Danke an alle für eure Kommentare zu meinem Post :-)

    @ weaver

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    Ich muss mich regelmäßig dazu durchkämpfen auch meine positive Entwicklung zu bemerken und auch im Alltag eher das Positive zu sehen.

    Schreibst du Tagebuch oder sowas? Das hilft auch dabei die Entwicklung zu sehen.

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    Aber ich komm noch nicht, zumindest auf der Straße, über Smalltalk hinaus.

    Na, an irgendwas scheitert es dann wahrscheinlich. Bringst du sie zum Lachen? Das sollte ein wichtiges Element deines Smalltalks sein und wenn du das nicht tust, dann fang damit an. Schreib es auf einen Zettel, steck ihn dir in die Hosentasche und erinnere dich ständig daran. Das Aufschreiben von Erlebnissen hilft dabei zu verstehen, was da abgeht. Wenn dir mehrere Sachen auffallen, kannst du auch mehrere Sachen aufschreiben, auf die du beim nächsten Mal besser achtest, obwohl es besser ist den Fokus zunächst mal auf einen "Fehler" zu richten.

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    Es ist wohl einfach Frust seine Wünsche nicht immer zu 100% zu verfolgen.

    Wenn du dir die Ziele zu hoch steckst, wirst du enttäuscht werden. Aber selbst wenn du deine Ziele nur zu 50% erreichst (Ansprechen und kurz Quatschen), hast du mehr getan, als viele andere. Das ist etwas positives.

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    Teilweise definiere ich mich zu sehr über eine Ansprechquote oder wie ich das jetzt auch immer nennen kann.

    Kenn ich. Mich zieht das manchmal auch runter, auch wenn es dämlich ist. Du musst deine eigene Strategie entwickeln damit umzugehen. Akzeptiere erstmal, dass dich sowas runterzieht und dann mach dir klar, dass du kein Roboter bist. Es hängt oft auch von der Frau ab, von deiner Stimmung und den äußeren Umständen.

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    Vielleicht sollte ich mir genauere Ziele abstecken und mir nicht ein undefiniertes Wunsch und Ziel Gewirr denken und dann enttäuscht nach Hause gehen wenn irgendwas nicht so gelaufen ist wie es darin vorkam.

    Tja, schwieriges Thema. Genaue Ziele können Sinn machen, aber es gibt so viele unbekannte Variablen, dass es schwierig ist genaue Ziele zu verfolgen. Es ist paradox: Man braucht ein konkretes Ziel vor Augen, um fokussiert und bestimmt zu bleiben, aber wenn man sich darauf versteift, wird man nur enttäuscht. Setz dir ein genaues Ziel, schreib es auf (z. B. auf den Zettel in deiner Hosentasche) und dann sei halt dennoch flexibel, wenn du das Ziel nicht erreichst. Was hast du denn für ein Gefühlswirrwarr in deinem Kopf? Und was für ein konkretes Ziel hättest du gerne?

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    Vielleicht hat irgendjemand ähnlich hohe Erwartungen an sich selbst, oder hatte, und kennt eine Lösung für das Problem. Ich sollte das ganze etwas leichter sehen und mir davon nicht den Tag bestimmen lassen.

    Na, du gibst dir deine Lösung doch selbst: Sieh es lockerer. Ja, leichter gesagt als getan. Zwing dich dazu die positiven Dinge herauszuschreiben und die negativen Dinge als "Chancen" zu sehen. Oder übertreib' richtig und sieh alles negativ, bis du dir irgendwann so lächerlich vorkommst, dass du automatisch wieder anfängst positiv zu sehen.


    Letztendlich kannst du aber nur eines tun: Weitermachen, damit du entsprechende Erfahrungen sammelst und es manchmal einfach sein lassen, wenn du das Gefühl hast nicht voranzukommen. Dann kümmere dich 2-3 Tage mal einen Scheißdreck ums Ansprechen, sondern konzentriere dich auf Uni/Arbeit etc.

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    Was hast du denn für ein Gefühlswirrwarr in deinem Kopf? Und was für ein konkretes Ziel hättest du gerne?

    Das abschalten und alles lockerer sehen geht meißtens mit etwas Abstand. Wenn ich allein bin und nachdenken kann und alles mit einer gewissen Distanz sehe. Wenn ich direkt im Geschehen bin, sei es im Club oder auf der Straße, schwirren mir Dinge durch den Kopf wie "Wieso mach ich nicht dieses oder jenes?" oder "Wieso hast du sie nicht einfach angesprochen?". Oftmals ist es aber gar nicht genau zu definieren. Es sind dann einfach irgendwelche negativen Gedanken. Sehr merkwürdig eigentlich. Ich weis so halbwegs was da vor sich geht und kann es irgendwie nicht ändern.


    Ich hab manchmal das Gefühl als müsste ich jede Frau auf der Straße ansprechen. Das das nicht geht ist klar, aber dennoch ist es schwer für mich zu selektieren. Dieser nicht zu erfüllende Anspruch kann mich eigentlich nur deprimieren, das weiss ich, aber kanns momentan noch nicht ändern.


    Mein konkretes Ziel wäre es einfach, mich über einen längeren Zeitraum dahingehend zu verändern, dass ich fremde Frauen relativ leicht ansprechen kann und abchecken kann ob es eine für mich interessante Person ist oder nicht, und ich mich so zeigen kann wie ich von meinen näherstehenden Menschen wahrgenommen werde und geschätzt werde.


    Ich kann anscheinend sehr gut auf Menschen eingehen und Frauen, Freunde die mich näher kennen bestätigen mir das auch. Aber wenn ich in einer Ansprechsituation bin, kann ich von meinem wahren ich nur sehr wenig preisgeben.


    Jetzt geh ich aber mal pennen und morgen wird gelernt.


    Gut Nacht

    Moin,


    da gibt es doch tatsächlich ein Lied mit passendem Text zu diesem Faden: Man sollte meinen, die Band liest hier mit. Leider auch dort kein Happy End... ;-) Upload, falls jemand mal reinhören möchte: Easy Listening-Ska aus Hamburg. (Hoffe, das klappt technisch).


    http://rapidshare.com/files/192808087/choke_-_gemischte_platte_-_02.mp3.html


    Entschuldigt all die Anglizismen (hab schon wieder frei), eine schöne Woche euch allen. :-x

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    dass einige der Regeln, die ich in meinem Kopf habe, ganz und gar keine Regeln sind und es auch ganz anders kommen kann.

    das habe ich ja schon die ganze Zeit ver´sucht euch klarzumachen. Kommt Zeit kommt Rat.;-)

    Was macht man eigentlich mit extrem schüchternen Frauen?


    Solchen, die immer nett sind, immer freundlich, von denen niemals ein klarer, harter Vorwurf zu erwarten wäre, auch wenn man selbst eine (ihre) Grenze (unwissentlich) überschreitet?


    Also ziemlich genau das Gegenteil der "arroganz-verstrahlten Tussi" von Seite 1.


    Die ihre Persönlichkeit verstecken hinter Freundlichkeit und Angepasstheit und auf ein Kompliment mit einem "Danke" im gleichen Tonfall antworten, als ob ich soeben beim Essen das Salz gereicht hätte.


    Hab nämlich den Verdacht, daß meine betreffende gar nicht auf die Idee kommt, daß sie heiß ist. Scheint sich auch selbst nicht ganz ernst zu nehmen, leider.


    Ich würde ihr halt gerne etwas Sicherheit geben. So fürs erste.

    Einfach freundlich sein und ihr das Gefühl geben etwas besonderes zu sein. Das sollte man aber sowieso mit allen Frauen oder besser mit allen Menschen machen. Versuch ihren Humor zu verstehen, bring sie zum Lachen auf dezente Art und Weise. Oder pflege eine intelligente Unterhaltung mit ihr. Ein bisschen teasen kannst du sie sicherlich trotzdem.


    Du spürst doch ihre Energie und das bringt dich doch auch in die Lage dich anders zu verhalten, sanfter, gemäßigter. Oder nicht ;-) ?

    Durch Sport lernt man Frauen kennen. Heute bin ich im Fitnessstudio wieder meine Nummer losgeworden. Ein mir bekanntes Gesicht hat angefangen "bei uns im Studio" zu trainieren, die kennst du doch dachte ich mir, deshalb musste ich sie einfach mal anquatschen, schließlich hatte ich sie schon mal gesehen;-D. Also wieder auf die alte Tour, "hi, dich kenn ich doch[…], die Antwort fiel auch wieder positiv aus. Schließlich ist sie mir mal aufgefallen, dass wird auch sie dann gemerkt haben, vielleicht mögen Frauen so etwas. Jedenfalls haben wir ein bisschen gequatscht, bis ich mir dachte jetzt oder nie und besorgte mir Zettel und Stift, schrieb meine Nummer auf und überreichte es ihr. "Wäre schön, wenn du dich meldet, es würde mich freuen von dir zu hören. Damit wir unser Gespräch hoffentlich noch mal weiterführen können;-)." Jetzt heißt es wieder gespannt sein, ob sie sich meldet.


    Wenn nicht, tja, was soll’s, ich muss weiterhin lernen damit umzugehen. Ich finde es einfach faszinierend zu sehen, dass ich Fortschritte mache:-). Wenn ich zurückblicke, brauch ich keine Zettel mehr hinter Scheibenwischer zu klemmen. Unsicher bin ich natürlich meist immer noch, aber es wird besser.


    Man muss halt dranbleiben, sonst wird das nichts. Also versuchen jede Gelegenheit zu nutzen.

    RR

    Zitat

    Ich finde es einfach faszinierend zu sehen, dass ich Fortschritte mache

    Allerdings! In der Situation hast du einfach alles richtig gemacht. Das heißt noch lange nicht, dass etwas 'draus wird, aber Selbstvorwürfe wären dann fehl am Platz. Nach der Aktion ist Zeit für ein fettes Grinsen.


    Das mit Stift, Zettel und Überreichen ist Lehrbuch. Diese materielle Ebene ist nicht zu überschätzen. Den Zettel kann sie in der Börse oder am Herzen tragen. Und geben, nicht verstohlen platzieren (Scheibenwischer), genau so!

    Zitat

    Man muss halt dranbleiben, sonst wird das nichts. Also versuchen jede Gelegenheit zu nutzen.

    Wie sagt Lao-Tse: 'Hast du den Gipfel erklommen, steige weiter!'

    Zitat

    Stift, Zettel und Überreichen ist Lehrbuch.

    :)^


    Ich hab die Zettel-Methode auch schon öfter, mal mehr, mal weniger erfolgreich angewendet. Meistens kritzelt man da ja nur Name und Nummer drauf mit nem Smily dazu, oder aber wenn es irgendwas besonderes als Aufhänger gibt noch ein zwei Worte.


    Hab grad ein Mädel im Visier, bei der ich kurz davor bin die Zettel-Nummer auszupacken... (Die Story dazu gibts in Kürze- wenn ich das Nummernspiel durchgezogen hab]:D)...


    Wie auch immer, nur Name und Nummer auf nen Zettel erscheint mir grad irgendwie etwas langweilig, und da ab ich mir überlegt, dass man doch auch sowas wie "Gutschein für ein Getränk Deiner Wahl" dazu schreiben könnte?! ...und halt natürlich entsprechend8-)]:D:=o überreichen ;-)


    Was haltet ihr davon?


    Hat das schonmal jemand so probiert?!


    Gruß


    Monaco*:)

    Was kann man dagegen tun, wenn man an einer technischen Uni studiert, wo 90 % Kerle rumlaufen und man gerade in Lernzeiten wochenlang kein hübsches Mädchen sieht? ^^


    Ich merk schon wie ich im Fernsehen plötzlich hübsche Frauen bewundere. Weil ich sowas nicht mehr auf der Straße seh :D


    Ich freu mich auf die Semesterferien ... da fahre ich in mein Heimatort. Da wird wieder geflirtet was das Zeug hält.

    Zitat

    Was kann man dagegen tun, wenn man an einer technischen Uni studiert, wo 90 % Kerle rumlaufen und man gerade in Lernzeiten wochenlang kein hübsches Mädchen sieht? ^^

    studienrichtung wechseln;-D;-D


    ich kenne dein problem nur zu gut...nur bei uns sieht man die hübschen frauen wenigstens in der stadt...


    aber sei froh...ich hatte im ersten semester paar heiße bei mir im semester...da ists mit der konzentration schon gewesen...vor allem im sommerx:)8-)8-)


    sieh es positiv...


    du kannst dich besser auf dein studium konzentrieren:)^:)^:)^


    ansonsten, ertrag es und freue dich auf deine heimat]:D

    Am Mittwoch findet wieder Tango statt. Direkt am Anfang sollen wir uns eine Tanzpartnerin suchen. Ich schaue mich kurz um und erblicke Rachel (*Name von der Redaktion geändert). Ich hatte bereits beim letzten Mal mit ihr getanzt und ihr ein wenig dabei geholfen ein paar Fehler zu verbessern. Sie schaut etwas verunsichert drein, weil mittlerweile beinahe jeder eine Tanzpartnerin gefunden hat und sie noch allein herumsteht. Ich fokussiere sie und gehe schnurstracks auf sie zu ohne meinen Blick abzuwenden. Sie sieht mich erst recht spät, vielleicht 3 Meter vor ihr und als sie mich wahrnimmt, schießt ihr das Blut ins Gesicht und sie errötet. Ich lächle sie an und frage sie, ob sie tanzen möchte. "I was waiting for you", sagt sie mit halbironischem Ton. Wir tanzen und ich erwähne, dass ich morgen mit ein paar Freunden The Lion King (das Musical) sehen will. Sie ist ganz aus dem Häuschen, dachte, dass man schon lang keine Tickets mehr bekommt und wenn, dass diese dann 100$ kosten. Aber nein, wir zahlen nur 18$. Sie ist plötzlich richtig euphorisch.


    Etwas später geht es darum eine Übung zu machen, bei der nicht im Kreis getanzt wird, sondern eine gerade Linie abgelaufen wird. Ich schnappe mir die Dame rechts von mir. Eine recht große Blondine, wohlgeformter Busen, sehr schlank, ein leichter typischer kalifornischer Barbie-Look und normalerweise mit hochgefahrenem Abwehrschild. So habe ich sie zumindest bisher wahrgenommen. Wir warten kurz, bis die vordere Reihe ein paar Meter Abstand gewonnen hat und dann bewege ich sie über die Tanzfläche und ... meine Güte, sie ist extrem nervös und hibbelig. Sie sagt, dass sie meistens nur mit einem Tanzpartner tanzt, weil sie so nervös ist und Angst hat alles falsch zu machen. Ich bin sehr erstaunt, denn mein eintrainiertes Falschverhalten hat immer noch diesen Automatismus drin besonders attraktive Frauen irgendwie als "übermenschlich" wahrzunehmen. Das kriegt man wohl nur durch die Erfahrung mit der Zeit weg und die fehlt mir ganz einfach.


    Ganz am Ende schnappe ich mir eine süße Mexikanerin. Wir können die letzten paar Minuten frei tanzen und sowohl in Übungshaltung oder "close-embraced", also dicht umschlungen. Ich frage sie, was sie gerne möchte. Sie sagt, dass es ihr egal ist. Ich wähle die Übungshaltung, weil ich etwas ausprobieren möchte (Lehre: wenn eine Frau unentschlossen ist, dann nicht groß zögern, sondern einfach irgendwas entscheiden). Nach der Tanzstunde winke ich Rachel nochmal zu mir und mache klar, dass sie uns zum Lion King begleiten kann und wann wir Tickets besorgen werden etc.


    Donnerstag Abend findet das Musical statt. Da ich den halben Tag auf dem Campus verbracht habe, fühle ich mich in meinem Kapuzenpulli etwas underdressed, insbesondere, als ich Rachel auf ihrem Platz sitzend erblicke und feststelle, dass sie sich entsprechend der Theater-Etiquette etwas herausgemacht hat. Dezenter Lippenstift und ein Kleid. Steht ihr ganz gut. Das Musical beginnt und ich sage einige Male etwas zu meiner anderen Sitzplatznachbarin. Rachel sucht dann immer wieder mal meine Aufmerksamkeit. Sitzt generell leicht zu mir rübergelehnt und sie flüstert mir ab und an etwas ins Ohr und ist dabei SEHR dicht. Einmal legt sie sogar ihren Kopf auf meine Schulter dabei. Das Musical macht Spaß, tolles Bühnenbild, hübsche Kostüme und tolle Stimmen. Nach dem Musical verabschieden sich die meisten Leute und übrig bleiben Rachel und ich. Wir holen mein Fahrrad ab und ich begleite sie zu ihrem Auto über den halben Campus. Eigentlich hatte ich gedacht mich noch mit ein paar Freunden in einer Bar zu treffen, doch weil dort die Schlange so lang war und die beiden sowieso nicht allzulange bleiben wollten, lass ich es bleiben und frage Rachel, ob sie noch mit mir über den Campus laufen möchte. Sie willigt ein. Sie hat etwas sehr Erfrischendes an sich, aber manchmal auch eine gewisse...ich kann es kaum beschreiben. Es ist eine leichte Trockenheit, eine gewisse Monotonie in ihrer Stimme, vielleicht ein Funken Verschlossenheit. Ich unterhalte mich sehr gerne mit ihr. Sie scheint sehr vielseitig interessiert zu sein, was mir gefällt. Wir laufen am universitären Zen-Garten vorbei mit Steintürmchen, Bambusrohr-Brunnen und merkwürdigem fluffigem Gras, hinüber zu einer Sitzgelegenheit, quasi eine Treppe, aber mit höheren Stufen. Sie setzt sich auf eine der mittleren Stufen, ich setze mich zunächst schräg hinter sie und rutsche dann rüber, um ihr den Nacken und die Schultern zu massieren. "Are you cold?", frage ich. Sie verneint. Ich gebe ihr trotzdem meine Jacke als Zudecke. Sie bedankt sich. Ich beginne damit über ihren Rücken und ihre Schultern zu streichen, was eine gute Aufwärmübung für die Muskeln ist. Sie fragt, wo ich denn massieren gelernt hätte. "I didn't even start yet", antworte ich. Ich knete ein wenig an ihren Verspannungen herum, so wie es mir mal eine Massagetherapeutin für 5 Minuten gezeigt hat, aber prinzipiell lasse ich einfach meine Hände spielen. Der Trick ist alle Bewegungen langsam durchzuführen. Das fühlt sich wunderbar an. Ich streiche durch ihre Haare, kraule ihre Kopfhaut und ihre Ohren, fahre mit meinen Fingernägeln über ihren Nacken, ihren Hals hinunter zu ihrem Schlüsselbein, übe leichten Druck aus auf ihre Wangen und Schläfen, dann auf ihre Stirn. Sie macht nochmal die Anmerkung, dass es ihr gefällt. Ich streichle ihr Gesicht und gehe dann zurück zu ihrem Nacken und den Schultern. Sie hat mittlerweile aufgehört zu Plappern. Nach rund 20 Minuten ende ich, indem ich mit einem gewissen Druck ihren Rücken hinabfahre (das Blut, das man in den Kopf getrieben hat, muss wieder nach unten, sonst gibt es Kopfschmerzen). Ich rieche an ihren Haaren, ganz flüchtig, aber mehr für mich, nicht als "verführerisches Element". Ich beuge mich zu ihrem Ohr und frage, ob sie noch wach sei. Sie schnurrt irgendetwas von wegen, dass sie völlig entspannt ist. Ihre Hände sind die reinsten Eiszapfen. Wir laufen zurück zum Auto. Sie bedankt sich für die Mitnahme in das Musical und für die Massage, drückt mich einen Moment länger, als üblich. Ich fahre ich nochmal kurz über den Nacken und sie sagt, dass ich sie besser nicht noch weiter massieren soll, sonst schläft sie in meinen Armen ein. Ich sage "okay", grinse sie an und stoße sie leicht weg. Dann verabschiedet sie sich. Wir tauschen keine Nummern, Facebook oder andererer Schmarrn, keine peinlichen Knutschversuche oder sonstiges. Ich erinnere mich zurück an Halloween-Susi, bei der ich plötzlich viel zu ungeduldig war und stelle fest, dass mir das gefällt, wie es ist. Ich sehe sie ja sowieso am Montag wieder. Ein runder Abend und ich bin froh, dass es gelaufen ist, wie es gelaufen ist. Ich habe schon wieder gemerkt, wie ich angefangen habe zu kopflastig zu werden. In meinem Kopf existiert sehr schnell eine Art Verpflichtungsgefühl. Fragt mich nicht, woher das kommt. Und so stelle ich erneut mit Erstaunen fest, dass keine Verpflichtung existiert. Aber dieses lästige Gefühl führt dazu, dass ich ständig irgendwelchen Quatsch abwäge und mich im Kreis drehe, grausam. Alles in allem ein runder Abend mit einigen netten Aha-Erlebnissen.

    Ups, ein paar stilistische Fehler drin, na was solls.


    Was ich noch anmerken will: Es ist absolut erstaunlich, welche Wirkung Frauen auf Männer haben. Seitdem ich das Buch von Deida gelesen habe, fällt mir das viel bewusster auf. Ein kurzes Lächeln, eine Umarmung, eine Freundlichkeit können einem ein paar Minuten oder Stunden versüßen. Ein Abend wie dieser verschafft einem ein Gefühl von Euphorie, Leichtigkeit und Lebensfreude, das sogar über einen oder mehrere Tage anhält. Ist das nicht erstaunlich, wie sehr so eine Begegnung die Lebensgeister hebt?