Zitat

    Oft hat man sich auch einfach Nichts mehr zu sagen?!

    Doch, es ist doch immer mal wieder interessant neue Dinge zu erfahren. Was macht der oder diejenige zur Zeit, was studiert er/sie, es ist vieles.

    ..anzuwenden wenn aus der Beziehung nix geworden ist oder nix draus werden soll! Wenn es allerdings eigentlich gut läuft, Mann die Beziehung auch will aber merkt daß Mann sich dadurch verändert wird es schwierig.


    |-o

    Outgoing:

    Die Oneitis entsteht als Resultat von Verlustängsten. Entweder entzieht Dir die Frau Energie, Du merkst, dass die Beziehung Dir entgleitet und entwickelst Angst, dass die Beziehung ganz den Bach runter geht, oder Du nicht mehr so eine gute Freundin finden wirst, bzw. gar allein bleiben musst...... Oder, Du empfindest die Beziehung als ausgesprochen gut, die Frau investiert auch konstant Energie und Du willst, dass dieser Zustand immer konstant so bleibt. Auch das kann eine Angst verursachen, nämlich die, dass sich die "Energiebalance" in der Beziehung ändern könnte (Angst vor der Zukunft).


    Im Mittelpunkt steht also immer die Angst. Es ist nun wichtig, genau zu analysieren, ob der Grund für die Oneitis intern oder extern ist. Intern heißt, Deine Freundin verhält sich ganz normal, Du entwickelst aber eine falsche Wahrnehmung. Extern heißt, Deine Freundin entzieht der Beziehung Energie.


    Je nach konkreter Konstellation bieten sich unterschiedliche Lösungen an.


    Internes Problem heißt, Du hast ein Problem mit Dir selbst. Wenn Du Ängste entwickelst, ohne dass es dafür eine rationale Grundlage gibt (z.B. eine schlecht laufende Beziehung), so musst Du an Dir selbst arbeiten.


    Externes Problem: Dies lässt sich mit den ganz normalen Verführungsmethoden in den Griff bekommen. D.h. geh raus, mache viel mit Deinen Freunden, fokussiere Dich auf Dein Leben und Deine Ziele und nicht so stark auf die Beziehung. Dieser social proof erhöht Deinen sozialen Wert, macht Dich ausgeglichener und attraktiver in einer Beziehung.


    Abgesehen davon können Beziehungen immer zu Ende gehen, und kein Regelwerk o.ä. kann dies gänzlich verhindern. Das ist die Realität, akzeptiere das.


    FTOW ist so ein markiger Spruch. Das muss man nicht tun. Aber wenn man die Möglichkeit dazu hat, dann ergibt sich eine wesentlich entspanntere Ausgangslage, wenn es in einer Beziehung irgendwelche Krisen gibt.

    hrs-le, danke für Deinen Beitrag!

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    Abgesehen davon können Beziehungen immer zu Ende gehen, und kein Regelwerk o.ä. kann dies gänzlich verhindern. Das ist die Realität, akzeptiere das.

    Der Satz stimmt nicht ganz! Beziehungen gehen IMMER irgendwann zu ende! Ich glaube nicht an die ewige Liebe. Insofern habe ich das schon lange akzeptiert. :)z


    Die Angst liegt in mir selbst! Angst vor der Zukunft. Verlustangst ja. Auch bedingt dadurch, daß ich weiß, daß die nächsten Monate Veränderungen mit sich bringen die mir selbst viel abverlangen werden.


    Manchmal ist das Wissen, daß wir uns angeeignet haben eher Fluch als Segen! Ich bin sicher, wüsste ich nicht so viel, wäre ich einfach nur glücklich. Jedenfalls wesentlich glücklicher! Ich weiß ganz genau woher was wann kommt und was es bewirken kann.. kann es trotzdem nicht verhindern. Das ist wohl der Preis wenn Mann seine Gefühle voll zu lässt.


    Andererseits betreibt sie eine Art Push&Pull mit mir. Und genau dieses P&P verunsichert mich dann.


    Meine einzige Rettung um nicht komplett abzurutschen ist, daß ich mir jederzeit bewusst bin, daß es zu ende gehen kann und das auch insofern akzeptiere, daß ich dazu bereit bin. Ich spreche also Dinge die mich stören an und akzeptiere nicht jeden Scheiß den sie will nur um sie nicht zu verlieren, sondern vertrete meinen Standpunkt selbst wenn es das AUS bedeuten würde.


    Aber ich mache mir nichts vor! Ich habe mich verändert. Das große Problem aber ist, wie kann man das rückgängig machen ohne etwas damit kaput zu machen? :-|

    Outgoing:

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    Manchmal ist das Wissen, daß wir uns angeeignet haben eher Fluch als Segen! Ich bin sicher, wüsste ich nicht so viel, wäre ich einfach nur glücklich. Jedenfalls wesentlich glücklicher!

    Vielleicht bist Du einfach auch nur auf halbem Wege stehen geblieben. Klar, es tut erstmal ganz schön weh, wenn man bestimmte romantische Vorstellungen über Bord werfen muss, vor allem, wenn man selbst vielleicht eher weich und sensibel (durch Erziehung geworden) ist. Der Umstand, dass man sich mit Regeln zum Frauenaufreißen befasst, hat ja zumeist den Grund, dass man mit seinen Erfolgen (oder Misserfolgen) bei Frauen nicht zufrieden ist. Jede Regel ist aber nur so gut, wie die Konsequenzen, die man daraus zieht. Ich kann Regeln einfach nur anwenden, oder danach leben. Der zweite Weg ist natürlich schmerzvoller, wenn man sich mit seinen imperfekten Persönlichkeitsaspekten konfrontieren muss.

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    Ich weiß ganz genau woher was wann kommt und was es bewirken kann.. kann es trotzdem nicht verhindern. Das ist wohl der Preis wenn Mann seine Gefühle voll zu lässt.

    An diesem Dilemma bin ich in meiner letzten Beziehung gescheitert. Zum einen weiß ich, dass bestimmte Methoden zum Aufriss taugen. Ich habe mich ein paar Jahre intensiv mit dem Thema befasst und dabei wirklich viel gelernt. Mein Umgang mit Frauen hat sich 180° gewandelt, was Erfolge mit sich gebracht hat, die ich vor einer Weile für unmöglich gehalten hätte.


    Ich stoße an Grenzen, wenn ich in genau der von Dir beschriebenen Situation bin. Ich lasse mich gefühlsmäßig sehr stark ein. Aber gerade dann kommt ein Test oder ich muss mich mit allen Mitteln gegen irgendeine Manipulation zur Wehr setzen, was mir dann schwer fällt, weil ich durch starke Öffnung zu viel Angriffsfläche biete.


    Auf der anderen Seite muss man auch vorsichtig sein, seinen persönlichen Erkenntnissen irgendeine größere Relevanz zuzuschreiben, denn es handelt sich immer um Einzelfälle. Zudem ist das Beziehungsgeflecht zwischen zwei Menschen extrem komplex und die Frauen handeln auch nicht immer idealtypisch.


    Nehmen wir die Manipulation: Wer manipuliert, hat im Grunde Angst, die Kontrolle zu verlieren, oder sie an den Partner abzugeben. Wenn Frauen das sehr stark machen, dann handelt es sich nicht um starke Persönlichkeiten und es wäre dann ein Fehler, bei sich selbst die Schuld zu suchen.

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    Andererseits betreibt sie eine Art Push&Pull mit mir. Und genau dieses P&P verunsichert mich dann.

    Ich glaube, hier hilft es nur, nicht auf halbem Wege stehen zu bleiben. Man muss die unfertigen Teile seiner Persönlichkeit bearbeiten, um nicht durch solche Spiele verunsichert zu werden.

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    Meine einzige Rettung um nicht komplett abzurutschen ist, daß ich mir jederzeit bewusst bin, daß es zu ende gehen kann und das auch insofern akzeptiere, daß ich dazu bereit bin.

    Das habe ich auch so gemacht. Allerdings ist es nicht gerade eine positive Vision für eine Beziehung. Ich frage mich, ob es nicht besser ist, eine positive Vision zu haben. Auch das ist so eine Art, auf dem halben Weg stehen geblieben zu sein. Wir wissen, die Beziehung endet. Es macht uns traurig. Deshalb können wir keine Vision entwickeln. Vielleicht ist es möglich, hier die Sichtweise so zu ändern, dass ein mögliches Ende jeder Beziehung nicht als drohendes Damoklesschwert empfunden wird, sondern lediglich als ein Teil der Spielregeln. Dann kann man auch wieder eine positive Vision von der eigenen Beziehung entwickeln.


    Gerade denke ich, dass man dieses Spiel "positive Vision" in einem guten Moment sogar in einem sehr romantischen Moment mit der Frau spielen könnte. Natürlich auch ein bischen humorvoll. Ich würde vielleicht sagen: "Diese Falte hier in meinem Gesicht wird in fünf Jahren noch tiefer sein, aber dafür wird dann der alte Golf auf dem Schrottplatz ruhen und wir fahren Mercedes. Und wir werden uns immer noch lieben." Über dieses Geplänkel und den Spaß könnte man dann vielleicht zu ernsthafteren Themen kommen, die die Zukunft der Beziehung berühren.

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    Ich spreche also Dinge die mich stören an und akzeptiere nicht jeden Scheiß den sie will nur um sie nicht zu verlieren, sondern vertrete meinen Standpunkt selbst wenn es das AUS bedeuten würde.

    Das finde ich sehr gut. Allerdings muss man hier auch aufpassen, besonders für den Fall, dass man ein "umgepolter Nice Guy" ist, dass man nicht über das Ziel hinaus schießt. Ich glaube, das ist mir manchmal passiert. Ein Neandertaler mag zwar männlich sein ohne Ende, aber er würde nicht in das heute übliche soziale Gefüge passen. Zudem ist es von großer Wichtigkeit, dass man nicht nur redet, sondern vor allem auch handelt. Diese Botschaft ist viel deutlicher, als viele Worte.

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    Aber ich mache mir nichts vor! Ich habe mich verändert.

    Das ist überhaupt nicht verkehrt! Aber geh' jetzt weiter und finde neue Werte, die Du verinnerlichen wirst und die besser sind, als die alten Werte. In der Zwischenzeit gibt es ein Vakuum, was zu Unsicherheiten führt. So empfinde ich es zumindest für mich.

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    Das große Problem aber ist, wie kann man das rückgängig machen ohne etwas damit kaput zu machen?

    Wenn ich die vielen Geschichten lese (hier im Forum und anderswo) und im Bekanntenkreis höre, wie Männer unglücklich sind in ihren Beziehungen, jahrelang allein sind, sich von ihren Frauen schlecht behandeln lassen usw. usf., dann bin ich froh, dass ich diesen ganzen Weg gegangen bin, der mich auch sehr verändert hat. Etwas rückgängig zu machen, ist der falsche Ansatz.


    Neue Schuhe drücken erstmal eine Weile. Das wird sich auch nach ein, zwei Spaziergängen nicht gänzlich gegeben haben.


    Aus meiner Sicht ist es so: Bestimmt 8 von 10 Männern haben heute mehr oder weniger stark ausgeprägte AFC-Verhaltensweisen. Je nach Umfeld, mehr oder weniger. Im universitären Umfeld sind es bestimmt sogar 9 von 10 Männern. Da findet man keine Vorbilder. Alles AFC-mäßige ist extrem gesellschaftlich akzeptiert. Frauen brauchen Unterstützung und Hilfe, man muss viel Verständnis für sie aufbringen, man muss ihnen Zeit geben, man soll ihnen Blumen schenken, man soll seine Gefühle immer sofort ehrlich offenbaren usw. usf. (alles Stereotype). Wenn man sich von diesem ganzen Blödsinn verabschiedet, dann läuft man Gefahr, ins Machohafte abzugleiten, oder gar ein Frauenhasser zu werden. Beides wäre fatal, denn es geht ja um eine positive Männlichkeit, die es zu finden gilt.


    Vielleicht findet man sie in den Tiefen der Wälder, beim Schwimmen im See, beim Schrauben am Motorrad, beim Umgang mit den Kumpels und dem Knüpfen enger Freundschaften mit anderen Männern (wenn man denn mal Leute findet, die den Spagat zwischen Sensibilität und gleichzeitigem Nicht-Weichgekocht-Sein hinbekommen haben). Aber gewiss findet man sie nicht in der Umkehr, im Rückgängigmachen einer Entwicklung, die einen auf den richtigen Pfad gebracht hat. Der Weg mag verschlungen sein, oder im Dunkel liegen. Aber es ist erstmal der richtige Weg.

    Zum Thema Jahreszeit: Komme gerade aus einem spontanen 7 Tage Mallorca Urlaub und muss sagen: Ihr wisst gar nicht, wie sehr sowas einen wieder auflockert. Es waren echt extrem wenig Mädels in meinem Alter da - also musste man suchen gehen. Und fand man was, dann wurde direkt angesprochen, ohne lang drum rum zu überlegen. Habe an _jedem_ Abend neue Mädels kennen gelernt (mit Ausnahme des letzten Abends) und versuche nun so viel Schwung wie nur möglich mitzunehmen.


    Das war echt extrem lehrreich!

    Zitat

    Komme gerade aus einem spontanen 7 Tage Mallorca Urlaub

    War das nicht schon der zweite dieses Jahr?


    Ich hoffe, dass sich nächstes Jahr ein paar Leute finden und mit nach Mallorca oder Ibiza fliegen.


    Ich werde mir durch den Uniwechsel einen neuen Freundeskreis aufbauen müssen, dass ist wahrscheinlich noch schwerer, als fremde Frauen anzusprechen. Aber wenn alles klappt, neue Leute, neue Freunde und neue Frauen :-D.


    Ich hoffe, dass ich mal ein paar Leute finden, die zu verschiedenen Sachen einfach mal "JA" sagen.


    Meistens sieht es so aus:


    "Habt ihr Bock heut auf die und die Party zu gehen?"


    "Nein, da geh ich nicht hin/ ich und meine Freundin wollen etwas anderes machen."


    "Gehen wir heute an den See schwimmen?"


    "Nein, dass kannst du jetzt vergessen, viel zu voll da."


    "Komm, lass mal noch was trinken gehen/ uns ins Eis Café setzen."


    "Nein, kein Geld."


    Diese Dinge könnte ich unendlich weiter führen. Ich hoffe, dass bessert sich.


    Wenn dann mal was gemacht wird, ist es meist ein abgammeln. Zwar besser als nichts, aber auf Dauer sehr langweilig.