traeumer

    Zitat

    Hätte man mal die Erfahrung, dass man durch sein bloßes Sein, sein Auftreten, Nichts-tun etc. eine ebensolch direkte, gefangen-nehmende Wirkung aufs andere Geschlecht haben kann...

    Oh, die Wirkung habt ihr. Wir lassen uns manchmal gern erobern, aber wir suchen uns unsere Eroberer aus. Der Körper sendet dann diese Signale, die den Jagdinstinkt wecken...


    Peterrr

    Zitat

    Also, da bleibt doch die Frage, ist es für einen Mann überhaupt möglich, so aufzutreten, ohne gleichzeitig als "albern" oder "Playboy" abgestempelt zu werden?

    Nein, weil wir Frauen ja gerade die lässige Selbstvergessenheit an euch lieben, die entspannte Gelassenheit desjenigen, der keine Statussymbole braucht, um sich in der Welt behaupten zu können.

    so wirken wollen

    Also das mit dem "wirken wollen" und das es so nicht geht, würde ich auch sagen.


    Also Alternative (um möglicherweise dann doch die Wirkung zu erzielen ;-) ) fällt mir dazu ein, etwas für sich selber zu tun.


    Fühle ich mich wohl, bin ich selber zufrieden?


    Wahlloses Beispiel Spiegelbrille (hmm, ich sollte mir sowas auch mal kaufen, wenn ich das hier so lese ;-D ):


    Wenn ich mich selber mit der Brille wohlfühle, und mich selber darin leiden mag, dann _bin_ ich vermutlich cool und wirke auch so....


    LG,


    Borbarad

    das bloße Sein

    Kann ich bestätigen. Wenn ich mich wohlfühle, gute Laune hab, wahrscheinlich dauernd vor mich hinlächle, dann bekomm ich das Lächeln oder ein Zwinkern zurück, und wenn es "nur" das Flirten an der roten Ampel ist (aber schööön isses ;-)).

    Du hast recht denke ich, sich selbst zu verstellen wird kaum der richtige Weg sein, so zu wirken, wie man wirken will. Allerdings - hat sich die Frau mit der Sonnenbrille nicht in gewisser Hinsicht auch verstellt, und hinter ihrer Brille sogar versteckt? Im Prinzip ist es dir nicht möglich, das mit Sicherheit zu sagen, du hättest es nur erfahren, wenn du sie angesprochen hättest.


    Genau das hat sie ungemein interessant gemacht - einerseits ensteht bei ihrem Auftreten der übermächtige Wunsch, sie tatsächlich anzusprechen um das Geheimnis aufzudecken, andererseits entzieht sie sich dir und steigert so die "natürliche Angst", die du hast, wenn du eine Frau ansprechen willst. Es kostet also eine große Überwindung bzw verlangt dir große Entschlossenheit ab, sie anzusprechen. Weil du im Vorfeld nicht wissen kannst, ob sie genau das möchte - oder ob du dich vor ihr blamierst, weil sie dich tatsächlich nicht einmal bemerkt hat, oder dich gezielt auflaufen lässt.


    Wie stehts aber mit dieser Möglichkeit, an die Sache ranzugehen?


    Man könnte, um die gewünschte Wirkung zu erzielen, so auftreten, dass man durch sein Äußeres seine "Art", die eigene Persönlichkeit, unterstreicht. Ebenso, wie man die Konversation mit Frauen üben kann und dabei sein eigenes Schema zu finden, müsste man auch seinen eigenen "Stil" im (äußerlichen) Auftreten (Also, kleidungstechnisch etc) finden können.


    Ich denke, da muss man schon bewusst suchen, ansonsten findet man es nicht. Und wenn man es dann irgendwann gefunden hat, nimmt man es einfach hin und denkt nicht drüber nach.


    Es ist wie mit deinem Beispiel vom Humor: Wenn jemand witzig ist, ist er witzig, und krampfhaftes Versuchen, dumme Witze zu reißen und so andere zum Lachen zu bringen, ist definitiv nicht zum lachen, sondern lächerlich.


    Wenn sich der Krampfhafte nun aber darum "bemüht", nicht mehr zu versuchen, witzig zu sein, sondern einfach er selbst zu sein, kann er seine Zuhörer vielleicht ebenso gut zum Lachen bringen, wie der andere.


    Hat man also erstmal seinen Stil gefunden, ist die Spannung verflogen, und man verstellt sich nicht mehr.


    Gut.. das Ganze wäre nun aber komplett gegensätzlich zu dem, was ich eben vorgeschlagen hatte ;-), aber mit Sicherheit die "ehrlichere" Methode.


    Nicht die Methode, die die "Sonnenbrillen-Frau" angewandt hat, oder? Sie hat sich verstellt, und somit den Wunsch geschaffen, herauszufinden, was hinter der coolen Fassade liegt. Und meine urpsprüngliche Frage bezog sich darauf, ob es für einen Mann möglich ist, genau so zu wirken, ohne sich lächerlich zu machen. Man muss es nicht an dem "dickes Auto, getönte Brille, dunkler Anzug"-Klischeé festmachen, sondern könnte verallgemeinern

    Kann geschicktes Verstellen jemanden interessanter erscheinen lassen?

    Grüße,

    Nachtrag: Das Beispiel mit dem Auto und dem Anzug bezieht sich natürlich auf Situationen, wo es eben nicht direkt erwartet wird. Es gibt sicher bessere Beispiele für das, was ich mein, aber mir fällt gerade keins ein ;-D

    juhuuu

    Ein herrlicher Faden - der sprüht ja grade nur so ;-).


    Ich mag Sonnenbrillen gar nicht und trage meine nur, um die Haare zu bändigen ;-D. Ich will die Lebendigkeit in den Augen sehen und wenn ich mich selbst in der Brille spiegel und nicht weiß, ob ich angesehen werde, dann macht mich das nur unsicher. Entweder ich sag dann, daß mein Gegenüber die Brille absetzen soll, oder ich wende mich lieber puren Augenblicken zu.

    Ich will endlich noch n paar alte Sachen bügeln.

    @ marc-anton

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    Da ich durch meine Sehbehinderung in Sachen Blickkontakt nicht gerade Vorteile habe, würde es mich interessieren, wenn ein Mensch, der nicht sehbehindert ist, mal schreiben würde, was bei Kontaktaufnahme über die Augen so alles passiert.

    Nun, es ist nonverbale Kommunikation. Man könnte es auch ins Verbale übertragen. Es ist wie ein Rufen hin und her:


    "Ich bin hiiier!"


    "Ich seh dich, aber ich trau mich nicht..."


    "Na guck doch mal rüpber!"


    So in der Art. Zwei Menschen nehmen sich wahr und zwar gezielt, und das Geschehen, bis sich Eindeutigkeit einstellt, das ist der Reiz dabei.


    Der Kitzel besteht aber auch darin, herauszubekommen, wie der Andere einen selbst erlebt. Frauen spüren es meist, wenn sie betrachtet werden. Der Blick, wenn eine Frau zielgerichtet geradeaus schaut und dich nicht anguckt, weiß man genau zu deuten, wenn mans ein paar Mal beobachtet hat. Man spürt als Mann dann seinerseits, dass die Frau denkt: ‚Ichg weiß, dass du mich anguckst, aber ich tu nicht dergleichen!’


    .


    .


    .


    @ Yofried

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    Wie gelingt es dir, ungebundene und nicht in Herden integrierte Mädels aufzuspähen?

    Ganz einfach. Ich gucke mich um und wenn ich ein Gesicht entdecke, das mir gefällt, scanne ich es etwas näher. Irgendwann kommt ein Blickkontakt zustande. Der Blick des Gegenübers ist aussagekräftig. Also ein "versorgtes" Mädchen guckt (meist) völlig anders, als eines, dem etwas Herzlichkeit fehlt, also allein ist. Ins Gespräch kann ich mit jeder kommen. Allerdings über Banalitäten, so das ihr klar ist: "Keine Gefahr, der verschwindet gleich wieder". Wenn sich im Laufe dieses Smalltalks dann Sympathie einstellt, kann man die Sache ausbauen.


    Also ich scanne erst grob (von Ferne), dann fein (im Gespräch) und erst wenn das ein Match ergibt, zünde ich Zündschnüre. Und die führen dann auch meist auch zur Zündung der Flammen der Liebe. ;-D


    Vorausgehende und wachsame Selektion ist sehr wichtig. Der Rest ist Auftreten und Einfühlsamkeit (wie will sie behandelt werden?).


    .

    Zitat

    Nehmen wir doch mal Freitag abend im Kaufland. Glaubst du vielleicht, ich hätte ein ungebundenes, einzeln stehendes Mädel entdeckt?

    Hm, das klingt wirklich ein bisschen nach "dran drauf drüber". So wie:


    "Hallo, ich bin frei, hier ist meine Nummer!"


    "Nee, ich bin verheiratet..." "Und ich habe 5 Kinder" "...und außerdem kaufen wir gerade ein!" ;-) Versuch dich über Blödsinn zu unterhalten.


    Und ... es ist auch eine Frage der Statistik! Es gibt genug Frauen, die auch auf eine direkte Anmache einsteigen. Also dranbleiben! Es ist nur eine Frage der Zeit.


    .

    Zitat

    Habe ich bei der Location oder bei der Uhrzeit irgendetwas falsch gemacht?

    Nö. Aber was du falsch gemacht hast, oder besser machen hättest können, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen, weil ich den nonerbalen Apparat nicht erlebt habe.


    Probieren geht über studieren. Mach einfach weiter!


    Übrigens: ich habe in Supermärkten Frauen mit Kindern, deutlich ältere Frauen und eine verheiratete Frau kennengelernt. Einmal auch gleich drei Mädels auf einen Haufen. Ich guckte sie mir an, sie kicherten, mir flog ne Banane runter, sie haben sich halb zereimert und ich bin hingegangen, was es denn da zu lachen gäbe. Die waren Anfang 20. Nur einer von denen habe ich meine Nummer gegeben. Innerhalb der nächsten halben Stunde kam von jeder je eine SMS. Und eine davon nannte mich gleich "Sunnyboy" und "Süßer" und "himmelblaue Augen" und so weiter. ;-) Die war liiert, hatte mit ihrem Freund ein Kleinkind und bot mir später ne Massage an. Kein Mist! Ist genau so passiert, anno 2003.


    Ist aber nichts draus geworden. Die eine roch bei näherer Betrachtung nach Schweiß, die andere war mir zu dick und um die dritte hab ich mich dann auch nicht mehr gekümmert. 8-) Ich Macho-Schwein.


    .


    .


    .


    Und endlich


    @ mddmc


    Du wartest schon am längsten. ;-) Ich kopier deine PN mal hier rein.

    Zitat

    1.


    was z.b. wenn es einfach zu voll oder zu chaotisch ist um mit einer die einen intressiert blickkontakt aufzubauen ?


    oder manchmal ist einfach zu wenig zeit.

    Verzwickte Sache, das. Und gute Frage! In solchen Situationen weiß ich nämlich keinen richtigen Rat.


    In Stresssitautionen ist mitunter nur die Brachialmethode möglich:


    "Hier, meine Nummer, muss was mit dir bereden, melde dich mal!" Erfolgsaussichten: mäßig.


    Oder "Flucht nach vorn":


    "Hier isses verdammt voll, was? Ich wollte gerade mal fragen, ob wir uns bissl unterhalten wollen, aber in dem Gewühle..."


    Darauf kannst du je nach Reaktion aufbauen indem du sie fragst, ob sie noch mit woanders hinkommen will oder ihr euch mal "in Ruhe" treffen wollt.


    Wenn Mädels gerade abhauen und die sie gerade noch so erwischst, ähnlich:


    "Geht ihr etwa schon? Schade." Nummer in die Hand drücken, beten.


    Einem Freund von mir isses pbrigens mal andersrum passiert. Der was in nem Geschäft einkaufen und als er gehen wollte, kam ne Kirsche und drückte ihm mit nem kurzen Grinsen und ohne ein Wort zu sagen einen Zettel in die Hand. Ihre Nummer.


    .

    Zitat

    ...oder was tun wenn sich einfach eine neben einen setzt die einem vorher nicht aufgefallen ist.

    In diesem Fall würde ich sofort agieren:


    "Hallo erst mal, ich bin der Horst!"


    Gleich, bevor du anfängst zu überlegen ob ja oder nein und was überhaupt, gleich rein ins Feuer. Gleich loslabern, ob sie hier auf ihren Freund wartet, sagt sie "ja", isses so wie so gestorben, sagt sie "nein", sülze irgendwas, ob er sie vernachlässigt, oder sie auch unabhängig voneinander was unternehmen, hat sie keinen Freund, dann fehlt ihr vielleicht einer? Das alles natürlich mit einem Augenzwinkern. Quatschen, jemanden Unterhalten, das ist eine Kunst, die man lernen kann. Hilfreich kann es dafür sein, sich vorher ein Bier reinzukippen. Aber nur eins! Ich selbst kann so was zwar überhaupt nicht leiden und mir ist es ein Rätsel, wie man so was saufen kann, aber es soll locker machen. Aber: nie besoffen zu ner Kirsche!


    Und nicht zu sehr posen! Cool bleiben. Feiere dich nicht selbst, sondern sei aufmerksam!


    .

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    welche "augenzeichen" sind denn außerdem negativ, also welche kann man als desinteresse deuten.

    Na sicher weißt du das erst, nachdem du sie angesprochen hast. Da bekommst du sicheres Feedback. Solange sie dich nicht direkt anguckt und sich sichtlich angewidert abwendet, musst du dir keine Sorgen machen, dass sie dich scheiße findet.


    Probiers aus!


    .

    Zitat

    2.


    wenn man z.b. mit einer redet und man eigentlich nur immer selber die fragen stellt, sie zwar angenehm drauf eingeht aber selber nix frägt. heißt das, dass sie nicht interessiert ist oder kann das auch zu schüchtern heißen?

    Wenn es sie nicht interessiert, antwortet sie gelangweilt, in der Art ‚Merkst du nicht, dass du mir auf die Ketten gewhst?’ Antwortet sie bereitwillig, hat das meiner Meinung nach zwei Gründe:


    a) Sie ist schüchtern und froh, dass du den Unterhalter machst und sie also nicht in die Klemme kommt, irgendwas "fragen zu müssen",


    b) Du lässt ihr keine Lücke, von sich aus etwas zu sagen. Also wenn du schon ne weile fragst, ist sie zwangsläufig der "Antwort-Part" und erwartet auch weiterhin, dass du die Sache führst.


    Mach einfach ab und zu ne Pause und guck sie an. Sie wird sich wahrscheinlich betreten fühlen und dann von sich aus irgendwas sagen.

    Ich weiß,

    wie er heißt! Aber keine Sorge Maschinenkanone, ich werde schweigen. Bevor jemand was aus mir rauskriegt, würde ich schwere Folter über mich ergehen lassen. Übrigens danke für dein Statement.

    Worauf ich hinaus wollte:

    Worum es mir bei dieser Sonnenbrillengeschichte geht, ist eigentlich das asymetrische Verhältnis: Die Lady ist cool, denkt an den Friseurtermine etc. und den Mann hat es gepackt und er versinkt mit zitternden Knien in Herzklopfen und sucht seine Fassung. Das seltsame ist doch, wenn ein Kollege dabei wäre, dann fände der vielleicht gar nichts an dieser Frau. Diese coole Souveränität ist also gar nicht in der Frau, sondern wird von unserem sympathischn Mann in diese hineingesehen, weil... und da fängt meine Frage an. Es ist doch so, dass wir (also bei mir beobachte ich das) auf einen bestimmten Frauen-Typ reagieren. Da ist irgendetwas in der Ausstrahlung, was mich durchstarten lässt.


    Meine Hauptfragen sind deshalb: Was muss ich machen, dass ich mich Frauen, die eine solche Wirkung auf mich haben, nähern kann. Das ist eine Frage, wie ich mein Wunschbild und meine Fähigkeiten auf Deckung bringen kann.


    Wer weiß eine Antwort?


    Erwartungsvoll,

    Was haben Sonnenbrillen mit Desinteresse zu tun? Oder Coolness? Alles Interpretation, mehr ist das nicht. Ich trage sie nie aus diesem Grund, noch dazu sind meine geschliffen, so dass ich sie oft in geschlossenen Räumen, in denen ich mir nur kurz aufhalte, nicht absetze. Aber vermutlich ist das nicht das eigentliche Thema...