentisch. Das hat nichts mit der Art der Gefühle zutun.

    Ich komme gerade vom Zahnarzt. Da fühle ich mich immer unwohl. Und diese schwelende Angst ist absolut authentisch. ;-)


    Aber jetzt habe ich erstmal wieder für mindestens ein halbes Jahr Ruhe. Also kann ich jetzt erstmal authentisch glücklich sein.

    Zitat

    Zum Beispiel behaupten die NLPler, dass es von Geburt an nur zwei Ängste gibt. Laute Geräusche und schnelle Bewegungen.

    Einspruch!


    Meines Wissens bedingst*) die Psychologie noch die Agnst vor der Dunkelheit und die Angst vor Höhe/dem Fallen zu den sogenannten Urängsten, also den angeborenen Ängsten. Klingt logisch.


    Mensch = Augentier und Erdbewohner.


    Dunkelheit und Höhe = elementare Lebensgefahr.


    Also in der Wildnis versteht sich.


    Ich sehe gerade, dass der Wiki-Artikel zu "Angst" aus psychologischer Sicht de facto "nicht vorhanden" ist. Was bei Wiki derzeit steht passt audsgedruckt aus eine halbe A4-Seite und ist sehr lapidar gefasst.


    *) = mir fiel nichts Passendes ein. Passend wäre wohl "rechnet".

    "Nicht alles, was echt ist, will ich zeigen, doch was ich zeige, soll echt sein."


    Ruth Cohn (aus dem Gedachtnis zitiert) erklaert ihr Konzept der "selektiven Authentizitaet".


    Ich denke, wir koennen so authentisch sein wie irgend moeglich - was wir anderen Menschen zeigen ist immer nur eine Auswahl, und von daher koennen wir uns nie voellig ehrlich praesentieren (und ueblicherweise, in gewissem Sinn, "besser als wir sind"). Weswegen es auch keinen Sinn macht, dieses zu fordern.

    Nochmal Einspruch.

    Natürlich können wir uns "völlig ehrlich" päsentieren.


    Nur eben nie "vollständig". Aber das ist auch weder nötig und oft auch gar nicht ratsam.


    Doch Stück für Stück werden die Leute, die uns gut kennen, sich ihr Puzzle von uns zusammensetzen können. Jemanden wirklich "kennenlernen" ist ein langwieriger Prozess.

    @iron

    Zitat

    warum spielen frauen immer "ködern und warten",

    Das ist bei vielen denk ich eher unbewusst und soll keine "Schauspielerei" sein.


    Außerdem, scheinen ja sehr viele eine devote Ader zu haben (kommt mir so vor, seit ich bei Med1 bin^^) und ich glaube, man wartet als Frau unbewusst um zu gucken ob er bereit ist die Initiative zu ergreifen..

    Zitat

    bzw. geben sich als eisprinzessin oder vamp, obwohl sie in der hose statt ner musche einen kühlschrank geparkt hat?

    Was meinst du denn damit??? Das einige sich als was ausgeben was sie nicht sind? Also eine Frau auf hardcore macht dann aber nicht will, oder wie?

    Mensch19


    Das gleich Problem hat man oft, wenn man einen Vortrag hälst. Du kannst natürlich bei deiner Kommunikation deine Hände mit einbeziehen.


    Bein Vortrag ist es sehr hilfreich, wenn man einen Stift in einer Hand in brusthöhe hält. Dies würde sich beim Ansprechen vielleicht mit einem Getränkeglas realisieren lassen.


    Ansonsten schau dir selbst man zu, wenn du mit freunden kommunzierst oder wie Tony Robbins das Problem löst.


    Wenn du in der richtigen Stimmung bist, dann achtest du auch nicht mehr auf deine Hände. ;-)


    .


    .


    Paar Interessante Ansätze von stripped auf http://www.dutchseduction.com .:


    The problem is that routine-spitting kills spontaneity. Women are attracted to men who are first and formost, Direct, Spontaneous and Natural.


    In seduction, just about the biggest mistake you can make is being afraid to make a mistake.

    I want to correct...

    ...In seduction, just about the biggest mistake you can make is to believe that you never would make a mistake.


    Erfahrungsfundierte Begründung (ordnungsgemäß auf deutsch und nicht auf ausländisch ;-)):


    Ich weiß ziemlich genau, wie ich mich einer Frau nähern kann.


    Ich weiß, dass das in den meisten Fällen funktioniert.


    Daraus beziehe ich meine Sicherheit.


    Ich weiß, wo die Grenzen salopper Kommunikation sind, habe Gespür für die Grenze zwischen Humor/Unterhaltung/Witzigkeit und Überdrehtheit/Peinlichkeit entwickelt.


    Ich weiß, wo ich "langgehen" muss und wie weit ich gehen kann. Das bestätigt sich jedes Mal aufs Neue.


    DENNOCH weiß ich genau, wo die bzw. meine Genzen der Kommunikation und der Intimität des Gegenübers liegen. Ich vermeide tunlichst, diese zu übertreten. In Randgebieten dieser Grenzen werde ich sehr vorsichtig. Ich schalte dann um von "universell" (wo alle Frauen mitgehen) auf "individuell" (wie weit diese bestimmte Frau bereit ist, mitzugehen). Manche wollen es ja lieber zurückhaltender, manche direkter.


    Darüber hinaus habe ich das Gespür entwickelt, in wie weit die Frau selber der Selbstdarstellung verfallen ist, also wie "echt" sie ist, bzw. wie sehr sie Theater spielt. Das kann die kommunikative Entwicklung nämlich genau so killen, wie eigene Fehler. Extrovertiertheit (also demonstratives "Ich bin gut drauf und kann jeden leiden!") ist zu Beginn zwar das sprichwörtliche "Öl ins Feuer" und man denkt sich: 'Man, das läuft ja bestens!', aber genau so schnell verlöschen solche Turbo-Feuer auch wieder und machen gähnender Langeweile und dummem leeren Verlegenheitsgrinsen Platz.


    Um das zu vermeiden, ist es also wichtig, die "Theatervorstellung der Frau" (so sie denn ein extrovertierter Typ ist) zu bremsen. Und zwar bevor die Kommunikative Zufriedenheit entgleist. Das muss bestimmt aber sanft geschehen, so dass die Frau sich nicht bevormundet oder "gespaßbremst" fühlt. Das ist eine recht schwierige Übung, schwieriger als ein Gespräch lebendig zu halten und deutlich schwieriger als eine Frau anzusprechen.


    Das Wissen um meine (bzw.grundlegende) Grenzen und die Sicherheit innerhalb derselben gibt mir Sicherheit auf dem gesamten Gelände "Kommunikation". Schwierige Situationen gibt es immer wieder und oft tun die sich erst auf, wenn man auf sicheren Wegen "immer weiter" geht. Also "weiter vordringt". Ein klassischer Fall ist nämlich die Situation, wenn man mit einer Frau gut ins Gespräch gekommen ist und dieses Qualitätslevel dann halten will, also unter dem Druck steht, "immer was neues zu bieten". Eine riskante Situation, die sowohl Fingerspitzengefühl, als auch "Selbstbremsung" (der eigenen Selbstdarstellung) erfordert!


    Das ist der Prozess des Feinschliffes. Also wenn das Wunder der Kommunikation "in Fleisch und Blut übergeht".


    Ich habe früher eklatante Kommunikationsfehler gemacht und weiß wie unangenehm das ist. Und ich weiß wie gesagt, was man auf jeden Fall vermeiden muss, also dass man sehr wohl Fehler machen kann, mehr noch, dass man zwangsläufig Fehler macht, wenn man unaufmerksam ist, oder sich "zu sicher fühlt", also gerade in dem Glauben, man würde keine Fehler (mehr) machen.


    Daher meine "Korrektur".


    (Ordnungsgemäß auf deutsch. ;-) )

    Phu, jetzt weiss ich wenigstens, warum ich mir diese flirterei und den Rest nicht antue. Wenn das schon in der Theorie so schrecklich umständlich und kompliziert klingt, wie soll das dann in der Praxis laufen. :-o


    (Bin ich froh, dass sich Elektronik auf 1 oder 0 beschränkt, das verstehe ich wenigstens auf Anhieb)

    Elektronik?

    Dann stell dir einfach dotierte Halbleiter vor.


    Frauen sind auch nicht komplizierter als Elektronenlöcher und Grenzwerte von Durchbruchspannungen und daraus folgenden Effekten.


    Alles berechenbar... ;-)


    ...beziehungsweise empirisch ermittelbar.

    Siehste, eben nicht so ohne weiteres Berechenbar. Und ja, ich könnte mir sicher bestimmt genug wissen aneignen "Wie werde ich der beste Aufreisser" - aber mir fehlt da einfach die Motivation, Geduld und Zeit, das ganze auch vernünftig umzusetzen. Vorallem Geduld. Wenn man in einer elektronischen Schaltung Mist baut, merkt man das ziemlich schnell und lernt auch sofort schnell aus den Fehlern. Aber diese geflirte und so muss sich ja erst entwickeln, und für sowas hab ich einfach einen zu kurzen Geduldsfaden.

    Richtig.

    Punkt erteilt.


    Ergänzung:


    Höre weniger auf das, WAS sie sagen, sondern mehr auf das, WIE sie es sagen. Lerne zwischen den Zeilen zu lesen bzw. hinter die Wörter zu hören.


    Denn Merke: Eine Information ohne Kontext ist keine "Information" sondern nur ein nichtinterpretierbares Signal.