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    Wer sagt das? Dein Kopf oder deine Kumpels? Oder beide? Diese(!) haben oft keine Ahnung?

    Von Kumpels habe ich diese Sätze schon desöfteren gehört, nicht unbedingt zu mir, sondern auch zu anderen.

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    Bezweifle ich stark. Wenn du sie schon vom Unterbewusstsein unter sie stellst und dann vielleicht noch deine Körpersprache nicht bewusst kontrollierst(100% nicht möglich nur in groben Teilen), dann merkt sie schon, dass du was besonderes für sie bist. Besonders im Sinne von: Mehr wert. Was natürlich jegliche Anziehung oft zerstören kann(muss nicht!).

    Ich selber würde sagen das sich meine Körpersprache stark verbessert hat, dabei haben mir auch Bücher sehr geholfen. Nicht nur um mich besser zu korregieren, sondern auch um die Körpersprache der anderen besser zu deuten.


    Aber: Wenn ihr es alle so seht, ich bleib dran:)z und zwar mit jedem mal wo ich sie sehe. War heute noch der Fall gewesen, auch wenn ich im Nachhinein dachte "mensch das hättest du besser machen oder fragen können". Leider gehen mir machmal einfach die Fragen aus, die zur Situation passen. Vielleicht schaffe ich es mal irgendwie spielerisch an ihre msn, icq Nummer (was auch immer sie hat) zu kommen, weiß nur noch nicht wie ich das anstellen soll.

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    Vielleicht schaffe ich es mal irgendwie spielerisch an ihre msn, icq Nummer (was auch immer sie hat) zu kommen, weiß nur noch nicht wie ich das anstellen soll.

    darf ich fragen wozu? sry aber ich denke es kommt nicht wirklich toll, wenn ein kerl, mit dem frau mehrmals pro woche rl kontakt hat, solche umwege nutzen muss um sie mal zum ausgehen oder zu was-weiss-ich-was-unternehmungen einzuladen. :=o


    damit offenbarst du nur unsicherheit. frag sie lieber von angesicht zu angesicht wenn es sich anbietet.


    sehen das auch andere so wie ich?

    Hallo,


    kurzer stand der Dinge bei mir. Sie hat ein treffen ca 30 mins bevor es anstand abgesagt da es ihr nicht gut ging. Ob das stimmt oder nicht spielt keine Rolle, würde ich sowieso nicht herrausfinden also zerbreche ich mir da nicht den Kopf. Wobei ich mich bei ihr auch warscheinlich nicht melden werde, immerhin hat Sie das letzte treffen abgesagt.


    Wünsche euch allen hier noch eine angenehme Woche :)^

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    darf ich fragen wozu? sry aber ich denke es kommt nicht wirklich toll, wenn ein kerl, mit dem frau mehrmals pro woche rl kontakt hat, solche umwege nutzen muss um sie mal zum ausgehen oder zu was-weiss-ich-was-unternehmungen einzuladen

    Es geht eigentlich nur darum mal etwas zu schreiben, hin und wieder wenn man verschiedene Leute gerade nicht sieht.


    Es geht nicht darum zu schriftlich zu einem Treffen einzuladen!

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    damit offenbarst du nur unsicherheit. frag sie lieber von angesicht zu angesicht wenn es sich anbietet.

    Fragen werde ich zunächst einmal garnicht, ich bleibe einfach "dran", eventuell ergibt sich voll alleine mal etwas.


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    Sie hat ein treffen ca 30 mins bevor es anstand abgesagt da es ihr nicht gut ging.

    Mit Sicherheit Kopfschmerzen :=o.

    Ich hatte hier gestern Abend/Nacht einen ellenlangen Text, hauptsächlich über die Goldschmiedin, reingetippt. Dann habe ich vergessen, den Text abzuschicken, und heute morgen, kurz vor Arbeit, schnell alles geschlossen und den Rechner runtergefahren. Resultat: Mein "geistiges Gekröse" von gestern Nacht ist in die ewigen Jagdgründe eingetreten, und ich bin weder gewillt, noch fähig, es zu rekonstruieren.


    Was habe ich daraus gelernt?


    1. Nicht so viel trinken (obwohl es bei mir einen guten Grund hat:-/o:)).


    2. Durch Schreiben/Niederschreiben verändert sich Einiges (Perspektive, Einstellung, das Leben)


    3. Man tut etwas sofort, mit Überzeugung. Wenn nicht, ist der (dieser eine) Zug abgefahren.


    Heute war wieder ein harter Tag. Wie jeder Tag in meinem Leben. Niemand hat mir etwas anderes versprochen und ich möchte es auch gar nicht anders haben. Zu meiner halbstündigen Pause bin ich zu einem "Pizza-Mann" gefahren, der wirklich exzellente Pizza macht, und habe meinem näheren "Kollegenkreis" Pizza gekauft. Hat mich sehr gefreut, dass den Kollegen die Pizza offensichtlich extrem gut geschmeckt hat. Dann kam von einer Kollegin die Frage: "Darf ich fragen, aus welchem Anlaß?". Meine (ehrliche) Antwort: "Einfach so." Eine andere Kollegin meinte, "Ja, man muss für alles einen Grund haben", und sprach mir damit aus dem Herzen (dass es eben nicht so sein muss). Na ja, irgendeinen Grund gibt es immer, vielleicht, dass meine verhungernd aussehenden Kollegen etwas Anständiges zu essen bekommen. Das lasse ich als "Grund" durchgehen.


    Irgendwann war dann auch Feierabend und ich ging zu meinem Rad, begleitet von einer älteren Kollegin, welche ich noch höflich verabschiedete. Auf das Schloß meines Rades blickend, fand ich es sehr komfortabel, dass der Schlüssel (mit einem langen blauen Bändel) bereits im Schloß steckte (hatte ich wohl nach meiner mittäglichen Pizza-Tour im Schloß stecken lassen). Praktisch, und glücklich für mich, dass keiner meiner "Einladung" gefolgt war. Na ja, dann unter mittelstarkem Regen nach Hause. Leider hatte ich meinen kürzlich günstig erworbenen (orangefarbenen) Regen-Poncho nicht dabei, war ja klar. Meinen Kollegen hatte ich kurz vorher noch erklärt, dass ich ja vielleicht schneller fahren könnte, als der Regen regnet, aber das hat dann nicht so gut geklappt.


    Also sitz ich jetzt relativ aufgeweicht bei mir zu Hause und denke mir, ich schreib was, was mit Frauen zu tun hat, damit ich nicht zu off-topic bin. Also, ...


    Die Goldschmiedin


    Nach einem Gespräch mit einer, wie sich im Gespräch herausstellte, Goldschmiedin, war ich ja letztes Wochenende zu ihrer Einweihungsfeiher eingeladen. Sie war erst vor Kurzem aus Süddeutschland nach Berlin gezogen.


    Samstag Abend des vergangenen Wochenendes bin ich ungefähr um 20 Uhr aufgewacht und hab mich erstmal auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht, also via PC und Internet. War verkatert, also extrem faul und schläfrig, kramte jedoch die rückseitig beschriebene Visitenkarte der Goldschmiedin (da stand die Adresse, das Datum und "ab 21 Uhr") aus meinem Portemonnaie und realisierte, dass ich nur noch ganze 10 EUR an Barschaft hatte. Zwischenzeitlich rief mich auch noch ein sehr guter Kumpel an und fragte, ob ich noch Lust hätte, "raus zu gehen". Ich lehnte jedoch auf Grund mangelnder liquider Mittel ab. Dieser erwähnte Kumpel ist übrigens das Alpha-Männchen schlechthin. Jedes Wort, jeder Satz und dann die "Geschichten" - geballter Humor und Abenteuerlust. Manchmal kommen dann auch die Kritiker und "Kleingeister" um die Ecke, um die Unzulänglichkeiten und "Scheiße" hinter der schönen Fassade aufzudecken. Problem ist nur, dass dieser Mensch rein instinktiv nicht nur eine geile "Show" macht, sondern bei Bedarf auch noch einen riesigen Erfahrungsschatz, Allgemeinwissen, geschichtliches und politisches Wissen so wie Pragmatismus, Menschlichkeit und Großzügigkeit hinterherschießen kann. Wenn es wirklich um die Wurst geht, werden auch Professoren und Manager blass, denn da geht es auch um Moral, Philosophie und Verantwortung. Diese Person, als Mensch und Mann, gibt in keiner Sache und gegenüber niemandem klein bei (darunter Professoren, Manager, Gerichte, Anwälte, Finanzbeamte, "Möchtegern-Machos" und Philosophen). Na ja, diese Geschichte über eine für euch wildfremde Person zu erzählen, wäre eine "unendliche Geschichte". Was ich nur sagen wollte, kein schlechtes Beispiel für ein Alpha-Männchen.


    Wie ich schon sagte, man tut es sofort, also zum richtigen Zeitpunkt, oder nie. Die Geschichte mit der Goldschmiedin krieg ich nicht mehr (richtig) hin. Ist wirklich eine tolle Frau, richtig tough (und ich liebe so etwas), auch die Figur (so oberflächlich es klingen mag) allerfeinst. Wir sagten uns, dass wir uns wiedersehen werden.


    Ende.


    Na ja, nicht ganz. War gerade bei meinem türkischen Spät-Verkäufer. Nichts ist zu dumm, oder zu intelligent.


    Eine Sache, die mir diesbezüglich wieder in den Sinn kommt, ist: Geld regiert die Welt. Sprechen wir mal über eine Million EUR. Ist schon krass, welche Spielchen (und das ist nur eins) mit einem gespielt werden, und wie man sie bereitwillig mitspielt.


    Zum Beispiel, roadrunner, stell dir mal vor, du hättest jetzt eine Million EUR, aus welchen Gründen auch immer. Du wärest allein aus dieser Wohlhabenheit für einen Großteil der weiblichen Bevölkerung sehr viel attraktiver, da besserer Ernährer und Fürsorger. Binnen eines Jahres, maximal zwei, hätte sich auch deine Lebensweise, dein Verhalten und dein Selbstbewusstsein verändert, nicht nur wegen der schier unglaublichen Zahl auf deinem Konto, sondern weil du nicht mehr an Arbeit und Anweisungen gebunden bist, weil dich alle mal am Arsch lecken können, weil du mehr "Freiheit" hast, weil du fast unbegrenzt in Dinge und Aktiväten investieren kannst (mit oder ohne Frauen), und im Endeffekt bist du ein ganz anderer, ein ganz neuer Mensch. Oder?

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    Oder?

    Stimmt, ich wäre ein völlig anderer Mensch. Auch wenn viele sagen Geld alleine macht nicht glücklich, bin ich der Meinung, mir würde es zu noch mehr Glück verhelfen. Dennoch würde ich versuchen niemanden davon zu erzählen.

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    für einen Großteil der weiblichen Bevölkerung sehr viel attraktiver, da besserer Ernährer und Fürsorger

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

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    Sprechen wir mal über eine Million EUR.

    Und ich durfte letztes Jahr schon zwei Tage mit zwei Menschen verbringen, die eine Millionen (wenn nicht sogar noch mehr) haben! Klingt unglaubwürdig, ist aber so. Beide sind super nett, aufgeschlossen und unternehmungslustig...

    Genauer genommen war es ein Päärchen mittleren Alters. Beide sprechen nicht gerne über Geld, erwähnen aber zugleich das sich längst "vergessene" Freunde ganz plötzlich wieder melden. Menschen sind eben geldgierig, wer ist das schon nicht.


    Man muss es als Mensch wirklich schon drauf haben, sich so ein Kapital eigenhändig zu erarbeiten. In meinem Fall haben es beide, andere würden den Kopf schütteln wenn sie erfahren würden womit sie ihr Geld verdienen. Es liegt definitiv nicht jedem.

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    Man muss es als Mensch wirklich schon drauf haben, sich so ein Kapital eigenhändig zu erarbeiten.

    Wohl war. Ich denke, dass ich trotz aller Unwägbarkeiten und Hindernissen es in diese "Riege" schaffen werde - und dann klappt's auch besser mit den Frauen. Ob ich dann unter den "geldgierigen" Frauen auch gute Kommunikation finde, bleibt allerdings abzuwarten.

    The Halloween Challenge


    Donnerstag. Ich besuche einen Freund, der Geburtstag hat. Wir trinken ein bisschen was und quatschen, kommen auch auf das Thema Frauen und 'Pickup' zu sprechen und im Laufe des Gesprächs ergibt sich das, was für Männer oftmals ein Katalysator in der Entwicklung ist: Herausforderung. Wir machen eine Wette aus (Einsatz: ein Bier). Wer schafft es bis zum Tag nach Halloween von mehr Frauen auf den Mund geküsst zu werden, beginnend ab diesem Freitag, denn da finden schon einige Halloween-Partys statt. Auch wenn das vielleicht ein wenig kindisch sein mag, es verspricht Erfahrung, Herausforderung, Beobachtung, Entwicklung und vor allem Spaß.


    Freitag. A vom Tango kommt vorbei, um, inspiriert durch dieses Musikvideo unsere Kostüme vorzubereiten. Tangofrau B veranstaltet eine Party. Ich freue mich auf das Kostum, weil es ewig her ist, dass ich mich verkleidet habe, auch wenn meine Entscheidung in Bezug auf A und B schon lange feststeht: Beide kommen für mich nicht in Frage, aber ich mag A, sie hat (auf freundschaftlicher Ebene) was interessantes an sich. B, da mangelt es mir irgendwie an Substanz, da fehlt irgendwas. Sie hat in den letzten Wochen mit erheblichem Aufwand versucht "mich rumzukriegen". Ich wundere mich ein wenig über ihren Ehrgeiz, sie muss meine krasse Passivität doch bemerkt haben?! Ich freue mich zwar über die Aufmerksamkeit, aber irgendwie wurde es in letzter Zeit schon fast etwas lästig.


    Wir fahren los, meine Begleitung bekommt unter der Gasmaske kaum Luft (sie sieht wirklich angsteinflößend aus), doch wir wissen, dass wir wohl mit Abstand die besten Kostüme haben werden. Wir gehören zu den ersten, die auf der Party aufkreuzen und die nachfolgenden Gäste sind zwar zum Teil mit ganz amüsanten Kostümen unterwegs, haben aber nichts handgemachtes. Ich unterhalte mich mit einigen Leuten, die ich kenne. Ganz süß ist ein Mädel, mit der ich einige Minuten quatsche. Sie war für ein paar Tage zu Besuch in Deutschland und darüber quatschen wir eben (das ist oft eines der Hauptthemen beim Erstkontakt). Sie wirkt so, als ginge es ihr doch mehr um den Informationsaustausch. Ihre Freundin guckt mich da schon anders an. Ich freue mich über dieses leichte Signal, unternehme darüber hinaus aber nichts. Danach ist mir nicht.


    B hat sich offenbar in den Kopf gesetzt mich abzufüllen und versucht auf ermüdende Weise mich zu dem einen oder anderen Shot zu bewegen. Ich nippe immer nur kurz dran und lasse mir ewig Zeit, da hilft auch ihr Gequengel nicht und die sinnlose Prahlerei, dass das ja schon ihr zwölfter Shot sei. Ich komm mir vor wie im Kindergarten und weil A so gut wie nie auf Partys geht und sich zunehmend unwohler fühlt, beschließe ich auf die nächste Party zu gehen. Sichtliche Enttäuschung seitens B und irgendwie tut es mir leid für A. Sie ist eine sympathische Person, die aber wohl allerlei Problemchen mit sich rumschleppt und die Freundschaft zu A ist irgendwie...merkwürdig. But that's not my business, auch wenn ich Mitgefühl habe.


    Die nächste Party wird von meinem Kollegen veranstaltet, den ich am Donnerstag gesehen habe. Ich kenne glücklicherweise einige Leute, laufe mit A über die Party (diesmal ohne Gasmaske), sie wird für ihr Kleid gelobt, ich werde einige Male drauf angesprochen, was ich denn bitteschön darstelle. Hier fühlt sich A auch nicht gerade wohl, sie wollte aber sowieso nicht lange bleiben und mich mehr oder weniger nur absetzen. Ich begleite sie hinaus, sie bittet mich um einen Gute-Nacht-Kuss, ich küsse sie flüchtig auf den Mund, drücke sie. Sie sagt, dass sie wollte, dass ich mitkomme, ich sage "Nein". Sie kennt meine Position und im Grunde wusste sie schon vorher die Antwort. Ich gehe zurück auf die Party.


    Ich versuche mich zu meinem Freund durchzuschlängeln, vorbei an einer Frau in einer Art "sexy Lehrerin"-Kostüm. Sie tritt mir auf den Fuß oder rempelt mich an, ich sage, dass sie das einen Kuss auf die Wange kostet. Sie gibt ihn mir.


    Ich treffe das Mädel, mit der ich vor einigen Wochen mal abends weg war. Nennen wir sie C.


    Ich war diesen Mittwoch mit C was trinken, ich freue mich immer sehr, wenn ich sie sehe, sie sich auch, auch wenn sie nie mehr irgendwelche Annäherungsversuche gemacht hat. Zur Erinnerung: Ich habe sie nach langem Zögern auf einer Party geküsst, war dann ein andermal mit ihr weg, habe sie umarmt, wollte sie küssen, aber sie hat abgeblockt. Dann haben wir uns eine Weile nicht gesehen. Am Mittwoch hat sie mich eingeladen um Weihnachten zu ihrer Familie zu kommen, wenn ich will.


    Sie sucht an diesem Abend aber weniger meine Nähe. Mein Freund und ich machen gar keinen Hehl aus der Wette und benutzen das mehr oder weniger erfolgreich, um Küsschen zu bekommen. Eine Asiatin gibt ihm einen, mir einen auf die Wange. Wir labern irgendwelchen Bullshit und als sie geht, gibt sie mir doch noch einen auf den Mund, ha! Dann etwas spielerischer Umgang mit C und weil ich ihre Signale absolut gar nicht deuten kann und gerade dabei bin ihre Mickeymouse-Ohren wieder aufzusetzen, nehme ich ihr Gesicht in beide Hände, und drücke ihr einen Kuss auf die Lippen. Findet sie aber wohl nicht so toll. Etwas später, als sie geht, ist sie etwas distanzierter, zumindest ist das mein Eindruck. Ich vermerke in meinem Kopf, dass ich bei ihr nun genug Offensive gezeigt habe und nichts mehr unternehmen werde (zumindest was physische Annäherung betrifft), bis sie deutliche Signale sendet.


    Ich quatsche mit einer weiteren Frau, die aussieht wie Wilma von den Feuersteins. Nettes Kostüm, aber nicht so mein Typ. Sie sucht aber im Laufe des Abends noch einige Male meine Nähe.


    Dann erscheinen einige wenige Austauschstudenten und eine Japanerin, die ich mal beim Tango kennengelernt habe. Sie ist wohl schon recht voll, ich frage sie nach dem Kuss, sie versteht das wohl als "Kussfoto" oder sowas und hält den Kuss einige Sekunden. Mein Kumpel sieht das und will mir zwei Punkte dafür geben.


    Dann quatsche ich wieder mit ihm, wir sind beide im Gespräch mit einem ganz süßen Mädel, die als Katze verkleidet ist. Sie ist wirklich süß, aber ich stürme viel zu offensiv rein, fange gleich an irgendwelche Stories zu erzählen, warum sie mir einen Kuss geben sollte, weil ich irgendwie beflügelt bin. Sie ist zwar nicht völlig abgeschreckt, allerdings auch nicht gerade angetan. Sie geht aber nicht. Ich bemerke meinen Fehler, lamentiere laut darüber mit meinem Kumpel. Sie gibt mir daraufhin einen Kuss auf die Wange, dann will sie woanders hingehen. Ich sage ihr, dass sie, wenn sie wiederkommt, einen Kuss auf den Mund bekommt. Sie kommt nicht wieder.


    Die Party neigt sich so langsam dem Ende zu und nachdem ich schon die Befürchtung hatte, dass sich plötzlich eine Frauenflaute einstellt, kommen doch nochmal zwei oder drei neue Leute. Die Asiatin, die mich mehrere Sekunden geküsst hat, klebt mir förmlich am Hintern, will irgendwie, dass ich ihr nochmal einen Kuss gebe oder sowas. Ich sage zu ihr, dass sie den kriegt, wenn sie "die" (und zeige dabei auf ein anderes Mädchen, die mir gefällt - nennen wir sie D ... oder vielleicht einen etwas einprägsameren Namen? Liest sich sicher etwas blöd mit Buchstaben. Wie wärs mit Susi?) dazu bringt mich auf den Mund zu küssen. Zugegebenermaßen bin ich möglicherweise durch einen leicht erhöhten Alkoholpegel (keineswegs voll) zu so viel Dreistigkeit im Stande. Susi guckt etwas irritiert, aber keineswegs negativ und dann passiert plötzlich etwas, womit ich gar nicht gerechnet habe. Susi kommt auf mich zu und fragt mich, ob ich mich an sie erinnere und ich muss feststellen, dass ich keinen blassen Schimmer habe, auch nicht, als sie mir ihren Namen nennt. Ich schäme mich ein wenig für meinen Totalaussetzer, rätsele ein wenig herum, bis wir etwas später das Geheimnis lüften: Ich habe sie am Vortag in einer Sushi-Bar bei einem Treffen der Austauschstudenten kennengelernt, wenn auch nur sehr kurz. Mir ist das peinlich, dass ich das vergessen konnte, zumal sie mir am Vortag schon positiv aufgefallen ist.


    Ich quatsche eine Weile mit ihr, überlege, wie ich von ihr den Kuss bekomme, erzähle von der Wette. Sie sagt, dass sie doch nicht nur irgendeine Wette sein will (ein gutes Zeichen). Ich schlage vor, dass ich den Kuss nicht zähle, sondern dass es mir hier um sie geht und dass ihr der Kuss gefallen wird. Ich beuge mich etwas vor, sie ist jedoch nicht ganz überzeugt. Themenwechsel, wir quatschen über dies und jenes. Wir kommen aber wieder auf das Thema zurück. Sie sagt, dass sie mich vielleicht beim nächsten Mal küssen wird. Ich frage, wann das denn ihrer Meinung nach sein soll. "Nach der Wette" lautet die Antwort. Ich überlege kurz, sage irgendwas und dann lasse ich meine Hand durch ihr Haar auf ihren Nacken gleiten, kraule ihn, streichle sanft über die zarte Haut. Dieses Gefühl ist einfach super, das Gefühl, einen Menschen zum ersten Mal "intim" zu berühren. Es ist spannend zu sehen, wie er auf die Berührung reagiert, auf das Spiel meiner Hände und es ist eine Freude zu beobachten, wenn dieser Mensch einfach genießen kann und man ihm auf diese Weise etwas gibt. Dann sagt sie mit einem leichten Seufzer, dass ich das "vielleicht" streichen soll und sie mich beim nächsten Mal küssen wird. Ich sage ihr, dass ich das gerade sehr genieße und der Kuss nicht so wichtig ist und ich sie heute auf keinen Fall mehr küssen werde (ich sage das nicht, um es "ihr Recht" zu machen, sondern um ihrer Entschlossenheit entgegen zu kommen. Sie wirkt sehr entschlossen, dass sie das heute nicht will, vielleicht auch nur um des Spielens willen und weil ich entschlossen bin, dass diese Frau nichts mit der Wette zu tun haben soll, kann ich gut damit leben und sehe darin einen Weg ihr entgegen zu kommen und gleichzeitig meine Ziele zu verfolgen).


    Ich lasse sie los, gehe nochmal kurz woanders hin, komme zurück und kraule sie ein weiteres Mal. Sie sagt in einem Nebensatz sowas wie, dass sie mich wirklich gern küssen würde, höre ich natürlich gerne.


    ...

    ...


    Dann hängen wir ein wenig auf dem Sofa herum, sie lehnt sich an mich, wir warten, bis unser Fahrer zurückkommt und uns einsammelt. Im Auto halte ich ihr wortlos mein Handy hin, sie tippt ihre Nummer ein. Ich verabschiede mich und steige aus. Ich bemerke dann, dass ich ihr gar nicht meine Nummer gegeben habe und schreibe ihr noch schnell eine SMS. Es ist "nur" eine SMS, aber ich frage mich, ob das nicht "zu viel des Guten" ist. Andererseits ist es absolute Zeitverschwendung über solchen Kleinmist nachzudenken. Hat eigentlich keine wirkliche Relevanz, zumindest für mich.


    Fazit: Ein spaßiger Abend, eine sich festigende Freundschaft (durch die gemeinsame Herausforderung), einige Beobachtungen, einige Male versagt, einige Dinge dazu gelernt, die ich aber noch nicht ganz erfassen kann in ihrer Tragweite. Es geht dabei darum, dass ich hin und wieder dazu tendiere relativ still zu werden. Das ist mir heute nicht passiert, ganz im Gegenteil.