duke

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    Aber ich bin ein Mensch, der extrem vom Feedback anderer Leute lebt.

    Das ist die beste Voraussetzung, dass es mit den Mädels auch bald voran geht. Denn soziale Kompetenz (komm mir vor, wie ein Papagei) gründet auf dem Verstehen anderer Leute. Nur: mit Passivität hat das nichts zu tun.

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    Es war schon eine harte Zeit, wenn ich an alle Prüfungen denke. Doch irgentwann verstauben die kleinen Erfolge über die Etappensiege. Ich brauche immer mehr mehr... ... Ich nehm es mit, guck es mir auf dem Heimweg an. In Gedanken steck ich es im Mülleimer! Verstehst du das?

    Sehr gut, ging mir genau so. Merkst du was?: diese erwerbbaren Dinge (Diplom, dicke Kiste, ...) stillen deinen Durst nicht. Das ist es ja. Investiere in das, was du immer dabei hast und das dir niemand nehmen kann. Und das wäre ... ?


    Aus deinen Posts dringt immer, dass du unwahrscheinlich auf die Anerkennung anderer Leute achtest. Mach das eine Weile weiter so, und die Belohnung ist dir sicher. Die Leere wirst du so nicht füllen.

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    Aus deinen Posts dringt immer, dass du unwahrscheinlich auf die Anerkennung anderer Leute achtest. Mach das eine Weile weiter so, und die Belohnung ist dir sicher. Die Leere wirst du so nicht füllen.

    Meinst du jetzt, dass ich so weitermachen soll wie bisher oder die extreme andere Richtung einschlagen soll? Ich achte die Anerkennung von anderen, ich weiß, viel zu sehr. Das ist meine Schwäche, aber ich komme da nicht von weg. Ich will es halt allen recht machen. Da liegt wohl das Problem. Aber wenn du alles hast und auch weißt dass du alles - zumindest Materielles- erreichen kannst wenn du nur willst, wo liegt dann noch die Kunst dafür aufzustehen. Das ist momentan so das was mich mit meinen 25 Jahren plagt... Das ist schon ein wenig traurig, weil dann denke ich wiederum was und wo bin ich mit 50. Das sind dann nochmal 25 ganze Jahre meines Lebens. Aber du hast recht. Da ist eine Lücke und ich würde sie gerne schließen.

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    Ich achte die Anerkennung von anderen, ich weiß, viel zu sehr. Das ist meine Schwäche, aber ich komme da nicht von weg.

    Das ergibt sich mit der Zeit. Ich kenne das von mir, aber hat sich ein wenig gelegt, spätestens seitdem ich in irgendwelchen Klatsch- und Tratschgeschichten vorgekommen bin, die mit der Realität nicht viel zu tun haben. Da erkennt man dann, dass es einem manchmal getrost scheißegal sein kann, was andere denken.

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    Aber wenn du alles hast und auch weißt dass du alles - zumindest Materielles- erreichen kannst wenn du nur willst, wo liegt dann noch die Kunst dafür aufzustehen.

    "Zumindest Materielles", du sagst es doch. Dann wird es erst recht Zeit für dich mal nach anderen Werten zu schauen.

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    dann denke ich wiederum was und wo bin ich mit 50

    Was willst du denn sein? Das ist doch die entscheidende Frage. Das Thema Frauen scheint dich ja nicht loszulassen, sonst wärst du nicht hier und gerade die Themen, die hier behandelt werden, sollten dir mit der Zeit eine klare Vorstellung davon geben, dass du dein Schicksal mehr oder weniger selbst in der Hand hast. Ich fühle mich in meinem Handlungshorizont jedenfalls um einiges weiter, als noch vor einem Jahr.


    Der Erfolg wird sich bestimmt schon recht bald einstellen. Machen wir uns nichts vor: Wenn du dich aktiv mit dem "Frauenaufreißen" beschäftigst, wirst du so einiges an Gefühlen durchmachen. Selbstzweifel, trügerische Gefühle von Erkenntnis, das Gefühl es vermasselt zu haben, manchmal überraschende Erfolge, mit denen du nicht gerechnet hast und manchmal auch Erfolge, die du bereits im Vorfeld absehen konntest, bei denen du dich einfach zurücklehnen und dir selbst auf die Schulter klopfen kannst mit dem Gedanken ausnahmsweise mal alles "richtig" gemacht zu haben.

    Duke

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    Das würde ich manchmal. Aber ich bin ein Mensch, der extrem vom Feedback anderer Leute lebt. Ich brauche z.B. Erfolg. Und am besten einen maximalen. Ansonsten koche ich nur auf Sparflamme und mein Selbstwertgefühl ist am Tiefpunkt.

    Langfristig lebt jeder vom Feedback anderer Leute. Daran gibts nichts zu drehen. Dein Problem scheint eher zu sein, dass dir der Mut fehlt, kurzfristig jemandem auf den Schlips zu treten.


    Ich bin z.B. mal in einen Club gegangen, wo ich eine Bekannte getroffen habe. Sie unterhielt sich gerade mit ein paar anderen Leuten und ich habe sie einfach ignoriert. Später hat sie mich dann angemault, warum ich alle Bekannten in den Club begrüße, nur sie nicht. An dem Abend war sie echt sauer auf mich :=o


    Ein paar Tage entwickelte da sich zu einem running gag, und auch sie fand es witzig, als ich sie mit den Worten begrüßte "Ausnahmsweise begrüße ich dich heut mal auch" ;-D


    "Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg: Es allen Recht machen zu wollen."


    Platon ;-)

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    Langfristig lebt jeder vom Feedback anderer Leute. Daran gibts nichts zu drehen. Dein Problem scheint eher zu sein, dass dir der Mut fehlt, kurzfristig jemandem auf den Schlips zu treten.

    Ich lebe nur vom kurzfristigen Feedback. Langfristig gibts bei mir in diesem Zusammenhang nicht. Wenn ich etwas erreicht habe, ist das Gefühl über den Erfolg am nächsten Tag meist schon wieder verfolgen. Und wenn ich dann nichts neues habe folgt daraufhin der Absturz.


    So außerdem hab ich jetzt beschlossen, dass ich nach meinem Diplom und hoffentlich gefundener Arbeit im Herbst erstmal hier wegziehen werde. Ich wohne momentan noch bei meinen Großeltern im Haus, habe da meine richtige "eigene Wohnung" mit Kücher,Bad, etc.. Irgentwie ist das ja ganz gut und schön, finanziell fehlt mir hier nichts, aber irgentwie ist über mir so eine Dunstglocke. Es ist für mich "gefühlt" nicht meine eigene Wohnung. Dazu kommt noch, dass meine Großmutter extrem klammert und mich schon seit ich klein bin extrem verfolgt. Das habe ich schon immer gehasst. Ich könnte prinzipiell ja alles machen, aber manchmal denke ich, dass ich trotz dieser eigenen Wohnung hier total unfrei bin (eher unbewusst). Wenn ich ihr dann meine Meinung sag, fängt sie immer gleich an zu heulen, vernünftig reden kann ich nicht mehr mit ihr. Sie ist so ein Familienmensch, selber mit in einer Großfamilie aufgewachsen und kennt das nicht anders. Ich hasse sie nicht, weil sie ja viel für mich getan hat und auch weiterhin tun würde, aber ich fühle mich dabei nicht mehr wohl. Ich denke insgeheim hat sie mich und meinen Willen teilweise auch gut unter Kontrolle. Denn sie lockt mich natürlich mit allerhand Sachen, nur das bringt mich im Leben nicht weiter. Komme mir dabei vor wie im Käfig. Ich denke, es ist ein notwendiger Schritt für einen Neubeginn. Somit werde ich dadurch evtl. endlich befreiter, und mit mehr Selbstbewusstsein agieren können. Außerdem geht es mir auf den Keks, dass ich hier am A... der Welt wohne und das ohne Auto. Jetzt muss ich nur noch die Diplomarbeit auf die Reihe bekommen, aber das wird sicher schon.


    Wie war das bei euch? Inwiefern hat das Ausziehen in die eigenen vier Wände euer Leben beeinflusst -jetzt mal abgesehen von der Arbeit, die so eine mit sich bringt... Ich würde mehr den psychologischen Aspekt erfahren, die Hausarbeit mit Putzen, Wäsche waschen kenne ich ja schon von meiner "quasi Wohnung" hier.


    Eine andere Story: Als ich damals 06 im Urlaub war hat mich so ein Mädel extrem angebaggert und ich wollte eigentlich gar nichts von der. Sie hat sich was getrunken und war dann ziemlich gut dabei, dass sie mich sogar die ganze Zeit ständig küssen wollte. Ich war damals für Frauen aber irgentwie noch nicht richtig offen sprich einen ONS konnte ich mit ihr nicht vorstellen. Irgentwann meinte sie dann zu mir sollte einfach mal Spaß haben, loszulassen; sie hätte in der Hinsicht Lebenserfahrung und kenne sich damit gut aus auch von anderen Männern. Und dann hat sie noch meinen Kollegen total angeschnauzt und zu ihm gemeint, er solle mich nicht immer so unterbuttern. Ja, sie meinte zu mir ich solle mir nicht alles gefallen lassen und auch meine Meinung sagen. Und ja nicht unterbuttern lassen! Habe über diesen Abend und das was sie gesagt hat lange nachgedacht und war immer am Zweifeln ob sie einfach nur viel zu betrunken war, oder ob da ein Fünkchen Wahrheit dran war. ;-D. In gewisser Weise hatte sie recht, auch wenn es ziemlich hochgekocht wurde an dem Abend. Und wahrscheinlich war sie an dem Abend auch zum großen Teil auf IHREN Spaß bedacht. Dumm war ich ja nicht...Ich jedoch heute hätte ich garantiert meinen Spaß mit ihr gehabt. Aber damals war ich noch irgentwie blind was das angeht. Tja...Dumm gelaufen, hätte ich mal auf sie gehört.

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    Mach dir um solche Sachen keinen Kopf. Versuch mal mehr im Moment zu leben und Dinge auf dich zukommen zu lassen.

    Das versuche ich momentan ganz stark einzuhalten. Ist wohl ein großer Punkt um glücklich zu leben. Die Vergangenheit kommt sowieso nie wieder, total belanglos. Die Erfahrungen nehm ich mit, aber ich habe auch keine Lust mehr auf die Reue.

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    Wie war das bei euch? Inwiefern hat das Ausziehen in die eigenen vier Wände euer Leben beeinflusst

    Ich bin mit 19 ausgezogen und der Effekt ist...recht deutlich. Wenn ich mir meinen Freundeskreis so ansehe, also die Leute, die in ihrem Leben nie rausgekommen sind, denen fehlt einfach ein Stück Lebenserfahrung. Die psychologischen Aspekte sind nunmal Unabhängigkeit und Freiheit, die man vorher nicht so recht gespürt hat, egal, ob man eine eigene Wohnung im gleichen Haus hat oder nicht. Frag dich doch mal: Wenn du eine Frau mit nach Hause bringst, würden dich deine Großeltern darauf ansprechen bzw. es mitbekommen? Allein das kann dir ja schon Druck machen...und Angst vorm Erfolg. Also, nichts wie raus da ;-)


    Und zu guter Letzt: irgendwie schreibt man mit d. Ist ja grausam mit t ;-)

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    Frag dich doch mal: Wenn du eine Frau mit nach Hause bringst, würden dich deine Großeltern darauf ansprechen bzw. es mitbekommen? Allein das kann dir ja schon Druck machen...und Angst vorm Erfolg. Also, nichts wie raus da ;-)

    Haha. Ich hatte ja mal für kurze Zeit eine...so für 3 Wochen. Das gab vielleicht einen subtilen Terror. Ich hatte das Gefühl, dass sie neidisch war. Am Ende meinte sie dann auch: "ja ich hab das sofort gesehen, das war auch nicht die Richtige für dich" und hinter meinem Rücken meinte sie mal zu meinem Kollegen "Kommt die Olle auch mit?":-D;-D

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    Und zu guter Letzt: irgendwie schreibt man mit d. Ist ja grausam mit t

    Gibt aber Folgefehler!

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    Das gab vielleicht einen subtilen Terror.

    Tja, so blöd es klingt: Aber deine Freunde und Verwandten mögen es z. T. gar nicht, wenn du dich veränderst. Manche versuchen dich auch irgendwie davon abzuhalten. Halt einfach die Augen offen. Dennoch sollte dich deine Situation nicht vom Überwinden deiner Schüchternheit abhalten ;-)

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    Tja, so blöd es klingt: Aber deine Freunde und Verwandten mögen es z. T. gar nicht, wenn du dich veränderst. Manche versuchen dich auch irgendwie davon abzuhalten. Halt einfach die Augen offen.

    Hab ich auch bemerkt. Warum kann ergötzt man sich immer am Leben anderer? Ich meine ehrliche Meinungen ok, aber sowas...? Ich halt mich grundsätzlich aus sowas raus. Muss ja jeder selber wissen.