@ roadrunner

    Zitat

    Stimmt, manchmal denke ich echt zuviel nach, "was ist wenn ich dies und das tue..wird sie mich zurückweisen"? etc.


    Was kann ich dagegen tun?

    Nicht soviel vorher nachdenken;-), einfach ausprobieren. Angenommen, sie weist dich zurück - na und? Dann bist du genau so weit wie vorher, bevor du sie angesprochen hast. Also - was hast du schon zu verlieren?

    Hallo!


    Ich muss zugeben, die Regeln sind gut, vor allem mit der Einleitung,


    dass es alles nur Theorie ist... eben bei jedem anders.


    Noch etwas dazu aus der Sicht einer Frau:


    Am besten ist es, wenn man nicht quer durch den ganzen Raum auf eine Person zu geht,


    und sie anspricht... sondern wenn man neben ihr steht...


    an der Biertheke, an der Kloschlange, an der Bushaltestelle...


    und wenn man einen konkreten ersten Satz hat "teures Bier hier",


    "soll ich dich vor lassen, du musst so dringend", "immer die Verspätung",


    dann merkt man recht schnell, ob der Gegenüber daraus eine Unterhaltung


    entstehen lassen will...


    Und standart aber wichtig: Immer man selbst bleiben.


    Und wenn einem mal ein unsinniger Satz raus rutscht, einfach weiter machen.


    Also ich als Frau spreche oft fremde Männer an, oft auch nicht unbedingt,


    um sie anzugraben, sondern manchmal auch nur einfach zur Kommunikation.


    Den Unterschied verstehen die meisten auch sofort,


    also ob ich sie grade angrabe oder nicht.


    Und ich muss euch sagen - liebe Frauen - die Männer reagieren IMMER sehr positiv überrascht und gespächig freundlich. Hab nur gute Erfahrungen gemacht.


    Als Frau ist es eindeutig einfacher, weil Männer sich so gut wie nie blöd angemacht fühlen, sondern erstmal einfach gut darauf reagieren.


    Und wenn der Kerl leider nur nett ist und nicht mehr,


    dann kann man sich auch lächelnd verabschieden.


    Also ganz ehrlich, amn kann nur gewinnen,


    und fairer für die Männerwelt ist es allemal!

    @ rr

    Vor lauter Konzentration auf Frauen und Chancen, vergiss dich selber nicht. Was du auf keinen Fall tun darfst, ist, dich dauernd auf das weibliche Gegenüber zu konzentrieren und zu viel zu reflektieren. Nicht, weil das nicht in Ordnung wäre, sondern weil sie das nicht mögen. Vermeide jeden Hauch von Bedürftigkeit. Hab es niemals nötig.


    Frauen haben kein Problem damit, die 1234. zu sein, nur damit die 1. Keine will die 1. Geige spielen, sie wollen sich einfügen. Es ist klar, man muss raus, sich in in die Situation begeben. Das ist das Regelwerk. Aber bleibe dabei autark. Scheiß auf den Fick. Wenn MK sein Jagtgebiet betritt, begrüßt er zunächst 84 Damen und scherzt. Damit demonstriert er sozialen Wert, die 85. folgt der Meute.


    Bemühe dich nicht. Zieh' dein Ding durch. Brich ein Date ab, wenn Du zum Schach verabredet bist. Verschieb ein Treffen, wenn du an der Maschine schraubst. Sie lieben es. Kombiniere das Regelwerk mit einer Art innerer Fremdenlegion. Du hast einen Auftrag, der heißt: roadrunner.


    Lies oder guck Pferdeflüsterer. Nähere dich, aber abgewendet.


    Das hört sich vielleicht verächtlich an, aber schau dich um. Die Frauen, die hier mitschreiben, sind die 'Crème de la crème' (ok, Gewitterziegen mal ausgenommen) und die Ausnahme von der Regel. Find mal eine wie Telefon, die die Situation reflektiert hat.


    Achte auf dich, und lass' die Damenwelt teilhaben.

    @ Gänsemond

    Zitat

    Ich verstehe die Frage als Zweifel an meinem Beitrag, war das so gemeint? Wenn ja, verstehe ich nicht, wieso du daraufhin aber fast das gleiche schreibst, was ich (zumindest) gemeint habe. Wenn nein - dann bin ich wohl paranoid

    War nur ein Einleitungssatz, keine wirkliche Kritik.

    @ rr

    Zitat

    Dann kommt die Stimme der Feigheit, sie findet es sicher lächerlich, sie fühlt sich genervt, sie hat sicher einen Freund, es würde nur neuen Ärger geben und und und. Doch an dieser Stimme der Feigheit möchte ich arbeiten.

    Stell dir diese Stimme der Feigheit mal vor mit Mickymaus-Ohren und zwei Oktaven höher, wie sie so zu dir spricht. Vielleicht hilft dir diese Vorstellung bereits.

    @ Themroc:

    Zitat

    Vermeide jeden Hauch von Bedürftigkeit. Hab es niemals nötig.

    Das ist richtig fürs erste Kennenlernen. Für später nur noch in letzter Konsequenz, aber das sollte nicht ständig gezeigt werden.

    Zitat

    Bemühe dich nicht. Zieh' dein Ding durch. Brich ein Date ab, wenn Du zum Schach verabredet bist. Verschieb ein Treffen, wenn du an der Maschine schraubst. Sie lieben es.

    Kann ich dir nicht ganz zustimmen. Auf gewisse Weise hast du nicht ganz Unrecht und zwar damit, dass man fürs erste Kennenlernen nicht unbedingt seinen ganzen Alltag umkrempeln sollte. Aber gerade der Satz "bemühe dich nicht" ist längerfristig gesehen schlichtweg Unsinn, denn die Frauen, die Créme de la Créme, wie du sagst, werden dir einen Vogel zeigen, wenn du dir keine Mühe gibst und es an gewisser Ebenbürtigkeit und Ausgeglichenheit fehlt, nur weil du dein Ding durchziehen willst.


    Und das hier kapier ich gar nicht:

    Zitat

    Frauen haben kein Problem damit, die 1234. zu sein, nur damit die 1. Keine will die 1. Geige spielen, sie wollen sich einfügen.

    Kannst du das nochmal verständlich formulieren ;-) ?

    Guten Abend,


    ich habe gerade folgende Zeilen passend zum Thema aus einem anderen Forum entnommen:

    Das ist schon eine ganz andere Sichtweise als die bisher hier besprochene. Ehrlich gesagt bin ich nicht der gleichen Meinung sondern eher etwas schockiert über diese Denke. Das kommt auch noch ausgerechnet von einem Männercoach?!


    Wie seht ihr das? Ist da was dran? Ich finde, dass diese Sichtweise eher eine ignorante Einstellung zur Folge hat oder sagen wir, es kommt mir etwas respektlos den Frauen gegenüber vor.

    @ WA

    ich zitier mal nicht in der 3. Ebene. Thema:Bedürftigkeit. Nein am Anfang nicht und auch später niemals. Sie mag die Göttin sein, gut sag ihr das. Aber bleibe auf dem Sprung.


    Frauen, die ich kenne oder beobachte, sortieren jede Situation neu. Das ist anders als bei Männern. 'La donna e mobile'. Lies die Fäden mit 'Lust auf einen Neuen'. Männer denken bei einer Beziehungen an eine Art Vertrag, Frauen an einen schönen Tag, oder zwei. Oder Nächte. Oder Enttäuschungen.


    'Créme de la Créme', das sind nicht alle Frauen. Sondern ich meine die, die hier konstruktiv mitschreiben. Die begreifen, dass die Jungs ne Aufgabe haben, die man nicht soeben wuppt, oder die sich von selbst erledigt.

    Zitat

    Kannst du das nochmal verständlich formulieren

    Versuch. U-Engel hat mal geschrieben: Du musst der Programmdirekor sein. Pass Dich Ihr nicht an, hole sie in deine Welt. Ganz direkt: wenn du 100 + X gev**** hast, fragt Sie sich , ja warum den mich nicht. Siehe Faden 'Von allen will er nur Sex, nur nicht von mir'.


    Die sexuelle Attraktivität spielt eine prominente Rolle im Selbstverständnis der Frau. Sie will begehrt werden. Also, der Notorius ist ein Weibermagnet.

    @ Weltenarchitekt

    Zitat

    Dazu habe ich mal etwas gelesen, was ich in eigenen Worten wiedergebe:


    Mut ist aufrichtig weiterzugehen, obwohl einem vor Angst die Beine schlottern, sich also über seine Angst hinwegzusetzen. Vielleicht fühlt man sich in diesem Moment klein und schwach, aber wenn man es schafft einen Fuß vor den anderen zu setzen, dann ist das wahrer Mut.


    Stärke ist, wenn man es schafft einen solchen Mut aufzubringen. Stärke ist eine Sammlung von Eigenschaften, die man "sicher" hat und auf die man zurückgreifen kann. Mut ist die Erschließung neuer Eigenschaften durch die Hinwegsetzung über die Angst.

    eine sehr schöne Definition. damit lässt sich auf jeden Fall etwas anfangen. :)^

    @ Gaensemond:

    Zitat

    Natürlich. Es war auch ein wenig ironisch gemeint mit dem "sich


    einfach nicht ergeben", weil dahinter ja immer auch ein Grund steckt.

    oh, dann hatte ich´s in den falschen Hals bekommen, habe das Ganze


    nämlich automatisch mit einer gängigen Ausrede assoziiert, auf die ich


    sehr allergisch reagiere, also "irgendwas hat nicht geklappt oder sich


    nicht ergeben, weil... die Umstände waren natürlich Schuld".

    Zitat

    Meine spezielle Frau hingegen, das ist sehr, sehr kompliziert...

    Zitat

    Ach, soo kompliziert ist das gar nicht... ;-)

    ja, grundsätzlich hast du da natürlich vollkommen recht, aber irgendwie ist es doch ein wenig kompliziert (zumindest kommt es mir so vor).

    Zitat

    Doch, die Essenz kommt rüber, mehr kann man in der Form hier auch schwer mitteilen. So ne Art Seelenverwandschaft? Sich selbst im Andern wiedererkennen, darüber sogar leicht erschrocken sein und gleichzeitig fasziniert von den dennoch vorhandenen Unterschieden bzw. unterschiedlichen Ausdrucksformen?

    ja, da hast du genau ins Schwarze getroffen!


    chronoligisch krieg ich´s nicht mehr richtig hin, aber da war mal die Zeit, vor den 2 Jahren "Pause", wo sie etwas sagte wie "ich solle auf meine innere Stimme hören". ich hatte so etwas gefragt wie... ja, was eigentlich? ich weiß es nicht mehr. es ging bestimmt in Richtung "Liebe", aber ich habe dieses Wort und abgewandelte Formen davon, noch nie benutzt. zum einen, weil ich es beknackt finde, und zum anderen, weil es mir bislang nicht passend erschien, aber das mag sich vielleicht mal ändern. im Nachgang hatte ich ihr, auf Grund bestimmter Gegebenheiten, welche ich jetzt auch nicht mehr hinkriege, mal was gesagt von wegen, dass ich mich da bei meiner "inneren Stimme" wohl verhört habe. ihre Antwort darauf hin war etwas wie, dass die "Kommunikation zwischen Frauen und Männern" manchmal etwas schwierig sei. Das war allerdings nur eine von vielen Situationen bzw. Gesprächen, die gleichzeitig etwas und nichts aussagten. Ich war dann drauf und dran, Gewissheit bzw. Wahrheit haben zu wollen. Aber dann begann mein körperliches/geistiges "Leiden", und ich blieb ihr die Frage, und sie mir die Antwort "schuldig".

    auch hier wieder ein Volltreffer, gut erkannt und für mich hilfreich kommentiert. und ich füge noch einen kleinen realitäts-schnipsel dazu. sie meinte mal, dass sie "zu viel oder zu wenig für mich sei, je nachdem wie man es sieht" und hat dann, kurz nachdem wir uns näher kennen gelernt hatten, urplötzlich jegliche Kommunikation eingestellt und den Kontakt abgebrochen. nun gut, der Grund war wohl, dass ich in einem kleinen Verliebtheitsrausch war, und viele Dinge fragte und sagte (und wenn ich mich heute sehe, wie ich bin, dann muss das auch damals irgendwie anstrengend gewesen sein). und weil ich den Unsinn meines Verhaltens sah und im Kern doch eher rational veranlagt bin, habe ich dann dieses Verliebtheitsrauschverhalten ziemlich schnell eingestellt, und war dann doch ziemlich verärgert, dass sie einfach so, denn ich hatte ja nur ein paar (eigentlich "nette") Dinge gesagt und gefragt), denn Kontakt so einstellt. Habe ihr dann geschrieben, dass ich ja wohl selbst entscheiden müsse, ob sie "zu viel oder zu wenig" für mich sei. Und ich habe ihr dann ehrlich (aber bestimmt auch ein wenig in der Verzweiflung eines Verliebten) gesagt/geschrieben, dass ich eine "Beziehung" (zwei Menschen haben sich zufällig kennengelernt) sehe, und ich möchte, dass wir weiterhin Kontakt haben, ohne jegliche Verpflichtung (und eben schauen, wohin das führt, egal wohin es führt...). Das hat sie dann dazu bewegt, doch wieder Kontakt mit mir zu haben bzw. aufrecht zu erhalten, was mich natürlich gefreut hat, aber wenn sie es nicht gewollt hätte, wäre das auch vollkommen in Ordnung gewesen, denn es wäre ihre Entscheidung gewesen, und ich hätte meine Gewissheit bzw. Wahrheit. Wäre vielleicht nicht angenehm gewesen, aber ich ziehe generell die Wahrheit der Annehmlichkeit vor.


    Natürlich war ich auch strunzdoof, denn wenn ich nicht so schüchtern, zurückhaltend, höflich, oder was auch immer, gewesen wäre, dann hätte ich sie natürlich fragen müssen, was sie mit dem "zu viel oder zu wenig für mich" eigentlich meinte. Aber ich habe nicht gefragt - meine Entscheidung, mein Problem.


    Wer meiner Geschichte ein wenig gefolgt ist, wird feststellen, dass das Ganze nicht ganz "normal" ist, denn ich verliere gerade Worte über eine für mich wichtige Geschichte, der man folgenden Titel geben könnte: "Es hat nie angefangen und es hat nie geendet".

    Zitat
    Zitat

    habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was bedeutet es für andere Menschen und was bin ich oder kann ich für andere sein?

    Aus meiner Erfahrung sollte man zumindest 50% dieser Gedanken auch den anderen überlassen.

    ja, sehe ich genauso.


    Vielen Dank für deinen Beitrag!

    Zitat

    Das ist schon eine ganz andere Sichtweise als die bisher hier besprochene. Ehrlich gesagt bin ich nicht der gleichen Meinung sondern eher etwas schockiert über diese Denke. Das kommt auch noch ausgerechnet von einem Männercoach?!


    Wie seht ihr das? Ist da was dran? Ich finde, dass diese Sichtweise eher eine ignorante Einstellung zur Folge hat oder sagen wir, es kommt mir etwas respektlos den Frauen gegenüber vor.

    Nein, diese Einstellung ist genau das, was du brauchst. Hat mit Ignoranz nichts zu tun. Man betrachtet die Frauen ja, aber man ist vielleicht nicht sofort verblendet von einer tollen Figur. Man tut natürlich ganz gut daran einigermaßen flexibel zu bleiben und seine Ansprüche nicht ins Unendliche steigen zu lassen, aber prinzipiell ist diese Denkweise ein ganz entscheidender Faktor.

    @ Themroc:

    Ich habe auch Lob des Sexismus gelesen und mich in die Pickup-Szene eingelesen, ich weiß durchaus, wovon du sprichst. Der Punkt ist nur, dass ich ein gewisses "aber" finde, gerade bei Lob des Sexismus. Das habe ich erst in den letzten Tagen und Wochen entdeckt. Der Frau wird da generell eine sehr passive Rolle zugeschrieben à la "sie muss dich ständig testen" und auch das beschreibst du hier:

    Zitat

    Frauen, die ich kenne oder beobachte, sortieren jede Situation neu.

    Das große Aber liegt darin, dass es auf dieser Welt einige (vielleicht auch nur wenige) Exemplare von Frauen gibt, die sich diesem Schema in gewisser Weise bewusst sind. Sie wissen, dass bestimmte Verhaltensweisen zu einer geringeren Wertschätzung des Mannes führen können (nicht müssen) und lassen es dann einfach von vornherein. Diese Frauen sind normalerweise sehr selbstbewusst und "wissen was sie wollen". Ich sage nicht, dass die Ideen aus LdS nicht trotzdem irgendwie funktionieren können (letztendlich geht es in LdS vor allem darum in einer Beziehung die sexuelle Spannung aufrecht zu erhalten) ich sage aber, dass es nicht die ganze Wahrheit ist. Wenn sich eine solche Frau irgendwie "schlecht" fühlt wegen dir und du einen Scheiß drauf gibst und nicht bereit bist darauf einzugehen, nur weil du gerade an deiner Karre rumschrauben musst oder so, wird sie dich schneller abservieren als du gucken kannst. Die Frau ist ja auch nicht blöd und lässt sich solch einen Mist bieten. Es gilt zu differenzieren und die Créme de la Créme weiß durchaus, wann sie dich besser in Ruhe lässt, damit du deine Ziele weiter verfolgen kannst und wann es ihr so wichtig ist, dass sie dich von irgendwas abhalten muss, um das Problem zu lösen.

    Zitat

    Pass Dich Ihr nicht an, hole sie in deine Welt.

    Ja, prinzipiell auch nicht verkehrt und oftmals richtig. Aber auch hier: Wenn du immer der bist, der sie in deine Welt holt, wird ihr etwas fehlen (und dir auch).


    Ich schreibe das zum einen aus eigener Erfahrung, zum anderen, weil ich vor einiger Zeit einen Post von einer Frau in einem Seduction-Board gelesen habe, der interessanterweise genau in die gleiche Richtung ging.


    Ich denke aber, dass wir gerade von zwei verschiedenen Dingen reden. Sofern diese Diskussion zu spezifizisch ist für diesen Thread, lasst es uns wissen, dann können wir per PN oder so weiterdiskutieren ;-)

    telefonlady

    Zitat

    Und ich muss euch sagen - liebe Frauen - die Männer reagieren IMMER sehr positiv überrascht und gespächig freundlich. Hab nur gute Erfahrungen gemacht.

    Kann ich jetzt so nicht bestätigen. Also Männer reagieren sicher positiv überrascht, aber das muss nicht zwangsläufig in ein freundliches Gespräch münden. Das liegt zwar nicht daran, wie du sehr schön bemerkst, dass

    Zitat

    Männer sich so gut wie nie blöd angemacht fühlen,

    aber es tritt des öfteren der "Schlange und Kaninchen-Effekt" auf, wenn ich das jetzt mal so ausdrücken darf. Sprich: die Männer kommen erstmal sowas von gar nicht klar, dass sie total paralysiert reagieren und man sie dann erstmal ganz sensibel in die Situation führen muss. Keine Ahnung, vielleicht bin ich da auch beim Baggern einfach zu plump.;-D

    tsu_nami

    Noch mal zurückgehend auf deine ersten Beiträge...

    Zitat

    ach ja, zumindest ist die übersetzung des gedichts ein unikat, welches imho besser ist, als die anderen übersetzungen, allerdings mit einem groben Fehler, den ich aber gut finde.

    Jetzt hast du mich ja mal neugierig gemacht, welchen "groben Fehler" du meintest. Außer die Umwandlung der ersten in die dritte Person in der ersten Zeile fällt mir nichts auf. Bienchen?

    Zitat

    das Leben ist für mich ein Kampf, den ich nicht verlieren kann, da ich nicht fürchte etwas zu verlieren, was ich gar nicht habe;

    Das klingt natürlich toll, hat mir auch gefallen. Nur jetzt fällt mir eben im Zusammenhang mit deiner Geschichte auf, dass es manchmal eben nicht um "haben" und "verlieren" geht. Die deutsche Sprache macht es einem in dieser Hinsicht manchmal recht schwer. Man "hat" niemanden, wenn man eine Beziehung zu ihm eingeht, dennoch ist es im Sprachgebrauch üblich, es als eine Beziehung "haben" zu bezeichnen. Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass dieses Wort "Haben" nicht auch das Wort "Besitzen" einschließt (nur für diesen Moment), dann kann man die Zeile

    Zitat

    da ich nicht fürchte etwas zu verlieren, was ich gar nicht habe...

    auch so weiterführen:


    ...aber ich fürchte mich davor, was passierte, wenn ich dich hätte, genauso wie davor, was wäre, wenn du mich nicht haben wolltest.


    Ok, du fügst das hier hinzu

    Zitat

    und du bist der einzige Mensch, der mich mal anders denken lassen hat...

    Scheint mir insofern rätselhaft, als es im Zusammenhang mit den oberen Zeilen anklingt, als ob sie eben diesen "Habenswunsch" in dir geweckt hätte; als das Haben-wollen von Dingen, von überhaupt etwas. Aber so meintest du das sicher nicht?

    Zitat

    ich werde dir noch antworten, aber erst, wenn ich wirklich zeit hab. das ist mir wichtig!

    Und, hat sie noch geantwortet?


    So, in der Zusammenschau aller deiner Texte kann ich mir jetzt ein gaaaanz grobes Bild machen, aus dem mir noch ein paar Fragen einfallen:

    Zitat

    Der Grund, warum es eine 2-jährige Funkstille gab, ist ganz einfach. Ich hatte ein "Leiden" und habe es immer noch,


    3) nichts sagen und nichts fragen, noch nicht mal sehen, und das ist in Anbetracht aller Umstände die beste Alternative für sie.

    Verstehe ich das richtig, dass du im Grunde den Kontakt abgebrochen oder zumindest nicht forciert hast?


    Wann war denn dieser Abend, wo du mit zu ihr nach Hause gegangen bist? Wo kann man den zeitlich einordnen? Wann kommt zeitlich gesehen, der hier beschriebene Emailaustausch? Vorher, nachher, großer Zeitsprung?


    Wie hat sie in den zwei Jahren reagiert? Du hast ihr ja sicher keinen Grund genannt? Ach, ich kanns mir schon denken. Sie hat nichts gemacht. Sie war, wenn ihr euch zufällig auf Arbeit begegnet seid, freundlich kollegial, genau wie du. Und als du, aus irgendeinem Grund, vor sechs Monaten den Kontakt wieder hergestellt hast ( wahrscheinlich war da mit der anderen Beziehung Schluss), da war sie dafür auch aufgeschlossen. Soweit richtig?


    Nun gut, du sagst zwar, du hättest keine Fragen, alles soweit im Lot, aber ich hätte noch eine: Wie denkst du, soll es weiter gehen?

    WA

    Zitat

    Sofern diese Diskussion zu spezifizisch ist für diesen Thread, lasst es uns wissen,

    Nö, also wegen mir - gerne weiter diskutieren. Passt doch zum Thema. Letzten Endes geht es ja immer auch um Erkenntnisse, die dann für die "Aufreiß"praxis relevant sind.

    Moin allerseits,


    und toll, dass es hier schon wieder so philosophisch zur Sache geht. Lese eifrig (passiv) mit.


    Aktiv habe ich mich mit einem anderen Thema beschäftigt, sozusagen mit einer "Hausaufgabe". ;-)


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    Hier wurde mal darum gebeten, den "Aufriss" aus Frauensicht zu schildern. Darüber denke ich seitdem nach – und finde es echt schwierig. Denn die Perspektive ist eine völlig andere, die Handlungen sind nicht ähnlich, sondern komplementär – egal wie sehr ich mich im RL um einen sanften Radikal-Emanzen-Status bemühe. :-/


    Vielleicht können auch die anderen Frauen im Strang etwas beitragen?


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    Telefonlady beschreibt das Ansprechen – aber das ist für Frauen keine Herausforderung, wie sie ebenfalls bemerkt. Das "Aufreißen" beginnt für Frauen – so meine Theorie – wenn der erste Kontakt schon hergestellt ist. Und selbst dann würde ich oft eher von Re-Aktionen in Bezug auf männliche Aktivitäten sprechen. Oder um die Bemühung, männliche Aktionen herauszufordern. Um ein Auffordern, ein Ermutigen. (Frauen, was sagt Ihr?)


    Ich beschreib das also aus persönlicher Sicht, damit der eine oder andere Mann von dieser Perspektive profitieren kann. Ein "Regelwerk" wird es aber nicht, auch weil vielleicht die Zielgruppe fehlt?


    Ich bin generell gar nicht auf Männer/Partnersuche. So geschieht das Kennen lernen locker, bei jeder Gelegenheit, beiläufig und ohne Ziel: Arbeit, Hobby, Kneipe, lose Bekanntschaften eines Kumpels…


    Das ist – nach allem, was ich hier gelesen habe – vielleicht schon frauentypisch. Klar, dass in einem Aufreiß-Faden Mancher zielgerichtet nach Erfolgsrezepten sucht. Aber viele Männer scheinen generell eher vorher zu überlegen, wohin eine Bekanntschaft führen sollte/könnte. (Das ist sicher diskussionswürdig…und wäre, falls es zutrifft, mMn ein Kardinalfehler unerfahrener "Aufreißer", der z.B. einem MK offensichtlich nicht mehr unterläuft.)


    Mein "Aufreißen/weiblich" beginnt aber tatsächlich erst dann, wenn schon ein Kontakt besteht.


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    Ein wesentlicher Unterschied: Dass ich einen Mann sehe und denke "Wow, lecker!" passiert gelegentlich (erst gestern…). Es ist für mich aber spontan wirklich NIE ein Handlungsimpuls, warum auch immer. Ich gucke maximal, genau wie hier beschrieben. Cirka drei Blicke zum "abchecken" – das klingt passend.


    Aktiv das Gespräch suchen würde ich höchstens, wenn es etwas Sachliches zu reden gibt (wie auch Telefonlady schrieb) oder er mir quasi "vor die Füße fällt". Wenn er nach der Uhrzeit fragt, an mir vorbei drängelt und grinst, in der Bahn einen Spruch über die Verspätung macht oder, oder, oder…. Eigentlich egal, solange es nett und locker rüberkommt, da weiß ich dann auch etwas zu sagen.


    Bloß beim hier so oft empfohlenen: "Du guckst mich schon die ganze Zeit an…" o.ä. würde ich persönlich mir total ertappt vorkommen und womöglich abweisend reagieren. Gleiches gilt für (unoriginelle?) Komplimente oder gar platte Anmache: da ist das Ziel schon erkennbar – und das macht´s unspannend.


    Ich persönlich werde zudem generell nicht oft "kalt" angesprochen, da ich kühl und abweisend wirke – und das ist okay. (Sonst hätte ich ja auch nicht "Aufreißen" gelernt.)


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    Also gehen wir davon aus, dass ein neutraler Kontakt bereits besteht. Ich mag Männer und schätze generell ihre Gesellschaft. Deshalb kenne ich auch relativ viele.


    Und hin und wieder ist mal jemand dabei, der mich interessiert. Die Schwierigkeit besteht darin, dass ich mich, auch berufsbedingt, extrem neutral verhalte – und bisher jedem Mann, den ich wollte, auf die Sprünge helfen musste, weil er nie dachte, dass ich mich für ihn interessiere.


    Mein (Frauen-)Job besteht also offensichtlich darin, überdeutlich eine ganze Reihe unmissverständlicher Signale zu senden, das Spiel zu eröffnen, den Herrn zu ermutigen – ihm aber nicht die komplette Arbeit abzunehmen, damit er sich noch als "Macher" fühlt.


    Ein Beispiel zur Spiel-Eröffnung: In ein eigentlich neutrales Gespräch bewusst irritierende Signale einstreuen: Eine unangemessene Pause machen, nachdenklich gucken, verträumt lächeln, Augenaufschlag, Kopf schief legen, durch die Haare streichen (eine Sekunde "Weibchen" aufblitzen lassen) – dann normal weiterreden. Evtl wiederholen. Wirft garantiert erste Fragen auf. :=o Und die Reaktion des Mannes zeigt mir, wie die Chancen stehen.

    Ein weiteres Flirtspiel ist das "Unterschreiten des Mindestabstands". Die körperliche Intimzone beträgt bei den meisten Menschen wohl ca Armeslänge? (korrigiert mich, wette ein WA oder Themroc weiß sowas…) Ich gehe, stehe, sitze dann bewusst immer totaaal beiläufig ein Stückchen zu dicht am Mann. Das ist Gefühlssache: Ich rücke ihm millimeterweise so weit auf die Pelle, bis er etwas merkt. Es folgt eine kurze Irritation – und dann rückt er ab. Oder hält die Nähe aus oder sucht sie gar. Und ich kann die Situation jederzeit entschärfen, wenn nötig. Eine langsame Methode. Aber spannend – und aufschlussreich.


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    Dann gibt es bei Gesprächsthemen ein paar Klassiker. Die wurden hier teilweise schon empfohlen: Persönlich und emotional darf es sein. Wer einen Flirt vorantreiben will, sollte lieber fragen als dozieren. Beispiele aus meinem Repertoire: "Was magst Du eigentlich an Frauen?" "Glaubst Du, es kann Freundschaft zwischen Mann und Frau geben?" "Wie meinst Du das?" oder auch (Holzhammermethode!): "Guck mal: Die da drüben!" Gemeinsames Lästern hat oft was sehr Verbindendes.


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    Persönlich bringe ich noch ein paar Eigenheiten ein, die sicher nicht jederfraus Sache sind, aber schnell klären, ob ein Mann zu mir passt: Ich gebe gern Männern ein Getränk aus. Und mache Komplimente, wenn´s geht. Wenn ich eine Telefonnummer bekomme, rufe ich an, sobald ich Lust habe – nicht wenn´s taktisch klug scheint. Ruhig zwei, drei Mal. Komischerweise mache ich nie schlechte Erfahrungen damit: Irgendwann melden sich die Kerls immer wieder zurück. Wenn Frau dann nicht zickt, kommt auch kein Klammer-Verdacht auf.


    Aber eigentlich vergebe ich lieber meine Nummer. Süß ist, wenn unter einem Vorwand danach gefragt wird: "Kann Dir dann ja Bescheid geben wenn…äh, gib mir mal eben Deine Nummer…"


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    Diese Spiele scheinen sogar ziemlich universell zu funktionieren: irgendwann hat noch jeder was gemerkt. Spätestens, wenn ich die Intensität meiner Bemühungen bis ins Groteske gesteigert habe. Beispiel: Mein aktueller Gefährte war ein Vierteljahr lang bei jedem Treffen "nett" –aber nicht mehr, obwohl er sehr interessiert war, wie ich mittlerweile weiß. Bis ich ihm in einem Gespräch eine Internetadresse aufgeschrieben hab – und darunter meine Telefonnummer, mit dem Vermerk: "Falls Du noch Fragen hast." Das hat gewirkt. Holzhammermethode, mal wieder…:=o


    Eigentlich habe ich so oder ähnlich bisher jeden Kandidaten, den ich gut fand, für mich interessieren können, Altersgruppe Ende 20 bis Mitte 40. Und die, die mich erst "völlig zickig" fanden, sind am längsten geblieben. Netten Kontakt habe ich derzeit noch zu buchstäblich allen Kandidaten der letzten beiden Jahre.


    .


    Generell ist wohl ein "Trick", zu versuchen, mit sympathischen MENSCHEN generell gut auszukommen. Das gilt aber für Männlein und Weiblein. ich persönlich bleibe, evtl verglichen mit anderen Frauen, in Flirtsituationen sehr locker, weil ich viel Übung im Umgang mit Männern habe. Das macht für mich den Unterschied zu früher aus, als ich anfing zu stammeln oder zu klammern.


    Deshalb wird auch jeder Mann den gleichen Rat bekommen, den MK auf Seite eins schon gibt: üben, üben, üben. Auch – und gerade – mit den Unattraktiven. (Das finde ich persönlich sowieso unwiderstehlich, wenn Männer auch zu Frauen freundlich sind, die sie NICHT begatten wollen!;-D)


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    Wie gesagt: Dies ist kein "Regelwerk zum Männeraufreißen". Aber vielleicht nimmt es dem einen oder anderen Mann die Tomaten von den Augen?


    Und @ Themroc:


    Muss Dir (m)eine große Schwäche für Deine stilistisch blitzsauberen Beiträge gestehen…..

    Zitat

    Gleiches gilt für (unoriginelle?) Komplimente oder gar platte Anmache: da ist das Ziel schon erkennbar – und das macht´s unspannend.

    das ist genau das Problem bei euch nordeuropäischen Frauen: ihr denkt, immer wenn ein Mann euch ein Kompliment macht, will er gleich was. Da sind die Südländischen Frauen viel lockerer drauf. Komplimente braucht jeder Mensch und ich persönlich finde, wer sich über Komplimente nicht freuen kann oder ein Mittel zum Zweck dahinter vermutet, hat ein Problem mit sich selber.

    Zitat

    Sofern diese Diskussion zu spezifizisch ist für diesen Thread, lasst es uns wissen, dann können wir per PN oder so weiterdiskutieren ;-)


    Weltenarchitekt

    Nö, finde ich nicht zu spezifisch. Das Thema interessiert mich nämlich , weil ich inzwischen auch LdS gelesen habe und versuche mich darin wiederzufinden, was ziemlich genau wie in dem genannten Beispiel nicht immer hinhaut.

    Zitat

    das ist genau das Problem bei euch nordeuropäischen Frauen: ihr denkt, immer wenn ein Mann euch ein Kompliment macht, will er gleich was

    Also ich bin nordeuropäisch und für mich gilt das nicht.