Anmerkung: Ich hatte bisher immer gedacht, dass man in diesem ganzen Chaos von Kreuzungen, an denen man immer wieder vorbeikommt "seinen Weg" finden muss, also den Weg, der zu einem passt, vielleicht den Weg, der für einen vorherbestimmt ist, auch wenn das blöde klingt. Diese Überlegungen bringen aber mit sich, dass es ein "besser" oder "schlechter" gibt. Vielleicht ist der eine Weg sogar besser und der andere schlechter und an jeder Kreuzung kann man aufs Neue nicht sofort sagen, welches der bessere Weg ist. Vielleicht habe ich eine Blase am Fuß und ich gehe erstmal eine Weile bergab, um den Fuß zu entlasten. Das wäre dann "mein Weg", der vielleicht sogar etwas besser wäre, als der andere Weg.


    Was ist aber, wenn man vor einer Kreuzung steht und es schlicht und ergreifend keinen Weg gibt, den man als "seinen Weg" bezeichnen könnte sondern der Weg zum eigenen Weg wird, für den man sich aus einer Laune heraus entscheidet? Argh, quälend :-|

    Zitat

    Ja und was hat das mit Küssen zu tun?

    Beim küssen werden Glückshorme freigesetzt. Aufgrund mangelnder Erfahrung kann ich leider nicht sagen, ob es schön ist, "jede" Frau zu küssen, die einem gefällt.

    Zitat

    Beim Küssen sind etwa 34 Gesichtsmuskeln im Einsatz, die Atemfrequenz und Puls steigen. Die Adrenalin- und Endorphinausschüttung wird angeregt. Diese Glückshormone machen high und straffen die Haut. Noch dazu verbrauchen wir beim Küssen ganz schön viel Kalorien. Wer viel und intensiv küsst, lebt im Durchschnitt fünf Jahre länger.

    Was jedenfalls auffallend ist, dass ich neues Selbstbewusstsein dazu gewonnen habe. All das hätte ich ohne eure Unterstützung, wenn auch nur in schriftlicher Form, nie geschafft. Eure Ratschläge und Tipps helfen definitiv weiter. Ich bin sicher, dass sowas jeder schaffen kann.


    Sicher habe ich erst 10% der Möglichen geschafft, ich bin aber schon stolz es überhaupt soweit gebracht zu haben, und das in der kurzen Zeit.


    - ich habe einen Korb bekommen :-)


    - ich habe jetzt eine beste Freundin :-)


    - ich habe eine Frau, welche an mir interessiert ist


    - ich habe die Frau im Fitnessstudio angesprochen

    Zitat

    Beim küssen werden Glückshorme freigesetzt. Aufgrund mangelnder Erfahrung kann ich leider nicht sagen, ob es schön ist, "jede" Frau zu küssen, die einem gefällt.

    Yo, die wissenschaftliche Sicht mit Glückshormonen kannst du getrost in der Pfeife rauchen. Die führt zu nichts, weil die zwischenmenschliche Ebene entscheidend ist. Probiers aus und berichte von deinen Erfahrungen :-)

    Zitat

    Sicher habe ich erst 10% der Möglichen geschafft, ich bin aber schon stolz es überhaupt soweit gebracht zu haben, und das in der kurzen Zeit.

    ?


    10%? Das wäre schade, wenn du schon ein Zehntel des Möglichen geschafft hättest. Das soll deinen Ehrgeiz nicht schmälern, sondern dich optimistisch stimmen, dass es so unendlich viel zu entdecken gibt.


    *:)

    Weltenarchitekt: Ich weiss nicht, ob ich das selbe meine, aber ich kenne das Gefühl, wenn man sich fragt, ob man nich einen anderen Weg hätte einschlagen sollen. Ich denke manchmal, dass es die Leute früher irgendwie einfacher hatten. Es gab nicht so viele unterschiedliche Ausbildungsmöglichkeiten, Möglichkeiten eine Beziehung einzugehen usw. Alles war doch mehr vorgegeben, schon nur wegen den finanziellen Grenzen, man konnte seine Kräfte auf ein Ziel konzentrieren. Natürlich wurde dadurch die Freiheit stark eingeschränkt, ich habe aber oft das Gefühl, dass ich mit dieser Freiheit nicht gut umgehen kann. Kommt vielleicht auch davon, dass ich Student bin;-D


    Bin jetzt ins Philosophieren gekommen:-)! Was meinst du denn konkret im Moment mit deinen zwei Wegen?

    In meiner Situation geht es nicht so sehr darum zurückzublicken und zu überlegen, welchen Weg ich hätte einschlagen können. Ich bin zufrieden mit der Situation, so wie sie ist.


    Für mich fühlt es sich gerade so an, als würde mir die Welt offen stehen und das einzige, was ich tun muss, ist loszulaufen. Ich kann meine Energie in das Eine investieren oder auch in das Andere. Es macht vielleicht nichtmal einen Unterschied, weil beide Wege es durchaus wert sind gegangen zu werden und das macht es etwas schwierig ;-)


    Allerdings hat einer der Wege momentan durchaus eine etwas größere Anziehungskraft, das muss ich zugeben.


    So dumm es klingen mag: Stell dir mal vor du müsstest überlegen, welche Henkersmahlzeit du zu dir nimmst. Spaghetti oder Pizza? Es macht letztendlich nicht den geringsten Unterschied. Vielleicht bringt beides unterschiedliche Konsequenzen mit sich, die natürlich sehr subtil ausfallen, aber von Bedeutung ist nur, dass du überhaupt was isst ;-)


    Okay, ich muss zugeben, dass ich gerade in eine bestimmte Richtung tendiere und das Gefühl, die Qual der Wahl, nicht mehr so intensiv ist, wie es vorhin der Fall war. Aber das ändert sich wahrscheinlich eh wieder. Wird sich zeigen ;-)

    Das kommt auf den Rahmen an, den man sich steckt. Das kommt darauf an, ob man bereit dafür ist die Konsequenzen zu tragen.


    Ich bin der Meinung, dass ich definitiv alles machen kann, was ich will. Ich kann nur nicht alles haben, was ich will.


    Wie ging die Konversation mit Gullideggl neulich so schön im Park?


    Er: Das Leben ist kein Wunschkonzert, das muss ich mir wohl immer wieder sagen.


    Ich: Ja, das ist es wohl wirklich nicht, aber man tut besser daran es nie vollständig zu akzeptieren und immer zu glauben, dass es doch eins ist.

    Ist ja eigentlich ein bisschen ein "Männerstrang" hier. Ziehe aber trotzdem eine Menge Gedankengut heraus. Vielen Dank.


    Heute nochmals eine Frauensicht:

    @ WA

    Schräg, dass ich heut morgen etwas von Dir lese, was darauf passt, womit ich mich seit gestern Nacht beschäftige. (Mein derzeitiger "Gefährte" hat gestern beim Einschlafen das emotionale "L"-Wort benutzt! :-o Hilfe!!! Naja, egal...)


    Du hattest ja nicht konkret geschrieben, in welchem Gebiet Deine Entscheidungen zu treffen sind. (...typsich Mann...)


    Doch generell beschreibst Du eine klassisch-weibliche Emanzipationsthematik: Wenn Rollenkorsetts wegbrechen, steht man da im viiieel zu kurzen Hemd und muss entscheiden, entscheiden entscheiden. Alle Möglichkeiten sehen gut aus, alles ist irgendwie vielversprechend - und nix ist klar.


    Frauen scheinen seit den 60ern so genervt von dieser "Freiheit", dass viele in konservative Muster zurückdrängen, wie´s aussieht. (Ein "zuviel" an Wahlmöglichkeiten senkt übrigens die geistige Leitungsfähigkeit, stand kürzlich bei "Psychologie heute".)


    So, und nun scheinen die Männer auch was gemerkt zu haben... ;-D ...und ringen ihrerseits um Emanzipation? Bei der geht es letztlich darum, nicht von Äußerem eingeschränkt zu sein, sondern den berühmten "eigenen Weg" zu finden. Das gilt auch für Männer - und scheint für Männer gleichermaßen schwierig, wie Du oben beschreibst.


    Ein tolles Beispiel finde ich zum Beispiel roadrunners ständige Suche nach Regeln, Mustern, Reihenfolgen und "How to"- Bestimmungen. Wohl altersbedingt? Irgendwann merkt man, dass man die Regeln heutzutage eben selber machen muss, da man sie schließlich auch verantwortet. Dann merkt man, dass fast alles geht (...sogar S** vor der Ehe und in verschiedenen Stellungen *staun* ;-) ). Und irgendwann merkt man, dass man gar nicht "alles" will.


    Und da sind wir dann wieder: entscheiden, entscheiden, entscheiden....


    (Und wie ich es als Beziehungsphobikerin künftig mit dem o.g. Herren halte, ist auch noch nicht klar.:-/)

    Moin Alexx,


    Danke. Aber Deine doch auch, wie ich als altgediente HML weiß. ;-)


    Bloß so selten...


    Macht aber weiterhin höllisch Spaß, Euer aller Entwicklung mitzulesen.


    Bsp rr:

    Wenn das kein positives Denken ist...:-D

    Schön, dass du mit meinen Postings was anfangen kannst, ninova, auch wenn ich an dieser Stelle nicht so sehr in Männer/Frauen-Klischees denken will. Ich glaube zwar, dass dein Post mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist, aber interessanterweise tust du eigentlich genau das, was du in roadrunner siehst: Du versuchst einzuordnen, woher dieser (mein bzw. dein) Drang kommt und was er zu bedeuten hat :-)

    Zitat

    Irgendwann merkt man, dass man die Regeln heutzutage eben selber machen muss, da man sie schließlich auch verantwortet.

    Ja, aber es gibt durchaus Regeln, die man nicht ändern kann und die man einfach erkennen bzw. akzeptieren muss. Dieser ganze Thread hier dreht sich darum die Regeln beim Spiel der Verführung zu erschließen und ich bin fest davon überzeugt, dass es so etwas wie Regeln gibt. Die mögen relativ locker sein und sie sind keine Naturgesetze, aber wenn man die Regeln kennt und nach ihnen zu spielen weiß, wird man auch in der Verführungskunst spürbare "Erfolge" erzielen. Es ist wie beim Balzverhalten in der Tierwelt: Bestimmte Dinge müssen einfach gemacht werden, um zum Ziel der Replikation zu führen ;-)


    (und nein, beim Menschen gehört Blumen kaufen nicht dazu ;-D)


    Du erwähnst Emanzipation. Ich würde es nicht so sehr als Emanzipation beschreiben. Laut dwds.de bedeutet Emanzipation:

    Zitat

    Emanzipation, die; -, -en 〈lat.〉 Befreiung aus entwürdigender Abhängigkeit:

    In meinem Fall sehe ich es nicht als Befreiung aus entwürdigender Abhängigkeit sehen, sondern vielmehr als die Abgrenzung meiner eigenen Identität. Aber es geht vielleicht in diese Richtung.

    Zitat

    Frauen scheinen seit den 60ern so genervt von dieser "Freiheit", dass viele in konservative Muster zurückdrängen

    Ich würde eher sagen: Menschen scheinen seit Jahrtausenden lieber geführt zu werden, als selbst Entscheidungen zu treffen und sobald man erkennt, dass man die Wahl hat, wünscht man sich ein System her, das einem die Wahl erträglicher macht :-)


    Ich halte das einfach für höchst menschlich, nicht explizit für weiblich oder männlich.

    Zitat

    (Und wie ich es als Beziehungsphobikerin künftig mit dem o.g. Herren halte, ist auch noch nicht klar. )

    Ein Vorschlag: Definiere den Kontext um. Das L-Wort zu sagen hat für viele Menschen einen hohen Stellenwert, wie man auch immer wieder hier im Forum lesen kann ("Wann habt ihr das erste Mal 'Ich liebe Dich' gesagt?" usw.) und drückt eine Verbindlichkeit aus. Das liegt meines Erachtens nach daran, dass man durch gesellschaftliche Konvention an diese Verbindlichkeit glaubt. Wenn du es schaffst diese Assoziation abzulegen, kannst du dich genauso frei fühlen, wie zuvor. Du führst dann nicht eine Beziehung, weil er das L-Wort gesagt hat, sondern du führst eine Beziehung in genau dem gleichen Maße, wie du sie jetzt bereits führst.


    Zugegebenermaßen haben bestimmte Worte leider eine "gesellschaftliche Bedeutung" und man muss diese Bedeutung wohl auch verwenden, um irgendwie einigermaßen kommunizieren zu können. Das hält mich aber nicht davon ab diese Worte in meinen eigenen Gedanken umzudefinieren, damit sie meiner subjektiven Realität besser entsprechen. Es ist ein Dilemma und ich schreibe gerade sehr abstrakt, ich werde aber später nochmal etwas ausholen und ein konkretes Beispiel beschreiben.

    Zitat

    Und irgendwann merkt man, dass man gar nicht "alles" will.

    Ich glaube, dass man immer alles will und insbesondere das, was man nicht haben kann. Aber irgendwann lernt man sich zu arrangieren. Man nennt es Erwachsen-werden und es bringt dieses sanfte Gefühl von Traurigkeit mit sich, dessen melancholischen Klang man in stillen Momenten irgendwo hinter sich, außerhalb des eigenen Sichtfeldes, vernehmen kann.


    Gut, ich möchte einräumen, dass es durchaus Möglichkeiten gibt zu erkennen, dass man gar nicht alles will und zufrieden ist mit dem, was man hat, weil man im Grunde bereits alles hat, was man braucht (sofern man nicht gerade um sein Überleben kämpft). Aber zu erkennen, dass man bereits alles in sich hat, was man braucht, ist was völlig anderes, als sich mit ganz konkreten Dingen (z. B. dem Leben in einer Ehe) zu arrangieren und zu akzeptieren, dass man nicht alles haben kann und "eigentlich glücklich sein müsste mit dem was man hat".


    Ersteres ist sowas wie Erleuchtung, letzteres ist die Akzeptanz, dass man sein ganzes Leben lang Sehnsüchte haben wird. Ich glaube, die meisten Menschen arrangieren sich und die wenigsten sind erleuchtet, was sehr schade ist.


    Erleuchtung kann ich aber auch noch mit 60 oder 70 finden, jetzt will ich erstmal alles, haha ;-D