@ tsu_nami

    Natürlich lädt hier keiner ein, ich bin nicht Doc Schüller oder ein Mod. Aber dieser Faden ist natürlich MKs Verdienst, darauf habe ich mich bezogen. Warum läuft der so lange und sind hier äußerst interessante Subjekte unterwegs?


    Falls meine kleine Anmerkung am Schluss patronisierend auf dich gewirkt hat, hast du das in den falschen Hals bekommen. Nichts liegt mir ferner.

    Zitat

    Habe letztes noch einen Bericht gesehen, wo einem Mann Frauenhormone über einen längeren Zeitraum verabreicht wurden. Seine Entwicklung während der Einnahme war erstaunlich, und das nicht körperlich betrachtet. Hier wurde mir aber erstmals richtig klar, Frauen, denken und fühlen anders.

    Und wie hat er sich verändert?


    Gibts da auch einen link dazu?

    Zitat

    Vielleicht solltest du MKs Tipp beherzigen, und an "einfachen Objekten üben", damit´s bei den "wertvollen" Frauen, nicht so anstrengend ist...

    Naja, ich würde sie ja als "einfach" und trotzdem wertvoll bezeichnen, eben weil bei ihr keine Gehässigkeit zu erwarten ist, kein nachträgliches tratschen wie furchtbar ich doch war und was ich mir herausgenommen habe, oder sonstwas unangenehmens. Ihr fehlt einfach jede Form von Bösartigkeit- oder auch nur Launenhaftigkeit.

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    Sie ist ein echt liebes Mädel, aber sehr undurchsichtig.

    Wäre sie dir anders lieber gewesen?

    Ja, weil diese Undurchsichtigkeit kommt von kommunikativen Schwächen.


    Wir haben uns gegenseitig die banalsten und offensichtlichsten Dinge so erklärt, als würden wir sie einem kleinen Kind oder sehr unaufmerksamen Menschen erklären. Also Sachen 3x erklärt, die schon nach der Hälftes des 1. Satzes klar waren. Damit einen der andere auch ganz sicher versteht-dabei sind wir ja beide nicht dumm. Es war leider oft stressig (auch für sie, wie ich vermute). Zeitweise haben wir uns auch gegenseitig unterbrochen und den Satzs des anderen beendet, damit der endlich merkt daß man bereits verstanden hat, worauf der hinaus will. Und phasenweise war ich so mit meiner eigenen Unsicherheit beschäftigt, daß ich gar nicht richtig mitbekommen habe was da kommunikativ alles schief läuft. Ich hab nur gemerkt, daß irgendetwas nicht stimmt, ohne zu wissen was.

    Zitat

    "Mache dir Gedanken vor dem Kampf, aber nicht während des Kampfes!"

    gefällt mir ;-D:)^


    Mein nächster Kampf ist dann in ca. einem Monat ;-D

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    Das ist der Zustand, von dem ich sprach, in diesem Fall ein "Filter", der nicht das durchläßt, was da wirklich ist, sondern etwas, das durch Befürchtung und Hoffnung "gefärbt" ist - und das entspricht dann nicht immer der Realität.

    Das ist eine kristallklare Beschreibung meines Zustandes!


    Würde mich interessieren, wie Du diese Problem gelöst hast.

    Zitat

    Davon auszugehen, dass eine Frau auf der Suche ist bzw für eine Beziehung zur Verfügung steht, sobald sie keinen Partner "vorzeigen" kann, der sie "besetzt", ist außerdem eine archaische Unterstellung, die mich grad persönlich extrem nervt und beschäftigt...

    Nein, bei mir ist das genau anders herum!


    Ich denke nicht, daß eine Frau die solo ist, automatisch zur Verfügung steht, sondern daß eine vergebene Frau ganz sicher NICHT "zur Verfügung steht". Die meisten Beziehungen sind ja glücklich, sonst wären die Leute ja nicht zusammen. Und bei den unglücklichen Beziehungen reden sich viele Frauen trotzdem ein, daß sie glücklich wären. Bin einmal über 1,5 Jahre hinweg bei einer Frau abgeblitzt, die einen Schläger zum Freund hatte, und zwischen ihm und mir geschwankt ist und sich dann doch für ihn entschieden hat. Schlagen war ja "nicht immer" während sie mir vorwarf, ich würde sie verfolgen, wenn ich sie mal 2x am gleichen Tag angerufen hab. Weil ich der Flirt-Typ bin, der eine Frau langsam auftaut, habe ich eher schlechte Chancen in so einer Konstellation. Da wäre eher der Typ gefragt, der sie kurz und entschlossen "knackt".


    Das mit dem "rar machen" hilft mir leider nicht weiter.


    Es erscheint mir unvorstellbar, daß Frauen so handeln. Wozu sollten sie sich auch rar machen? Wenn der Typ ihnen nicht passt (z.B. weil er nur auf Sex aus ist), wird er einfach aussortiert, und darauf gehofft daß der nächste (der sicher kommt, bei den meisten Mädels stehen ja permanent einige in der Warzteschleife) besser ist.


    Unsicherheit...war bei mir auf jeden Fall massiv vorhanden, bei ihr kann ichs nur stark vermuten.

    um Missverständnisse zu vermeiden:

    Zitat

    Und wenn ich die Frau mag oder gar "anbete", dann macht´s gar keinen Unterschied mehr, was sie anhat, oder ob sie verschwitzt ist... ;-)

    am Ende des Satzes kam der Schelm in mir durch, und ich habe noch, nachdem ich festgestellt habe was ich da geschrieben habe, spontan ".." und ";-)" hinzugefügt. eigentlich sollte es, ganz ehrlich, so lauten:

    Zitat

    Und wenn ich die Frau mag oder gar "anbete", dann macht´s gar keinen Unterschied mehr, was sie anhat, oder ob sie verschwitzt ist.

    ist natürlich ein Unterschied, aber so ist es eben, mit "Aussagen" und "Signalen".

    Der Einsatz des Busens oder Wenn Männer es nicht raffen:

    Solch eine "Busengeschichte" ist mir auch vor einigen Jahren passiert und gehört sicherlich zu den Ausnahmen, soll heißen es ist nicht zu verallgemeinern. Damals arbeitet eine Praktikantin bei mir die irgendwie leicht scharf auf mich war. Nicht verliebt oder so aber sie war auf der Suche nach einem Mann. Irgendwie ergab sich der klassische und hier viel diskutierte Fall: es fiel mir nicht auf obwohl es deutliche Signale gab. Dazu muss ich sagen, dass ich aus Prinzip die Hände von Praktikantinnen lasse (es sei denn man verliebt sich wirklich, dagegen kann man wenig tun).


    Ihre ersten Annäherungsversuche entsprachen genau den hier genannten Kriterien. Sie war immer über nett zu mir, suchte meine Nähe, zog sich sexy an etc. Und ich? Keine Reaktion. Eines Abends arbeiteten wir nachts in einem Club. Es war spät (oder früh), die Arbeit so gut wie erledigt und alle gönnten sich mehr als einen Schluck Alkohol. Sonderlich voll war es nicht, es gab kein Gedränge. Plötzlich merkte ich einen weichen, sanften aber bestimmenden Druck an meinem Rücken. Exakt auf der Höhe ihrer recht großen Oberweite. Leicht irritiert machte ich einen kleinen Schritt nach vorne. Ist ja nicht so ungewöhnlich in einer Menschenmenge jemanden zu spüren. Also dachte ich mir nichts dabei. Nach meinem Ausfallschritt (danke an meine Ex-Ex die mich zu Tanzkursen schleppte) spürte ich jedoch erneut diesen Druck auf meinen Rücken. Ich drehte mich um und sah in ein bezauberndes und lüsterndes Lächeln. Panik ergriff mich, Gedanken schossen durch meinen Kopf - halt, stopp, Praktikantin. Es gelang mir irgendwie sie abzuwimmeln bzw. anderweitig zu beschäftigen. In den nächsten Tagen musste ich ihr jedoch deutlich machen, dass nichts laufen wird. Heute ist sie glücklich mit meinem damaligen Partner liiert. ;-D


    Das nur mal so nebenbei. Es gibt doch Fälle, bei denen die Oberweite bewusst eingesetzt wird.


    .


    LEIDER gilt dies nicht für meine Zahnärztin. Die ist echt süß aber ich sollte mir keine Gedanken darüber machen, dass sie ihren Busen absichtlich über mein Gesicht hängt. Ich glaube sie verfolgt dabei andere Interessen. :-/


    Und noch eine kleine Geschichte zum Thema Distanz: Auf einer Reise in Indonesien bestieg ich einen Public Bus für einen 3-stündigen Höllenritt durch die Berge. Wie üblich war der Bus völlig überfüllt, die Menschen hingen was schon aus den Türen raus. Ich musste im Gang stehen. Vor mir stand mit dem Rücken zu mir eine etwa 20-jährige islamische Frau mit Kopftuch. Bedingt durch das Gedränge stand ich ihr natürlich sehr nahe, dennoch ohne Körperkontakt. Es verging keine 3 Minuten und mein großer Zeh schmerzte. Sie trat mir auf den Fuß. Weitere drei Minuten vergingen und zack, sie trat mir gegen mein Schienbein. Verdammt, dass tat so weh das ich Aua rief und sie sich kurz umdrehte. Wenn Blicke töten könnten würde ich heute nicht hier schreiben. Während der 3 Stunden bekam ich ungefähr 10 solcher Tritte ab. Alleine der Gedanke schmerzt bis heute.


    Fazit: Körperkontakt und Distanz sind immer so eine Sache. Es kann auch schief gehen. ;-D

    @ Nordstern

    ich achte sicherlich als erstes auf das Äußerliche. Dabei spielen Klamotten aber eine zweitrangige Rolle. Männer habe einen Röntgenblick, wusstet ihr das nicht? *:)


    Angenommen Mister XY mag dich, und davon gehen hier anscheinend einige aus, dann wird ihn eine leicht verschwitzte und in einer alten abgeluschten Jacke ankommende Nordstern kaum darüber hinwegtäuschen, dass er dich mag. Nein, ich weiß nicht ob er dich mag aber über deinen Auftritt solltest du dir keine Sorgen machen. Ich denke, sonst hätte er dich nicht gleich angesprochen.

    @ pursche82

    - offtopic ON

    Zitat
    Zitat

    Das ist der Zustand, von dem ich sprach, in diesem Fall ein "Filter", der nicht das durchläßt, was da wirklich ist, sondern etwas, das durch Befürchtung und Hoffnung "gefärbt" ist - und das entspricht dann nicht immer der Realität.

    Das ist eine kristallklare Beschreibung meines Zustandes!


    Würde mich interessieren, wie Du diese Problem gelöst hast.

    Jeder hat so seine "Filter", jeder ist anders, und sieht die Dinge auch dem entsprechend anders, durch seinen jeweils eigenen Filter - das ist ganz normal.


    Wenn dir dein eigener Filter nicht gefällt (weil er dich z.B. beim "Frauenaufreißen" hindert), würde ich das eher als eine Gegebenheit, Möglichkeit und Herausforderung sehen.


    .


    Gehen wir doch mal kurz zurück zum Anfang.


    Kinder sind erstaunlich; spontan, kreativ, ehrlich, gutgläubig, mutig, ohne Vorurteile, ohne Scheu, wiß- und lernbegierig, und vieles mehr... so oder so ähnlich, sind Kinder. Du und ich dürften im Kindesalter auch nicht viel anders gewesen sein.


    Dann begann der "Lernprozess". Du hast ganz viele Dinge gelernt und angenommen, von deinen Eltern bzw. Verwandten, deinen Lehrern, Freunden, Bekannten, und natürlich auch von der Gesellschaft. Und schwuppsdiwupps, stehst du da, wo du heute stehst, mit deinem kompletten Repertoire an Verhaltensweisen, Denkmustern, und natürlich "Filtern", die du vielleicht noch nie ernsthaft hinterfragt hast.


    Wenn es jetzt darum geht, bestimmte Verhaltensweisen, Denkmuster oder Filter, die einem lästig sind, loszuwerden, muß man sich bewußt sein, dass man all diese Dinge irgendwann mal angenommen hat, und deshalb kann man sie auch wieder ablegen bzw. anpassen.


    Allerdings gibt es diesbezüglich keine Universallösung oder Anleitung in fünf Sätzen. Denn das was man sozusagen, schon seit Jahren angenommen, akzeptiert und angewendet hat, läßt sich nicht von heute auf morgen ablegen bzw. anpassen.


    Manchmal kann man auch ganz schnell was ändern; Voraussetzung dafür sind allerdings Selbsterkenntnis und Wille.


    Selbsterkenntnis ist natürlich mehr als nur die "technischen" Aspekte zu erkennen. Aber wenn du dich mit einem gewissen "Abstand" siehst (und das kann recht schwierig sein), dann wirst du sehen oder dir bewußt sein, so nüchtern es auch klingt, dass Verhaltensweisen, Denkmuster und Filter nur "Dinge" sind, die man anpassen und bearbeiten kann.


    Ohne Wille funktioniert aber gar nichts, und Wille setzt voraus, dass du weißt was du willst. Wirklich zu wissen was du willst, setzt wiederum voraus, zu wissen wer du bist, und da sind wir beim Thema wahrer Selbsterkenntnis, einer Erkenntnis deiner selbst, die weit über diese "technischen" Aspekte wie Verhaltensweise, Denkmuster und Filter hinausgeht. Ich wage nicht zu behaupten, dass ich irgendeine Erkenntnis habe, über mich oder andere, aber ich glaube, dass Selbsterkenntnis ein recht "komfortabler" Zustand ist, weil es den Willen, die "technischen" Aspekte und vieles andere fast automatisch nach sich zieht.


    Allerdings können oder wollen sich die meisten Menschen mit diesem "Hobby" Selbsterkenntnis gar nicht beschäftigen. Ist wie gesagt, auch eher ein Hobby; ob man das braucht oder will, bleibt jedem selbst überlassen. Wenn es dich interessiert, kannst du bestimmte Literatur lesen, dich vielleicht auch mit Mönchen oder Zen-Meditation beschäftigen; bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom, aber den Weg musst du natürlich selbst beschreiten...


    Ausgehend davon, dass das mit der Selbsterkenntnis etwas zu abgedreht war (obwohl ich´s wichtig finde), bleiben wir doch einfach beim Thema Wille. Wenn du etwas wirklich willst, z.B. eine bestimmte Frau, oder ein bestimmter Mann zu sein (der Frauen gefällt), also du richtig "gierig" auf etwas bist, dann wirst du alle Hebel in Bewegung setzen, alle dir verfügbaren Mittel einsetzen, um es zu erreichen. Du wirst dabei, auch wenn es dich ins Ungewiße bzw. Risiko stürzt, dabei neue Menschen kennenlernen, neue Situationen und neue Orte bzw. Plätze, und deine Verhaltensweise, deine Denkmuster und auch Filter passen sich automatisch an (weil sie einem starken Willen nichts entgegen zu setzen haben). Sofern du eine Frau angestrebt hast, für einen ONS, eine Affäre oder eine Beziehung, kommt am Ende vielleicht ein "Nein" bei raus, aber das ist vollkommen in Ordnung, denn es ist gut, dass du etwas gewollt hast und dich darum bemüht hast, aber der Wille und das Wollen haben, so mächtig und wertvoll sie sind, auch ihre Grenzen, das ist spätetstens da, wo dein Wille auf den Willen eines anderen trifft, der sozusagen "nicht will" (also nicht in deinem Sinne) - aber diesen Umstand muss man ja, auch wenn "schweren Herzens", akzeptieren, und das Ergebnis ist, ganz nüchtern betrachtet, daß du mehr weißt und Erfahrung hast. Das nennt man dann unter anderem auch Lebenserfahrung oder einfach nur Leben, welches bekanntlich nicht nur Sonnentage hat, wäre aber auch langweilig, oder?


    Bin mir nicht sicher, ob das eine hilfreiche Antwort für dich ist, aber vielleicht kannst du dir ja was Nützliches rausziehen.


    - offtopic OFF

    @ ninova

    Zitat

    Aber die zitierte Einschätzung einfach vom Tisch zu wischen, heißt, eine Chance auf Entwicklung zu vergeben, finde ich.

    Auch wenns schon ein paar Seiten alt ist, ich musste gestern daran denken und so richtig los lässt mich das gerade nicht (im positiven Sinne). Naja, vielleicht führe ich das ein andermal aus, mal sehen.

    Nochmal OT, vielleicht unnötig und dennoch eine kurze Erklärung:

    @ Weltenarchitekt

    Auch wenn ich deine Worte nachvollziehen konnte war an meiner Stelle eine gewisse Selbstreflexion angebracht. Die ausfallenden Worte der Angebeteten mir gegenüber hatte ihre Ursache nicht ausschließlich in einer Betaisierung.... (will jetzt nicht alles wiederholen). In einer anderen Situation hätte ich die Dame vielleicht gleich (vorübergehend) kaltgestellt. In diesem Fall wusste ich aber, dass ihre Reaktion eine Mischung aus Übertriebenheit, Abwehrhaltung und Fürsorge bestand. Sie machte sich tatsächlich Gedanken um mich.


    Ich ließ gewissermaßen die Worte an mir abperlen und nahm sie dennoch ernst. Im ersten Moment war ich sauer, im zweiten hörte ich die Worte eines Freundes. Vielleicht eine etwas außergewöhnliche Situation und daher war es mir wichtig, mit ihr darüber zu reden. Das war die richtige Entscheidung. Aber selbst wenn ich mich dazu entschieden hätte sie kaltzustellen, sollten wir uns Ninovas Worte zu Herzen nehmen, auch wenn sie nicht allgemeingültig sind und es auf die Situation und den Gegenüber ankommt.


    Bin mal gespannt, ob du deine Gedanken ausführen wirst. ;-D

    @ Kati

    Es ist immer leicht von "Betaisierung" zu sprechen, wenn man es nur von außen betrachtet. Es ist gut, dass du reflektiert an die Sache rangehst und auf dein Gefühl hörst. Wenn es dir wichtig war zu reden und es sich wie die richtige Entscheidung angefühlt hat, dann gibt es daran nichts auszusetzen.


    Worüber ich in diesem Zusammenhang nachgedacht habe, war die Frage, ob sich "Betaisierung" an einzelnen Verhaltensweisen und auch Aussagen festmachen lässt. Ich selbst habe den Anspruch über viele Dinge zu reden und ich erwarte von Frauen genau die gleiche Offenheit und Ehrlichkeit. Das ist etwas, worauf ich wert lege und wenn eine Frau das nicht bringen kann, dann ist sie nichts für mich.


    Ich frage mich, ob man quasi "immun" gegen Betaisierung ist, wenn man gewissermaßen weiß, was man will und wo die eigene Grenzen liegen. Viel mehr steckt eigentlich nicht dahinter und um den Bogen zu ninovas Aussage zu spannen:


    Wenn es mein Anspruch ist Chancen wahrzunehmen auf eine charakterliche Weiterentwicklung und ich es innerlich auch als solche betrachte, dann ist das keine Anpassung an die Frau und damit ein Schritt Richtung Verlust sexueller Anziehungskraft, sondern es geht konform mit den eigenen Ansprüchen (dem Anspruch an Weiterentwicklung).


    Offenheit und Ehrlichkeit und Kommunikationsbereitschaft führen natürlich dazu, dass sich die Bindung zwischen zwei Menschen stärkt und es wäre traurig, wenn dem nicht so wäre und eine Beziehung kann vermutlich auch nicht funktionieren (bzw. kann schon, wäre für mich jedenfalls nicht sonderlich befriedigend), wenn eine solche Grundlage nicht gegeben ist. Die Stärkung einer Bindung führt aber nicht zwangsläufig zur Minderung sexueller Anziehungskraft. Dazu kommt es erst, wenn die Frau anfängt Respekt vor dem Mann zu verlieren. Dies kann auf verschiedene Weisen geschehen, aber die bloße Intensivierung einer Bindung ist dafür eigentlich kein Indiz. Vielleicht sieht es nur manchmal so aus, als würde sich die Bindung vertiefen, weil sich der Mann immer mehr anpasst. Es wäre aber falsch zu schlussfolgern, dass eine Vertiefung der Bindung zu sexuellem Desinteresse führt.

    Zitat

    In diesem Fall wusste ich aber, dass ihre Reaktion eine Mischung aus Übertriebenheit, Abwehrhaltung und Fürsorge bestand. Sie machte sich tatsächlich Gedanken um mich.


    Ich ließ gewissermaßen die Worte an mir abperlen und nahm sie dennoch ernst.

    Ich erlebe selten Frauen, die sehr impulsiv und stark emotional reagieren und auch so streiten und eigentlich ist das auch etwas, wo bei mir einfach nichts ankommt. Ich lasse sowas normalerweise auch an mir abperlen und lasse Menschen, die scheinbar sehr aggressiv reagieren, einfach auflaufen (was zugegebenermaßen einen ziemlich provozierenden Effekt haben kann, gar nicht nett) und dennoch sehe ich in einer solchen Art der "Konversation" auch wieder eine Chance und zwar die Chance darauf zu verstehen, was dahinter steckt und meine Sinne zu sensibilisieren auf das, worum es eigentlich geht. Du hast das offenbar schon sehr genau wahrgenommen und dich selbst dabei eingeordnet und ich sehe daran auch nichts schlechtes. Für mich selbst ist es eine Möglichkeit mich weiterzuentwickeln, weil ich mich in einer Situation wiederfinde, in der ich selten bin.


    Diese Grundbereitschaft aus vielen Dingen etwas Positives zu ziehen KANN sicherlich so erscheinen, als würde ich das aus bloßer Anpassung machen, aber wenn ich es selbst nicht so empfinde, wenn es mir dabei um was ganz anderes geht, stecke ich damit nicht gewisse Grenzen wieder ab? Wenn ich den Vorwurf zu hören bekommen würde à la "du stehst deinen Mann nicht und passt dich an" (oder so ähnlich), könnte ich dann nicht ruhigen Gewissens antworten:"Ich habe den Anspruch an mich selbst mich weiterzuentwickeln und wenn du das nicht siehst, dann ist dir leider nicht zu helfen" ?


    Und das bringt mich wieder zu der Anfangsfrage: Sind es wirklich die Verhaltensweisen, die zu einer Betaisierung führen, auf die man dann einfach mit "kalt stellen" reagiert oder ist diese Betrachtung nur auf den ersten Blick sinnvoll und auf den zweiten Blick geht es eigentlich darum die "korrekte" innere Einstellung zu besitzen, denn komplexere Situationen erfordern auch eine komplexere Einschätzung der Lage und ein differenzierteres Verhalten?


    Sollte eine Frau, die dich übertrieben angeht und aggressiv wirkt wirklich einfach kaltgestellt (und ggf. in der Situation stehen gelassen) werden? Man kann so handeln und es gibt sicherlich auch Situationen, in denen das angebracht ist, aber das ist es nicht immer. Diese Gestik soll zeigen "geh so mit mir nicht um, wenn du etwas von mir willst, sprich vernünftig mit mir". Aber kommt das auch an? Kann ein Kaltstellen nicht auch ankommen wie ein "du bist mir scheißegal und jetzt verpiss dich", was dazu führt, dass sich die Frau zurückzieht, obwohl sie dir durch ihre starke Emotionalität eigentlich nur zeigen wollte, dass sie sich Gedanken um dich macht und du ihr eben etwas bedeutest? Man kann Grenzen auch anders setzen und zwar mit einer gewissen Bestimmtheit und einem, so blöd es klingen mag, Vorbildcharakter. Kaltstellen ist, denke ich, für mich nur eine Ausnahmeoption, wenn ich den Eindruck habe, dass da ganz und gar nichts mehr ankommt, auf beiden Seiten.


    Und jetzt die Königsfrage: Lasse ich mich deswegen nun betaisieren oder nicht ;-) ?

    Ich sollte noch anmerken, dass ich nie wirklich mit Drama-Queens oder so zu tun hatte, bei denen Kaltstellen vielleicht das einzige ist, was einigermaßen funktioniert. Ich glaube in gewisser Weise, dass die ganzen Ideen aus Lob des Sexismus zu sehr auf den Umgang mit solchen Frauen zugeschnitten sind. Wenn Frauen einigermaßen reflektiert sind und mit sich selbst klarkommen, dann ist kaltstellen meines Erachtens nach nicht die beste Lösung. Jedenfalls sind meine Überlegungen auf den Umgang mit eben solchen (also selbstbewussten und reflektierten (HSE-)) Frauen zugeschnitten. Anders kenne ich es zum Glück kaum.

    kaltstellen

    ist ein Thema, auf das man bestimmt ausführlicher eingehen kann (was Weltenarchitekt auch schon gemacht hat), aus meiner Sicht nur soviel:


    wenn mich eine Frau (vorübergehend) kaltstellen sollte, hat das insbesondere folgende Effekte:


    1) wenn da bereits eine Anziehung war, verstärkt sich diese ggf., abhängig vom Grad der Anziehung, die bereits vorhanden war, endet evtl. sogar in Sehnsucht


    und/oder


    2) es gibt mir Zeit zum Nachdenken; mich, die Frau, die jeweilige Verhaltensweise, und das Verhältnis zu überdenken


    wenn ich aber merke (Mann mit "Tomaten auf den Augen" merkt´s vielleicht gar nicht), dass das Ganze (insbesondere, Punkt 1) vor einem "manipulativen Hintergrund" steht, dann ist das für mich ein Spielchen, auf dass ich lieber verzichte, und vielleicht bin ich auch ein wenig böse darüber.


    Könnte bei Frauen durchaus ähnlich sein, oder?


    .


    .


    .


    Was anderes: ich lese gerade Ausüge aus "Lob des Sexismus" - ziemlich spannende Lektüre - und bin gerade hier hängengeblieben (da ging´s um LSE/HSE):

    Zitat

    Erstaunlich häufig kannst du übrigens an den Ex-Freunden der Frauen, die du begehrst, erkennen, welcher Typ du selbst bist.

    ich glaub, jetzt hab ich´n Problem... ;-)

    Die Klassifizierung nach LSE/HSE solltest du nicht zu streng sehen. Niemand ist nur HSE oder nur LSE, das gibt es nicht. Es gibt aber in meinen Augen Tendenzen und wenn ich hier im Forum rumlese und meine, dass eine Story nach "LSE" riecht und dementsprechende Tipps gebe und die dann umgesetzt werden und eine positive Veränderung mit sich bringen, dann bin ich doch erstaunt darüber, wie zutreffend so manche Sachen aus LdS sind.


    Interessanterweise habe ich aber auch schon das, was dort als "positive Manipulation" bezeichnet wird bei einigen HSE-Frauen ausmachen können und wenn man es bemerkt, dann ist man durchaus irgendwie sehr fasziniert ;-)

    Zitat

    Erstaunlich häufig kannst du übrigens an den Ex-Freunden der Frauen, die du begehrst, erkennen, welcher Typ du selbst bist.

    Falsche Schlussfolgerung in meinen Augen. Menschen verändern sich, Menschen suchen in unterschiedlichen Lebensabschnitten unterschiedliche Dinge. Wenn eine Frau also einige Ex-Freunde hatte, die eher der LSE-Typ waren und sie diese Typen eine Weile angezogen hat und dann einfach irgendwann genug von ihnen hatte und auch kein Bock mehr auf Beziehungen zu solchen Typen hat, weil sie sich entwickelt hat, dann kann diese Schlussfolgerung nicht greifen.


    Außerdem erfordert diese Schlussfolgerung eine zeitliche Komponente. Wenn du nämlich nach einigen Wochen merkst, dass das mit ihr doch nicht so ganz gut gehen kann, dann hast du rechtzeitig eingelenkt, obwohl vielleicht anfangs eine spezielle Anziehungskraft da war. Diese Anziehungskraft kann aber von allem möglichen kommen (beispielsweise den HSE-Elementen, die auch LSE-Frauen haben).


    Man sollte in meinen Augen besser folgendes beobachten: Mit was für Leuten umgibt sich die Frau zum gegenwärtigen Zeitpunkt gerne und wie geht sie mit diesen um? Welche Eigenschaften an anderen Menschen findet sie anziehend, zu welchen Eigenschaften grenzt sie sich ab? Welche Art von Männern findet die Frau anziehend?


    Und sofern man einigermaßen objektiv bleiben kann: Welchen Typ Frau hat man schlussendlich vor sich? Es ist also besser vom Typ der Frau auf den eigenen Typ zu schließen und nicht vom Typ der Ex-Freunde aus. Es sei denn natürlich man angelt sich eine, die 1 Woche vorher noch von ihrem Freund (jetzt Ex-Freund) verprügelt wurde. Da sollte man vielleicht besonders aufmerksam sein.


    Naja, vielleicht betrachte ich das ganze schon wieder viel zu differenziert und das einzige, was dieses Zitat aus LdS eigentlich bringen sollte, war, um das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit des Lesers zu schulen und überhaupt mal "aufzuwecken". Wenn man bisher sehr unbewusst mit diesen Dingen umgegangen ist, dann soll es dabei helfen einzuordnen, in welcher Situation man selbst gerade steckt und ob man diese Situation will. Ist man sich dessen bewusst, führt das zu Selbstbewusstsein und damit ist schon der erste Schritt Richtung HSE (Hohes Selbstbewusstsein) getan ;-)


    (Gut, ich missbrauche das Wort hier ein wenig, aber es sollte klar sein, dass Selbstbewusstsein immer durch Reflektion kommt und das Erkennen von Stärken und Schwächen.)

    Zitat

    Könnte bei Frauen durchaus ähnlich sein, oder?

    Ja, aber es ging hier um Kaltstellen in Reaktion auf einen Manipulationsversuch ;-)


    Ich würde, so wie du das beschreibst, nicht von Kaltstellen sprechen, sondern davon, dass man sich einfach mal ne Weile nicht sieht, aus welchen Gründen auch immer. Wenn man sich ein paar Tage nicht sieht, dann steigt natürlich die Sehnsucht, klar ;-)

    Da kann man nicht mal ´n Tag freinehmen, ohne dass sich hier die Ereignisse überschlagen…;-)

    @ tsu_nami

    Scheinst ja doch noch ein bisschen zu bleiben. Schön. Hab auch nicht ganz kapiert, warum Du Dich abmelden wolltest. Ist der Grund jetzt vom Tisch?


    .


    Beziehung? "Ist, wenn beide es sagen." Mehr gemeinsamen Nenner finde ich kaum, trotz Beleuchtung von allen Seiten. Ja, und die Zukunftsausrichtung, da gebe ich Dir Recht.

    @ themroc

    Zitat

    Zur Klarstellung: ich bin kein 'Dünnbrett Pitt', oder sonst Traumtyp. Höre ich auf zu agieren, bin ich schwuppdiwupp unsichtbar

    Na, da haben wir was gemeinsam. Aber schön, es wenigstens beeinflussen zu können. Bloß hat´s leider viel zu lange gedauert, bis ich gemerkt habe, wie reizvoll das sein kann…;-D


    .


    Zu "Helly H. in Norddeutschland" fallen mir vor allem in unserem Städtchen Touristen-Paare mittleren und gesetzten Alters ein, die ihre Wind-und-Wetterjacken in Knallfarben im PARTNERLOOK spazieren tragen. Geschmacklicher Grenzwert klar überschritten! {:(

    @ pursche

    Wollte Dich nicht anmaulen, bezogen auf "archaische Unterstellung". Sorry, nicht gekränkt sein, bitte!


    .


    Zu Deinen Überlegungen und dem "Filter" ein weibliches Feedback.


    Muss etwas ausholen: Ein paar Seiten vorher war die Rede von einer "Bestimmtheit", die mMn sehr gut beschreibt, was Männlichkeit ausmachen kann und auf die sich viele einigen konnten. (Bei Frauen würde ich die korrespondierende Eigenschaft eher "Klarheit" nennen.)


    Bei Dir dagegen kommt aus Deinen Texten (subjektiv!!!) bei mir eine Unsicherheit an, die diese Bestimmtheit (noch?) nicht zeigt. Finde die Gedanken, die Du Dir machst oft süß und rührend. Aber auch kompliziert und wenig zielführend.


    .


    Dem "Filter", der wohl durch diese Gedanken verursacht wird - und seinen negativen Folgen - könntest Du vielleicht entkommen, indem Du zu mehr "Bestimmtheit" findest – und dadurch auch deutlichere Rückmeldungen aus Deiner Umwelt bekommst.


    .


    Würde mir, zum Beispiel bei einer Abschiedsszene, etwas Konkretes vornehmen, wie zum Beispiel eine kurze, unaufdringliche Umarmung – und das dann mal durchziehen, ohne auf Gedanken, Reaktionen oder Spekulationen zu achten. Höflich und respektvoll natürlich. Aber bestimmt! Wenn ihre Körpersprache nicht ganz in die Richtung weist, kannst Du nachhelfen: "Hey, ich würd Dich gern kurz in den Arm nehmen, dreh Dich mal zu mir."


    .


    Das ist objektiv wohl kaum unpassend oder distanzlos. Dafür aber ein bestimmt und deutlich. Und so bekommst Du auch deutliche Rückmeldungen aus dem "richtigen Leben" (sie wird Dir wohl keine Ohrfeige geben, aber die Umarmung deutlich erwidern – oder nicht.) und bist weniger auf Gedanken, Grübeleien und Spekulationen angewiesen: Der "Filter" wäre durchlässiger.


    .


    Um all das zu können, musst Du für Dich erstmal ein paar Entscheidungen treffen - und bei denen auch eine Zeit lang bleiben, auch wenn Deine Umwelt vielleicht nicht gleich positiv reagiert.


    Ist ein bisschen mehr Risiko. Aber Schritt für Schritt zu "machen" wird Dir mehr helfen als noch mehr zu grübeln. Denke auch, dass der Weg und das Ziel jetzt noch nicht klar sein müssen. Aber losgehen kannst Du schon mal, oder?:-)

    @ Nordstern

    Deinen verschwitzten Fahrrad-Auftritt hätte ich zu gern gesehen! ;-D Mir springt da, stellvertretend für Herrn X, grad die Fantasie an: Schöne Gesichtsfarbe, leicht zerzauselte Frisur: Er entdeckt eine lebendige, neue Facette an Dir und schaut hinter die (wie ich immer noch bei Euch vermute) gelackte Profi-Fassade der Frau N. Toll!


    Wichtig bei solchen "ungeschminkten" Auftritten ist bloß, sie mit Würde zu verkaufen, den unfrisierten Kopf hoch zu tragen und völlig unbeeindruckt zu sein (zu tun…;-)).


    .


    Denke, "perfektes Styling" ist eher ein Ding, auf das Frauen untereinander achten.


    Männer scheint es oft schlicht egal zu sein, ob der Lidstrich sitzt oder das Näschen lückenlos gepudert ist.


    Oder?